Donnerstag, 27. November 2014

Shadowmen 2



Des weiteren begegnen wir
in dem Buch "Shadowmen",
 Edmond Dantès,
dem Grafen von Monte Christo.
Auch er unzählige Male verfilmt 
und zeichnerisch umgesetzt.
Jules Verne widmete seinen Roman
Matthias Sandorf, der an  den  Grafen von  
Monte Christo angelehnt ist,
Alexandre Dumas.




Harry Dickson, der amerikanische
Sherlock Holmes,
dessen Titelbilder oft  die Werke des
 deutschen Zeichners  Alfred Roloff
schmücken und der sich in Frankreich bis auf den
heutigen Tag grosser Beliebtheit erfreut.




das Phantom des Louvre aus der Feder von
Arthur Bernède ( 5. Januar 1871 - 20. März 1937)
der noch weitere unsterbliche Helden wie
 Judex und Mandrin erschuf und historische
Gestalten, wie Vidocq, unsterblich machte.






Rocambole, einer der Urväter
der geheimnisvollen Herren
mit Zylinder, von Pierre Alexis Ponson du Terrail,
später von anderen Autoren fortgesetzt...




Rouletabille von Gaston Leroux...




Das Phantom der Oper,
ebenfalls von Gaston Leroux,
eine frühe Glanzrolle für
Lon Chaney.




Fascinax




Judex, der Rächer,
 war ein französisches
Stummfilm-Serial von Louis Feuillade
 aus dem Jahr 1917 über einen der ersten
verkleideten Rächer der Filmgeschichte.
In der Comicversion
unübersehbar an den "Shadow" angelehnt.


Diese grobe Übersicht zeigt nur die bekanntesten
Heroen des französischen Pulpkosmos.
Auf den Einen oder Anderen werde
 ich später noch zurückkommen.




Ein zweiter Band von Shadowmen beschäftigt
sich mit den Helden
des französischen Comics.

Unter dem Titel “Tales of the Shadowmen”
erscheint eine von  Jean-Marc und Randy Lofficier
herausgegebene , jährliche Anthologie bei Black Coat Press,
wo unsere Helden neue Abenteuer erleben dürfen.

Mittwoch, 26. November 2014

Shadowmen 1


Andrew Paquette

Shadowmen von J-M. und R. Lofficier
ist ein Buch, das versucht,
einen Ueberblick über
die Helden und Schurken
der franösischen Trivialliteratur
zu geben.




Man begegnet dabei völlig
unbekannten Grössen,
wie "Nyctalope", von dem
ich nie zuvor gehört hatte...




... der sich aber, wie die meisten
dieser Gestalten dieses Genres, eines 
ausserordentlich langen Lebens
zu erfreuen scheint  und immer
wieder neu aufgelegt und
überarbeitet wird.
Biografien der Verfasser und
 der fiktiven Helden, Filmografien und die
Adaptionen in TV und Comic
 sind säuberlich aufgelistet.




 Atlantide 1919 von Pierre Benôit geschaffen.
Ein französisches Pendant
zu Rider Haggards "She"




Arsène Lupin , der Meisterdieb aus der Feder
von Maurice Leblanc.





… der es in unseren Tagen sogar zum Helden
eines gleichnamigen Mange gebracht hat.





Daneben findet man alte Bekannte wie 
Robur, der Eroberer und
Kapitän Nemo...





den legendären  Fantômas …




Überragende Wissenschafter, wie Dr. Omega…




… Docteur Cornelius …




… oder den Okkult- und
 Astraldetektiv "Sar Dubnopal"...



Dienstag, 25. November 2014

Djinn in a bottle - Geist im Glas



Christoph Roos



Das Motiv eines in eine  Flasche
eingesperrten Geistes oder Dämons, ...





... das hier unserem Mr. Butcher widerfährt,
kennt man aus einigen Märchen und Sagen.





Man denke an den Geist aus Aladins Wunderlampe,
hier von Willy Pogany für den Film
"Der Dieb von Bagdad" entworfen...




... oder an eine modernere Version




Ein weiteres Märchen aus 1001 Nacht
erzählt vom Fischer,
der einen Djinn aus einer
Flasche befreit.



 René Bull

Hier in verschiedenen Versionen
zeichnerisch dargestellt.




 Louis Rhead



Offenbar
werden drei Gruppen von
 “Dschinns”unterschieden:




Frank Schoonover


1. Dämonen, die den Menschen
Schaden und Schrecken zufügen.
Dabei sind die mächtigen die Ghul,
die sehr mächtigen die Sila,
 die noch mächtigeren mit
dezidiertem Zerstörungstrieb die Ifrit
und die allerstärksten die Marid




Maxfield Parrish


2. Mittelwesen, die wie die
Menschen die Schöpfung bevölkern
 und nicht besonders
 in Erscheinung treten und...




Arthur Rackham




Edmund Dulac


3. Der "Doppelgänger" des Menschen,
der ähnliche Funktionen
einzunehmen scheint,
wie der römische Genius und auch
gewisse Aehnlichkeiten mit dem "Schatten" in
C.G. Jungs Psychologie aufweist.

Der dem Menschen zugewiesene Dschinn bleibt
 von der Geburt bis zum Tode an der Seite seines Trägers
und dient als Hauptzeuge
am Tag des Jüngsten Gerichts.

Eine ununterbrochene Debatte findet
zwischen der Menschenseele
und der Dschinnseele statt,
bis beide vom gleichen
 Standpunkt überzeugt sind.





Auch in Grimms Märchen 
gibt es eine Variante als
"Geist im Glas" hier illustriert von 

Varianten finden sich etwa in der
 Sage des Paracelsus, der einen in
eine Tanne verpropften Teufel befreit.

