Montag, 9. Dezember 2019

Willy Pogany





William Andrew Pogany 
(Vilmos András Pogány
24  August 1882 – 30 Juli 1955) 
stammte aus Ungarn und kam über 
München und Paris nach London.




Schon früh zeichnete er
sich durch hervorragende
Illustrationen
zu Märchenbüchern aus.







Während seiner Zeit in  London,
(ca 1904 - 1914) schuf er 
eine Reihe von grossformatigen
 der Buchkunst.


Goethe : Faust





Diese “Coffee Table Books”, 
vor allem die zu Werken...




...  Richard Wagners, 
machten ihn bekannt und
berühmt.






Sein immenses Werk kann
hier nur gestreift werden.
Er soll insgesamt
über hundert Bücher
illustriert haben.
1915 wanderte er in
die Vereinigten Staaten aus.
Dort schuf er Titelbilder
 und Anzeigen ...




... für Metropolitan Magazine,
 Ladies Home Journal,
 Harper’s Weekly,




 Town and Country, 
Theatre Magazine ,




Saturday Evening Post 
und American Weekly.




Daneben arbeitete er für 
die Metropolitan Opera.




1924 wurde er für das
Filmgeschäft tätig.



Seine Illustrationen
zu "Arabian Nights"
und anderen orientalischen
Erzählungen ...



... brachten ihn in Kontakt
mit Douglas Fairbanks  und zur
Stummfilmversion  von
"The Thief of Bagdad"
 Er arbeitete als
Dekorateur,...




... und war
 auch ein gefragter
Porträtmaler der 
Hollywoodprominenz.




Zudem schuf er mehrere
 Wandgemälde
für Hotels...




...  und veröffentlichte
Zeichenlehrgänge.





Samstag, 7. Dezember 2019

Freitag, 6. Dezember 2019

Altamont




Das Altamont Free Concert 
  am 6. Dezember 1969
wurde vom Management der Rolling Stones als
ein „Woodstock der Westcoast“, initiiert. 
Es wurde zum „Abgesang einer Epoche“ und
als das  „Ende der Unschuld“bezeichnet.

Obwohl offiziell zum „Katastrophengebiet“ erklärt,
 wuchs in Woodstock für Viele noch
einmal die Hoffnung dass die
 soziale Utopien der 60er Jahre
 realistische Alternativen werden könnten.
Trotz dem Krieg in Vietnam,
Studentenunruhen, Black-Power-Bewegung, 
den Manson Morden...
Woodstock blieb ein Traum.

Altamont wurde der Albtraum
 und zeigte  die hässliche Seite der Sixties.
Das Festival war wieder 
einmal nachlässig organisiert,
es kamen mehr Leute, als erwartet.
Es herrschte von Anfang an
schlechte Stimmung.
„Bad vibes“ .



Direkt vor der viel zu niedrigen
Bühne kam es zu üblen Schlägereien. 
Mick Jagger unterbrach mehrfach,
 um die Lage  zu beruhigen. 




Dann kam der afroamerikanische Zuschauer 
Meredith Hunter  bei einer 
Messerstecherei mit den als
Sicherheitskräften
eingesetzten „Hells Angels“,
 direkt vor der 
Bühne ums Leben.




  Die Rolling Stones
„spielten Under My Thumb“ 
Dumpfe Hilflosigkeit griff  um sich,

Die Stones entschieden sich, weiter zu spielen.
Aus Angst? Aus Feigheit? Um die Zuschauer nicht
noch mehr in Aufruhr zu versetzen?
Mick Jagger musste sich schwere Vorwürfe
gefallen lassen. Die Zeugenaussagen waren 
widersprüchlich. Die "Hells Angels"
machten Notwehr geltend.
Hunter soll unter Einfluss von Drogen
 eine Schusswaffe gezogen haben,
Eine Jury in San Francisco sprach den
 des Mordes angeklagten „Hells  Angel“
 Alan Passaro später frei.

Drei weitere Menschen
 verunglückten  in dem
Chaos von Altamont tödlich.

Mittwoch, 4. Dezember 2019

Wilhelm Kuhnert - König der Tiermaler




Die Ausstellung "König der Tiere. 
Wilhelm Kuhnert 
und das Bild von Afrika" in 
der Schirn Kunsthalle Frankfurt 
rückte den “Löwen Kuhnert" 
genannten  Maler ...




