Freitag, 19. Mai 2023

Soeur Sourire - Dominique

 
 
 
Soeur Sourire
(Jeanne-Paule (Jeannine)  Deckers)
 ( 17. Oktober 1933  -  30. März 1985)
war eine Kuriosität im Musikgeschäft.
Die belgische Nonne sorgte 1963 mit ihrem Lied
auf den Ordensgründer  "Dominique"
für Furore und wurde weltweit  als
"The Singing Nun" vermarktet.
In Europa, den USA und gar Japan
wurde die Nonne zur Berühmtheit.
Der Refrain "Dominique-nique-nique" wurde
bald zum nervtötenden Ohrwurm.
Ein fiktionalisiert- verklärender
Film mit Debbie Reynolds
über ihr Leben wurde gedreht.



 
Im richtigen Leben ertrug sie allerdings
ihre Rolle als ewig lächelnde Nonne nur
schlecht.
Der  überraschende Ruhm wurde ihr
zum tragischen Verhängnis.

Es kam zum Zerwürfnis und zum
Austritt aus dem Kloster.
Später wurden Gerüchte über Drogenkonsum,
Steuerschulden  und ihre lesbische
Beziehung von der
Boulevardpresse breitgetreten
Zusammen mit ihrer Lebenspartnerin
Annie Pécher wählte sie im März 1985
den Freitod.


 

Mittwoch, 17. Mai 2023

Montag, 15. Mai 2023

Dell Tarzan Comics - Lex Barker

 

Dells Tarzancomics
trugen von Ausgabe
Nr. 13 bis Nr. 54
Fotocovermit Lex Barker.


 
 
Mit Ausgabe Nr. 55 , vom April 1954
bis Nr. 79 April 1956
schuf der Künstler Mo Gollub
eine Reihe von  gemalten
Titelbildern. 

 



 
Einige Cover zeigen noch
unverkennbar
Lex Barker als Vorbild.



Allerdings wurden die Haare dunkler
und näherten sich  so langsam
an den *neuen" Tarzan, 
Gordon Scott an.



Mit Ausgabe Nr. 80 wurden wieder
Fotocover mit Gordon Scott verwendet.,




Samstag, 13. Mai 2023

Modesty Blaise Comic

 

 
 
Der  Comicstrip"Modesty Blaise"
erschien erstmals
13. Mai 1963 im Evening Standard.
 
 

 
 Zeichner war Jim Holdaway
(1927 - 18. Februar 1970)
der bis zu seinem Tod den
Strip zeichnete.
Holdaway's Comic "litt" unter den
Beschränkungen des Zeitungsstrips.
Das vorgegebene Format
wurde seinen Fähigkeiten oft nicht gerecht. 
Nach Holdaways Tod wurde der Comic,
der zeitweilig in 42 Ländern erschien,
von anderen Zeichnern  bis zum 11. April 2001
weiter geführt.
 
 


 
Autor Peter O'Donnell war 
im Zweiten Weltkrieg als
Funker in Persien stationiert .
Dort lernte er ein 
Flüchtlingsmädchen kennen,
das ihn zu der Geschichte 
um Modesty Blaise
inspirierte.



 
Ein Mädchen ohne Erinnerung flieht
1945 aus einem Lager in Kalyros, Griechenland . Sie
wandert durch dieMittelmeerregion....


... lernt Lob kennen, einen umherziehenden
jüdischen, ungarischen Gelehrten.
In Tanger baut sie die internationale
 Verbrecherorganisation "Das Netz "auf. 

 


Mit dreissig steigt sie als Multimillionärin
aus dem Geschäft aus.



 
Sie fängt an, zusammen mit ihrem Freund
und Waffengefährten  Willie Garvin für den
britischen Geheimdienst zu arbeiten.
 
 

 
 
Modesty Blaise war die "weibliche Antwort
auf James Bond" und weit mehr
als eine blosse Epigonin, wie es sie zu jener
Zeit im Dutzend gab.
 
