
Donnerstag, 7. Oktober 2010
Mittwoch, 6. Oktober 2010
Vitrine Teil 2
Dienstag, 5. Oktober 2010
Hansi -Jean-Jacques Waltz

Der elsässische Grafiker, Zeichner und Heimatforscher
Jean-Jacques Waltz (1873-1951), bekannt unter dem Pseudonym "Hansi"
war mit der leid- und wechselvollen Geschichte seiner Heimat
aufs Engste verknüpft.

Der Künstler hinterliess ein reiches Erbe.
Seine zahlreichen Motive finden sich heute noch auf fast 400 Postkarten,
auf Geschirr, auf Speisekarten, Programmen, Etiketten
und in Büchern und werden fleissig vermarktet
und sind mittlerweile Teil eines verniedlichenden,
kommerzialisierten Elsassbildes geworden.

Wofür der Künstler allerdings wohl kaum etwas kann.

1873 im damals wieder Deutschland zugeschlagenen Elsass geboren,
machte er aus seiner profranzösischen Haltung nie ein Hehl.
Er nutzte seine grafischen Fähigkeiten nicht zuletzt, um dem elsässischen
Widerstand gegen Deutschland Ausdruck zu verschaffen,
was ihm mehrere Verurteilungen vor deutschen Gerichten einbrachte.

Das Elsass war für Hansi ein französisches Elsass im Schosse
der französischen Republik. Sein einseitig frankophiler,
manchmal überbordender Lokalchauvinismus mag heute befremden,
wenn man vergisst, in welchem Ausmass der Streit um Elsass-Lothringen
die Fronten zwischen Deutschland und Frankreich
seit 1871 bis nach 1945 verhärtet hat.

„Professor Knatschke“ war eine der bissigen Satiren in
„antigermanischen“ Geist, die grosse Bekanntheit erlangte.

Aus der Perspektive eines chauvinistischen deutschen Oberlehrers
persifliert Waltz die bornierte Ueberheblichkeit der
Reichsdeutschen und ihre Ignoranz gegenüber der elsässischen Kultur.
1914 trat Waltz in die französische Armee ein und
begrüsste 1918 begeistert die Befreiung des Elsass durch Frankreich.
Zu Beginn des zweiten Weltkriegs, als das Elsass wieder an Deutschland
zurückfiel musste er nach Agen flüchten, wo er von der
Gestapo aufgegriffen und fast totgeprügelt wurde.
Nach einer langen Irrfahrt floh er, geschwächt und demoralisiert
ins Schweizer Exil. Erst 1946 fand er endlich wieder in seine
Heimatstadt Colmar zurück, wo er 1951 verstarb.

Neben seinen antideutschen, politischen Arbeiten schuf Hansi
hunderte von Bildern, die in Büchern und als Ansichtskarten weite
Verbreitung fanden und ein verzaubertes, märchenhaft,
bukolisches Elsass zeigen.

Auch wenn dieses Elsassbild heute vielfach als „verklärend“
und “idyllisierend“ empfunden wird, prägte er mit diesen Arbeiten
das Elsassbild, wie kaum ein anderer.

Seine Könnerschaft als Maler und Zeichner steht ausser Frage.

Seine Bilderbücher "L´Histoire de l´Alsace racontée aux petits enfants"
und "L´Alsace heureuse" sind heute noch Bestseller.

Jean-Jacques Waltz (1873-1951), bekannt unter dem Pseudonym "Hansi"
war mit der leid- und wechselvollen Geschichte seiner Heimat
aufs Engste verknüpft.

Der Künstler hinterliess ein reiches Erbe.
Seine zahlreichen Motive finden sich heute noch auf fast 400 Postkarten,
auf Geschirr, auf Speisekarten, Programmen, Etiketten
und in Büchern und werden fleissig vermarktet
und sind mittlerweile Teil eines verniedlichenden,
kommerzialisierten Elsassbildes geworden.

Wofür der Künstler allerdings wohl kaum etwas kann.

1873 im damals wieder Deutschland zugeschlagenen Elsass geboren,
machte er aus seiner profranzösischen Haltung nie ein Hehl.
Er nutzte seine grafischen Fähigkeiten nicht zuletzt, um dem elsässischen
Widerstand gegen Deutschland Ausdruck zu verschaffen,
was ihm mehrere Verurteilungen vor deutschen Gerichten einbrachte.

