Montag, 25. Juli 2011

Out of body experience





Wie beschrieben, hatte ich bei der Arbeit an "Shayawaya" zunehmend
mit dem Paradox des “Wachseins“ im "Traum" zu kämpfen,
das die althergebrachte Wirklichkeitsvorstellung
doch ziemlich über den Haufen warf.




Sowohl im "wissenschaftlichen" als auch im "okkultistischen" Lager
streiten sich die Geister, ob es einen grundsätzlichen Unterschied
zwischen einem luziden Traum und einer
ausserkörperlichen Erfahrung gibt oder nicht.
Werner Zurfluh, einer der Erfahrensten in Sachen
“Ausserkörperlichkeit” meint dazu:
“Tholey und LaBerge meinen, daß OOBEs und Luzide
Träume subjektiv sind.
Ich spreche von einer Co-Creation, wobei wohl
bei LDs der Subjektanteil höher
ist als bei OOBEs”.

Für eine bildliche Darstellung, wie etwa einem Comic,
ist man daran gebunden, den Handlungsträger körperlich
darzustellen.
Der "Held" befindet sich also in einer Art Traumkörper"
ausserhalb seines physischen Leibes.
Der für diesen Zustand gebräuchliche deutsche Begriff
"Ausserkörperlichkeit"ist
allerdings etwas "unglücklich"
und
offenbar nicht allzu geläufig.





Im Gegensatz zum englischen OOBE
"Out of the body Experience"

In neuerer Zeit sind es vor allem die Forschungen
von Olaf Blanke, die sich um eine wissenschaftliche
Untersuchung des Phänomens bemühen.




www.sonntagszeitung.ch/wissen




Als schlichtes Gemüt, das ich bin, hab ich
im Laufe der Jahre Darstellungsversuche
aus Literatur, Comic, Film und vielen andern
Lebens und Erlebensbereichen zum Thema
"Out of Body" oder "Astralwandern"
zusammengetragen.





In der Hoffnung allerhand mögliche Schnittpunkte
aufzuzeigen, von denen ich glaube, dass sie auf die eine
oder andere Art mit dem (zugegebenermassen etwas
unseligen Begriff) Ausserkörperlichkeit zu tun haben,
mit dem ich mein entsprechendes Label auf diesem Blog
gekennzeichnet habe.
Wer sich also dafür interessiert...




Seien es nun Entrückungen ins Feenreich,
Bedroom Visitors...




... oder
Entführungen durch Ausserirdische,
...die geheimnisvollen Kräfte der Hypnose,




oder der "thierischen Magnetismus" Franz Anton Mesmers....




...Hexen und Besenritt,...



... Berichte über Vampire...



... das "Old Hag Syndrom" auch als Schlafparalyse bekannt...



...oder etwa
der Verwandlung in einen Werwolf.



Wobei stets an René Margritte erinnert sei.
Auch die realistischste künstlerische Darstellung
eines Objekts, oder in unserem Fall, eines Erlebnisses,
ist nicht das Erlebnis selbst.

Werner Zurfluh hat 1982 in seinem Klassiker
"Quellen der Nacht"...




Zurfluh

...eine Fülle von Synonymen
zusammengetragen, die im Wesentlichen alle
ein und dasselbe zu bezeichnen oder zu
umschreiben versuchen, die
"Out of the body Experience"
oder eben zu Deutsch "Ausserkörperliche Erfahrung"

