Dienstag, 18. Januar 2022

Montag, 17. Januar 2022

Francis Durbridge - Das Halstuch

 



Francis Henry Durbridge 
 ( 25. November 1912 -11. April 1998 i
sorgte am Abend des 17. Januar 1962 dafür,
 dass die Strassen in (West) Deutschland leer
gefegt waren. 
93 Prozent der 5,9 Millionen angemeldeten 
TV Geräte waren eingeschaltet. 
Die Nation sah sich  die letzte 
Episode des dreiteiligen  Durbridge Krimis
 “Das Halstuch” an.
Das Phänomen des "Strassenfegers" war geboren.




 Durbridge hatte zwei  Jahrzehnte zuvor mit dem 
für die BBC geschaffenen Hörspiel Detektiv 
Paul Temple angefangen, der auch bald in der
 Bundesrepublik beliebt wurde.




1959 gelangte Durbridge
mit "Der Andere" 
erstmals ins deutsche Fernsehen 
 Es ist soweit (1960) zementierte
 Durbridge’s Ruf und die Welle erreichte mit 
 Das Halstuch (1962),
ihren ersten Höhepunkt.

Die Edgar Wallace Filme hatten das Feld 
dafür  vor gepflügt, dass man deutsche 
Schauspieler, wie 




 Heinz Drache ( Inspektor Yates), Horst Tappert,
 Dieter Borsche, Eva Pflug, Hellmut Lange 
und Margot Trooger 
die sich für Briten ausgaben, 
auch als Solche akzeptierte und die
 Zuschauer deutsche Kleinstädte
als englische Kulisse durchgehen liessen.
Drehorte  wurden  etwa in Lennep gefunden,




Im Haus Munsterplatz 11 wurde 
die Polizeistation eingerichtet. 




Fernsehansagerinnen ( ja, das gabs damals noch)
fassten jeweils des Geschehen 
der letzten Folgen zusammen 
und inspirierte wohl auch 
Loriots Scetch “Die Englische Ansage”.


Der Kabarettist Wolfgang Neuss 



verriet in einer Werbeanzeige
 für einen eigenen Film 
(Genosse Münchhausen) 
 wer der Mörder 
in  "Das Halstuch" 
war und wurde dafür beinahe gelyncht




  Durbridge erreichte bis Anfang der 
siebziger Jahre Traumeinshaltquoten.




Tim Frazer (1963), 
Tim Frazer: Der Fall Salinger (1964),
 Die Schlüssel (1965), Melissa (1966), 
Ein Mann namens Harry Brent (1968), 
Wie ein Blitz (1970) und Das Messer (1971)

Dann hatte sich das Erfolgsrezept
erschöpft.









 

Freitag, 14. Januar 2022

Mit Eva fing die Sünde - “The Bellboy And The Playgirls”

 


"Mit Eva fing die Sünde an"
Zuerst war es ein 
deutscher, kabarettistisch 
angehauchter Episodenfim 
aus dem Jahr 1958.




Eine junge Schauspielerin (Karin Dor,
einmalmehr in der Rolle der
"verfolgten Unschuld") ziert sich,
 auf der Bühne eine erotische (Nackt) Szene
zu spielen und wird vom Regisseur 
(Willy Fritsch) zu einem Streifzug durch 
 die Sittengeschichte der letzten  
Jahrtausende eingeladen.




Eine betulich schlüpfrig-frivole Komödie, 
geschrieben von Dieter Hildebrandt,
produziert vom Sittenfilmspezialisten
Wolf C. Hartwig.



Dann geschah Wundersames.



1962 ergänzten 
 Francis Ford Coppola 
 und Jack Hill
den in schwarz-weiss
 gedrehten Film für den 
amerikanischen Markt mit
 fünf dreiminütigen Nudieszenen.




In Farbe  und 3D.




Im Mittelpunkt
stand nun  die britische
Playboy-Ikone June 
Wilkinson, (The Bosom) 
June Wilkinson (* 27. März 1940)
war damals ein bekanntes
Pin Up Girl und zeitweilig
eine der am meisten fotografierten
Frauen Amerikas.




Der neue   Filmtitel war 
“The Bellboy And The Playgirls”




 Einwenig bekanntes Frühwerk 
(oder eine  Jugendsünde)
 von Francis Ford Coppola, der
damals Student an der Filmschule
 der University of California war.

Mittwoch, 12. Januar 2022

Montag, 10. Januar 2022

100 Jahre Celestino Piatti

 

 


In den 1950er und 60er
Jahren war die
Tabakspfeife ein
unabdingbares
Markenzeichen der
Grafikerzunft.
In jener Zeit begann auch die
Karriere von Celestino Piatti.
 
 


Am 5. Januar 2022 wäre
Celestino Piatti, einer der
ganz grossen Grafiker des
20. Jahrhunderts, 100 Jahre
alt geworden.
Seine Plakate prägten nicht
nur das Basler Stadtbild
über Jahrzehnte mit.
 
 


Seine rund 6000, zwischen
1961  bis Mitte der neunziger
Jahre entstandenen Titelbilder,
machten die dtv Taschenbuchreihe
unverkennbar.
Darüber hinaus schuf 
er Kinderbücher und eine
immense Fülle an Gemälden,
Druckgrafiken, Illustrationen und
Skulpturen. 




Eine Reihe von Büchern ruft sein
visuelles Erbe  wieder in Erinnerung.

Sonntag, 9. Januar 2022

Freitag, 7. Januar 2022

Filme 1962 - Teil 2



 
Eine weitere Grossproduktion war die
Neuverfilmung des Klassikers 
Mutiny on the Bounty mit Marlon Brando
und Trevor Howard.

Aus Frankreich kamen:



Cartouche
Mantel und Degenfilm mit 
Jean Paul Belmondo und 
Claudia Cardinale




Jules And Jim
 François Truffaut’s  Klassiker der 
französischen Nouvelle Vague um 
eine Dreiecksbeziehung.




La guerre des boutons 




war  nicht untätig.





To Kill A Mockingbird
 Prozessfilm nach einem Roman von 
Harper Lee wurde  um einen zu 
Unrecht der Vergewaltigung an einer 
weissen Frau angeklagten, schwarzen 
Farmarbeiters.
Eindrücklicher Film zur
 Rassenproblematik, mit
einem überzeugenden Gregory Peck.




Ein ähnliches Thema behandelte
The Intruder
Captain Kirk, bzw William Shatner 
in seiner ersten Hauptrolle
 im einzigen, finanziellen Flop




Cape Fear
Krimithriller nach John D. MacDonald




Politthriller mit Frank Sinatra
und bemerkenswerten Kmpfszenen.




What Ever Happened to Baby Jane? 
Ein Psychothriller mit Bette Davis
 und Joan Crawford.



Burt Lancaster spielte den Verbrecher
Robert Stroud, der hinter den Gefängnismauern 
von Alcatraz zum anerkannten Ornithologen wird.




Ein weiterer Glanzauftritt




John Huston drehte einen 
umstrittenen Film über Freud.





In Italien schlugen sich 
Maciste, Ursus, Herkules
und all die andern Muskelmänner
durch immer ähnlichere Sandalenfilme.







Elvis drehte drei Filme und ...




... Audie Murphy ritt unentwegt
 durch die Prärie.