Eines der ältesten Beispiele eines Menschen,
der Geister bannen und sich dienstbar
machen konnte, war
der sagenhafte König Salomon,
der den Dämon Omias zum
Tempelbau zwang und danach
in ein Gefäss bannte.





Eine neue Variation des Themas
findet sich bei Robert Louis Stevenson.
deutsch als Das Flaschenteufelchen oder
der Flaschenkobold bekannt.





Ein schönes Beispiel von
George Wilson
Das Einsperren der Seelen ist auch im
Voodoo bekannt und eine entfernte Entsprechung
findet sich  sich in Wilhelm
Hauffs  Märchen "Das kalte Herz".

Montag, 24. November 2014

Sonntag, 23. November 2014

Alistair MacLean







Die grossen deutschen Illustrierten 
wie Stern, Quick, Revue ... 




... waren auch an heimischen Kiosken 
 erhältlich. 
Die Hefte gingen innerhalb des 
Bekanntenkreises meiner Oma
von Hand zu Hand und waren meist 
nicht mehr auf dem neuesten Stand 
punkto Tagesaktualität, bis ich auch mal
 (heimlich) einen Blick hineinwerfen konnte.
Neben Klatsch und Tratsch
beinhalteteten sie aber auch Fortsetzungsromane.

“Es muss nicht immer Kaviar sein” mit dem Fein-
schmeckeragenten wider Willen, Thomas Lieven, lernte 
ich in “Quick” kennen, ...




... ebenso wie “Modesty Blaise” 
( hier in einer Darstellung des 
berühmt- berüchtigten "nailers"
im Stern.
Die Revue war auf Konsalik abonniert .


Dann gabs noch Alistair Mac Lean,
 dessen “Kanonen von Navarone”
 ich (ich weiss nicht mehr in welcher Illustrierten)
in wöchentlichen Häppchen gierig verschlang.

Alistair MacLean  21. April 1922 - 2. Februar 1987  
war ein schottischer Thriller-Autor. der auch
 unter dem Pseudonym Ian Stuart schrieb.

Im Zweiten Weltkrieg diente er in der Royal Navy 
 im Atlantik, im Mittelmeer und ab 1945 im Pazifik. 
 Seine angebliche japanische Kriegsgefangenschaft wurde
von kritischen Biografen ins Reich der Legende verbannt
und seiner Phantasie, wie seiner Trunksucht zugeschrieben.





Jedenfalls begann er während seines Studiums zu schreiben.
und landete mit “Die Männer der Ulysses”, 
der auf eigenen Kriegserfahrungen basierte
einen ersten grossen Erfolg.

Sein grösster Erfolg war wohl “Die Kanonen von Navarone”
wo er  ein Himmelfahrtskommando der Alliierten auf einer
griechischen Insel beschreibt.




Kommandounternehmen und Agententhriller 
wurden sein Hauptmetier.



MacLean etablierte sich als
einer der führenden Autoren in diesem Genre und 
schrieb 28 Romane, von denen 
die meisten Welterfolge wurden und
sich rund 30 Millionen Mal verkauften.




Später erschienen auch die unter dem
 Peudonym Jan Stuart verfassten
Bücher unter seinem Namen.
Spannende, actionreiche Bücher von denen eine
ganze Reihe wurde erfolgreich verfilmt wurde:

Allen voran 

besetzt mit  Stars wie  Gregory Peck,
 David Niven und Anthony Quinn 
in den Hauptrollen




Im gleichen Jahr erschien "Secret Ways"
 ein wenig bekannter, aber durchaus sehenswerter 
Agentenfilm mit Richard Widmark.



The Stan Bug 1965
wieder ein Agentenfilm.
Von der Regie von John Sturges 
hätte man sich etwas mehr erhofft.





Where Eagles Dare 1968
mit Richard Burton und
Clint Eastwood.





Ice Station Zebra 1969

Wieder mit Weltstars besetzt. Leider
sah das ewige Eis doch etwas
allzu sehr nach Pappkulisse aus.





Puppet on a chain 1972
(Souvenirs, Die Ratten von Amsterdam)
ein durchaus gut gemachter Thriller um
einen Drogenring .




Fear is the Key 1972
mit dem späteren "Petrocelli"
Darsteller Barry Newman in der Hauptrolle.





Caravan to Vacarres 1975


Breakheart Pass 1976
ein Abstecher in den Wilden 
Westen mit Charles Bronson.





Force 10 from Navarone 1978

Eine Fortsetzung der Kanonen von Navarone mit
einer Reihe interessanter Darsteller.
Darunter ein noch sehr jugendlicher
Harrison Ford. Nicht schlecht gemacht, aber
irgendwie war 1978 die Zeit für
Kommandounternehmen im
 Zweiten Weltkrieg vorbei.

Seine beste Zeit hatte MacLean wohl in den 
1960er Jahren, dann bekam man
 das Gefühl, dass er sich wiederholte 
und so nutzte sich  auch dieses Erfolgsschema 
langsam  ab. Auch die späteren Verfilmungen blieben meist
bestenfalls ordentlicher Durchschnitt.


Eine ausführliche Auflistung und Besprechung 
seiner Bücher und Filme findet
und da  die dortige Einschätzung
sich weitgehend mit der Meinigen
deckt, verweise ich gerne darauf.


MacLean verstarb am 2. Februar 1987
in München und hinterliess
eine Fülle unvollendeter Manuskripte.
Verschiede Autoren nahmen sich dann unter 
dem Label Alistair MacLean's: (....)
oder unter dem Pseudonym 
Alastair MacNeill seiner Hinterlassenschaft an
und bastelten noch rund ein Dutzend Romane daraus.