Mittwoch, 7. Juli 2021

Hot Pants

 


Nebst modischen Scheusslichkeiten
 wie Plateauschuhen,
brachten die beginnenden 
siebziger Jahre auch erfreulichere
modische Neuerungen.




So etwa die Hot Pants.




Was der Minirock für die sehziger
 Jahre war, waren die Hot Pants 
für die frühen Siebziger. 




Von den Einen als 
 Inbegriff von "Freiheit", "Mut" 
und "Happiness" gepriesen,
von Anderen als  Antwort der 
Moralisten auf den Minirock angesehen,
eroberten die engen, knapp geschnittenen
 und das Gesäss betonenden
 Shorts,  im  Sommer 1971 die Welt.







Nebst dem Angebot  der 
Modehäuser waren 
selbstgefertigte Stücke
aus alten Jeans beliebt, wie auch 
 gehäkelte und gestrickte
Modelle.







Die Hot Pants Werbung trieb Blüten,
die vom heutigen Empfinden
wohl als "sexistisch"
angesehen werden.




James Brown lieferte
den passenden Sound.
"Girl you're blowin' my mind"

Dienstag, 6. Juli 2021

Bill Ramsey verstorben

 

 
Am 2. Juli 2021 verstarb Bill Ramsey
im Alter von 90 Jahren.
Er selbst verstand sich als Jazzmusiker,
 einem grossen Publikum bleibt er aber wohl 
durch seine sensationellen Hits in Erinnerung,
mit denen er die späten 1950er und 
früher 1960er Jahre mitprägte.




Mersey Beat




Mersey Beat war eine Musikzeitschrift,
die von Bill Harry am 6. Juli1961 erstmals
herausgegeben wurde.



Sie befasste sich mit dem 
typischen Mersey Sound.

 Die Stilrichtung Mersey Beat oder
 Mersey Sound, entwickelte sich Ende der 
1950er Jahre in der englischen Hafenstadt 
Liverpool  und erlebte ihre Blüte zwischen
1958 bis 1964. 

Liverpool war die Schnittstelle
zwischen Rock'n Roll und Beat 
und wurde zur Geburtsstätte
der Beatmusik.



Grundlage waren die zahlreichen 
Tanzsäle der Stadt,
darunter der legendäre
Cavern Club.




Im Jahr 1960 existierten in Liverpool 
und Umgebung um die 350 Bands,
mit ständig wechselnder Besetzung.




Harry  wollte dieser Szene, 
die von den etablierten Medien
weitgehend ignoriert wurde,
eine Stimme geben. Er war ein 
Schulfreund von John Lennon
und Stu Sutcliffe
und kannte sich bestens in der Szene aus.


Mit dem Erfolg der Beatles 
wurde der Sound überregional bekannt 
und kommerziell erfolgreich und
Terry konnte die Auflage
 von 5000 auf 75’000 steigern 
und das Blatt wurde bald 
als “Teenage Bible” bekannt.




Wahrzeichen der Mersey BeatÄra waren die
 Plakate des Künstlers Tony Booth .



Neben 
den frühen Beatles
werden zum Mersey Sound gezählt:




Gerry & the Pacemakers,
Ihre größten Hits waren How Do You Do It, 
Don't Let The Sun Catch You Crying, 
I Like It, Ferry Cross the Mersey und das
später zur Fussballhymne avacierte 
You’ll Never Walk Alone.





The Searchers, 
 Needles and Pins, Sugar and Spice, 
Sweets for My Sweet, Love Potion No. 9 
und When You Walk in the Room. 





die Merseybeats, 
I Think of You



die Swinging Blue Jeans, 
 Hippy Hippy Shake




Rory Storm & the Hurricanes, 
Ringo Starr war Schlagzeuger der
 Gruppe, bevor er 1962 Mitglied der 
Beatles wurde, wo er Pete Best
 am Schlagzeug ablöste. 




