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Montag, 20. Mai 2024

William Gibson - Neuromancer

 

 „Neuromancer“ von
William Ford Gibson 
(17. März 1948 ) erschien 1984.
Das Buch begründete das 
Subgenre des Cyberpunk.
Gibson erschuf oder popularisierte  
Begriffe wie
"Matrix" und „Cyberspace“ und liess
ausgeflippte Hacker gegen künstliche
Intelligenzen kämpfen.
 
 

 
 Der Roman erhielt den 
Philip K. Dick Award,
den Nebula Award und 
den Hugo Award.
Vieles von dem, was Gibson damals
erfand, ist heute so 
selbstverständlich,
dass der Hype um den 
Roman nur verständlich ist,
wenn man einen Blick in die
damalige Zeit wirft.
 
 

1982 war der Computer gerade
zur machine-of-year-1982 erklärt worden
und das Internet steckte noch 
in den Kinderschuhen.



Donnerstag, 7. Dezember 2023

Frank Herbert - Dune - Analog

 

Von Dezember 1963 bis Februar 1964
veröffentlichte die SF Zeitschrift
"Analog" 72/Volume 4,
die dreiteilige Serie "Dune World"
 von Frank Herbert.- ein Meilenstein der SF.
Der Roman gewann den "Hugo"
 und den "Nebula" Award
und wurde vom Geheimtipp zum Weltbestseller.
Die Dune-Saga rankt sich um den Konflikt
zweier Fürstenhäuser, Atreides und Harkonnen,
um die Herrschaft über den Wüstenplaneten Arrakis,
Arrakis ist der Herkunftsort des magischen "Spice",
eine bewusstseinsverändernde Droge, die  für
die Weltraumnavigation notwendig ist.
Nur die Droge ermöglicht es, die
überlichtschnellen Schiffe hellsichtig
 sicher durch den Hyperraum steuern.
Inspirationsquelle waren Herberts  
Interesse an Wanderdünen und seine
Erfahrungen mit Psilocybin.



Oekologie und  Drogenerfahrungen,
mystische Kriegerorden
und gigantische Sandwürmer, messianische
Heilsvorstellungen und politische
Ränkespiele, ökologische Ausbeutung,
Verrat und Machtgier.feudaler
Gesellschaftsstrukturen  fanden zu  
einer gelungenen Symbiose zwischen
SF und Fantasy.zusammen.
Von besonderer Bedeutung für die
SF wurde die Zusammenarbeit
so wichtiger Künstler wie Moebius,
H.R.Giger und Chris Foss für den
nie realisierten "Dune"Film von
Alejandro Jodorowsky.

Freitag, 27. Oktober 2023

Astounding Tales Oct.53 - Frank Kelly Freas

 


Die Oktoberausgabe von
"Astounding Tales"
zierte eine Ikone
der SF Cover Art





Die Rockgruppe
Queen benutzte das Bild 1977
als Hommage für ihr Album
"News of the world"
 
Frank Kelly Freas war einer
der bekanntesten SF
Illustratoren seiner Zeit und gewann
den Hugo Award in den Jahren
 1955, 1956, 1958, 1959,
 1970, 1972, 1973, 1974,
 1975 und 1976.

Ausserdem schuf er eine lange
Reihe von MAD Titelbildern.

 

Dienstag, 17. Dezember 2019

Willy Ley - Prophet des Weltraumzeitalters




Das Galaxy Magazine, 
Dezember 1959 
weist nebem der weihnächtlichen
Coverillustration 
von Ed Emshwiller [Emsh] 
auf einen Beitrag von Willy Ley hin.




Der deutschstämmige Willy Ley
 ( 2. Oktober 1906  - 24. Juni 1969 ) 
 war Wissenschaftspublizist und
 Raketenkonstrukteur. 



1926 veröffentlichte er
seinen ersten Roman
"Fahrt ins Weltall".


1928 folgte
die Anthologie
Die Möglichkeit der Weltraumfahrt:
Allgemeinverständliche Beiträge
 zum Raumschiffahrtsproblem.


1929 fungierte Ley neben 
Hermann Oberth und Rudolf Nebel
 als technischer
 Berater für den Fritz Lang Film 
“Frau im Mond”. 





Schon 1930 nahm  Kontakt mit der 


Science-Fiction-Szene  in den USA auf.
Er schrieb in amerikanischen 
Zeitschriften über 
die deutschen Raketenbauer, gleichzeitig 
 versuchte er, die Science-Fiction der USA
in Deutschland bekannt zu machen.. 
Das Reichsministerium für 
Volksaufklärung und Propaganda 
verbot 1934 jegliche  Berichterstattung 
 über „Raketentechnik.




