Samstag, 19. November 2011

Dan Blocker / Hoss Cartwright





Dan Blocker,
10. 12. 1928 – 13. 05. 1972
angeblich mit 14 Pfund, das schwerste Baby,
welches je in Bowie County/Texas
geboren wurde, erlangte Weltruhm durch seine
Rolle als “Hoss” in der Serie “Bonanza”.





Dan Blocker spielte sich mit der Rolle des gutmütigen,
bärenstarken und etwas simpel gestrickten Hoss
in die Herzen der Zuschauer.





Und immer wieder durfte man erleben, wie irgendwelche
Dummköpfe, die offenbar noch nie Bonanza gesehen hatten,
den guten Hoss solange ärgerten und piesakten,
bis er endlich, fast gegen sein Willen, seine Fäuste sprechen liess.





Das gab dann immer eine prächtige Schlägerei...





Nach seiner Militärzeit studierte Blocker, arbeitete eine Zeitlang
als Lehrer ...




...und kam nach mehreren kleineren Rollen...





...etwa als Neandertaler bei den "Three Stooges"...





...oder als Schmied in "The Rifleman"...





...zu Bonanza. Er war das einzige Crewmitglied in Bonanza
mit einem akademischen Grad.





Die Rolle brachte ihm weltweit ungeheure Beliebtheit.







Dan Blocker unterstützte die
Demokratische Partei, setzte sich aktiv für
Rassengleichberechtigung ein und entwickelte sich
auf Grund seiner Kriegserlebnisse in Korea
zum Gegner des Vietnamkrieges. Auch aus
politischen Gründen übersiedelte
seine Familie um 1968 für einige Zeit
in die Schweiz,
nach Lugano




Daneben begeisterte er sich für den Automobilrennsport und
unterstützte ein eigenes Racing Team.





Als Dan Blocker 1972
überraschend starb, war das gleichzeitig das Ende von Bonanza.








Freitag, 18. November 2011

Bonanza




Eigentlich wollte ich ja mit dem Blog über die
“Lady in Cement”
nur an eine wenig bekannte Rolle
von Dan Blocker erinnern.
Wie ich aber einmal mehr feststellen musste,
weiss wieder mal kaum jemand mehr,
von wem und was ich rede.
Der Name Dan Blocker ruft nur
ratloses Achselzucken hervor.
Versucht man dann mit “Hoss Cartwright” dem Gegenüber
auf die Sprünge zu helfen, erntet
man wiederum nur verständnislos fragende Blicke.
Und bei ”Bonanza” kommt dann der alte Killersatz
“Ah, da war ich halt noch nicht auf der Welt”
Sic transit gloria mundi.
Also, für alle die eine unverzeihliche Lücken in ihrer
Allgemeinbildung schliessen wollen:
Erik “Hoss” Cartwright war zweite Sohn von Pa Ben.




Lorne Green als "Pa" Ben Cartwright.

Ben Cartwright war bekanntlich insgesamt dreimal
verheiratet. Aus jeder dieser drei Ehen stammte jeweils ein Sohn.
Nach der Geburt segneten die Frauen
jeweils auf tragische Weise das Zeitliche.





Pernell Roberts als Adam


pernell-roberts

Seine erste Frau Elizabeth , Mutter von Adam,
war die Tochter von Kapitän Abel Stoddard, den Ben
kennenlernte, als er als Erster Offizier auf einem Schiff diente.





Dan Blocker als Hoss

Seine zweite Frau Inger, Mutter von Hoss, traf er auf
seiner Reise nach Westen.
Sie starb bei einem Indianerüberfall.




Michael Landon als "Little Joe"

Seine dritte Frau hieß Marie und war die Mutter von “Little Joe”.
Sie stammte aus New Orleans und kam bei einem
Reitunfall ums Leben.





Mit von der Partie waren noch
der chinesische Koch Hop Sing...


hop-sing-victor-sen-yung





..Sheriff Roy Coffee und sein Deputy Clem Foster

sheriff-roy-coffee-und-deputy-clem

Die Cartwrights hausten auf der Ponderosa Ranch,
benannt nach einer in Nevada heimischen Pinienart. Die
Ranch sah manchmal verdächtig nach Kulisse aus Pappmaché aus,
was bei den in schwarz/weiss ausgestrahlten Folgen
nur mässig störte, in Farbe aber schon störend auffiel.

