Donnerstag, 15. September 2022

Rauch Weltraum Bücher

 


1952 erschienen Rauchs Weltraum-Bücher“
die als einer der  ersten Versuche gelten,
"gehobene" amerikanische Science Fiction
im deutschen  Buchmarkt zu etablieren.
Die vier ersten Bände waren

Der unglaubliche Planet von John W. Campbell jr.

 

 Wing 4 von Jack Williamson.

 


 Überwindung von Raum und Zeit (Anthologie)
 


 Ich, der Robot von Isaac Asimov

Das Projekt scheiterte grandios und fortan
 galt SF in gebundener Form, als "unverkäuflich"
Science Fiction fristete  über Jahre in
 Heftromanen ihr Schattendasein,
bis ab den 1960er Jahren  die Taschenbuch
Verlage Heyne und Goldmann
dem Genre langsam zum
Durchbruch verhalfen.

Dienstag, 13. September 2022

Sonntag, 11. September 2022

Phantom und Tarzan

 



1952 erschienen auch zwei Comicreihen,
die meine Begeisterung für 
das Medium nachhaltig
prägten:
 

 

Die Phantom Reihe aus dem Aller Verlag ...

 

 

... und Tarzan aus dem Mondial Verlag.

Heute weiss man, dank akribischer Auflistung eifriger
Sammler,ganz genau, wann, wie und wo die Hefte
erschienen sind.




Damals gelangte man oft nur unregelmässig, oft Jahre
später, über ein einschlägiges Antiquariat oder im
Tauschhandel an ein Heft.


Freitag, 9. September 2022

Frank Fiske - The Standing Rock Portraits

 



Frank Bennett Fiske 
(11. Juni 1883 - 18. Juli 1952)





Fiske wurde am 11. Juni 1883 in 
Fort Bennett im Dakota-Territorium geboren.
Er machte bei Stephen Fansler in Fort Yates
eine Ausbildung zum Fotografen.
Im Alter von 17 Jahren übernahm er dessen Studio 
und betrieb es bis zu seinem Tod im Jahr 1952.



 Rain-in-the-Face, 


Sharp Horn Bull

 Fiske wuchs unter den Lakota der 
Standing Rock Indian Reservation 
auf und dokumentierte mit seiner Kamera 
viele Aspekte des  Lebens der
Sioux in Standing Rock. 
Er machte auch detailreiche 
und ausdrucksvolle Studio-Porträts.
Dazu gehörten auch Überlebende 
der Schlacht am Little Bighorn
die er als alte Männer fotografierte.






Fiskes Porträt von Red Tomahawk wurde
 zum Vorbild für das ND Highway Patrol
 Signet und das Silhouette-Profil 
das jahrzehntelang für die Autobahnschilder
 von North Dakota in Gebrauch war.



Crazy Walking

1917 veröffentlichte Fiske sein erstes
 Buch "The Taming of the Sioux ". 
1933 folgte  sein zweites Buch 
"Life and Death of Sitting Bull". 
1950 erhielt Fiske den North Dakota 
Art Award für sein Lebenswerk
 als Fotograf und wurde vom State
 American Art Week Committee für 
seine Indianerporträts ausgezeichnet. 


Im Gegensatz zum Werk seines 
Zeitgenossen Edward Curtis, 
gerieten Fiskes Arbeiten im 
Laufe der Jahre weitgehend 
in Vergessenheit.




Ein kürzlich von Murray Lemley 
veröffentlichter Band 
„ The Standing Rock Portraits“
stellt  dem zeitgenössischen Publikum 
eine Auswahl der beeindruckendsten 
Fotografien wieder vor.

Mittwoch, 7. September 2022

Sonntag, 4. September 2022

Kaisermanöver

 

 
Vom 4. bis 5. September 1912, am
Vorabend des 1. Weltkriegs, fanden
in der Schweiz die sogenannten Kaisermanöver
statt.
 
 

 
Kaiser Wilhelm, der sich  selbst eingeladen
hatte, wollte sich mit seinen Generälen davon
überzeugen, ob die Armee der kleinen
Schweiz in der Lage wäre, einen möglichen deutschen
Durchmarsch durch das Land aufzuhalten oder
einen französischen Stoss hinter die
geschwächte deutsche
linke Flanke zu verhindern.
Bundespräsident Forrer benützte
jede Gelegenheit, darauf
hinzuweisen, dass die Schweiz ihre Unab-
hängigkeit und Neutralität mit Entschlossen-
heit gegen jeden Angriff verteidigen würde.
 
 

 
Der Kaiser wurde   in Zürich und auf allen
anderen  Stationen seines Besuchs. mit
uneingeschränktem Jubel empfangen.
 
 


Das Manöver wurde zum Volksspektakel mit
mehr als 100 000  Zuschauern.
Die Schlachtenbummler
versperrten den Soldaten den Weg,
picknickten mitten im Manövergelände.
Trotzdem zeigten sich deutsche 
Beobachter beeindruckt. 
 



     Vom schweizerischen 
Selbstverständnis zeugt folgende, vielfach variierte 
und wahrscheinlich erfundene Anekdote.

Wilhelm fragte einen Soldaten:  
"Was machen sie, wenn wir 
mit 300 000 Mann kommen."
Antwort " Das haben wir auch."
"Was machen sie, wenn wir mit doppelt
so viel Soldaten kommen?"
"Dann laden wir nach und
 schiessen  zweimal."
 

Donnerstag, 1. September 2022

Margarethe Brundage - Queen of Weird Tales

 


In der Septemberausgabe 1932 von 

"Weird Tales" erschien erstmals ein

Cover von M.Brundage.




M. Brundage fertigte 

von 1932 bis 1945 

sechsundsechzig  Titelbilder 

für "Weird Tales" an,

die angeblich mit 90 

Dollar bezahlt wurden.


 




In den folgenden 

Jahren prägten diese 

Titelbilder, die sich meist um

 "Damsels in distress" drehten, 

das Magazin entscheidend mit.





Einige Autoren sollen eigens Bondage 

und Spankingszenen in ihre Geschichten

eingebaut haben, um so zu einem 

Brundage Cover kommen.






Als Verleger Farnsworth Wright enthüllte,

dass es sich bei dem Künstler um eine Frau 

handelte, war die allgemeine Entrüstung

gross.





Ab 1938 gab es Probleme mit den Nackedeis .

Ein neuer Standard für  Pulp-Magazine 

verbannte nackte und halbnackte 

Frauen auf den Titelbildern.

M. Brundage's grosse Zeit war vorüber.







Sie schlug sich recht und schlecht 

als Illustratorin durch.

Ebenso wie manche 

Autoren von "Weird Tales",

wie etwa Robert E. Howard

 und H.P. Lovecraft

erlebte sie

ihre Wiederentdeckung 

sie nicht mehr.

Heute wird sie als Kultfigur gefeiert

und ihre Werke für 

mehrere tausend Dollar

gehandelt.