Cilla Black, die zu einer der 
bekanntesten Popsängerinnen
 Englands wurde.





Billy Fury, eher noch der 
Rock’n Roll Aera zugehörig.



 Billy J. Kramer & the Dakotas,
„Do You Want to Know a Secret“, „Bad to Me“ u 




und die Liverbirds,
 eine der ersten  Frauenbeatbands.  

Montag, 5. Juli 2021

Samstag, 3. Juli 2021

Jim Morrison

 


Am 3. Juli 1971 wurde der Frontmann
 der  Gruppe “The Doors”
James Douglas „Jim“ Morrison
 (8. Dezember 1943  -  3. Juli 1971 ) 
in Paris tot in einer Badewanne 
aufgefunden.
Die genaue Todesumstände 
wurden nie geklärt




“The Doors” 1965 gegründet,  leiteten 
 ihren Namen von
 von Aldous Huxleys Essay 
The Doors of Perception  ab, 
und Experimentierten selbst
 mit Halluzinogenen .
Nach Auftritten im  Whisky a Go-Go 
am Sunset Strip  folgten bald erste Platten




 Break On Through (To the Other Side)
Die zweite Single Light My Fire wurde im
 Juli 1967 zum Nummer-eins-Hit, ein 
Jahr spätergehörten “The Doors” zu 
den bekanntesten US Bands.





 Es folgte ein kometenhafter Aufstieg
 und eine Reihe von Hits.
Viele davon wurden zu Klassikern.




Der anfänglich eher schüchtern-
 introvertierte Morrisson entwickelte
 sich zu einer charismatische Bühnenfigur, 




Ein  düsteres Sex-Symbol , das  sich als
 Schamane, sah, Einer, der seinem Publikum
 die Tore zu andern Welten öffnen wollte.
Er wurde immer exzentrischer.
Es folgen Skandale, Exzesse. Morrisson 
wurde wegen Entblössung in der Oeffentlichkeit 
verurteilt.




 Er entfremdete sich durch Alkoholismus 
und Drogen, Unzuverlässigkeit, verpasste
 Aufnahmetermine und Abwesenheiten 
bei Konzerten zusehends von
seinen Mitmusikern.




Im Frühjahr 1971 erschien  „L.A. Woman“,
 das letzte Studioalbum Jim Morrison 
erschien vorzeitig gealtert, gezeichnet
 von seinem exzessiven Lebensstil. 
Verkündete seinen  Ausstieg bekannt und
siedelte mit seiner Freundin 
Pamela Courson nach Paris über.
Dort fand er in der Nacht des 3. Juli unter 
ungeklärten Umständen den Tod .

Einige Tage später, am 7. Juli 1971, 
wurde Jim Morrison auf dem Pariser Friedhof 
Pere Lachaise beigesetzt. Das Grab Morrisons 
ist zu einer Pilgerstätte für Doors-Fans
 geworden.




und Janis Joplin war Jim Morrison 
der vierte Rockstar,der im Alter
von 27 verstarb. 
Die Häufung von Musikertoden im 
Lebensalter von 27 Jahren führte
 später zur Bezeichnung “Club 27.”
 Oliver Stone setzte ihm 1991  ein 
umstrittenes  filmisches Denkmal.


Freitag, 2. Juli 2021

Ernest Hemingway

 


Am frühen Morgen des 
2. Juli 1961 erschoss sich der
Pulitzer und  Literaturnobelpreisträger
Ernest  Hemingway.
(21. Juli 1899  -  2. Juli 1961)




Sein Selbstmord im Alter
von 61 Jahren rief allerseits
 Bestürzung hervor.
Hemingway, einer der 
meistgelesenen Autoren des 
20. Jahrhunderts. galt als Stimme
 der  Lost Generation.




Hemingway pflegte einen 
abenteuerlichen Lebensstil,
bei dem  Wirklichkeit und
 Fiktion verschwammen.