Abrollen, AKE (Außerkörperliche Erfahrung), altered states of consciousness, âme vitale, anthropos pneumatikos, astral double, astrale Elevation, Astralexistenz, Astralexkursion, Astralkörper, Astralprojektion, Astralwanderung, Ätherkörper, Auferstehung, Auferstehungskörper, Aura, außerhalb-des-Körpers-sein, Außerkörperlichkeit, Austreten, Ausklinken, Ba, Bardo-Körper, being "out" , Bilokation, body of electricity, body of formative forces, corpus subtile, Diamantkörper, disembodiment, dissociate, Doppelgänger, dormiens vigila (Alchemie), double, ecsomatic experience, Eidolon, Ekstasis, electromagnetic body, élévation astrale, energy body, Entrückung des Geistes, ESP- Projection, etheric body, etheric double, etheric projection , Exkursion, exsomatisch, Exteriorisation , Externalization, fântomes des vivants, feinstofflicher Körper, Fliegen, fließender Körper, flimmernder Körper, flying (floating, soaring, jumping, etc.), four- dimensional body, Geistkörper, Geistreise, health body, Hellschlaf, Hexenausfahrt, Himmelfahrt, Himmelsreise, Hochfliegen, human double, Hypnose, KA, Kama Rupa, kesdjun body, Klartraum, Kosha- Zustand, Larva, leaving the body, Leuchtkörper, Levitation, Lichtkörper, Linga Shirira, lucid dream , Mantelfahrt, Mentalkörper, mystischer Tod, Nachtfahrt, Nervengeist, Oszillation, out-of-body experience (OOBE and OBE) , parasomatic body, petite mort, Phantasms of the living, Phantom, Phönix, Plasmamasse, Pneuma, Pranamayakosha, psychic navigation , psychic travel, remote viewing , scheinender Körper, Schlaflosigkeit, Scintilla, Seelenausfahrt (Seelenfahrt, Seelenflug), Separatio, slipping out (walking out, vibrating out) , somatic double, Somnambulismus, soul body (soul travel), spirit body (spirit travel), spiritual body (spiritual travel), Statuvolismus, strahlender Körper, Theta-Aspekt, Trance, traveling clairvoyance, traveling telepathy, Tulpa, Tulku, vehicle of cosmic vitality, vehicle of vitality, Verdoppelung, vital body, Wunschkörper, Yid Lus, Zweites Gesicht, Zweites Leben, Zwilling
Wie er dazu richtig bemerkt, würde es
"eine eingehende Untersuchung bedingen, den Zusammenhang zwischen der Verwendung der verschiedenen Bezeichnungen und der Theorie, in deren Rahmen sie gebraucht werden, aufzuzeigen."

www.oobe.ch



Sonntag, 24. Juli 2011

Geisterwelt?





Mit dem Entscheid, mit der Story in "Shayawaya" das Thema
„Traum“ explizit zu thematisieren,
sah ich mich auch
rasch wieder mit all den abwertenden
Vorurteilen konfrontiert,
die mich seit Kindheit verfolgten
und sowohl den Traum
wie auch die verwandten Medien
Film und Comic betrafen.
Sie entführten „in eine unwirkliche Lügenwelt“, waren
„nervenaufpeitschend“ und ihr
Ergebnis war „eine entartete Phantasie“.

Bei den Innuit ( früher Eskimo genannt) soll der Künstler
als Mittler zwischen der Alltagswelt und
der
Welt der Geister gelten.
Eine Art “Medium” also, das Dinge
wahrnimmt, gestaltet
und für andere sichtbar macht,
die diesen verborgen bleiben.

Eine Vorstellung, die eher meine Zustimmung findet,
aber in unsern Breitengraden wenig gilt.




Das Imaginäre, als Sammelbegriff für alles „Bildhafte“
geniesst im allgemeinen keinen besonders guten Ruf.
Der alltägliche Sprachgebrauch versteht darunter so viel wie

„scheinbar, nur in der Vorstellung stattfindend, unwirklich,
unwahr, fiktiv.
Der gesunde Menschenverstand bringt
das Imaginäre
gerne mit der ebenso suspekten Phantasie
in Verbindung und rückt den Begriff damit in
die
Nähe des Phantastischen.




Das Eine wie das Andere ist ihm schnell unheimlich.



Phantasie leitet sich ja von "phantasía" ab und bedeutet
soviel wie– Erscheinung, Vorstellung, Traumgesicht, Gespenst.
Alles Begriffe, die in die „Twilight Zone“ verweisen.

twilight-zone.





In die Grauzone. Wo die Sicherheit um die Grenzen unserer
„Wirklichkeit“ sich im Nebel verliert,
zur „fata morgana“ wird.
...Geisterwelt, also?

Samstag, 23. Juli 2011

Shayawaya 6





Einleitungsseite zu "Shayawaya"6, das leider nie mehr erschien.