... Wilhelm Kuhnert
28. September 1865 -  11. Februar 1926 
 wieder in das Bewusstsein einer
breiteren Oeffentlichkeit




Zu Lebzeiten war er  vor 
allem als Illustrator berühmt,
populär und erfolgreich. 
 Einem breiten Publikum bekannt, für
das ”Tierleben der Erde”  (1901) 
von Johann Wilhelm Haacke,...




... seine Entwürfe für Stollwerck 
Sammelbilderserien für 
Sammelalben No. 6. und Nr. 11
und seine prächtigen  Bilder
 für “Brehms Tierleben”.




Im angelsächsischen Raum gilt 
er bis heute, als einer der
besten Tiermalern der Kunstgeschichte.
In seiner Heimat  Deutschland
geriet er weitgehend in Vergessenheit.





Als einer der ersten, euro­päi­schen Künst­ler 
bereiste Kuhnert zwischen 1891 und 1912
das  weit­ge­hend uner­forschte
 Deutsch-Ostafrika.




Zu einer Zeit also,
als Afrika noch als
der "Dunkle Kontinent" galt
und da und dort noch weisse
Flecken auf den Landkarten
 auf unerforschte Gebiete hinwiesen.




Es war die Zeit der Trophäen sammelnden
Grosswildjäger und auch Kuhnert soll
 begeisterter Nimrod gewesen sein.
Seine Bilder prägten
 jedenfalls die Vorstellung  
das sich sein  Zeitgenossen
von Afrika machten, weitgehend mit.








Seine Skizzen verarbeitete er später ...




... in seinem Berliner Atelier zu
grandiosen, monu­men­ta­len 
Gemälden, ...








... mit denen
 er international Erfolge
feiern konnte.
Reisen nach Ägypten
und Indien und...




... in den Norden folgten.




Wilhelm Kuhnert verstarb bei
 einem Erholungsaufenthalt
in Films, Graubünden.




Zur Zeit kann diese
aussergewöhnliche Künstler-
Persönlichkeit durch einige
 Buchveröffentlichungen
wiederentdeckt werden.





Montag, 2. Dezember 2019

Sonntag, 1. Dezember 2019

Das Sandmännchen





„Kommt ein Wölkchen angeflogen, 
schwebt herbei ganz sacht, 
und der Mond am Himmel droben 
hält derweil schon Wacht. 
Abend will es wieder werden,
 alles gehet zur Ruh, 
und die Kinder auf der Erden
 machen bald die Aeuglein zu.
 Doch zuvor von fern und nah ruft’s:
 Das Sandmännchen ist da!

Eigentlich gehört der Sandmann zu  
den Kinderschreckgestalten,
wie man sie noch in
E.T.A. Hoffmanns (1776–1822)
 Schauernovelle Der Sandmann 
dargestellt findet.


 Veit Schmitt

 Hans Christian Andersen 
(1805–1875) machte aus dem
dänischen
 Ole Lukøje („Ole Augenschliesser“)
die heute bekannte Gestalt
 des Sandmanns,
der am Abend den Kindern,  
Sand in die Augen streut
und daraus  Träume entstehen lässt.




Den Schlafsandkörner
 reibt man sich dann am
 Morgen aus den Augenwinkeln.

Am 1. Dezember 1959 startete 
das Westdeutsche Fernsehen
seine Serie “Das Sandmännchen”.

„Nun liebe Kinder, gebt fein acht,
 ich hab’ euch etwas mitgebracht.“ 

In der DDR gab es bereits 
seit neun Tagen eine fast 
gleichnamige Serie  die unser
 “Unser Sandmännchen”
hiess. Dieses bekam man aber
hierzulande nicht zu sehen.
Ich fühlte mich damals schon
zu alt, für die Sandmännchengeschichten.
Aber für etliche Kindergenerationen nach mir
gehörte das Sandmännchen 
wohl zu den ersten und
prägenden Fernseheindrücken.




Dreissig Jahre lang gab es zwei,
 beziehungsweise drei Sandmännchen – 
eines für den Osten (links) und eines
(eigentlich 2) für den Westen.(rechts)

„Auf Wiederseh’n. 
Und schlaft recht schön.“