Das Elsass war für Hansi ein französisches Elsass im Schosse
der französischen Republik. Sein einseitig frankophiler,
manchmal überbordender Lokalchauvinismus mag heute befremden,
wenn man vergisst, in welchem Ausmass der Streit um Elsass-Lothringen
die Fronten zwischen Deutschland und Frankreich
seit 1871 bis nach 1945 verhärtet hat.

„Professor Knatschke“ war eine der bissigen Satiren in
„antigermanischen“ Geist, die grosse Bekanntheit erlangte.

Aus der Perspektive eines chauvinistischen deutschen Oberlehrers
persifliert Waltz die bornierte Ueberheblichkeit der
Reichsdeutschen und ihre Ignoranz gegenüber der elsässischen Kultur.
1914 trat Waltz in die französische Armee ein und
begrüsste 1918 begeistert die Befreiung des Elsass durch Frankreich.
Zu Beginn des zweiten Weltkriegs, als das Elsass wieder an Deutschland
zurückfiel musste er nach Agen flüchten, wo er von der
Gestapo aufgegriffen und fast totgeprügelt wurde.
Nach einer langen Irrfahrt floh er, geschwächt und demoralisiert
ins Schweizer Exil. Erst 1946 fand er endlich wieder in seine
Heimatstadt Colmar zurück, wo er 1951 verstarb.

Neben seinen antideutschen, politischen Arbeiten schuf Hansi
hunderte von Bildern, die in Büchern und als Ansichtskarten weite
Verbreitung fanden und ein verzaubertes, märchenhaft,
bukolisches Elsass zeigen.

Auch wenn dieses Elsassbild heute vielfach als „verklärend“
und “idyllisierend“ empfunden wird, prägte er mit diesen Arbeiten
das Elsassbild, wie kaum ein anderer.

Seine Könnerschaft als Maler und Zeichner steht ausser Frage.

Seine Bilderbücher "L´Histoire de l´Alsace racontée aux petits enfants"
und "L´Alsace heureuse" sind heute noch Bestseller.

Montag, 4. Oktober 2010
Sonntag, 3. Oktober 2010
Es geschah am hellichten Tag
Die beste Verfilmung von Dürrenmatts Krimis ist meines Erachtens „Das Versprechen“, Der Roman wurde gleichzeitig mit dem Drehbuch zum Film „Es geschah am hellichten Tag “ geschrieben, aber erst nach der Filmpremiere veröffentlicht . „Es geschah am hellichten Tag “ 1958 von Ladislao Vajda in Szene gesetzt, ist grossenteils stimmig bis ins Detail. Zeit- und Lokalkolorit wirken authentisch.

Mit hochwertigen Darstellern wie Michel Simon, Sigfrit Steiner, Heinrich Gretler auf Schweizer Seite und Berta Drews, Siegfried Lowitz auf deutscher Seite bis in die kleinsten Nebenrollen besetzt.

Heinz Rühmann als Oblt. Dr. Hans Matthäi war etwas gewohnheitsbedürftig, dafür brillierte ein anderer Schauspieler, der auf Grund seiner Darstellung des Kindsmörders Schrott für die Rolle des Auric Goldfinger in dem nächsten James Bond ausgewählt wurde.

Gert Fröbe. Dürrenmatt war mit dem Film zwar zufrieden, zweifelte jedoch am „positiven“ Ende, wo der Mörder gefasst wird. Aus diesem Grund schrieb er die Erzählung "Das Versprechen“, in der Matthäi bei seiner vergeblichen Suche nach dem Mörder wahnsinnig wird.

Der Stoff wurde noch mehrmals verfilmt, aber die Transponierung nach den USA konnte auch Jack Nicholson 2001 nicht wett machen.

Mit hochwertigen Darstellern wie Michel Simon, Sigfrit Steiner, Heinrich Gretler auf Schweizer Seite und Berta Drews, Siegfried Lowitz auf deutscher Seite bis in die kleinsten Nebenrollen besetzt.

Heinz Rühmann als Oblt. Dr. Hans Matthäi war etwas gewohnheitsbedürftig, dafür brillierte ein anderer Schauspieler, der auf Grund seiner Darstellung des Kindsmörders Schrott für die Rolle des Auric Goldfinger in dem nächsten James Bond ausgewählt wurde.

Gert Fröbe. Dürrenmatt war mit dem Film zwar zufrieden, zweifelte jedoch am „positiven“ Ende, wo der Mörder gefasst wird. Aus diesem Grund schrieb er die Erzählung "Das Versprechen“, in der Matthäi bei seiner vergeblichen Suche nach dem Mörder wahnsinnig wird.

