Montag, 14. März 2011

Lederstrumpf


Die Hauptfigur der Lederstrumpferzählungen Nathaniel (Natty) Bumppo, hier in der Interpretation von N. C. Wyeth, trägt in den Romanen verschiedene "Noms de guerre" Lederstrumpf, Falkenauge, Lange Büchse, Pfadfinder, Wildtöter.




Als Vorbild für diese Figur gilt im Allgemeinen
der Pionier aus Kentucky Daniel Boone.





Andere ziehen den berühmten Waldläufer Robert Rogers
als ein Vorbild für den Lederstrumpf in Betracht.



Rogers führte eine nach ihm benannte Rangereinheit im Siebenjährigen Krieg und hatte im Gegensatz zu Daniel Boone sehr engen Kontakt zu den Mohican und war sogar mit zwei ihrer berühmtesten Häuptlinge befreundet. Diese hießen Daniel Nimham und sein Sohn Abraham Nimham. Vorbilder für Chingagook und Uncas?



Carl Suesser erwägt 1934 die Frage „War Lederstrumpf ein Deutscher?“ und glaubt, dass der Pfälzer Johann Adam Hartmann aus Edenkoben ein Vorbild für den Lederstrumpf war. Hartmann, vermutlich 1748 geboren wanderte mit etwa 16 Jahren nach Amerika aus, wurde Waldläufer und kämpfte im Unabhängigkeitskrieg gegen die Briten. Er starb mit 92 Jahren in Herkimer im US-Bundesstaat
New York.



In seinem Heimatort Edenkoben erinnert ein Lederstrumpfbrunnen an ihn.

Sonntag, 13. März 2011

Daniel Boone


Ob er die berühmte Waschbärenfellmütze je getragen hat, ist umstritten...



...jedenfalls ist das Bild spätestens seit der TV Serie mit Fess Parker untrennbar mit der Vorstellung von Daniel Boone verbunden.


Boone, das Urbild des amerikanischen Waldläufers, war schon zu Lebzeiten eine Legende.




Viele, zum Teil masslos übertriebene Geschichten um seine Abenteuer in den "dark and bloody grounds" ranken sich um seine Person. So wurde er für James Fenimore Cooper zu einem der Vorbilder für den Helden der"Lederstrumpf Erzählungen"




Boone wurde am 2. November 1734 als Sohn einer Quäker-Familie in Pennsylvania geboren und wuchs an der Grenze von North Carolina auf. 1775 erwarb er ca. 800000 Hektar Land von den Tscherokesen. Um dieses Land, Transylvania genannt , zu erreichen, bahnte Boone mit Hilfe von 30 Holzfällern einen Weg von Tennessee durch das Cumberland Gap bis zum Kentucky River. Diesen Weg nannte man Wilderness Road und er endete bei der nach ihm benannten Siedlung Boonesborough.

Eine Aufzählung all seiner Heldentaten würde an dieser Stelle zu weit führen. Eine kurze Biografie ist unter
http://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Boone
zu finden.



Die folgenden Bilder aus dem Daniel Boone National Forest, Whitley City, Kentucky,...



mögen einen Eindruck der "dark and bloody grounds" vermitteln.



Samstag, 12. März 2011

N.C.Wyeth's "Lederstrumpf"


Zu den mithin schönsten Lederstrumpfillustrationen
gehören wohl diejenigen ...



...des Altmeisters der
amerikanischen Illustrationskunst, N.C. Wyeth.
N._C._Wyeth







Freitag, 11. März 2011

So weit die Füsse tragen


Da ich zur Zeit, wegen meiner Hüftoperation, immer
noch an Stöcken herumhumple, ist mir wohl dieser
alte Strassenfeger in den Sinn gekommen.
Ich höre zwar schon die vielstimmige Reaktion
"Da war ich noch gar nicht auf der Welt"
die ich mit zunehmendem Alter immer öfter zu hören bekomme.
Sei's drum!
"So weit die Füsse tragen" war eine mehrteilige deutsche
Fernsehproduktion
unter der Regie von Fritz Umgelter,
nach dem Roman von Josef Martin Bauer (1901–1970)



Ein Welterfolg, der in 15 Sprachen übersetzt wurde. Erzählt wird die angeblich authentische Geschichte des deutschen Soldaten Clemens Forell, einem der 3,5 Millionen deutschen Kriegsgefangenen in der Sowjetunion, der aus dem Gefangenenlager flieht und sich quer durch die Sowjetunion bis nach Hause durchschlägt.




Neuere Untersuchungen sollen ja gezeigt haben, dass der Tatsachenbericht zu einem guten Teil Jägerlatein sein soll, aber das wusste damals niemand. Jedenfalls war es d i e deutsche Fernsehserie mit angeblich 90% Sehbeteiligung. Wobei ich nicht weiss, wieviele Fernsehzuschauer es damals schon gab.