Die Serie lief von 1959 bis 1973
in 430 Folgen und wurde weltweit in fast hundert Ländern
von ca. einer halben Milliarde Zuschauer verfolgt.
Etliche Folgen von Bonanza waren Schrott. Viele mässiger
Durchschnitt. Einige kleine Meisterwerke, was
wohl nicht zuletzt daran lag, dass auch in dieser Serie etliche
hochkararätige Guest Stars auftraten
und ein paar Regisseure mitgearbeitet haben, die später zu
Ruhm und Ehre gelangten.
Soviel in aller Kürze.
Uff, ich habe gesprochen!




PS. In Deutschland gabs Ralph Paulsen
mit dem Bonanza Song:

"Ein sich'rer Colt ist so gut wie Gold, Bonanza!
Nächtelang die Trommel sang die Lieder der Prärie.
Unser Recht ist gutes Recht, Bonanza!
Und unser Land ist gutes Land, das verlässt man nie.

Tag für Tag, Nacht für Nacht, kämpfend Hand in Hand,
Tag für Tag, Nacht für Nacht, bauten sie das Land."

Donnerstag, 17. November 2011

The Lady in Cement






Der Riese im Clinch mit Frank Sinatra, dürfte von den Aelteren
unter uns sofort als Dan Blocker, besser bekannt als Eric "Hoss"
Cartwright aus der Serie "Bonanza" identifiziert werden.
Blocker spielte im zweiten Film um den Privatdetektiv Tony Rome
den Gangster Waldo Gronski. Ein kleiner Gag des Films.
In einer Szene sieht sich Gronski gerade eine Folge mit
seinem "Alter Ego" aus der TV Serie Bonanza an.




Tony Rome war ein Versuch, so um 1967
das Privatdetektivgenre in die späten sechziger
Jahre zu transponieren.
Frank Sinatra verkörperte den Detektiv aus Miami
in zwei Filmen.





Die Figur wiederum stammte aus der Feder von
Marvin H. Albert 22. Januar 1924 - 24. März 1996
einem weiteren, langsam in Vergessenheit geratenen
US -Autor, der weit über 100 Bücher verfasste,
von denen viele verfilmt wurden.





Albert benutzte benutzte jede Menge Pseudonyme
wie Albert Conroy,Al Conroy, Nick Quarry,
Anthony Rome, Ian MacAlister und J. D. Christilian.





"Lady in Cement" war der zweite Tony Rome Film und meines Wissens
auch die einzige Filmrolle
von Christine Todd. In der wenig ergiebigen
Titelrolle als eine in einen
Zementblock eingegossene und versenkte Blondine.





Raquel Welch zeigte atemberaubende Kurven.

Also rundum das Feinste vom Feinen.
Trotzdem wollte der Film nicht
so richtig in die Gänge kommen.
Sinatra wirkte trotz Toupet doch schon zu angejahrt
um den "tough guy"so wirklich überzeugend geben
zu können und die Story haute, trotz verschiedentlicher
Versuche das Genre ironisch zu brechen, nicht so ganz hin.
In Erinnerung geblieben ist mir der Film eigentlich nur wegen Dan Blocker,
... für einmal in einer ganz anderen Rolle.
Auch Robert Altmann war von der Darstellung seines alten
Freundes aus "Bonanza" Zeiten beeindruckt und wollte Blocker
für die Rolle des Roger Wade in seiner Verfilmung
von Chandlers "The long Good-Bye".
Kurz vor den Dreharbeiten verstarb Dan Blocker
am 13. Mai 1972 für alle völlig unerwartet an einer Lungenembolie
während einer Gallensteinoperation.
Altmann widmete ihm seinen Film.

Mittwoch, 16. November 2011

Peter Monteverdi



Peter Monteverdi
7. Juni 1934 in Binningen, - 4. Juli 1998

Ich bin zwar alles andere als ein Autofreak, aber 
wenn man sozusagen sein halbes Leben, kaum einen 
Steinwurf entfernt von dem wohl berühmtesten 
Schweizer Autokonstrukteur seit Louis Chevrolet
 verbringt, so hinterlässt das seine Spuren.

 

 
Vater Rossolino Monterverdi, betrieb seit 1926 
in Binningen eine Automechanikerwerkstatt.
Unten an der Oberwilerstrasse lag die Tankstelle, 
damals manchmal noch mit einem Tankwart mit 
Mütze, der den Reifendruck kontrollierte und den 
Oelstand an Opas Fiat Topolino prüfte. Dann ging es l
eicht den mit Schotter belegten Hügel hinauf, wo 
die Garage stand. Dort schräubelte der 
junge Peter an seinem Rennauto.





