Sonntag, 16. Februar 2014

Kinderzüge in die Schweiz 1946 - 1956




Ein  fast vergessenes Kapitel 
der Beziehungen Deutschlands mit der heutzutage  
so vielgeschmähten “geistig abgeschotteten” und
von “Verblödung bedrohten” 
"rosinenpickenden Geranienschweiz”.





"Das erste Land, das der hungernden deutschen Bevölkerung 
nach dem Krieg half, war die Schweiz. Seit Anfang 1946 erhielten 
mehr als zwei Millionen Kinder der britischen, französischen und 
sowjetischen Zone tägliche Speisungen.




Dazu waren Ovomaltine, 
Kakao und Schokolade heiss begehrt. Ausserdem gelangten 
zehntausende Tonnen Medikamente, Kleidung und Paketsendungen
 nach Deutschland.





Davon, aber auch von Patenschaften zugunsten 
von Flüchtlings- und Vertriebenenkindern, vor allem aber von der 
grössten Kinderhilfsaktion nach 1945, ist in diesem Buch die Rede. 
Mehr als 44.000 unterernährte und kranke deutsche Jungen und 
Mädchen reisten von 1946 bis 1956 zu einem dreimonatigen 
Erholungsaufenthalt in die Schweiz. Diese Zeit sei eine der 
prägendsten des Lebens gewesen, wird in den hier veröffentlichten
 Erinnerungen oft gesagt."





Dr. Bernd Haunfelder, 
Schweizer Hilfe für Deutschland 1917 –1933
 und 1944 – 1957, Aschendorff Verlag)

Es war kein obrigkeitlich verordnetes Hilfsprogramm
sondern für jedes dieser Kinder fand
 sich eine Schweizer Familie, die Essen, Kleidung und
Geschenke für diese Kinder
 aus dem eigenen Sack bezahlten.
Wie eine andere Aktion des Roten Kreuzes aus
jener Zeit zeigt, war die Schweizer Bevölkerung
selbst, alles andere, als auf Rosen gebettet.