Und es war eine Paraderolle für den kürzlich verstorbenen Heinz Weiss 12. Juni 1921 - 20. November 2010 der manch älteren Mitmenschen vielleicht noch als Phil Decker aus den Jerry Cotton Verfilmungen mit George Nader in Erinnerung geblieben ist. (Und angeblich auch als Traumschiff Kapitän Heinz Hansen, was ich aber nie geguckt habe)




Nun, dieser Forrell floh also quer durch die Sowjetunion, die, wie ich damals lernte a) riesengross und b) arschkalt ist. Er floh und floh, wie ein Jahrzehnt später Richard Kimble, der Arzt "Auf der Flucht". Drei Jahre auf der Flucht. Zu Fuss, in Eisenbahnwaggons, per Hundeschlitten, mit dem Boot. 14208 Kilometer sollen es angeblich gewesen sein.Und man bangte mit ihm und fieberte auf die nächste Folge und spielte zwischendurch, da gerade Schnee lag, die ganze Geschichte ein Dutzend mal selber nach.



2001 wurde das Ganze nochmals verfilmt, ohne mich
aber nur halbwegs mehr so packen zu können,
wie anno 59.

Donnerstag, 10. März 2011

The Fighting Arts of Sherlock Holmes




Nachdem meine Skizzen zu Mr. Holmes
Kampfkünsten sogar Eingang in die
heiligen Hallen der Bartitsu Org. gefunden haben...

www.bartitsu.org


...hier noch ein weiteres Beispiel.
Inspektor Lestrade und Mr. Holmes im
Kampf gegen eine üble Bande gedungener Schläger....



Zwei noch unveröffentlichte Seiten aus meinem Comic
"Buch der Schatten"



www.shayawaya.


Mittwoch, 9. März 2011

Londons Chinatown



Was in unserem Comic im Gespräch zwischen Mr. Scott und Mr. MacIntosh nur angedeutet wird...

"Seit den 1890er-Jahren waren chinesische Arbeitskräfte dann auch bei europäischen Unternehmen beschäftigt. Englische Reedereien, wie die Blue Funnel Line aus Liverpool, deutsche, wie die Hapag aus Hamburg und der Norddeutsche Lloyd aus Bremen sowie später niederländische, wie die Java-China-Lijn heuerten Chinesen neben Indern und Afrikanern als Heizer und Trimmer (Kohlenzieher) auf ihren Dampfschiffen an. Für die körperlich sehr anstrengende Arbeit erhielten chinesische Seeleute deutlich niedrigeren Lohn als ihre europäischen Kollegen. Die Reedereien senkten damit ihre Betriebskosten und verbrämten dies als humanistische Tat, da „Farbige“ im Vergleich zu Europäern biologistisch als „hitzebeständiger“ galten. Durch ihre Beschäftigung in der Handelsschifffahrt gelangten chinesische Seeleute seit dem späten 19. Jahrhundert in die großen westeuropäischen Hafenstädte."



"Im Londoner East End, in Limehouse unweit der East India Docks, erhielten bereits in den 1880er-Jahren einige Straßen eine chinesische Prägung, und alsbald war vom „Chinese quarter“ die Rede. Ehemalige chinesische Seemänner eröffneten hier Lokale, Unterkünfte und Geschäfte. Sie lebten vor allem von den kurzfristig in der Stadt verweilenden chinesischen Seeleuten. Chinesische Wäscher profitierten von ihrem guten Ruf und eröffneten auch an Land eigene Wäschereien."




"Wegen des maritimen Charakters der chinesischen Migration in London gab es im Alltag eine beträchtliche Fluktuation. Nach Ankunft im Hafen gingen chinesische Seeleute sofort zur „Straße der Chinesen“ in Limehouse, um Landsleute zu treffen und kantonesische Speisen zu essen. Eine wichtige Freizeitbeschäftigung für chinesische Seeleute waren Spiele wie Mahjong und Fan Tan;"




"Ein Teil von ihnen rauchte auch Opium, das im 19. Jahrhundert in England in Form von Laudanum weit verbreitet war."




"Auch in anderen britischen Hafenstädten wie Liverpool und Cardiff entstanden um die Jahrhundertwende kleine chinesische Kolonien.Die Zahl der Einwanderer blieb recht gering - in London wurden 1911 beispielsweise lediglich 247 chinesische Staatsangehörige statistisch erfasst, deren Zahl dann in den 1920er- und 1930er-Jahren trotz regelmäßiger Ausweisungen anstieg." Der vollständige Artikel von Lars Amenda "Metropole, Migration, Imagination Chinesenviertel und chinesische Gastronomie in Westeuropa 1900-1970" ist zu finden unter:
zeithistorische-forschungen.de

Dienstag, 8. März 2011