Sonntag, 6. April 2014

Billy the Kid Filme



Der Outlaw Henry McCarty, auch
 William H. Bonney, William Hendry,
Henry Antrim oder auch Kid Antrim 
23. November 1859 - 14. Juli 1881 
“einundzwanzig Jahre alt, einundzwanzig Kerben am Colt”
wie es früher oft in Wildwestromanen hiess, war eine 
der ganz grossen, legendenumwobenen Gestalten des Westens.
Vom "eiskalten Killer" bis zum
"Robin Hood des Westens"bot sich Billy the Kid
als Projektionsfläche für alle möglichen Interpretatonen an.
Die Mythenbildung um seine Person setzt schon
zu seinen Lebzeiten ein, setzte sich in Dime Novels
und Pulpromanen fort und bald nahm sich auch der Film seiner
Gestalt an.





Filme um Billy the Kid gab 
es seit den Anfangszeiten
des Kinos.
Meist hatten sie nur wenig mit der
wirklichen Gestalt oder dem Mythos
zu tun, sondern verwendeten nur den 
berühmt berüchtigten Namen,




So legte sich Billy the Kid
selbst mit Graf Dracula an.


Obwohl Billy the Kid zu den  berühmtesten  Legenden des
 Wilden Westens gehört, -
auf den "grossen" Billy the Kid Film warte ich
allerdings bis heute vergeblich...




 Fast alle “grossen”Filme,
 die ich über diese 
Gestalt kenne, halte ich  für mehr oder weniger missglückt
oder misslungen.
"The Outlaw"ein Prestigeprojekt von
Howard Hughes, konzentierte sich
wohl allzusehr auf das durchaus 
reizvolle Decolleté von Jane Russell.





 1958: Einer muss dran glauben (The Left-Handed Gun) – 
Regie: Arthur Penn  zementierte 
die Legende von Billy’s Linkshändigkeit, die 
aufgrund einer seitenverkehrten Fotografie entstand, ...




... verlor sich aber in allzuviel
 psychoanalytischem Schnickschnack.




Drehbuchautor Gore Vidal schmuggelte
angeblich allerhand
Anspielungen auf latente Homosexualität in 
sein Script.
Mit der filmischen Umsetzung soll er
 nur halbwegs zufrieden gewesen sein ...




... und Jahre später setzte er seine Vorstellung
mit Val Kilmer filmisch um.





1961: Der Besessene (One-Eyed Jacks) - Regie: Marlon Brando - 
Auch  Marlon Brando vertat sich mit allerlei 
ödipalen Konflikten und tiefsinnigen  Anspielungen, 
die zwar die Kritiker begeisterten, aber
 darob die Legende vernachlässigten.
Damit soll ansonsten nichts gegen
diese beiden Filme gesagt werden...
Nur, wo Billy the Kid draufsteht,
sollte auch Billy the Kid drin sein.





1970: Chisum – Regie: Andrew V. McLaglen 
Hier spielte The Kid nur eine Nebenrolle neben 
John Wayne, in einem Western, der
 nicht zu den besten gehört, die der Duke gedreht hat.





 1972: Dreckiger kleiner Billy (Dirty Little Billy) 
– Regie: Stan Dragoti vertat sich völlig in der
" kritischen Demontage" des Westens.
Michael Pollard wälzte sich vornehmlich im Dreck.
Ein Anti - Western, der vorgab, ein realistisches Bild
des Westens zu zeichnen, wie es zu jener Zeit
Mode war.




1973: Pat Garrett jagt Billy the Kid (Pat Garrett and Billy the Kid) –
 Regie: Sam Peckinpah.   Der Film litt zuallervorderst 
an seinen Fehlbesetzungen. 
Die Darsteller waren schlicht und einfach zu alt.
Kein Mensch kaufte dem damals 37 jährigen
 Kris Kristofferson den mit 21 jahren verstorbenen Billy the Kid ab.
Pat Garrett war 31, als er William Bonney
 erschoss, James Coburn war zur Zeit des Films runde 15 Jahre älter.




