Donnerstag, 5. November 2015

Carl Lindeberg - Old Surehand





Old Surehand (eigentlich Leo Bender) 
ist ein weiterer, berühmter Westmann
aus der Feder Karl Mays.





"ein wahrer Riese von Gestalt. Seine 
mächtigen Glieder waren ganz in Leder
 gekleidet, doch so, daß die von der Sonne
 gebräunte Brust unbedeckt blieb. Sein 
langes, braunes, seidenweiches Haar lag 
wie ein Schleier bis auf den Gürtel herab, 
und selbst im Schlafe ... lag auf seinem 
Gesichte der Ausdruck jener Energie, 
ohne welche ein guter Westmann undenkbar ist ...
 (Old Surehand I) 





Er ist der  Sohn von Kolma Puschi,
 Bruder Apanatschkas,
 Neffe von Tokbela und Ikwehtsi'pa
und hat eine schwierige
und komplizierte Familiengeschichte 
zu lösen, die im Karl May Wiki
einigermassen übersichtlich dargestellt 
ist.



Lindebergs Bildserie
beschränkt sich nur auf einen kleinen Ausschnitt
der Romane.










Umfangreicher ist die Zdenek Burian
illustrierte Ausgabe von
"Old Surehand".


Karl May schrieb Old Surehand als
dreibändiges Werk. Der zweite Band
enthält allerdings nur eine Rahmenerzählung;
 der Rest des zweiten Bandes ist mit
Erzählungen zusammengeschustert,
die May schon früher geschrieben hatte
 und die eigentlich keinen Bezug zur Old
 Surehand-Geschichte aufweisen.
Aus diesem Grunde eliminierte der
Karl-May-Verlag den ursprünglichen Band II.

Die von Zdenek Burian illustrierten Bände
 entsprechen der zweibändigen
 Ausgabe des Karl-May-Verlages.


"Old Surehand 1"





und "Old Surehand 2"
finden sich innerhalb der Sammlung
Ernst Waelti
auf Pierangelo Boogs Blog.





Ebenfalls dort zu finden sind
Illustrationen zu "Old Surehand"
von
Claus Bergen.





In der Verfilmung von Alfred Vohrer
1965 mimte Stewart Granger
den grossen Westmann.
Die Romanvorlage blieb einmal mehr
fast vollends auf der Strecke.
Granger hatte Old Surehand schon ein
Jahr zuvor in "Unter Geiern"
und 1965 in "Der Oelprinz"
dargestellt.


Mittwoch, 4. November 2015

James Bond - A View to a Kill






A View to a Kill (1985) ist der 14.  
James-Bond-Film und der siebte
 und letzte mit  Roger Moore. 
Er hatte der Serie seinen 
Stempel aufgedrückt.
Eine ganze Kinogeneration verband
mit dem Namen Bond
 nun meist Roger Moore.





Nur, das Publikum 
wurde immer jünger,
 der Held immer älter.





Dass er sich noch aufs Snowboard 
wagte, ( eines der ersten Snowboards in
 einem Film überhaupt) liess einem 
beinahe schon um ihn bangen, 
und es war nur den insgesamt
 12 bis 18? Stuntmen 
zu verdanken, die ihn
doubelten, dass er
 den Film halbwegs
schadlos überstand.
Nun, gegen das Alter ist
 kein Kraut gewachsen.
Moore war zum Zeitpunkt
 der Dreharbeiten 
immerhin 57 Jahre alt.
Aber unter der bewährten
Stuntregie von Willy Bogner
kam 007 heil aus der Sache heraus.

Im sibirischen Eis findet James Bond bei 
der Leiche von 003 einen Mikrochip.
den der Industrielle Max Zorin  den 
Russen zugespielt haben muss.
Zorin plant, Silicon 
Valley und ganz Kalifornien,  mit einem 
künstlichen  Erdbeben zu zerstören.




Höhepunkt des Filmes war diesmal
 der Schurke, und seine Gehilfin.
Christopher Walken war Max Zorin,
 Resultat eines medizinischen
Experiments eines zum KGB 
übergelaufenen Naziarztes.
Zorin war kein Fleming'scher
Originalbösewicht,
brachte aber alle
Voraussetzungen dafür mit.

Max Zorin, in Dresden geboren,
kam in den 60er Jahren in den Westen.
 Zorin besitzt einen französischen Pass,
spricht mindestens fünf
 Sprachen ohne Akzent,
 Er  machte die ersten
Millionen mit Öl. Später stieg
er auf Elektronik um.