Er war ein Frauenheld, 
war Reporter, 
Kriegsberichterstatter, 
möglicherweise Spion. War
fasziniert vom Boxen, 
dem Stierkampf und 
inszenierte sich dazwischen 
als Hochseefischer
 und Grosswildjäger.
Er kultivierte ein 
Machoimage, das er alt,
krank und psychisch 
angeschlagen nicht mehr
 aufrecht erhalten konnte
und zerbrach daran.




Donnerstag, 1. Juli 2021

Zensur in Entenhausen?

 
In Peter Bichsels Geschichte
 „Ein Tisch ist ein Tisch“.
fragt sich ein alter Mann eines Tages:

„Warum heisst das Bett nicht Bild?“,

Aehnliche Fragen scheinen  auch die
Verantwortlichen der
"Lustiges Taschenbuch Classic Edition"
umgetrieben zu haben.
Und  aus "Fridolin Freudenfett wurde
Fridolin Fröhlich und aus
dem Satz "Passt auf euren Skalp auf"
machten Sie "Passt auf eure Füsse auf."

Noch  Band 9 der
"Lustiges Taschenbuch Classic Edition"
hob hervor:
"Die hier abgedruckten Geschichten
 sind reine originalgetreue
Nachdrucke in ihrer ursprünglichen
Übersetzung, die zum Teil nicht
 den heutigen Zeitgeist widerspiegeln."

Womit eigentlich gesagt wäre,
was es zu sagen gibt.
Aber offenbar genügte das
dem Zeitgeist nicht.
 

 


Und so verschwanden Wörter
wie "Indianer" "Zwerg"
"Bleichgesicht" Eingeborene"  
oder "Ach Gott"
und andere religiöse Bezüge.




Fielen dem gewandelten
Zeitgeist zum Opfer.




Manche  reden von "Sprachpolizei
und nennen es "Zensur".

Dazu Wikipedia:
Die Zensur dient dem Ziel, das
Geistesleben in religiöser, sittlicher
oder politischer Hinsicht zu
kontrollieren. Diese Kontrolle wird
damit begründet, man wolle oder
müsse schutzbedürftige
Gesellschaftsgruppen vor der
schädlichen Wirkung solcher Inhalte
bewahren.

Zensur in Entenhausen ist nichts Neues.
Duckipedia listet eine lange
Reihe von Aenderungen und Anpassungen
im Original wie auch der
deutschen Uebersetzung auf.


Aber  wo "Classic" draufsteht,
sollte meiner Meinung auch
 "Classic" drinstehen, ...
 

 
 

 
... wie es in der Verlagswerbung heisst:
 
 

 
 
"Die Serie LTB Classic Edition veröffentlicht alle
Geschichten des Comic-Grossmeisters mit den
Ducks in chronologischer Reihenfolge in
Original-Übersetzung von Dr. Erika Fuchs,
die einen grossen Einfluss auf die deutsche
"Comic"-Sprache hatte und mit ihren liebevollen,
versierten und poetischen Texten auch das
Lustige Taschenbuch und das Micky Maus Magazin
prägte."


Die Verantwortlichen müssten also
 zumindest den Originaltext mit
abdrucken und erläutern,
weshalb und warum  gewisse Wörter
ihrer Meinung nach problematisch sind
und welchem Zeitgeist sie huldigen.
 
 


Damit würde besorgten Eltern
Hilfestellung gewährt, wenn sie 
"problematische " Wörter,
wie "Skalp" erklären müssten



Oeffentliche Schundverbrennung
 vom 22. Mai 1965 in Brugg


Mich, der seine Micky Maus Hefte noch
durch die Hatz gutmeinender Lehrer
gegen Schmutz und Schund
der 50er  und früher 60er Jahre
retten musste, mutet das seltsam
 an und erinnert an fanatische
Kreuzzüge und Bücherverbrennungen.