Sonntag, 18. März 2018

Frank Reade





Frank Reade, erster Held
der Edisonaden genannten, ...




... frühen amerikanischen
Science Fiction...




... wurde
durch Paul Guinan 
und Anina Bennett 
zu neuem Leben erweckt.




195 Hefte lang erlebte Frank Reade
ab 1876 bis 1896, 
(und später auch Frank Reade jr,)...




... die wildesten Abenteuer zu
Lande, zu Wasser und in der Luft,
 rund um den Erdball.





In sorgfältiger Kleinarbeit wurde
Reades retrofuturistisches Vehikel von 
Paul Guinan aus den Bestandteilen eines
Postkutschen- und eines
Renaultbausatzes zusammengebastelt.




Das liebevoll zusammengestellte
Buch zeichnet die Abenteuer von Frank Reade
nach und stellt sie (mit Hilfe
von Photoshop) in
den pseudohistorischen Kontext.






Eine äusserst vergnügliche Sache, 
für den, der solche Dinge mag.





Freitag, 16. März 2018

Das Massaker von My Lay




Das Massaker von Mỹ Lai  (Son My )
 am 16. März 1968,
war ein Kriegsverbrechen 
amerikanischer Soldaten,
das auf der ganzen Welt 
für Entsetzen sorgte und
eine deutliche Wende  der 
Öffentlichen Meinung
 zum Vietnamkrieg, 
bewirkte und den 
endgültigen moralischen 
Zusammenbruch des 
US Engagements
einleitete.




Die amerikanischen Soldaten 
ermordeten
 504 Zivilisten, darunter 
zahlreiche Kinder, Frauen und Greise.

Die  Soldaten wüten mit schier
 unvorstellbarer Grausamkeit.
Frauen werden vergewaltigt.
Bewohner werden  mit Bajonetten
verstümmelt. skalpiert,
Ohren und Köpfe werden ab-,
 Zungen herausgeschnitten.
Nur wenige Soldaten 
widersetzen sich den Befehlen.




Der  US-Hubschrauberpilot 
Hugh Thompson, 
 droht,  mit den Bordgeschützen  
 auf die amerikanischen 
Soldaten feuern zu lassen,
und kann so elf Frauen 
und Kinder retten.


Die US Armee versuchte 
das Massaker zu vertuschen
Die Veröffentlichung  der 
Recherchen des  Journalisten 
Seymour Hersh wurde fast 
 ein Jahr lang von sämtlichen 
Medien abgelehnt.
 Die Presse berichtete erst am 
16. November 1969 erstmals 
über das Massaker.

Die entsetzte US-Öffentlichkeit 
bekommt die
Bilder des Armeefotografen
 Ronald Haeberle zu sehen.
Berge von verstümmelten
und gefolterten Körpern.
Das Ansehen der Armee
nimmt irreparablen Schaden.
Aber niemand in der
langen Befehlskette wird
 zur Verantwortung
gezogen.




Nur der befehlshabende Offizier, 
der unerfahrene, 24 jährige
Lieutenant William Calley
wird zu lebenslanger Haft verurteilt.




Die Verurteilung war aus 
verschiedenen Gründen umstritten
Viele sahen in ihm einen Sündenbock,
an dem stellvertretend für
das Versagen vieler Anderer,
 ein Exempel statuiert wurde.
 US-Präsident Richard Nixon wandelte die 
Strafe bereits  folgenden 
Tag in Hausarrest um.
 1974 wurde Calley begnadigt.
2009 entschuldigte sich
Valley erstmals für seine Taten.




Heute erinnert eine Gedenkstätte in 
My Lai an das  Blutbad von 1968

Mittwoch, 14. März 2018

Montag, 12. März 2018

Gandalf's Garden




Gandalf's Garden war
 ein "Hippieladen"
in Chelsea und eine 
 Zeitschrift, die
 sich als Alternative
zu  den Undergroundpostillen
"it" und "oz" sah.
Gegründet von Muz Murray
(Ramana Baba)




Das Heft  brachte  es zwar nur
auf sechs Ausgaben,
löste aber in den 
späten sechziger Jahren
eine Reihe von Impulsen aus.




Es ging in Richtung
Meditation, Mystik, Kunst,
 Magie  und spirituelle
Bewusstseinserweiterung
und hatte einen nicht
zu unterschätzenden
Einfluss auf die Popwelt.




Angeschnitten wurden  Themen wie
das "Wiederauftauchen von Atlantis",
oder
"Meskalin, Mystizismus und Meditation".

Die Palette  umfasste Artikel
über Glastonbury;
das Tibetische Klosterzentrum
in Dumfriesshire;
den Magier Aleister Crowley; UFOs;
 die Selene-Gemeinschaft
 in Wales; die Krishna Kommune;



Rudolf Steiner Schulen;
und die Musik von
 The Third Ear Band,
 Tyrannosaurus Rex,
(als Marc Bolan noch von
Elfen, Einhörnern
 und Zauberern sang)
und Quintessence.






Tolkien hatte erlaubt, den Namen seines
Zauberers aus "Lord of the Rings"
zu verwenden.