Schon als 17jähriger konstruierte Peter sein erstes 
Rennauto. Aus einem Unfall-Fiat baute er den 
MONTEVERDI Special, mit selbstgebautem 
Chassis und Karosserie
Nach dem frühen Tod des Vaters übernahm der knapp 
über zwanzig jährige Peter den Betrieb. Damals war 
das Autofieber erst im kommen, das in den nächsten 
Jahren die ganze Schweiz ergreifen sollte. Es gab noch 
keine Autobahnen und so manche Strasse 
besass nur einen Schotterbelag.
Zwischendurch knatterte Peter, vom Autofimmel
 besessen, mit seinem selbstgebauten
„ Montverdi Special“ durch die Gegend.
„Ein Spinner“ ein „verruggter Cheib“ ein „Autoverrückter“ 
war er für manche. Mit seinen Ambitionen vielleicht 
ein paar Nummern zu gross für das
 damals noch dörfliche Binningen





Zwischen 1956 und 1961 nahm Peter 
Monteverdi an etwa 80 Rennen in der Schweiz
, in Deutschland und in Italien teil und er 
errang zahlreiche Siege. Mit seinem selbst 
entwickelten ersten Schweizer Formel-1-Rennwagen 
verunglückte er 1961 auf dem Hockenheimring 
so schwer, dass er seine 
Rennkarriere beenden musste.
Durch seine Erfolge im Rennsport, erhielt er 
1957 die Konzession von Ferrari für die 
Schweiz und wurde damit zum 
weltweit jüngsten Ferrari-Händler.





Aus Vater Monteverdis Einmannwerkstatt 
entwickelte sich ein Betrieb mit mehreren 
Mitarbeitern. 1961 wich das
 alte Gebäude einem Neubau.





Monteverdi hatte sich mit Leib und Seele 
dem Automobil verschrieben. Er war
 Techniker, Konstrukteur, Designer und manch 
anderes in Personalunion. Sein Flair für Ästhetik,
 fürs Sportliche und Luxuriöse wollten nicht
 so ganz zu dem Dorfnamen Binningen
 passen, der im Ausland nur Achselzucken auslöste.





So wurde nur kurze Zeit später der Name auf
" MBM Monteverdi Basel Motors "abgeändert.





Silberne Krone auf schwarzem Grund: . 
Der Name Monteverdi stand für Exklusivität
 und war in den 60er- und 70er-Jahren ein 
Statussymbol der Reichen und Schönen. 
Seine Kundschaft war von blauem Geblüt, 
oder entstammte zumindest dem Geldadel. 
Der Schah von Persien gehörte zu seinen 
Kunden, wie auch Filmschauspieler 
oder Ölscheichs.
Die Energiekrise im Jahre 1973 zwang 
 Peter Monteverdi zu einer tiefgreifenden 
Umstrukturierung. Anstelle der erfolgreichen 
„High Speed"-GT-Serie stieg er in den sich 
damals entwickelnden Luxus-Geländewagen-Markt ein.




1978 konstruierte Monteverdi, auf dem 
Pflichtenheft der Gruppe für 
Rüstungsdienste (GDR) basierend, einen
 Geländepersonenwagen, der in der 
Evaluation ein positives Echo fand. Wenig 
hätte gefehlt, und unsere Schweizer Soldaten 
wären nicht mit Pinzgauern oder Puchs gefahren, 
sondern auf einem Saurer Military.
Mitte der achtziger Jahre wurde das Werk 
in Binningen geschlossen und in das
 grösste Automobilmuseum 
der Schweiz umgewandelt.





Drei Etagen voll mit Kunstwerken auf 
vier Rädern. High Speed, Palm Beach, Hai, 
die Formel-1-Boliden, Safari, Military, 
die ganze von Peter Monteverdi 
entwickelte Palette.
Eine Zeitreise durch die Autogeschichte und
 ein Eintauchen ins Lebensgefühl der 
60er- und 70er-Jahre. Weitere 11 000 Exponate 
umfasst die Modellautoausstellung.


monteverdi-automuseum




Anfangs der Neunziger stieg Monteverdi 
 nochmals in den Formel 1 Zirkus ein,
übernahm den Rennstall Onyx, 
leider ohne grossen Erfolg.
Ab Mitte der 1990er-Jahre 
zog sich Peter Monteverdi 
zunehmend nach Marokko zurück.
Er starb 1998 in Binningen.
Der Name Monteverdi blieb bis heute:
 ein Synonym für Sportlichkeit,
 Luxus und aufregendes Design.
Weitere Infos unter
www.ruedi-wenger.ch/monteverdi.