Der Stoff wurde noch mehrmals verfilmt, aber die Transponierung nach den USA konnte auch Jack Nicholson 2001 nicht wett machen.
Samstag, 2. Oktober 2010
Der Richter und sein Henker

Friedrich Dürrenmatt schrieb eine Reihe von Krimis, die durchaus in der Tradition Fritz Glausers gesehen werden können, „Der Richter und sein Henker“ erschien vom 15. Dezember 1950 bis zum 31. März im « Schweizerischen Beobachter» .

Hans Bärlach, Kriminalkommissär in Bern , erinnert in manchem an Glausers Kommissär Studer. Er ist von „schweigsamer, bedächtiger und hintergründiger Wesensart“. Der todkranke Kommissar treibt sozusagen ein doppelbödiges Spiel, in dem er sich im Hintergrund hält und von dort die Fäden zieht, um seinen alten Rivalen und Verbrecher Gastmann nach gut vier Jahrzehnten überführen zu können, der allerdings erst durch eine Wette mit Bärlach zum Kriminellen wurde.


1957 verfilmte das Fernsehen unter dem Titel „Mord in der Twannbachschlucht“ erstmals das Werk. Der früh dem Fernsehen verbundene Regisseur Franz Peter Wirth
http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Peter_Wirth
drehte nach der Vorlage des viel auf deutschen Bühnen aufgeführten Dramatikers Friedrich Dürrenmatt das erste Fernsehspiel, das auf Filmmaterial aufgezeichnet wurde, mit etlichen Außenaufnahmen: ein kleiner, eindringlicher und pointierter "film noir" von filmhistorischer Bedeutsamkeit.

1975 verfilmte Maximilian Schell den Roman mit internationaler Besetzung und Jon Voight und Martin Ritt in den Hauptrollen, und es wurde so ziemlich alles ausgetauscht, was auszutauschen möglich war.
Die Handlung wurde im Film die siebziger Jahre verlegt, wodurch meines Erachtens das Zeittypische und das Charakteristische der schweizerischen Nachkriegszeit des Romans verloren ging.

Der Roman spielt in dem Dorf Lamboing oberhalb der Twannbachschlucht. Dürrenmatt hatte längere Zeit in der Gegend oberhalb des Bielersees gelebt. Auch hier wurde irgendeine beliebige Gegend für den Film gewählt, sodass eben ein beliebiger Krimi entstand, indem zwei Amerikaner Schweizer Polizisten spielen, was wenig glaubwürdig wirkte. Dürrenmatt schrieb zwar am Drehbuch mit und ist in einer Nebenrolle als Schriftsteller zu sehen , aber ich fand den Film enttäuschend.

Dieses Album erschien zwar bereits 1988, liegt aber mittlerweile in der fünften Auflage vor und ist insofern etwas besonderes, da es von einigen Berner Gymnasiasten im Zeichenunterricht geschaffen wurde. Der Hauptgrund dafür war, dass das Buch hauptsächlich in Bern und Umgebung spielt. Es wurde aber auch angestrebt die Zeitumstände des 1948 entstandenen und spielenden Buches zu berücksichtigen. Die Zeichnungen im Stile von Jaques Tardi (dem im Impressum gedankt wird) sind zwar stellenweise "amateurhaft", insgesamt überzeugt der Band aber durch die Stimmigkeit, die nicht nur an der Krimihandlung interessiert ist, sondern auch einige Spitzen Dürrenmatts auf die Schweizer Politik jener Zeit übernimmt. So wird erzählt, dass Berlach einige Zeit bei der Frankfurter Kripo tätig war, er dort nach 1933 allerdings verschwinden musste, da er einem hohen Nazi-Beamten geohrfeigt hatte. Fazit der Geschichte: "In Bern beurteilte man die Ohrfeige als einzige für einen Schweizer mögliche Haltung. Dies aber erst ab 1945."

