Mittwoch, 30. Dezember 2020
Dienstag, 29. Dezember 2020
Massaker am "Wounded Knee"
„Bury My Heart at Wounded Knee“
von Dee Brown erschien 1970 und
beschäftigt sich mit der Erschliessung
des amerikanischen Westens.
Es erzählt von der grossen Landnahme,
die oft Landraub war, von der Vertreibung,
der Dezimierung und der weitgehenden
Vernichtung der Kultur und Zivilisation
der indianischen Ureinwohner
Die deutsche Ausgabe übersetzte die
Bezeichnung “Wounded Knee”
mit dem verharmlosenden
” Begrabt mein Herz an der
Biegung des Flusses” ...
... und
löschte damit, gewollt oder ungewollt
den Bezug zu dem Massaker aus, das am
29. Dezember 1890 in der Pine Ridge
Reservation in South Dakota stattgefunden
hatte.
Soldaten des 7. US-Kavallerie-Regiments
ermordeten dort zwischen 150 und 300
wehrlose Angehörige verschiedener Siouxstämme ,
vielfach Anhänger der Geistertanzbewegung.
Die Geistertanzbewegung hatte im April 1890
in den Lakota-Reservaten begonnen.
Die Reservatsbehörden fürchteten
einen drohenden Aufstand
und reagierte mit Zwangsmassnahmen,
Sitting Bull, wurde bei seiner
provozierten Verhaftung
am 15. Dezember 1890 von
dem Indianer-Sergeant
Red Tomahawk durch
einen Kopfschuss getötet..
Viele Lakota, flohen,
Die Armee verfolgte und stellte sie.
Die Gruppe um Häuptling Spotted Elk,
auch Big Foot genannt,
sollte in die Pine Ridge Reservation
überführt und entwaffnet werden.
Dabei fiel ein Schuss, worauf
die Soldaten das Feuer
auf die Indianer, Männer,
Frauen und Kinder
eröffneten.
Die damals veröffentlichten
Bilder stellten das Massaker
als Gefecht dar.
Die 25 getöteten Kavalleristen fielen
aber zumeist Granaten der
eigenen Seite zum Opfer.
Ein kurz darauf einsetzender Blizzard
machte die Bergung der steif gefrorenen
Leichen erst nach Tagen möglich.
Zahlreiche Zeitgenossen
betrachteten das Massaker als
“Vergeltung" für die Niederlage des
7. US-Kavallerie-Regiments
am Little Bighorn 1876.
20 Armeeangehörige bekamen
für ihre Beteiligung am Massaker
die Medal of Honor, für
„auffallende Tapferkeit
und Furchtlosigkeit bei
Lebensgefahr, weit über
die Pflichterfüllung hinaus,
im Gefecht gegen einen Feind
der Vereinigten Staaten”
verliehen.
Erst Dee Brown’s Sachbuch
“Bury My Heart at Wounded Knee ”
trug entscheidend zu einer andern
Sichtweise auf das Massaker bei.
“Wounded Knee” stellt für
ihn den Schlusspunkt
des Völkermords an der indianischen
Bevölkerung dar.
Monument in der Pine Ridge Reservation.
Sonntag, 27. Dezember 2020
Frank Buck . Tierfänger
Die deutsche Ausgabe
diees Buches lag in unserer
Schulbibliothek auf ...
... und ist mir vor allem wegen der
schönen Illustrationen von
Roger Vernam in Erinnerung geblieben.
Das Buch handelte von Frank Buck,
der aussah, wie die Grosswildjäger
in den Tarzanheften.
Und genau das war er auch.
Frank Howard Buck
(17. März 1884 - 25. März 1950)
...
...war Jäger,
Tierfänger, Zoodirektor,
Zirkusartist, Autor,
Filmschauspieler, Regisseur
und Produzent in Personalunion.
Er belieferte Zoos und Zirkusunternehmen
mit Wildtieren und spann um seine
Abenteuer im Wildtierfang
dramatische Geschichten.
Seine Filme, die dem staunenden
Zuschauer zeigten, wie es in den Dschungeln
der Welt zu und herging, ...
... erreichten weltweit
grosse Popularität ...
... und sein Ruhm
überlebte ihn um etliche Jahre.
Etliche Zoos trugen oder tragen
immer noch seinen Namen.
In den 80er Jahren gab es eine
allerdings kurzlebige TV Serie,
die zumindest dem Namen
nach, Frank Bucks wilde
Abenteuer in Malaysia
schilderte.