 Ley wanderte  in der Folge 1935  
in die USA aus und
wurde dort wissenschaftlicher
 Redakteur und
 Ingenieur am Washington Institute
 of Technology. 




Er wurde zum unermüdlichen
Propheten
des Weltraumzeitalters.




Hier zusammen mit
Professor
Heinz Haber der die
damals populäre Serie
"Unser Freund das Atom"
in "Micky Maus" schrieb.





1955 trat er zusammen
 mit Werner von Braun
 in dem Walt-Disney-TV-Special ...




... “Man in Space”  auf. Ab 1958 an 
arbeitete er für die NASA  und fungierte
 als technischer Berater bei der 
SF Serie  “Tom Corbett, Space Cadet”.




Daneben wurde er einer der bekanntesten 
Wissenschaftspublizisten in 
Science-Fiction-Magazinen.
und erhielt  zweimal den Hugo Award.




Unter dem Pseudonym Robert Willey
 verfasste er zudem auch selbst SF Romane.




Ley wurde durch einen
 Artikel,  den er 1947 in dem
 amerikanischen Science-Fiction-Magazin 
Astounding Science Fiction 
veröffentlichte, wohl ungewollt, zu einem
 der Initiatoren der Verschwörungstheorien
 um die “Vrilkraft”.




Mit dem Comic
"Captain Gravity and the
Powers of Vril" hielt Willy Ley
auch Einzug in die Welt des Comics.


Dienstag, 9. August 2016

John Brunner - Telepathist -Beherrscher der Träume





Der britische SF Schriftsteller
John Kilian Houston Brunner
 ( 24. September 1934 - 25. August 1995 )
verfasste neben einer langen 
Reihe von Dutzendware einige
ganz grosse SF Romane.




 Sein 1968 erschienener Roman 
“Morgenwelt” (Stand on Zanzibar) 
wurde 1969 mit dem "Hugo Award "
als bester Science-Fiction-Roman 
ausgezeichnet und gilt 
als Klassiker, ebenso wie 




“Schafe blicken auf” 
(The Sheep Look Up, 1972). 




Durch seinen Roman
 „Der Schockwellenreiter“, 
(The Shockwave Rider; 1975) 
gilt er als der Schöpfer des
 Konzeptes des Computerwurms.


 Brunner wird häufig den 
Cyberpunk-Autoren zugerechnet,
 obwohl der Grossteil seines 
Werkes lange  vor der Phase 
des Cyberpunk erschien.





“Telepathist”(UK) oder ...





... “The Whole Man”(USA) 
entstand aus 
einzelnen Storys, die  
der  Brunner von 
1958 bis 1959 im Magazin
 „Science Fantasy“ 
veröffentlichte und  
markiert den Wendepunkt,...


...


... an dem er sich von 
den konventionellen
Space Operas verabschiedete ...




...und sich dem “Inner Space”
zuwandte.
Der Roman wurde 1965 für 
den "Hugo Award" nominiert.





In deutscher Sprache erschien der Roman
 unter dem Titel "Beherrscher der Träume", 
erstmals 1966 bei Goldmann.
 Übersetzt von Toni Westermayr. 
1978 veröffentlichte Heyne den Roman,
neu übersetzt  von René Mahlow ,
 unter dem Titel "Der ganze Mensch" 
noch einmal.




Nun, man merkt dem 
Buch beim Wiederlesen
das halbe Jahrhundert an, das es 
mittlerweile auf dem Buckel hat.

1966 hat es mich 
allerdings schier umgehauen
und auch heute noch sind
 gewisse Passagen mehr als lesenswert.
Dabei darf nicht vergessen werden,
dass Konzepte wie der "lucid dream"
noch nicht, bzw. kaum mehr
bekannt waren.

Der schwer kranke
Gerald Howson wird von
einer Spezialtruppe der WHO
rekrutiert und ausgebildet, um als 
Psychotherapeut in
einer Telepathentruppe
 der UNO eingesetzt zu werden,
deren Aufgabe es ist,
 als Vermittler in
Krisengebieten zu arbeiten.
 Howson wird zum, Supertelepath
und einer Art “Supervisor” 
für andere Telepathen.
.

Dann wird der berühmte Telepath 
Chung in die Klinik eingeliefert. 
der sich in eine Art selbsterschaffener 
“Traumwelt” verloren hat.
Howsons Aufgabe ist es, sich
mit einer Art “Avatar
in diese virtuelle “Wahnwelt”
einzuschleusen und Chang zurück in 
unsere Wirklichkeit zu holen.
 Es beginnt ein unsichtbarer Kampf zweier
Meister  ihres Fachs,
in einer Welt  jenseits
 dieser Wirklichkeit.



