Mittwoch, 27. August 2014

Domino Maske



Black Cat war bei weitem nicht die Erste
und nicht die Einzige, zu
deren Outfit unverzichtbar
eine Dominomaske gehörte.




Der Fin de Siècle Schurke
"Fantomas" war wohl einer der Ersten
einer langen Reihe von Trivialhelden,…



… der sich mittels einer Domino 
Maske unkenntlich machte.
Die Maske, die wohl aus 
der "Commedia dell' arte"
 und  dem venezianischen Karneval
stammt...



...  wurde durch 
das Bild "La femme au masque" 
berühmt - berüchtigt, mit dem 
Henri Gervex gegen Ende des
 vorletzten Jahrhunderts
einen Skandal auslöste.




Beliebt auch zur Wahrung des Inkognito
an Maskenbällen…




… und bekanntgemacht durch 
 Musidora in Louis Feuillades 
Filme " Les Vampirs" und "Judex"




1963 von Georges Franja noch einmal in Szene gesetzt.




Mit Françine Bergé in der Rolle
der "femme masquée"



Bald darauf entdeckten sie
die Helden der Pulpliteratur und
des Comic.




Don Diego de la Vega's
Alter Ego "Zorro",
benutze die doch eher dürftige
Maske, um seine
Identität zu verschleiern.
Und auf Anhieb fallen mir ,
ohne langes Nachdenken, noch
 ein weiteres Dutzend ein.




Lee Falk's Held
"Phantom"nutzte sie…




… der "Lone Ranger"..




…Robin und Batman,…




…The Spirit"…




"The Green Hornet" und sein
 Diener und Gefährte Kato
(eine frühe Rolle für Bruce Lee)
allesamt glaubten sie offenbar, sich
durch diese doch ziemlich dämliche
Maske unkenntlich machen zu können.
Empirische Testversuche meinerseits, die ich
 von jugendlichem Forschergeist beseelt, an
einer Fasnacht machte, bewiesen  überdeutlich, 
dass dem nicht so war.




Die Dominomaske war noch unzureichender,
als das hochgezogene Halstuch
bei den Postkutschenräubern
und peitschenschwingenden
 Ladies im Western….




So rätselte ich
lange Jahre vergeblich darüber,
warum im Reich der Superhelden,
alle Welt darauf hineinfiel.
Nun, ich weiss es bis heute nicht.




Auch unter der holden Weiblichkeit…




…verbirgt sich die Domino Lady,
offenbar bis zum heutigen Tag,...





 … erfolgreich hinter dem Schutz des
gleichnamigen Mäskleins.





 Ueber "Miss Masque" ist mir
nichts Näheres bekannt,…




… ebensowenig über "Lady Satan"







"The Black Canary"



"Cat Woman"
alle trugen sie
die schwarze Maske.




...und auch die mysteriöse 
Lady X, die Buck Danny und
 seinen "Tigres Volants"
nur zu oft das Leben schwer machte,
blieb unerkannt hinter ihrer Maske verborgen.




Nun, allen Mängeln zum Trotz,
die Dominomaske scheint noch ein langes Leben
vor sich zu haben.



Dienstag, 26. August 2014

Judo in Comic Books - The Black Cat





Eine Reihe von gezeichneten
Selbstverteidigungstricks ...




... einer mir bislang unbekannten Dame 
namens "Black Cat"
(nicht zu verwechseln mit der
gleichnamigen Heldin in Spider Man)




Nach einem Debut 1941 in
Pocket Comics 1
erschien die von Al Gabrielle konzipierte Figur
The Black Cat  ab
1946 neunundzwanzig Hefte lang,  
bei Harvey Comics.





Als  einer der  Hauptzeichner gilt Lee Elias






"Black Cat" trug einen rückenfreienBadeanzug,
Stulpenstiefel und eine Dominomaske.
Sie hiess im "richtigen Leben" Linda Turner.
Sie war professionelle Stuntfrau,
fuhr Motorrad, hatte eine schwarzen Gürtel
in Judo und war geschickt mit dem Seil und  dem Lasso.





Die "Judo Tricks" scheinen
eine Art Bonusseite gewesen zu sein...




... und stellen meiner Meinung nach
ein gelungenes Beispiel für 
nachvollziehbar gezeichnete
Bewegungsabläufe dar...




... und lassen vermuten, dass 
Lee Elias zumindest
Anschaungsuntericht ...




...  in Sachen Selbstverteidigung
genossen hat.




Auch der schon von Prinz Eisenherz
praktizierte
"Tomoe nage" darf nicht fehlen.






Offenbar fiel sie dann dem Pionier
 der "Political Correctness",
Dr. Frederic Wertham, zum Opfer,
 der in seinem Buch "Seduction of the Innocent"
vier Panels von  "The Black Cat"
als Paradebeispiel für
"depraved" Comic Art wählte.
Zumindest Elias wandte den Comic Books
den Rücken zu und arbeitete
 für die Zeitungs - Comicstrips.






Black Cat lebte weiter ...






... und erlebte auch noch eine 
Reihe von Nachdrucken.




Der Gleichberechtigung halber:
Aehnliche Seiten, in denen Judotricks
von Männern erklärt wurden, gab es auch.
So etwa  bei "Judomaster".


Montag, 25. August 2014

Departement S - Jason King




Anfangs hiess die1969 gestartete 
 Serie “Departement S” und war eine
Abteilung von Interpol, die von Paris aus operierte.
 Es gab den von Joel Fabiani dargestellten US-Amerikaner 
Stewart Sullivan, die britischen Computerspezialistin
 (ja, sowas gab es damals schon) Annabelle Hurst
 die von Rosemary Nihols verkörpert wurde
und den britischen Playboy Jason King.
(Peter Wyngarde geb. am 23, August 1928)





Jason King, exzentrischer Playboy 
und Krimischriftsteller, 
stahl allen die Show und so wurde
 die Serie nach zwei Staffeln nach ihm benannt.
Wyngardes "Jason King" wurde Kult.
Ich muss gestehen, dass ich mich kaum noch
an eine Episode der Serie erinnern kann,
nur Wyngarde ist mir im Gedächtnis geblieben.





Seine Haarpracht wurde immer wallender,
 sein Schnurrbart  von Folge zu Folge imposanter,
seine Kleidung schriller.





Dem Publikum gefiels.
Die siebziger Jahre warfen ihre Schatten voraus.



 Er wurde  zum bestgekleidetsten
 Mann Grossbritanniens
und zum Krawattenmann 1971 gewählt...



... und nahm eine seltsame Schallplatte auf.





1975 liess er sich in der Herrentoilette
 einer englischen Busstation bei 
“unzüchtigen Handlungen”  erwischen 
und wurde wegen Erregung öffentlichen
 Ärgernisses verurteilt.
Damit war seine Karriere im Eimer und er
 verschwand weitgehend von der Bildfläche...




... oder war, wie als "Klytus"  in "Flash Gordon"1980
kaum wieder zu erkennen




 Die Comicmacher setzten ihm in
Uncanny X-Men 132:
 “And Hellfire Is Their Name!” 
mit der Figur des Jason Wyngarde ein Denkmal.



Der Comic bezieht sich seinrseits
auf eine Folge
der TV Serie "The Avengers"
 “ A Touch Of Brimstone” (1966)
in der Miss Peel als "Queen of Sin" ...




... neben einem noch schnurrbartlosen
Peter Wyngarde zu sehen war, und bei der es
um eine Neugründung des  berüchtigten Hellfire Clubs ging.