Das Bärlach Porträt setzt Dürrenmatt in dem Roman „Der Verdacht“ fort, der um den Jahreswechsel 1948/49.spielt und 1952 ebenfalls in der Wochenzeitschrift «Der Schweizerische Beobachter» erschien. Kommissar Bärlach, am Ende seiner Polizeikarriere angekommen und an Krebs leidend, erholt sich im Krankenhaus von einer Operation. Dort wird er Zeuge, wie sein Freund und Arzt Samuel Hungertobel beim Anblick eines Fotos im Magazin Life erbleicht. Der Abgebildete soll der deutsche Arzt Nehle sein, der in Konzentrationslagern grausame Operationen an Häftlingen vorgenommen und sich 1945 umgebracht hat. Hungertobel erkennt eine große Ähnlichkeit mit seinem Studienkollegen Emmenberger, der während des Krieges in Chile war. In Bärlach keimt der Verdacht auf, dass Nehle und Emmenberger die Rollen getauscht haben könnten.

Hans Bärlach, Kriminalkommissär in Bern , erinnert in manchem an Glausers Kommissär Studer. Er ist von „schweigsamer, bedächtiger und hintergründiger Wesensart“. Der todkranke Kommissar treibt sozusagen ein doppelbödiges Spiel, in dem er sich im Hintergrund hält und von dort die Fäden zieht, um seinen alten Rivalen und Verbrecher Gastmann nach gut vier Jahrzehnten überführen zu können, der allerdings erst durch eine Wette mit Bärlach zum Kriminellen wurde.


1957 verfilmte das Fernsehen unter dem Titel „Mord in der Twannbachschlucht“ erstmals das Werk. Der früh dem Fernsehen verbundene Regisseur Franz Peter Wirth
http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Peter_Wirth
drehte nach der Vorlage des viel auf deutschen Bühnen aufgeführten Dramatikers Friedrich Dürrenmatt das erste Fernsehspiel, das auf Filmmaterial aufgezeichnet wurde, mit etlichen Außenaufnahmen: ein kleiner, eindringlicher und pointierter "film noir" von filmhistorischer Bedeutsamkeit.

1975 verfilmte Maximilian Schell den Roman mit internationaler Besetzung und Jon Voight und Martin Ritt in den Hauptrollen, und es wurde so ziemlich alles ausgetauscht, was auszutauschen möglich war.
Die Handlung wurde im Film die siebziger Jahre verlegt, wodurch meines Erachtens das Zeittypische und das Charakteristische der schweizerischen Nachkriegszeit des Romans verloren ging.

Der Roman spielt in dem Dorf Lamboing oberhalb der Twannbachschlucht. Dürrenmatt hatte längere Zeit in der Gegend oberhalb des Bielersees gelebt. Auch hier wurde irgendeine beliebige Gegend für den Film gewählt, sodass eben ein beliebiger Krimi entstand, indem zwei Amerikaner Schweizer Polizisten spielen, was wenig glaubwürdig wirkte. Dürrenmatt schrieb zwar am Drehbuch mit und ist in einer Nebenrolle als Schriftsteller zu sehen , aber ich fand den Film enttäuschend.

Dieses Album erschien zwar bereits 1988, liegt aber mittlerweile in der fünften Auflage vor und ist insofern etwas besonderes, da es von einigen Berner Gymnasiasten im Zeichenunterricht geschaffen wurde. Der Hauptgrund dafür war, dass das Buch hauptsächlich in Bern und Umgebung spielt. Es wurde aber auch angestrebt die Zeitumstände des 1948 entstandenen und spielenden Buches zu berücksichtigen. Die Zeichnungen im Stile von Jaques Tardi (dem im Impressum gedankt wird) sind zwar stellenweise "amateurhaft", insgesamt überzeugt der Band aber durch die Stimmigkeit, die nicht nur an der Krimihandlung interessiert ist, sondern auch einige Spitzen Dürrenmatts auf die Schweizer Politik jener Zeit übernimmt. So wird erzählt, dass Berlach einige Zeit bei der Frankfurter Kripo tätig war, er dort nach 1933 allerdings verschwinden musste, da er einem hohen Nazi-Beamten geohrfeigt hatte. Fazit der Geschichte: "In Bern beurteilte man die Ohrfeige als einzige für einen Schweizer mögliche Haltung. Dies aber erst ab 1945."