 Sein Hobby sind Rennpferde, die er
mit Hilfe des Alt Nazis
Dr. Carl Mortimer (Willoughby Gray)
durch Doping leistungsfähiger macht.

 Aehnlich wie Goldfinger oder Hugo Drax
 also ein  notorischer Betrüger.

Er selbst ist das Produkt medizinischer
Experimente, bei denen Schwangeren
massive Dosen an Steroiden
verabreicht wurden, um eine
Art "Uebermenschen"zu züchten.
Zorin wurde superintelligent aber auch
psychopathisch.
Christopher Walken spielt den
grössenwahnsinnigen Psycho
 schlicht umwerfend und rettete
was an dem  Film noch zu retten war.






Patrick Macnee war nach
Honor Blackman ( Goldfinger)
und  Diana Rigg ( In Her Majesty’s
Secret Service) der dritte
Star der Kultserie “The Avengers
der in einem Bond Film mitspielte.
 Als Pferdeexperte.
 Sir Godfrey Tibbett hilft er Bond
die Doping - Machenschaften
 Zorins aufzudecken 
und wird von May Day ermordet.
Macnees Vater Daniel
"Shrimp" Macnee war
 tatsächlich Pferdetrainer, 





 Zorins Gehilfin May Day wurde 
 von Grace Jones gespielt,
der legendären "Queen of Gay Discos",...




... die bereits ein Jahr zuvor, 1984, 
in Conan the Destroyer, neben Arnold
Schwarzenegger
vor der Kamera gestanden
 hatte. Grace Jones 
sorgte neben dem albinohaften Walken
optisch für einiges Aufsehen.


Allerdings nutzt sich dieser Effekt
mit der Zeit ab und
verpuffte wie ein Stroheuer..




Man zitierte "Irma Vep"
und "Belphégor"

Ansonsten war der Film eher flach.
Die Story mahnte an einen Aufguss
von "Goldfinger".

Ausser dem Titel und
Paris als Ort der Handlung
 bestehen keine Gemeinsamkeiten mit
Ian Flemings  Kurzgeschichte
 From a View to a Kill
 ( Tod im Rückspiegel)


Nachdem ich bei  “For Your Eyes Only”
neue Hoffnung geschöpft hatte,
bei “Octopussy”  gnädig noch einmal
beide Augen zudrückte,
half  bei “A View to a Kill”
 alles Schönreden nichts mehr.


Der Film zielte bemüht
 und bemühend
auf  ein Kinderpublikum ab.





Bond-Girl 
 Tanya Roberts ("Drei Engel für
 Charlie") unerklärlicherweise blond
gefärbt, gab neben Grace Jones
im doppelten Wortsinn
eine blasse Figur ab.





Irgendwie schien man vergessen zu haben,
dass Bond Girls smart und sexy sein sollten.
Tanja Roberts als Tracy Sutton
war hübsch und langweilig.






Mary Stavin als Kimberley Jones
und Fiona Fullerton als Pola Ivanova
hinterliessen auch keinen grossen Eindruck
ebensowenig wie Alison
 Doody als Jenny Flex .






Nebenfiguren wurden eingeführt und
verschwanden wieder,
ohne dass sie irgendein Profil gewannen.
Aus Pan Ho (Papillon Soo Soo) als zweite
Henchwoman hätte man
einiges mehr machen können.




Auch Dolph Lundgrens
Potential zum Unterschurken
wurde nicht erkannt.




Gut, die Stunts waren einmal mehr perfekt
und sensationell, ...




... (einmal mehr  das Werk von
Stuntman Martin Grace, )
packten aber irgendwie nicht mehr.


Die Filmmusik stammte
einmal mehr von John Barry.
 Er schrieb den Titelsond
zusammen  mit der britischen
 Popgruppe Duran Duran,
die ihn  auch interpretierten.




Es war der letzte Film mit
Miss Moneypenny. die  
in allen offiziellen
Bond-Filmen von  1962 -1985  
von der Kanadierin
 Lois Maxwell gespielt wurde . 
Bereits in Octopussy
(1983) stellte sie ihre 
neue Assistentin Miss
Penelope Smallbone 
vor, was ahnen liess, dass
ihre Tage gezählt sein würden.

