Mittwoch, 31. Mai 2017

Sport - Spiel - Spannung



Mit "Sport-Spiel-Spannung"
  wühlen wir ganz tief in der
Mottenkiste der Fernsehgeschichte.

"Sport-Spiel-Spannung"
"Eine (möglichst) unterhaltsame Sendung"
 war eine Fernsehsendung
 für Kinder und Jugendliche,
 die ab 1959
(21. 05. 59 ) nachmittags ,
schwarz-weiss
in der ARD (etwa anderes
 gab es noch gar nicht)
ausgestrahlt wurde. 




Ein ( wie mir damals
 schien, ) uralter
Mann, Heinrich Fischer 
( 22. August 1896 - 16. März 1974 )
moderierte zu Anfang 
diese einstündige Kindersendung,
 die zu meinen allerersten
Fernseherinnerungen zählt.
Nun, man wusste damals noch kaum
Bescheid über die beim
 Fernsehen herrschenden
Gepflogenheiten und so nahm 
man dies als gottgegeben hin.




Sammy Drechsel, 
(ein grosser Name dazumal )
Sportreporter,
Buchautor ...




...  und Kabarettist bei der
 Münchner Lach- und 
Schiessgesellschaft
 war für den Sportteil zuständig.
Einmal angefangen,
 hörte er mit reden 
nicht mehr auf. 

Er überzog regelmässig seine
Sendezeit, worunter meist 
der letzte Teil, “Spannung” zu 
leiden hatte. Zugleich war
er auch Regisseur.




Später ( ab Januar 1965)
übernahm  Klaus Havenstein,
der auch das Quiz 
“Zwei aus einer Klasse”
(... und jetzt eine Frage aus
dem Gebiet des anderen)
leitete,  Fischers Stelle.
Das in Klammer gesetzte "möglichst"
verschwand aus dem Titel.


Es war sehr betulich und sehr belehrend,
aber wie gesagt, damals
meinte man, dass das
eben so sein musste
und nahm es eben hin.


Am Ende der Sendung wurde immer ein 
Kurzfilm , z.T. von Kindern selbst gedreht,
oder ein Filmauschnitt  gezeigt.
Im Trailer/ Vorspann, so erinnere
ich mich, war ein Indianer
mit gezücktem Messer kurz zu
sehen, und ich hoffte
über Jahre vergeblich,
dass dieser Film irgendwann
 gezeigt werden würde.

Wenn mich nicht alles täuscht, ...




...tauchte auch Arnim Dahl, der berühmte
Klettermaxe und Stuntman und ...



...  Luis Trenker 
( Der Berg ruft) darin auf,
was etwa so klang:

(Das Kurzmärchen 2 )




Sicher aber bin ich mir, 
dass ausschnittsweise
Karel Szeman’s sensationeller Film ...




...  “Reise in die Urzeit” gezeigt wurde.

Dienstag, 30. Mai 2017

Werwolf und Vampir




Nichts währet ewiglich,
aber im Computerzeitalter
sind 15 Jahre wohl
schon eine Ewigkeit.




Mit viel Schweiss und
Fleiss habe ich mein
"Wort zur Ehrenrettung
des Werwolfs" ...




... und meine kleine
Abhandlung über den Vampir
auf meiner Website ...





...so gut es ging,
ein wenig überholt,
ergänzt und
aufpoliert.




Weitere Ergänzungen zum Thema
finden sich jeweils unter dem
 entsprechenden Label
auf diesem Blog. 

Sonntag, 28. Mai 2017

Dr. No Comic 3




Norman J. Nodel's
Nacherzählung
von Jan Fleming's "Dr No"
für "Classics Illustrated
übernahm fast 1:1 das Aussehen
der Filmfiguren.
So auch die von Dr. No.
(Joseph Wiseman)



Es ist eine gekürzte
 und recht brave 
Nacherzählung, die 
zeichnerisch zwar ordentliches
Handwerk zeigt, aber kaum
 Spannung aufkommen lässt.






Dr. Julius No ist eine  der typischen
 diabolisch grössenwahnsinnigen
Schurkenfiguren aus Jan Flemings
Feder.




Sax Rohmers Inkarnation der
gelben Gefahr, Dr. Fu Manchu dürfte
der Figur Pate gestanden haben.,
wie bei dieser Interpretation
von John McLusky eindeutig ersichtlich ist.




Fleming schwebte  angeblich sein Cousin
Christopher Lee als Darsteller
für Dr. No vor.

