Mittwoch, 17. Juni 2009

"Tür zum Zwischenreich"




«Außerdem konnte es geschehen, daß ich nach
einem Alptraum zu meinen Eltern
ins Schlafzimmer
rannte. Sie aber lagen wie tot im Bett und
waren durch
nichts aufzuwecken, - was die Alptraumhaftigkeit
und meine Angst noch
steigerte. Diese und andere
ähnliche Geschichten hatten
für mich schwierige
Erkenntnisprobleme zur Folge, da ich nie ganz
sicher war,
ob das, was ich gerade sah und tat, auch "wirklich" war.
Diese Unsicherheit betraf auch "die Tür" hinter dem Lehnsessel
im Wohnzimmer,die nur nachts sichtbar wurde,
und hinter der eine Hexe wohnte.
Untersuchungen tagsüber ergaben nie auch nur den
geringsten Hinweis. Hieraus folgerte ich, daß es eine
besonders raffinierte Geheimtür sein mußte.
Gegenüber den Erklärungen derErwachsenen entwickelte
ich ein ausgeprägtes Misstrauen, denn sie gaben
offensichtlich nur vor, alles besser zu wissen,
hatten aber letztendlich doch keine Ahnung, was
wirklich passierte..Es scheint also, daß mein Bewußtsein
in den erwähnten Fällen im“Dreambody” war.
Das Körpergefühl und die Umgebung waren
mit der Alltagssituation derart gleichartig,
daß es mir fast unmöglich war,
die Erlebnisebenen klar zu Unterscheiden.






 

Der Hexe habe ich immer wieder versucht Gestalt zu geben.
Nicht zuletzt in der Figur der alten Hexe im “Buch der Schatten”


Sonntag, 14. Juni 2009

"Behind the curtain"




Eines der ersten Wesen der “Twilight Zone”,
 an das ich mich erinnern kann, war das 
“Vorhangmännchen”. Es lebte hinter den Vorhängen 
meines Kinderzimmers und zeigte sich nur bei 
Dunkelheit, zog man den Vorhang, verschwand es...
 Tagsüber glaubte ich, es in der koboldhaften  
Werbefigur “Knorrli” der Firma 
Knorr wieder zu erkennen.




“Knorrli” und sein Entwerfer
 Hans Tomamichel

 

Damit war für die Erwachsenen 
die Sache „erklärt“ und abgetan,
- die ganze Geschichte war nur „geträumt“.
Der Knorrli wurde zur Beruhigung

 zum Sandmännchen umgedeutet....
Aber der „Alb“ verschwand nicht!
Er blieb als ein schemenhaftes Wesen

 der Zwischenwelt, eine Art
„Abholwesen“ an der Grenze 

zwischen Tag und Traum






 

-eine Art „Bedroom-Visitor“? – wie man sie 
von Berichten aus dem UFO Umfeld kennt?

www.shayawaya.ch/Schneewittchen
Das Wort Scheme bildete sich ziemlich

 eigenständig in den germanischen
Sprachen (...) Aus den Bedeutungen Schatten, 

Geist, Schein und Fackel
erwächst der Begriff Schattenbild, also 

ein Bild, das zwischen Hell-Dunkel
geheimnisvoll flackert. Schattenbild

 und Schemen werden zum Ausdruck
für eine alphafte, nicht genau bestimmbare

 Erscheinung irgendeines
beseelten, aber bedrohlichen Wesens. 

Die Sinnverbindung Schattenseele
kommt dem Wesen des Schemens im 

alten Maskenbrauch am nächsten.


Donnerstag, 11. Juni 2009

"Twilight Zone"



 
Zu den vielen  amerikanischen
 klassischen Fernsehserien,
 die man im deutsch-
sprachigen Raum nur unvollständig,
 oder  mit jahrelanger Verspätung
mitbekam, gehört auch
“Twilight Zone”.