Dienstag, 3. November 2015

Zdenek Burian - Jules Verne



Zdeněk Michael František Burian
 11. Februar 1905 - 1. Juli 1981
 wurde vor allem durch seine Illustrationen zu
 Büchern über  prähistorische Tiere und
Menschen international bekannt.
 die in Zusammenarbeit mit 
den führenden Paläontologen
 und Anthropologen seiner Zeit entstanden.





Leider hierzulande immer
 noch zu wenig bekannt,
ist sein sonstiges illustratives Werk
zu Büchern von Jaroslav Foglar,
 Rudyard Kipling,
Jack London, Karl May,
Eduard Štorch und Jules Verne.




Sein ausgeprägtes zeichnerisches
 Talent ermöglichte Burian
sein Studium an der Akademie
der Künste in Prag
 mit vierzehn Jahren direkt im zweiten
 Studienjahr aufzunehmen.





Allerdings brach
 er die Ausbildung nach zwei
 Jahren ab. Bereits mit sechzehn Jahren
begann er, seinen Lebensunterhalt
 als Illustrator zu verdienen,
und blieb diesem Beruf
 bis ans Ende seines Lebens treu.






Hier einige Titelbilder zu
Romanen von Jules Verne.
Mehr über Burians
immenses Werk.




Montag, 2. November 2015

Dämon der Wüste 68 - Mobilis in mobili





Zu Professor Arronax und
dem "Club Nautilus"





siehe "Buch der Schatten"
 Band 4 Teil 03





 Wie leicht ersichtlich, spielt unsere
Geschichte auf den
1869–1870 erschienen
Roman von Jules Verne
"20.000 Meilen unter
 dem Meer", ( Vingt mille
lieues sous les mers, ) an.

Der Roman ist ein Erlebnisbericht
 des französischen
Professors Pierre Aronnax,
Autor eines Werkes über
„Die Geheimnisse der Meerestiefen“.
 In den Jahren 1866
und 1867 häufen sich auf
allen Weltmeeren rätselhafte
Schiffsunglücke.




 Die Presse spekuliert,
 ein bislang unbekanntes
Seeungeheuer oder  ein
„Unterwasserfahrzeug mit
ausserordentlicher
mechanischer Kraft“ habe die
 Schiffe zum Kentern gebracht.





Wegen seines
Fachwissens als Meereskundler
 wird er 1867 von der
amerikanischen Regierung gebeten,
sich einer Expedition
zur Klärung der sich häufenden, rätselhaften
Schiffsunglücke  auf allen Weltmeeren
 anzuschliessen.

Es heisst, das Jules Verne sich
in der Figur des Professor Arronax
selbst dargestellt habe.

Nach wochenlanger Suche
 im Nordpazifik wird das
 fragliche Objekt gesichtet.  Es stellt sich
 heraus, dass es sich um ein eisernes
Unterseeboot handelt. dessen Kapitän sich
 als „Nemo“ −
 lateinisch für „Niemand“ – vorstellt.





Odysseus gilt  als literarisches Vorbild  für
Kapitän Nemo, dessen lateinischer
 Name (deutsch: „Niemand“)
auf die Episode mit dem
 den Kyklopen Polyphem
zurück geht.



Allerdings gibt es in
 Jules Verne's Romanen
 um die Figur
des Captains Nemo, so
einige Ungereimtheiten, auf die ich
 im weiteren Verlauf der Geschichte
eingehen werde.




Zdenek Burian schuf für
 die tschechische Ausgabe
des Romans eine Reihe
 meisterlicher Illustrationen.

Sonntag, 1. November 2015

Happy Halloween




Der Halloweenbrauch
war in den 1950er und 60er Jahren
noch nicht bis in den 
deutschsprachigen Raum
übergeschwappt.






Während sich unter
den US Comics ...




... etliche Halloweennummern
finden, ...





... werden 
die frühen 
Donaldgeschichten
von Carl Barks  ...



... die mit
 Halloween zusammen hängen,
fälschlicherweise
 mit Fasching, 
oder den Raunächten 
in Verbindung gebracht.








In den 1990er Jahren erreichte 
dann der Brauch über 
Frankreich auch Europa,
überlagerte ähnliche,
einheimische Bräuche und 
 wurde in einer
recht kommerzialisierten Form
auch in Europa zunehmend
populärer.




 Nach der Jahrtausendwende
gab es dann schon 
Micky Maus 
Halloween Sonderhefte.