1988: Young Guns – Regie: Christopher Cain
Hier stimmte zwar wenigstens halbwegs
das Alter, aber Emilio Estevez
hatte einfach nicht das Charisma,
das eine solche Rolle erfordert hätte.
Ich hätte Kiefer Sutherland vorgezogen.



Auch die Comicversion von Morris
geht recht frei mit den historischen Fakten um.

Samstag, 5. April 2014

Hans Kintzinger im Oldtimer Forum Pantheon



Vom 10. bis 21. April zeigt Hans Kintzinger,
 zusammen mit zwei weiteren
Künstlern ...




Werke zum Thema Auto.



möchte ich es nicht versäumen
auch auf die anschliessende
Citroen Sonderausstellung hinzuweisen.


Freitag, 4. April 2014

Rapunzel. lass dein Haar herunter...


 Arthur Rackham

Die Meisten kennen das Märchen von "Rapunzel"
und die hervorstechendste Szene...




Rapunzel, in einem hohen Turm gefangen,
lässt ihr wallendes Haar herunter, entweder
um den begehrten Prinzen, oder
eben die böse Hexe daran hinaufklettern zu lassen.



Tina Schart Hyman

Eine Szene, die an den Illustrator eine besondere
Herausforderung darstellt.




Der mächtige hohe Turm, 
muss kompositorisch in ein
 vernünftiges Grössenverhältnis
mit den Personen gebracht werden.



 Anne Anderson



Hier einige Darstellungen.
wie verschiedene Künstler,
über mehr als ein Jahrhundert hinweg...



 Hilda Cowham


...versucht haben, die 
gestalterische Herausforderung
zu lösen.



Tasha Tudd

Mehr als ein Dutzend Variationen
ein- und desselben Motivs.



P. J. Lynch



Larry MacDougall



Toshiaki Kato 





Gleich zwei Versionen von Gustav Tenggren...





Disney Productions





Jim Harris

Donnerstag, 3. April 2014

Donovan - Atlantis






Für den am 10. Mai 1946 geborenen 
schottischen Barden Donovan Phillips Leitch
war der Song “Atlantis” anno 1969 ein grosser Hit





The continent of Atlantis was an island
Which lay before the Great Flood
In the area we now call the Atlantic Ocean
So great an area of land
That from her western shores
Those beautiful sailors journeyed
To the South and the North Americas with ease
In their ships with painted sails
To the East, Africa was a neighbour
Across a short strait of sea miles
The great Egyptian age is but a remnant
Of The Atlantian culture
The antediluvian kings colonised the world
All the Gods who play in the mythological dramas
In all legends, from all lands, were from far Atlantis
Knowing her fate
Atlantis sent out ships to all corners of the Earth ...



Frank Frazetta

Auch Jules Verne's "Captain Nemo"
ortete Atlantis irgendwo im Atlantischen Ozean...





... und weiss vielleicht mehr darüber,
als Jules Verne uns darüber mitteilen durfte.




Atlantis beschäftigte die Gemüter über 
Jahrhunderte, nicht zuletzt die Gilde
der Okkultisten.



Helena Petrovna Blavatsky (1831-1891) 
die Begründerin der Theosophischen Gesellschaft
erzählte in ihrer "Geheimlehre" von Atlantis
und Lemuria.




Auch Rudolf Steiner ( 1861 - 1925)
berichtet aus der Akasha
 Chronik über den versunkenen Kontinent.




Edgar Cayce 18.03.1877 - 3.01.1945
der "Schlafende Prophet"
orakelte clairvoyant über Atlantis.




In der Trivialliteratur ist Atlantis seit jeder
ein beliebtes Thema.







So etwa in der Heftreihe "Sun - Koh, Erbe von Atlantis"
von Lok Myler (Paul Alfred Müller)
Mitte der 1930er Jahre erstmals erschienen und 
überarbeitet mehrfach bis in die 1970er immer
wieder neu aufgelegt.



Man denke an "Atlan - Prinz von Atlantis"
der hier allerdings etwas an den 
Sänger Howard Carpendale gemahnt.