Wie das damals alles begann und was dabei alles schiefging,
habe ich bereits auf einigen Blogs festzuhalten versucht:

shayawaya


Für die Zeichnungen in „Shayawaya 1“ erntete ich einiges Lob,
an der Story wurde aber doch da und dort herumgemäkelt,
sie sei zu eindimensional, zu konventionell und
erinnere etwa
an Jordi Bernets/ Andrax oder andere Comics „after desaster“.
Nun, dem konnte abgeholfen werden.
Ich hatte zwar schon
vorher vor gehabt, die ganze Geschichte
irgendwo
"zwischen Traum und Wirklichkeit* spielen
zu lassen,
entschloss mich aber nun, in jugendlichem
Uebermut,
die Erzählstruktur radikaler zu brechen als
ursprünglich geplant
und liess den Helden schlicht in der
Realität des
Hier und Jetzt aufwachen.



Damit setzte ich mich gleich in verschiedener Hinsicht tüchtig
in die Nesseln, wie sich bald herausstellen sollte.






Oder wie Freund Geier das formuliert.
Von da an wurde alles verschwurbelt.
Realität und Traum gerieten durcheinander...

geierheim




War ein "Traum" in dem man "wach" ist, noch ein Traum?

Wie hatte der weise John Wayne doch einst gesagt:
"Sattle kein Pferd, das du nicht reiten kannst."




Theorien wie die des "luziden Traums"...

Klartraum

waren damals nicht nur für mich neu.
Und Berichte über die Kunst des "Astralwallens"waren
meist
mit allerhand okkultem Brimborium befrachtet.



Dadurch, dass ich nun seit Monaten täglich stundenlang
über meinen Zeichnungen brütete, hatte ich mich wohl
in eine Art „altered state of Conciousness“
versetzt.
Eine Form von selbstinduzierter „Trance „
was dazu führte,
dass das "Traumgespinst" sich wie von alleine
weitersponn.
Immer neue Fäden verbanden sich zu einem immer grösseren Netz.
Ideen über mögliche Zusammenhänge sprudelten nur so.
Dazu kamen noch zeichnerische und gestalterische Probleme zuhauf.
Ich hatte alle Hände voll zu tun.....und kam mit dem Zeichnen

schlicht nicht mehr nach.




Es ging mir wie dem berühmten Zauberlehrling.
Ich wurde den Geistern,
die ich da gerufen hatte, nicht mehr Herr.

Freitag, 22. Juli 2011

Mecki




Die "Mecki" Comics kannte ich nicht, ganz einfach, weil wir die
deutsche Programmzeitschrift "Hör Zu", wo sie wöchentlich erschienen,
in der Schweiz nicht lasen.




Dafür bekam ich aber früh eines der wundershönen Mecki Bilderbücher geschenkt.
"Mecki im Schlaraffenland" das einzige das Reinhold Escher gezeichnet hat,...




Escher wurde 1905 in Hamburg geboren und starb 1994 in der Nähe von Zürich.
1949 erhielt er vom damaligen Chefredakteur der Zeitschrift Hör Zu den Auftrag, ein Maskottchen zu entwerfen. So entstand "Mecki", der bald
grosse Popularität erlangte. Wegen Querelen um das Honorar blieb es bei dem einen Mecki Bilderbuch von Eschers Hand.

reinhold-escher.com



Alle späteren Bände von Professor Petersen gezeichnet wurden.
Wilhelm Peterson, 10.08.1900 - 22. Mai 1987.
machte 1916 eine Lehre als Ausstattungsmaler und absolvierte gleichzeitig die Kunstgewerbeschule.
Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte Petersen , der im Dritten Reich zur Künstlerprominenz gehört hatte, aufgrund seiner Vergangenheit grosse Schwierigkeiten, neue Arbeit zu finden.
Eduard Rhein gab ihm die Gelegenheit bei der Hör Zu zu arbeiten.
1953 übernahm Wilhelm Petersen die Gestaltung der „Mecki“- Bilderbücher.





Die Bilderbücher erschienen einmal jährlich zu Weihnachten zwischen 1952 bis 1964
und wurden verschiedentlich neu aufgelegt.



Petersons zauberhafte ganzseitigen Illustrationen sind prall mit liebevollen Details ausgeschmückt, die die Bände auch heute noch zu einem Augenschmaus machen.
Beim Esslinger Verlag sind mittlerweile neu drei Bänden wieder nachgedruckt worden.


Donnerstag, 21. Juli 2011

Mittwoch, 20. Juli 2011

Zwergenschrank 3



Während auf der rechten Seitenwand
das Fest langsam ausklingt...





Dienstag, 19. Juli 2011

Zwergenschrank 2




Auf der linken Seitenwand
ein paar Hexen, in deren Kessel
ein Zaubergebräu kocht...