Geboren in Peking,  Sohn eines
deutschen Methodistenmissionars und einer
Chinesin, aufgezogen von seiner Tante,
ging Julius No später nach Shanghai und
wurde Mitglied bei einem Tong.
Diese schmuggelten
 ihn in die USA, wo er in New
 York  Schatzmeister des
Tongs wurde.  No  entwendete
 dem Tong eine Million Dollar in Gold
Man fand  ihn und folterte ihn.
 Da er den Verbleib des Goldes
nicht preisgeben wollte,
schnitt man ihm beide Hände ab, schoss
 ihm durch die Brust und liess ihn,
 vermeintlich tot, liegen.

 Da sich No’s Herz
aber auf der rechten Brustseite
 befindet, überlebte er.

(Im Film verdankt er den Verlust seiner
Hände der Strahlenforschung.)




 Nach einem langen
Krankenhausaufenthalt
 in Milwaukee,  nahm er den
Titel Doktor an.
 Das gestohlene Geld legte
 er  in Briefmarken an und
erwarb Jahre später die
 Insel Crab Key.
Dort reaktivierte er
eine Guanofabrik als
 Tarnung für seine
 kriminellen Machenschaften.
Niemandem, der die Insel
 unbefugt betritt, darf
sie je wieder verlassen.




Mit Hilfe der Sowjets
 konnte er die Signale der
nahegelegenen amerikanischen
 Raketenbasis
Cap Canaveral stören
und die Raketen  an
 andere Zielorte lenken.
bergen und sie  der
Sowjetunion übergeben.
Im Film steht er im
Dienst von SPECTRE
und sabotiert die US Raketen um
Energie für seinen
Kernreaktor zu gewinnen.




Der Comic endet
etwas übereilt, ohne
eigentlichen Höhepunkt.




Ken Adams Furore machendes
Laboratorium, das wesentlich an
 dem Filmerfolg mitbeteiligt  war, 
wurde,  obwohl ein zeichnerisch
 lohnendes Motiv,  im Comic
kaum aufgegriffen.




Nun, Ende gut, alles gut.



Eine Innenseite
verweist auf den Mann, der
Bond erfand.
Jan Fleming



Samstag, 27. Mai 2017

Sir Roger Moore RIP




Auch von Roger Moore
14. Oktober 1927 - 23. Mai 2017
müssen wir Abschied nehmen.

Auch wenn ich mit seiner
Darstellung von James Bond nie ganz
glücklich geworden bin,
er verkörperte bislang in
der Filmgeschichte 
James Bond am häufigsten,
nämlich in insgesamt  sieben Mal.












All diese Filme und die entsprechenden 
Hintergründe habe ich bereits
ausführlich besprochen.
In dieser Rolle dürfte er auch den meisten Lesern
 noch ein Begriff sein, auch wenn seine letzte 
Bond Rolle nun doch über 30 Jahre zurückliegt.

Aus diesem Grund möchte ich hier
 noch einige seiner früheren
Erfolge in Erinnerung rufen.




Ein erstes Glanzlicht war "Ivanhoe"
1958/59, der edle Ritter nach 
Sir Walter Scotts Roman.




Es war ein grossartiges Intro,
in dem nach dem Ruf eines Jungen
"Ivan-hoe, Ivan-hoe" der wackere
Roger Moore hoch zu Ross,
in weisser Rüstung
herangeprescht kam...




... und seine 
Getreuen sich um ihn scharten
um für Recht und 
Gerechtigkeit zu kämpfen.




Es wurde gehauen und gestochen,
dass es eine Freude war und 
nach dem Ende der Serie,
dürfte es in ganz Britannien
weit und breit
keinen Schurken mehr
gegeben haben.








Der getreue Garth (Robert Brown)
durfte später
als M...




... in Octopussy 
den Chef von James Bond 
alias Roger Moore spielen.








Ein weiterer Höhepunkt war
 seine Interpretation
 von Leslie Charteris' "The Saint"
auch als "Simon Templar" berühmt geworden.
Mit dem legendären Volvo P 1800




... mit dem Nummernschild ST 1.





In den USA sah man ihn in
 etlichen Serien als Guest Star, ...




Er drehte mit Clint Walker den Western
"The Gold of the Seven Saints" 1961,




Daneben drehte er die
 Serie "The Alaskans".




Er war Cousin Beau in der
Serie "Maverick"





... und  später erfolgreich 
zusammen mit Tony Curtis in 
"The Persuaders".




Jedenfalls schrieb er Fernsehgeschichte.
Daneben trat er in einer langen Reihe
von Kinofilmen auf,
so in dem Söldnerfilm ...




"North Sea Hijack"





"The Sea Wolves".


"Escape to Athena"



"Cannonball Run"

"The Quest"
mit J.C. Van Damme 

u. v. A.

Es waren leider fast nie
mehr die richtig ganz grossen
Rollen für ihn  dabei und ich finde, dass
er allzu oft unter seinem Wert verkauft
wurde.