Und so beschöftigt der Atlantis Mythos
die Gemüter in Fact und Fiction
bis heute immer wieder aufs Neue.

Mittwoch, 2. April 2014

Dämon der Wüste 26 - Atlantis



Atlantis- das sagenumwobene, untergegangene
Inselreich, erstmals von dem griechischen 
Philosophen Platon (427 bis 347 ) als jenseits 
der "Säulen des Herakles"  beschrieben. 

Theorien vermuteten Atlantis bei den Kanarischen Inseln,
im Bermuda Dreieck, in der Umgebung
 Kretas oder gar nahe Helgoland.

Ein Reich der Nephilim, - der gefallenen Engel ?
untergegangen nach einem Kampf 
ausserirdischer Mächte, aufgrund einer 
Verschiebung der Erdachse, wie die 
Science-Fiction-Serie "Perry Rhodan" postuliert? 
Auf welche uralten Geheimnisse ist
 Professor Challenger hier gestossen?

Dienstag, 1. April 2014

Vera Cruz


Der erste "grosse" Film von Robert Aldrich.
9. August 1918 - 5. Dezember 1983 
basierend auf einer Story von Borden Chase.

Kein eigentlicher Western, eher ein Abenteuerfilm : Vera Cruz,
der im maximilianischen Mexiko spielt und von einer Handvoll 
US Söldnern und Glücksrittern handelt, die von dem unglückseligen
 Kaiser von Mexiko angeheuert werden.




 Offziell um die Gräfin Duvarre für 50.000 Dollar
 sicher nach Vera Cruz zu begleiten. 
Der wahre Grund der Reise ist jedoch ein geheimer Goldtransport,
 um in Europa Waffen im Kampf gegen die Juaristen zu kaufen.





Ein farbenfrohes Spektakel mit französischen 
Lanzenreitern, einem preussischen Militärberater und
französischen Gräfinnen so dass man
 sich manchmal eher nach Ruritanien
versetzt glaubt. ...



 

... nur dass es diesen Operettenkaiser
in Wirklichkeit gab.





Der französische Kaiser Napoléon III. wollte in Mexiko
 ein an Frankreich angelehntes Reich begründen.

So wurde Ferdinand Maximilian, der zuvor
auf Druck seines Bruders auf
seine Thronfolge- und Erbansprüche in Österreich
verzichten musste, von den Franzosen
  gegen den Widerstand des mexikanischen Volkes
am 10. April 1864 zum Kaiser von Mexiko ausgerufen.
 Ferdinand Maximilian, ein weltfremder Träumer, glaubte,
in Mexiko seine Vorstellungen
eines modernen, liberalen Staates verwirklichen zu können
und dass das mexikanische Volk sich nichts sehnlicher wünschte,
als einen Habsburger Kaiser.



Zdenek Burian/Titelbild zu
"Der sterbende Kaiser"

Karl Mays Kolportageroman „Waldröschen“ spielt vor dem
Hintergrund der Kämpfe zwischen Maximilian und Benito Juárez
Die Erschiessung Maximilians findet sich in Band. 55:
 Der sterbende Kaiser


Vor diesem Hintergrund spielt auch Aldrich's Film.



 Gary Cooper und Burt Lancaster als ungleiche Partner spielten
die Hauptrollen.
Cooper den verarmten, verbitterten Südstaatengentleman.
Lancaster den wirbelnden Luftibus, der bei jeder Gelegenheit seine
neugemachten Zähne bleckt. Angeblich redete er 
auch Aldrich dauernd in dessen Regieanweisungen drein.



Dass die Amerikaner in dem um 1865 spielenden Film mit Winchester
 und Coltmodellen ausgerüstet sind, die erst Jahre später auf den 
Markt kamen, vermag das Vergnügen nicht zu schmälern.





 Solche Kinkerlitzchen werden wettgemacht durch ein 
Grossaufgebot an späteren Hollywoodbösewichten,
Jack Lambert und James Mc Callion  und so weiter....




 Ein altmodischer, buntgemixter Abenteuerfilm, stellenweise angejahrt,
aber immer noch ein Vergügen, für die, die so etwas mögen.