Dienstag, 15. November 2011

Buch der Schatten 110


Die Figur der Voodooqueen wurde beeinflusst
von der vielbesungen "Witch Queen
of New Orleans"
Marie Laveau

voodoo-jive

Montag, 14. November 2011

Prinz Eisenherz-Fosters Nachfolger



Als Harold Foster in zunehmendem Alter von Arthritis
geplagt wurde, sah er sich nach einem Nachfolger um.
Einer der Kandidaten war Wallace "Wally" Wood,
der sich bereits in einer MAD Parodie
einst am Prinzen versucht hatte.




Wally Wood ,
17. Juni 1927 - 2. November 1981
war einer der ganz grossen Zeichner, der
bei EC Comics angefangen und
für MAD und Marvel gezeichnet hatte.
Wood hatte allerdings Probleme mit dem Alkohol,
was wohl mit ein Grund war, dass sich Foster gegen ihn
als Nachfolger entschied.
Die Beispiele einer von Wood gezeichneten Probeseite
beweisen jedenfalls, dass Wood
Fosters Stil überzeugend adaptieren konnte.







Auch Gray Morrow
7. März 1934 - 6.November 2001
konnte Foster anscheinend nicht ganz
überzeugen. Beide Zeichner erschienen ihm zu
"fantasyorientiert"




So entschied sich Foster für
John Cullen Murphy 3. Mai 1919 -2. Juli 2004
der die Geschichte von1971 bis 2004 weiterführte.
Ein Entscheid, der mich nie ganz glücklich
gemacht hat. Cullen Murphy erreichte nie die Brillanz
von Fosters Zeichnungen und
seine Bilder wirkten im Vergleich oft etwas hölzern.




Allerdings behielt Foster weiterhin
alle Fäden in der Hand,
strickte die Geschichte weiter und
lieferte recht detaillierte Skizzen und
Vorgaben, sodass Cullen Murphy weitgehend die
Hände gebunden waren. Eine eigenständige Interpretation
des edlen Prinzen war unter diesen
Umständen wohl kaum möglich.



Der 1954 geborene Gary Gianni
übernahm nach 2004
Prinz Eisenherz.
Seit Seite 3502 stammen die Abenteuer
aus seiner Zeichenfeder.
Die Geschichten
schreibt Mark Schultz.



In meinen Augen hat keiner der Nachfolger
die atmosphärische Dichte und den Detailreichtum
von Hal Fosters Zeichnungen erreicht.

Sonntag, 13. November 2011

Prince Valiant Prinz Eisenherz




Ich konnte noch nicht lesen, als mir 1955 einige
Prinz Eisenherz Hefte aus dem
Aller Verlag in die Hände fielen und mich der Prinz
aus Thule auf Jahre
unentrinnbar in seinen Bann zog.




Es waren die Kapitel aus dem ersten Band
“In König Artus Tagen” und die Bilder
sogen mich förmlich in die von Foster
geschilderte Welt hinein.



Die Hexe Horrit und
die Fee Morgana verfolgten mich bis in
meine Träume...

old-hag






Unvergesslich das riesige Sumpfkrokodil, ...





Und Fosters Bilder der Sachseninvasion...





...übertrafen sogar Karl Jauslins
Schlachtengetümmel, ...




...die bis anhin
diesbezüglich das Mass aller Dinge
für mich gewesen waren.





Leider fehlten einige Hefte und die Geschichte
blieb unvollständig.
Nach heftigem und Bitten und Drängen gabs
zum Geburtstag das Buch von Max Trell aus dem
Badischen Verlag,...





...das allerdings nur schwarz-weiss war,
dafür aber die herrlichen, unglaublich
detailierten Illustrationen
viel grösser abbildete.





Nur, es waren bei weitem nicht alleBilder,
wie ein Vergleich
mit den Aller Heften sofort zeigte.




Es sollte noch Jahre dauern, bis ich die
Geschichte endlich
ganz und vollständig in den Händen halten sollte.





Im Laufe der Jahrzehnte sind
verschiedenste Prinz Eisenherz Ausgaben in
unterschiedlichster Qualität
herausgekommen.
Endlich veröffentlicht nun der Bocola Verlag alle 1788 Seiten
von Hal Fosters 'Prinz Eisenherz' in einer digital restaurierten,
farbigen Gesamtausgabe in Buchform.

www.bocola.de