Das Bärlach Porträt setzt Dürrenmatt in dem Roman „Der Verdacht“ fort, der um den Jahreswechsel 1948/49.spielt und 1952 ebenfalls in der Wochenzeitschrift «Der Schweizerische Beobachter» erschien. Kommissar Bärlach, am Ende seiner Polizeikarriere angekommen und an Krebs leidend, erholt sich im Krankenhaus von einer Operation. Dort wird er Zeuge, wie sein Freund und Arzt Samuel Hungertobel beim Anblick eines Fotos im Magazin Life erbleicht. Der Abgebildete soll der deutsche Arzt Nehle sein, der in Konzentrationslagern grausame Operationen an Häftlingen vorgenommen und sich 1945 umgebracht hat. Hungertobel erkennt eine große Ähnlichkeit mit seinem Studienkollegen Emmenberger, der während des Krieges in Chile war. In Bärlach keimt der Verdacht auf, dass Nehle und Emmenberger die Rollen getauscht haben könnten.
Freitag, 1. Oktober 2010
Friedrich Glauser

Glauser war DER Schweizer Krimischriftsteller und gilt als einer der ersten Kriminalschriftsteller überhaupt im deutschsprachigen Sprachraum. Nach turbulenten Schuljahren begann Glauser 1916 ein Chemiestudium, das er im gleichen jahr wieder abbrach. 1917 trat er in Kontakt mit Künstlern, der Dada-Bewegung in Zürich und Ascona. 1918 wurde der Glauser wurde morphiumabhängig und war zeitlebens immer wieder in Kliniken und Anstalten interniert. Wegen «liederlichem und ausschweifendem Lebenswandel» entmündigt. 1921–23 flüchtete er in die Fremdenlegion. In den letzten drei Lebensjahren schrieb Glauser fünf Kriminalromane, in deren Mittelpunkt Wachtmeister Studer steht.

Die Romane wurden mehrfach verfilmt. Erst mit dem legendären Heinrich Gretler in der Hauptrolle, später mit Hans Heinz Moser.

1936 erschien Glausers Fremdenlegionsroman Gourrama.

In der psychiatrischen Klinik Münsingen lernte Glauser die Pflegerin Berthe Bendel kennen. Am Vorabend ihrer Hochzeit, starb er im Alter von 42 Jahren.
"Fahnderwachtmeister von der Berner Kantonspolizei" Studer ist für mich stark vom Schweizer Volksschauspieler Heinrich Gretler geprägt, Sich Studer losgelöst von Heinrich Gretlers Knollennase und seiner gedrungenen Gestalt vorzustellen ist schwierig. Zumal die Romane etliche Zeit vergriffen waren . Leopold Lindtbergs Film zeigt zwar keine heile Schweiz, aber er opfert allerhand Gesellschaftskritisches das im Roman und in späteren Verfilmungen mit Hans Heinz Moser deutlicher zum Ausdruck kam. Tribut an die „geistige Landesverteidigung“?

Jedenfalls ist Studer da wie dort bärbeissig und dickköpfig, immer eine Brissago im Mundwinkel, ein früher, herausragender Vertreter des Typus des eigenwilligen, unkonventionellen Ermittlers. Sehenswert in den Verfilmungen und lesenswert in den Romanen. Glausers Romane erschienen im Laufe der Zeit in verschiedenen Verlagen in immer neuen Auflagen.


Besonders hervorstechend die Bücher, die von Hannes Binder
illustriert sind.

Die Romane wurden mehrfach verfilmt. Erst mit dem legendären Heinrich Gretler in der Hauptrolle, später mit Hans Heinz Moser.

1936 erschien Glausers Fremdenlegionsroman Gourrama.

In der psychiatrischen Klinik Münsingen lernte Glauser die Pflegerin Berthe Bendel kennen. Am Vorabend ihrer Hochzeit, starb er im Alter von 42 Jahren.
"Fahnderwachtmeister von der Berner Kantonspolizei" Studer ist für mich stark vom Schweizer Volksschauspieler Heinrich Gretler geprägt, Sich Studer losgelöst von Heinrich Gretlers Knollennase und seiner gedrungenen Gestalt vorzustellen ist schwierig. Zumal die Romane etliche Zeit vergriffen waren . Leopold Lindtbergs Film zeigt zwar keine heile Schweiz, aber er opfert allerhand Gesellschaftskritisches das im Roman und in späteren Verfilmungen mit Hans Heinz Moser deutlicher zum Ausdruck kam. Tribut an die „geistige Landesverteidigung“?
Jedenfalls ist Studer da wie dort bärbeissig und dickköpfig, immer eine Brissago im Mundwinkel, ein früher, herausragender Vertreter des Typus des eigenwilligen, unkonventionellen Ermittlers. Sehenswert in den Verfilmungen und lesenswert in den Romanen. Glausers Romane erschienen im Laufe der Zeit in verschiedenen Verlagen in immer neuen Auflagen.


Besonders hervorstechend die Bücher, die von Hannes Binder
illustriert sind.
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