 


Versiert in allen möglichen Nahkampftechniken,
im Schusswaffengebrauch und mit ihrem
Kongo bewehrt,
 
 

 
  ... gab sie eine 
überaus interessante Figur ab.
Garvin brillierte vor allem als Messerwerfer
und zusammen waren sie schier
unschlagbar.
O''Donnell  schrieb überaus  spannende Geschichten
mit prachtvoll überkandidelten Schurken
vor schillernden Hintergründen, die
den Vergleich mit Mr. Fleming
nicht zu scheuen brauchten.




Aus unerfindlichen Gründen
endeten die Versuche, aus ihr einen
ähnlichen Filmerfolg zu machen,
katastrophal.
Anstatt der faden Monicas Vitt
wäre
meine Traumbesetzung gewesen.
 
 


O'Donnell schrieb neben den Comics
11 Romane und zwei Bände mit Kurzgeschichten,
die Auflagen in Millionenhöhe erreichten
und  in 16 Sprachen übersetzt wurden.
 
 


Donnerstag, 11. Mai 2023

Lex Barker

 

 


Am 11. Mai 1973. drei Tage nach seinem
54. Geburtstag verstarb  Lex Barker,
der Mann, der als "Old Shatterhand"
in Deutschland eine Legende wurde,
auf der Lexington Street in New York
an Herzversagen.
 
Alexander Crichlow Barker Jr.
8. Mai 1919 -11. Mai 1973)
war das zweite Kind eines
Bauunternehmers. Er  kämpfte im
Zweiten Weltkrieg
in Nordafrika und in Italien.
Auf Sizilien wurde er zwei
Mal verwundet und 1945
aus der Armee entlassen.
Er ging nach Hollywood.

 


 

1949 wurde er Nachfolger von
Johnny Weissmuller (1904-1984)
als "Tarzan", ...

 


 

... den er  zwischen 1949 und 1953 fünf Mal verkörperte.
 

 

Ein weiterer Höhepunkt war
"Lederstrumpf: Der Wildtöter" (1957)

 


 

Dieser Film soll ihm Jahre später zu
seiner wohl bekanntesten Rolle
als "Old Shatterhand" verholfen haben.

Das Kostüm wurde fast 1:1 übernommen.




Der grosse Durchbruch in Hollywood
blieb aber aus und
Barker zog nach Italien,
wo er in etlichen  B- Kostümfilmen
bald zum Star wurde,
was ihm zu einem Auftritt
in Fellini's "La Dolce Vita" verhalf.

 



Bei der Premiere lernte er den
deutschen Produzenten
Artur Brauner kennen, der ihm
einen Vertrag in Deutschland anbot.

 


 

"Im Stahlnetz des Dr. Mabuse" sowie
"Die unsichtbaren Krallen des Dr. Mabuse"
spielte Barker den FBI Agenten Joe Como
Regisseur dieser Filme war
Harald Reinl (1908-1986), der
Lex Barker dann  die Rolle
des Karl-May-Helden
 Old Shatterhand in
"Der Schatz im Silbersee" anbot.

 



Barker war erst skeptisch,
in einem deutschen Western
mitzuspielen, nahm aber auf
Anraten seiner Frau die Rolle an.

 

 

Insgesamt sieben Mal stand er als
"Old Shatterhand




 
... und  in fünf
weiteren Karl-May-Filmen ...
 


 

... als Kara Ben Nemsi ...

 


 

 ...und
Dr. Karl Sternau vor der Kamera.

 1965 bekam er den  
"Bravo Otto" in Bronze,

In den beiden Jahren
darauf den "Bambi"
als beliebtester
ausländischer Schauspieler
und einen "Silbernen Bambi".

Es gab einen Bravo Starschnitt.

 


 

Mitte der 60er Jahre
ebbte
die Karl May Welle ab.

 


 

Daneben spielte er in etlichen Filmen mit,...

 


... konnte aber an seine
Popularität als "Old
Shatterhand"
nicht mehr anknüpfen.


 


1970 war er ein letztes
Mal neben Roy Black
auf der Leinwand zu
sehen.

 

Privat war Barker fünf mal
verheiratet und hatte
drei Kinder.