Mittwoch, 30. August 2017

Karl May Sammelbilder - Der Raubzug der Baggara





Die Sammelserie „Der Raubzug der Baggara“
 bezieht sich auf die im Jahre 1892 geschriebene
 Erzählung „Eine Ghasuah“ (ein Sklavenraubzug),
 die im Eichsfelder Marienkalender 1893 erschien.
Die weitere Geschichte
der Erzählung
ist einmal mehr,verwirrend.





Friedrich Ernst Fehsenfeld nahm diese dann in den
 Band X, "Orangen und Datteln "auf.

Auch Carl Lindeberg hat zu diesem Sammelband
Sammelbildserien geschaffen.





Die Bamberger Ausgabe änderte den Titel der 
Erzählung zu  „Der Raubzug der Baggara“ und 
den Buchtitel zu "Sand des Verderbens".





Bei allen diesen Kalendergeschichten Mays 
-so wurde kritisiert - sei die
christlich-apologetische,
 mitunter sogar katholisierende Lehrhaftigkeit 
dem Abenteuertum Kara Ben Nemsis allzu 
gewaltsam aufgesetzt.





Dem kann man zustimmen, 
zumal May gar nicht katholisch war, und 
das Geschriebene sich im Widerspruch zu 
seiner konfessionellen Indifferenz befindet.

Es gilt wohl  auch hier: 
„Wes‘ Brot ich ess, dessen Lied ich sing“.





Dienstag, 29. August 2017

Inspector Lestrade





- Sidney Paget,
Illustration zu 
"The Red Headed League"

13 Mal tritt Inspector  G. Lestrade
in einer Holmes Geschichte auf.
Holmes hält ihn für schnell
 und energisch, aber
konventionell.

Ich nehme an, dass Dr. Watson,
bzw. Conan Doyle den
Scotland Yard Inpector Lestrade
absichtlich etwas unbedarfter
 geschildert haben, als dieser
es in Tat und Wahrheit war,
um Holmes als Helden umso
leuchtender hervorzuheben.




Im Film verkörperte
Frank Finlay den Inspector 
in "A Study in Terror" 1965
und "Murder by Decree" 1979
wohl am werkgetreuesten

“a little sallow rat-faced, dark-eyed fellow”.




Ansonsten bleibt Lestrade
ein weithin
unbeschriebenes Blatt und
die Figur wurde  in Verfilmungen ziemlich
unterschiedlich dargestellt und interpretiert.






- Dennis Hoey stellte Lestrade in der
 Rathbone/Bruce Serie dar.




- Archie Duncan  
 TV Serie 1954




Peter Madden
BBC Serie 1965



- Colin Jeavons in der
BBC Granada Serie




Patrick Newell





Roger Ashton- Griffith
als (damals noch)
Det. Sgt. Lestrade 1985
in "Sherlock Holmes Junior"




Als Trickfilmfigur




Boris Brundokov
in einer russischen Serie




- Eddie Marsan  als Lestrade
in  Guy Ritchies "Sherlock Holmes" 

Eine vollständige Liste
findet sich auf
der englischen Wikipediaseite.




Mehr Glück hatte  Scotland Yard-Inspector 
Lestrade in den Pastiches.
M. J. Trow schrieb  ganze 16 Romane mit
 Inspector Lestrade in der Hauptrolle.

Trow lag die Rehabilitierung
von Inspektor Lestrade 
am Herzen, dem ewigen Zweiten im Vergleich 
zu dem unfehlbaren Sherlock Holmes.  
Lestrade trägt hier den Vornamen Sholto. 

Lestrade ist hier der Sohn einer
 Wäscherin, geht als Junge in 
Mr. Poulsons Lehranstalt in 
Blackheath zur Schule. 
Sholto geht 1871 zu Polizei und kommt 
1876 kommt Lestrade zu Scotland Yard.
Er wird als eifriges, aber  etwas 
tollpatschiges "Kind der Arbeiterklasse"
beschrieben, versehen mit 
guter Menschenkenntnis und 
einer gehörigen Portion Skepsis 
 gegenüber der herrschenden
Klassengesellschaft,

    In der Comic-Reihe Baker Street 
heisst der Inspektor Alonso Lestrade. 