1969  nach andern Angaben
1972 stellte die Zeitschrift
ihr Erscheinen ein.



Samstag, 10. März 2018

James Cagney -Judo





Dank youtube wieder zugänglich:
Einige der frühesten, filmischen
Darstellungen fernöstlicher 
Kampfkunst in
 westlichen Filmen.




James Cagney spielte
1945 in “Blood on the Sun”
 den amerikanischen  Journalisten
Nick Condon der in Japan in eine
Spionageaffäre
verwickelt wird.






Cagney nahm bereits vor dem
Film Judounterricht und 
soll den Sport auch
nach Beendigung der Dreharbeiten
bis zum 1. Dan, weiter betrieben haben.



Sein Gegenspieler 
John Halloran als Capt. Oshima
war zugleich sein Judolehrer.




Dafür, dass die Kampfszene über 70 Jahre
alt ist, kann sie sich durchaus
noch sehen lassen. 
Vergleicht man sie
mit den Jahrzehnte später
entstandenen Kampfszenen
in Bruce Lee's Film
"Fist of Fury" gegen
den Russen Petrov,
scheint man da und dort
Referenzen an Cagney
 zu erkennen.
Cagney reisst sich die
 Krawatte vom Hals,
Lee sein Hemd vom Leib etc.




Bereits 1942 hatte
Humphrey Bogart
in "Across the Pacific"
erste Erfahrungen
mit Judo gemacht.




Donnerstag, 8. März 2018

Dienstag, 6. März 2018

Mr. Tagesschau





Am 2. März 1959 wurde die
"Tagesschau" des Deutschen
Fernsehens erstmals 
von einem Nachrichtensprecher
 präsentiert, der nicht nur
aus dem “off” kommentierte,
 sondern den man  sehen konnte. 
Der erste Sprecher,  
Dieter von Sallwitz,
 ist heute so gut 
wie vergessen. 




Der Mann, der kurz  nach ihm folgte, 
wurde hingegen zum
Inbegriff der Tagesschau.

Karl-Heinz Köpcke 
( 29. September 1922 - 27. September 1991)
wurde zum “Mr. Tagesschau”.
Abend für Abend zur selben Stunde
wurde er zum virtuellen Gast in
unzähligen Wohnstuben.
"Es ist zwanzig Uhr, sie sehen die Tagesschau".



Man darf nicht vergessen, es gab
 damals nur ein einziges Fernsehprogramm
in Deutschland- die ARD.  




Das ZDF startete erst im April 1963.
Rund 4 Jahre lang prägte Köpcke’s Gesicht 
 allein und unangefochten,
das Erscheinungsbild der
 Tagesschau---




... und blieb für
mehr als ein Vierteljahrhundert 
die prägende Figur  dieser wichtigsten
Nachrichtensendung.
Erst in schwarz-weiss, dann auch in Farbe.
Rund 5000 Mal
"Guten Abend meine Damen und Herren".




Für die erste Fernsehgeneration
war Köpcke und die Tagesschau
untrennbar miteinander
verbunden. Pflegten  vor ihm
die Nachrichtensprecher
meist noch den bellenden Ton
von Wehrmachtsberichterstattern
änderte sich da mit Köpcke.

 Ruhig, korrekt, sachlich,
seriös, unaufdringlich elegant
gekleidet,
 brachte Köpcke das Weltgeschehen
 betont emotionslos - neutral
in einer Viertelstunde auf die Reihe.





Sein Schnauzbart, den er nach
 einem Urlaub trug
um eine Tauchverletzung zu
kaschieren, führte zu  
nationalem Protest.




Er war Tagesschau-Sprecher vom 
2. März 1959 bis 10. September 
1987, seit 1964 Chefsprecher.
Seinem Unmut über die Einführung der
Tagesthemen gab er durch Gähnen 
und lautes Rascheln mit dem Papier
Ausdruck.




Er schied im Zorn, erkrankte bald nach seiner 
Pensionierung an Krebs und verstarb 
kurz vor seinem 70. Geburtstag.




In der Schweiz kam die Rolle 
des Mr. Tagesschau...



... Paul Emil Spahn
 ( 30. Juni 1914 - März 2002) zu,

Spahn, der etwas oberlehrerhaft wirkte
( was er im Hauptberuf  auch war)
und wegen seiner zauseligen  Frisur
auch Mecki genannt wurde, war
 Sprecher der Tagesschau des Schweizer 
Fernsehens zwischen 1959 und 1985
und sein Bild prägte
 ein Vierteljahrhundert
 lang die Sendung. 




Anders als bei seinem 
deutschen Kollegen Köpcke
konnte man in Spahn Gesicht die
Betroffenheit ob all der
 Schreckensmeldungen,
die er zu verkünden hatte, ablesen.




Umständlich setzte er
 jeweils seine Brille auf,
als könne er nicht glauben, 
was er da vorlesen musste.
Spahn verstarb im März 
2002. Sein Tod wurde
erst verspätet bekannt. Er wollte
in aller Stille beerdigt werden.