1961 wurde im Deutschen
 Fernsehen die  “Twilight Zone”
 Episode  “Die leere Stadt” gesendet;
 und dann   verschwand  die Serie
sang- und klanglos zunächst wieder.

Erst von 1967 bis 1969 strahlte
 dann das ZDF 13 Episoden aus,
wohl die, die mich damals
beeindruckten und
meinem Interesse für
Unerklärliches und
Uebersinnliches beflügelten.

Es gibt eine fünfte Dimension 
jenseits der menschlichen Erfahrung –
eine Dimension, so gewaltig wie 
der Weltraum und so zeitlos wie die
Ewigkeit. Es ist das Zwischenreich, 
wo Licht in Schatten übergeht,
Wissenschaft auf Aberglaube trifft.
 Sie liegt zwischen den Fallgruben
unserer Furcht und den lichten 
Gipfeln unseres Wissens. Dies ist die
Dimension der Fantasie, 
das Reich der Dämmerung – die Twilight Zone.
Rod Serling
http://de.wikipedia.org/wiki/Twilight_Zone


 

So ganz jenseits der menschlichen
 Erfahrung ist die “Twilight Zone”
eben nicht.....sonst wüssten wir ja nichts 
von ihrer Existenz. Den Rest
von dem was Rod Serling sagt, 
kann ich aber unterschreiben.
Das Zwischenreich ist eine Art 
“Schwelle”, ein” Niemandsland”,
ein „betwixt and between“ wie 
Victor Turner es in Anlehnung
an Arnold van Gennep umschreibt

.http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Turner

http://de.wikipedia.org/wiki/Arnold_van_Gennep

Samstag, 6. Juni 2009

Aus meinem Skizzenbuch


Aber das Comicfieber liess mich nie ganz los. Ende des letzten Jahrhunderts stach mich nochmals der Hafer...und bald darauf war ich meinem alten “Laster” wieder verfallen. Hier einige Entwurfsskizzen zu den ersten Seiten vom “Buch der Schatten”

Mittwoch, 3. Juni 2009

“Steampunk”



Die Idee, einen Comic zu zeichnen, der in
einer Parallelwelt in einem phantastischen
19. Jahrhundert spielt, reizte mich schon
vor über dreissig Jahren, lange bevor ich erstmals
den Begriff “Steampunk” oder “Steamfantasy”hörte.
http://de.wikipedia.org/wiki/Steampunk

Ein gemeinsames Comicprojekt mit Pierangelo Boog, - damals wie heute einer der besten Inker weit und breit, - scheiterte leider an widrigen Zeitumständen und dem Mangel an (bezahlten) Veröffentlichungsmöglichkeiten. Jammerschade!!!!!!


Montag, 1. Juni 2009

“Pierangelo Boog”



In den späten siebziger Jahren galt 
Pierangelo Boog als Geheimtipp, der 
mit seinen fantastisch-erotischen Illustrationen
 weitherum für Furore sorgte. Ich hielt ihn zuerst 
für einen Amerikaner aus dem Umfeld von 
  “The Studio”, der Künstlergruppe um Jeff Jones, 
  Mike Kaluta. Barry Windsor -Smith 
und Berni Wrightson.




 
Ich staunte nicht schlecht, als ich erfuhr, 
dass es sich um einen Landsmann  
von mir handelte.

Boogs Illustrationen wurden rasch bekannt 
  und bereits 1982 erschien im “Blender” 
Verlag ein grossformatiger Bildband.


 
Cover des 1982 im “Blender” 
Verlag erschienen
Bildbandes zu dem ich das 
Vorwort beigesteuert habe.

In den folgenden Jahren 

verloren wir uns etwas aus
den Augen und kamen 

erst wieder durch die
Segnungen des virtuellen Zeitalters 

miteinander in Kontakt.
Pierangelo Boog lebt heute

 in Zürich und ist als
wissenschaftlicher Zeichner

 und freischaffender
Illustrator tätig. Proben 

seines Könnens finden
sich auf seiner Website 

und auf seinem Blog.

www.angeloboog.ch