In dem Roman
"Das Geheimnis des weissen Bandes" 
von Anthony Horowitz trägt
Lestrade den Vornamen George.



In der Fernsehserie "Sherlock"
wird Lestrade als "Greg" angesprochen.

Weiter tritt Lestrade in der
 Erzählung "Der plötzliche Tod des
 Kardinals Tosca "von Francis London auf.




Auch in unserem Comic
lässt sich die Biografie
von Inspector Lestrade
nur indirekt, durch zahlreiche,
verstreute Hinweise, erahnen.


So gilt er als Meister
der französischen Kampfkunst
"Savate" ...




... und ist ein
guter Bekannter
von Professor Vigny, dem Genfer
 Fechtmeister und Erfinder
 der Kampfkunst "la Canne".
All dies, wie auch sein Name,
verweist auf einen starken Bezug
zu Frankreich, der allerdings
bislang nicht näher erläutert wurde.

Trotz offensichtlicher Verdienste,
die ihm etwa die Freundschaft mit Grossfürst
Alexej dem Dritten, einbrachten, fiel er
 offenbar bei seinen Vorgesetzten in Ungnade und
wird immer wieder bei seinen Ermittlungen
zurückgebunden oder gar
behindert.

Montag, 28. August 2017

Sonntag, 27. August 2017

Savate - Lutte




Ein paar weitere Bilder
über die französischen
Kampfkünste
"Savate" und "Lutte".







Savate und Lutte
werden  frei als französisches 
Boxen und Ringen
übersetzt.
Während es heute  klare,
sportliche Regeln gibt,...




... waren früher offenbar
 die Grenzen zwischen
Selbstverteidigung,...




... Strassenkampf und
Kampfkunst fliessender.




Savate wurde zeitweilig im
französischen
Militär trainiert,...






.. aber auch von den Strassenbanden
der "Apaches de Paris" praktiziert.








Joseph-Pierre Charlemont
(1839-1914)
lernte bei Charles Lecour ...




... und verfasste
zwei grundlegende
Lehrbücher über Savate
und begründete die "Société des
Boxeur Français mit.






 Sein Sohn Charles Charlemont
(1862-1944)
setzte diese Tradition fort.


Sein Kampf gegen Jeff Driscoll
wurde als Jahrhundertkampf gefeiert.





Kämpfe zwischen 
Vertretern verschiedener
Stile , im Sinne der heutigen
MMA Kämpfe, waren üblich.





Savate wurde schon 
früh ...


... auch von Frauen
praktiziert,...




... was dazu führte,
dass Savate als
"Weiberboxen" 
desavouiert wurde.




Die elegant tänzelnden Franzosen
wurden oft zur Zielscheibe
des Spottes.













"Lutte" ist der
französische  Begriff für
Ringkampf.





Nebst dem klassischen
griechisch-römischen Ringen
und dem Freistilringen
waren das 
"Lutte Parisienne" oder
"Lutte de Rue" war 
dagegen eher so etwas
 wie "Streetfighting", ...




... das etwa von den gefürchteten
"Apaches de Paris"
gepflegt wurde..




Nebst sportlichen Wettkämpfen
waren Schaukämpfe
in Varietés und Zirkusarenen
beliebt.




Wie auf dem Bild unten rechts
ersichtlich,
wurden auf Griffe
aus dem Jiu Jitsu
integriert.







Früh fand auch eine
Vermischung mit
dem aus Amerika kommenden
"Catch as catch" statt ...




... das in Frankreich bis
in die 1970er Jahre
ungeheuer populär war...





... und mancher Ringer wandte sich
dem lukrativeren Schausport zu.




So etwa auch der spätere Filmstar
Lino Ventura...




... oder der spätere
"König der Kaskadeure"
Henri Cogan.