Sonntag, 5. April 2015

James Bond Bücher




Seltenes Cover einer kurzlebigen
 Taschenbuchausgabe.




Der Ullstein Verlag brachte recht früh,
1960, also bevor James Bond durch
die Filme berühmt wurde,
drei Bondromane als Taschenbuch.

"Leben und sterben lassen"
"Casino Royale"
"Diamantenfieber"

Uebersetzer war Günther Eichel.

Gemäss damaliger Usanz wurden die
Romane auf Taschenbuchformat
zusammengekürzt,

"Moonraker" wurde wegen
angeblich antideutscher 
Tendenzen von Ullstein abgelehnt.




Nach den Filmerfolgen mit
 Sean Connery  wurden
die Titelbilder
ausgewechselt.




Der Scherz Verlag wagte gar
 eine gebundene Ausgabe
für Fr. 9.80 ...




... die aber nie vollständig wurde.




Dann erschienen die Bondromane 
in der Reihe "Phönix Shocker",
wo sich, auf dem Höhepunkt 
des Agentenrummels auch
andere  Spione tummelten.




Es folgten mehrere Auflagen
in der Scherz Krimireihe, ...





es gab allerhand Lizenzausgaben 
und Neuausgaben... 



... sowie Fortsetzungen anderer 
Autoren .





Da die Filme sich immer weiter von der
Originalvorlage entfernten, wurden extra verfasste
"Novelizations"auf den Markt gebracht...





...  während  der originale 
James Bond war einige Zeit gar nicht
mehr auf dem Buchmarkt erhältlich war...




... ist er nun wieder vollständig und
in überarbeiteter Uebersetzung...




... bei "Cross Cult" erhältlich.



Samstag, 4. April 2015

Waldenburgerbahn - Rettet das "Waldenburgerli"






27. März 2015: Erfolgreiche Übergabe der
 gesammelten 4437 Unterschriften für die
Petition "Rettet das Waldeburgerli".





Die Zahl 4437 entspricht der
Postleizahl von Waldenburg ...






... und soll
nicht zuletzt die Verbundenheit der Bevölkerung
mit dem "Waldenburgerli" verdeutlichen.
Die Modernisierung der
Waldenburgerbahn plant nämlich eine
Verbreiterung der Schienen von 75
auf 1oo cm , was dem historischen
Dampfbetrieb den Todesstoss versetzen würde.







Obwohl schon am 25. Oktober 1953 elektrifiziert,
wurde der Dampfbetrieb bis heute für
historische Fahrten aufrechterhalten.





Die Waldenburgerbahn steht für ein
entscheidendes Kapitel der
 Industriegeschichte im oberen Baselbiet.




Nachdem der Passverkehr über
 den Oberen Hauenstein 
durch den Bau der Eisenbahnlinie
 Basel-Olten (Centralbahn)
 vollständig zum Erliegen gekommen 
war, sah sich das 
 Jurastädtchen Waldenburg
 gezwungen, der Arbeitslosigkeit
 und Verarmung
 der Bevölkerungentgegen zu wirken.





Die Waldenburgerbahn, wurde
1880 als kleinste Schmalspurbahn
 Europas mit Dampfbetrieb eröffnet
und  ermöglichte erst  die
 Industrialisierung im Waldenburgertal.





Ihr Bau ist eng mit
dem Namen des Industriepioniers
 Gédéon Thommen
 ( 7. Dezember 1831 - 18. Dezember 1890)
verknüpft,...




...  der auch mitverantwortlich
 für die Ansiedelung der
Uhrenindustrie im Waldenburgertal war.





Noch heute erinnert die Lok 5
an ihn.




Lok 5 "Gedeon Thommen" SLM G3/3
Erbaut 1902 durch Schweizerische
 Lokomotivenfabrik, Winterthur
Neupreis 1902: CHF 25'000

Waldenburgerbahn WB5, "Gedeon Thommen"
Im regulären Betrieb zwischen 1902 und 1953
Im historischen Dampfbetrieb seit 1980



Freitag, 3. April 2015

Wild Gals of the West







Ebenfalls in Deadwood lebte
Kitty Le Roy 1850 - 7. Dezember 1878

Ganz so berühmt/berüchtigt
wie  wie Calamity Jane
wurde sie zwar nicht, aber auch sie
sie war Spielerin, Saloonbesitzerin
und Prostituierte in Molly Johnsons Brothel
in Deadwood. Sie war fünf Mal verheiratet.
Ihr fünfter Ehemann Samuel R. Curley erschoss
Kitty im Lone Star Salon
 in Deadwood und beging 
anschliessend Selbstmord.