Donnerstag, 24. Dezember 2020
Mittwoch, 23. Dezember 2020
Montag, 21. Dezember 2020
Elvis meets Nixon
„Nixon Meets Elvis“ gilt
als einer der bizarrsten
Augenblicke der
Rockgeschichte.
Im Herbst 1970 waren
Jimi Hendrix und Janis Joplin
an den Folgen ihres
Drogenmissbrauchs gestorben.
Am 21. Dezember 1970 fuhr Elvis Presley
ohne Termin vor dem Weissen Haus vor.
und bot Präsident Nixon in einem 6 seitigen
Brief, ...
... den er zuvor im Flugzeug verfasst hatte,
seine Hilfe im Kampf gegen Drogen an.
Elvis äusserte seinen Wunsch,
Fahnder der Anti-Drogenbehörde
zu werden.
Das überraschte Weisse Haus ging
auf das Angebot des Kings ein
und arrangierte schleunigst ein Treffen,
das surrealer kaum sein konnte.
Nixon personifizierte als
ultrakonservativer Präsident
so ziemlich Alles, wogegen
der Rock’n’Roll revoltierte.
Und Möchtegern - Drogenbekämpfer Elvis
war schon damals schwer Tablettensüchtig.
Die Beiden wetterten offenbar
einträchtig über
unamerikanisches Treiben, wobei auch
die Beatles ihr Fett abkriegten.
Das berühmt gewordene Foto vom Handschlag
zwischen den beiden sorgte
vielerseits für Irritation und
selbst unter hartgesottenen
Fans für Entrüstung,
Aber Elvis verliess das
Gebäude frohgemut mit der
heiss begehrten Polizeimarke
der Anti-Drogen Behörde
(Bureau Of Narcotics Dangerous Drugs)
und einem Dienstausweis.
Im gegenseitigen Einverständnis
sollte das Treffen geheim bleiben.
Erst am 27. Januar 1972 machte
„The Washington Post“
die skurille Begegnung publik.
Die Story wurde bislang zweimal verfilmt.
1997 "Elvis meets Nixon "mit Rick Peters.
und 2016 mit Michael Shannon undd Kevin Spacey.
Samstag, 19. Dezember 2020
“ Wilhelm Tell - Burgen in Flammen”
Der mit Herstellungskosten
von 3,5 Millionen
von 3,5 Millionen
gedrehte Schweizer
Monumentalfilm
Monumentalfilm
“ Wilhelm Tell - Burgen in Flammen”
(Original “Wilhelm Tell
(Bergfeuer lodern)” feierte
am 16. Dezember 1960
im Zürcher Kino
im Zürcher Kino
Es wurden weder Kosten
noch Mühen gescheut.
Gedreht wurde an
Originalschauplätzen,
Originalschauplätzen,
in Farbe und Breitwandformat.
Wir sahen damals den Film
- patriotische Pflicht, -
mit der Schule und waren enttäuscht.
Obwohl Schillers Geschichte des wackeren
Schützen Tell, der die Urschweiz von der
Tyrannei der habsburgischen Landvögte
befreite, genug Stoff für einen
packenden Film geboten hätte,
Trotz einer langen Reihe
herausragender Schauspieler
und obwohl er mit
aufsehenerregenden Actionszenen
aufwarten konnte, war er
irgendwie langatmig.
irgendwie langatmig.
bekanntesten Szenen aus der
Befreiungssage, wie den Apfelschuss,
die Fahrt über den sturmgepeitschten
Vierwaldstättersee, Gesslers
Tod in der Hohlen Gasse
Nebenfiguren wie etwa Ulrich von
Rudenz und dem Landfräulein
Berta von Bruneck wurde
zuviel Platz eingeräumt.
Der Film verlor so jedes Tempo,
Der Film war ein Kind des
Kalten Krieges und war als
“Aufruf der freien Welt an alle Tyrannen
zu jeder Zeit und an jedem Ort” gedacht.
Der Film floppte, spielte nur die Häfte der
Produktionskosten ein, gewann aber
zum allgemeinen Entsetzen ausgerechnet
am Festival von Moskau den Regiepreis.
und die Sowjets boten
500’000 Franken
für die Verwertung des Films an.
In Bern formierte sich daraufhin eine
“Aktion Pro Wilhelm Tell”,
die Geld sammelte,
um den Kauf durch den Systemfeind zu
verhindern. Vergeblich.
Auch der Aufruf des Produzenten
Josef Kaelin dass das
Parlament, sein Defizit von
1,5 Millionen Franken
übernehmen solle, scheiterte.
Bis heute schwelt ein Streit
um die Rechte an dem Film.
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