Pearl Hart
ca. 1871 - 1955?
Mit 17 heiratete sie einen zwielichtigen
Spieler namens Frederick Hart.
1893 sah sie an der Columbian
Exposition in Chicago eine
von Buffalo Bill's Wildwestshows,
verliess ihren Nichtsnutz von Ehemann
und zog nach Colorado, wo sie einen Sohn gebar.
Diesen gab sie in die Obhut ihrer Familie
und zog weiter nach Phoenix, wo sie am 30. Mai 1899,
zusammen mit einem gewissen Joe Boot eine
Postkutsche überfiel.




Ein fast schon
anachronistisches Verbrechen, denn die Zeit
der Postkutschen war eigentlich vorbei.
Sie erbeuteten rund 450 $ und verirrten
sich anschliessend
in der Wildnis, wo sie verhaftet wurden.



Sie landete in Yuma,
wo sie die
Mitgefangenen zur Besserung zu bekehren suchte.
 "We begged the warden to get rid of this woman."
so ein Mitgefangener.
Wegen "guter Führung" wurde
die einzige Postkutschenräuberin des Wilden Westens
am 19. Dezember 1902 begnadigt.




"Thirty Years in Disguise”





Die berühmteste Postkutscherin
des Wilden Westens war
Charley Parkhurst, (1812-1879) auch
One Eyed Charley,  The Whip,
Mountain Charley, oder
Six-Horse Charley  genannt.





Sie kaute Tabak. rauchte und fluchte wie ein
Mann und erst nach seinem Tod entdeckte man,
 dass Charlie eine Frau war
und zumindest einmal im Leben
 ein Kind geboren hatte.





Charlotte Darkey Parkhurst geboren 1812  in
New Hampshire  zog  um 1850 nach Californien,
wo sie neben "Foss, Hank Monk und George Gordon
 zu einem der besten und  wagemutigsten Kutscher
auf den Goldfeldern wurde .






Mattie Silks
(Martha Ready 1845 - 1929)





Denver's Queen of the Night
leitete Häuser  für ...




"Soiled Doves"
(wie  Prostitution umschrieben wurde )
in Dodge City
und Denver,  Colorado...



... und soll zu ihrer Zeit
die einflussreichste Geschäftsfrau
Denvers gewesen sein.





Nach ihr benannt  wurden die
 "Mattie Silk Boots" und der
"“Mattie Silks Sidewalk Companion”





Berühmt wurde ihr angeblich barbusig
ausgetragenes Duell
gegen Katie Fulton um die Zuneigung eines
Spielers namens Cortez Thompson.
Allerdings scheinen die Phantasien um dieses Duell
weit über die graue Wirklichkeit hinaus
gewuchert zu haben.

Donnerstag, 2. April 2015

Calamity Jane





Unter den Heldinnen
des Wilden Westens gehört 
Martha Jane  Cannery Burke,
1.Mai 1852 -1.August 1903,
 besser bekannt als "Calamity Jane"
zu den wohl bekanntesten.
Sie war Postkutschenfahrerin,
Goldgräberin, ...





... Scout für General Custer,
 Gastwirtin. Krankenschwester
und Saloondame, 
und zumindest der Legende nach, 
die Geliebte von Wild Bill Hickock.





Sie rauchte, trank und fluchte wie ein Mann,
was im damaligen Kontext durchaus auch als
Kompliment aufgefasst werden kann.





Sie war  kurze Zeit verheiratet und wurde Mutter
einer Tochter.





Sie trat als Reiterin und
 Kunstschützin in Buffalo Bills
Wild West Show auf.





Sie starb, alkoholsüchtig, depressiv
und völlig verarmt
und wurde auf dem
Mount Moriah Cemetery neben 
Wild Bill Hickok beerdigt.
So erfüllte sich ihr letzter Wunsch
und  den Anforderungen der Legende
wurde Genüge getan.

Hollywood strickte emsig an ihrer Legende und 
widmete ihr eine  ganze Reihe historisch meist nicht sehr
genauer Filme. Oft an der Seite von
Wild Bill.





Jean Arthur
"The Plainsman" 1936




Frances Farmer in "Badlands of Dakota"1941




Jane Russell
"The Paleface" 1948




Yvonne De Carlo
"Calamity Jane and Sam Bass" 1949




Evelyn Ankers 1950




Doris Day 1953




Jane Alexander spielte Calamity Jane
im gleichnamigen TV Movie 1984



Anjelica Huston in
"Buffalo Girls"



Ellen Barkin in "Wild Bill" 1995




Robin Weigert in der TV Serie
"Deadwood" 2004



"Arte" widmete ihr 2013
eine ausführliche Dokumentaion.





... und auch in der Comicserie "Lucky Luke"
wurde ihr ein Denkmal gesetzt.
So bestätigte sich Calamity Jane's Wahlspruch:






Mittwoch, 1. April 2015

Münchhausen auf dem Mond


Wenn es kein Aprilscherz oder nicht
nur eine Lügengeschichte
des Barons von Münchhausen ist.
Auf dem Mond darf man angeblich 
noch unbehelligt rauchen.

Fragt sich nur, wie lange noch.