Terra Pabel 1976


Bastei 1986

 Ein Jahr später erschien
auch "Herr der Träume"
(The Dream Master) von
Roger Zelazny, das eine
ähnliche Thematik
behandelt.
Allerdings wurde dieser Roman
erst Mitte der 1970er Jahre
auf deutsch veröffentlicht
und hatte für mich nicht mehr
dieselbe prägende
Wirkung,
wie Brunnens Roman.




In der "wirklichen Welt"
fanden Anfang
der 1970er Jahre innerhalb des
"Stargate Projects"
ähnliche Experimente statt.
1970 startete das Stanford Research Institute
 (SRI) in Menlo Park (Bundesstaat Kalifornien),
unterstützt  von der amerikanischen
 Armee, dier Marine, der NASA und der CIA ,
 Versuche mit einem Team  begabter Medie,
darunter...


 Ingo Swann
(14.Sept. 1933 - 31.Januar 2013 )

Das Remote-Viewing-Projekt sollte
eine „Psi-Lücke“ (Psychic gap) gegenüber
 der Sowjetunion schliessen.




“Remote-Viewing”
umfasste Experimente,
in denen Teilnehmer
versuchten, entfernte
"Ziele" (targets)
wahrzunehmen und
 zu beschreiben.


Dienstag, 23. September 2014

Robert A. Heinlein - Glory Road - Strasse des Ruhms


Robert A.Heinleins Roman "Glory Road" beginnt mit folgendem Satz:

»Ich kenne einen Ort, wo es keine Industrieabgase
und kein Parkplatzproblem und keine
Bevölkerungsexplosion gibt ... keinen Krieg und
keine Wasserstoffbomben und kein Werbefernsehen .
.. keine Gipfelkonferenzen, keine Steuern und
keine allgemeine Wehrpflicht.«

Das Buch ist um 1963 erschienen und wurde 1970
erstmals auf deutschübersetzt.
Kein SF Roman, aber auch keine eigentliche
 Fantasygeschichte, vielleicht Sword and Sorcery?, mit einem
Schuss "sense of wonder" à la Edgar Rice Burroughs,
einer Prise Märchenland einem tüchtigen Schuss
"Oz Factor" und erinnert von Ferne
an Zelazny's "Corwin von Amber"
Nur war dieser damals noch gar nicht geschrieben.
- Also, irgendwie  kein typischer Heinlein - Roman ...







Der Kriegsveteran E.C. Gordons
 erholt sich in Frankreich auf L'Isle de Levant, ...




... damals ein berühmt -
berüchtigtes Nudistenzentrum, 
als er auf eine atemberaubende
Frau trifft.
Nudistenkolonien übten in
den früher 60er Jahren  auf so
manchen Helden der Trivialliteratur
eine magische Anziehung aus.



Von Shell Scott bis zu Inspecteur Clouseau
erlebten sie allesamt
haarsträubende Abenteuer vor dem Hintergrund
der Freikörperkultur.
Heinlein selbst soll mehrere Jahre Mitglied
einer Nudistenvereinigung gewesen sein.

Heinlein galt zu seiner Zeit als „fortschrittlich“
was Sexualität und "Freie Liebe" betraf und sein
 Roman „Stranger in a strange Land“
hatte grossen Einfluss auf die
damalige „Counter Culture“
und soll die Bewegung der
„Poliamorie“ mitbegründet haben.




Lady Morning Glory, die den Begriff
„polyamory“ mitprägte , und Oberon Zell,
Gründer der „Church of
All Worlds“,  die auf Heinleins
 Roman basiert.

Heute, in Zeiten der neuen Prüderie
der "Political Correctness"
 wird Heinlein eher als übler
"Sexist" angesehen, …

So ändern sich die Zeiten.





Der Erstabdruck von Glory Road
 erfolgte in "Fantasy
and Science Fiction" Nr.146
Juli 1963 Cover Ed Emshwiller
bis September 1963





Als E.C. Gordon sich auf das oben im
Klappentext zitierte Inserat
meldet, trifft er die Frau wieder.
Sie  entpuppt sich als Ausserirdische, Herrscherin
über etliche Universen und 
Gordon soll ihr helfen,
das" Ei des Phönix" zu finden.
Beim Aufbruch fällt Gordon in
Ohnmacht und findet sich
auf einem fremden Planeten wieder.






So weit, so gut.
Es folgt ein Roman voller
überraschender,  phantastischer Einfälle,
der sich bis zur  Mitte steigert dann
langsam abzufallen beginnt und
gegen Schluss fast abgewürgt
erscheint, so, als hätten Heinlein
nur eine bestimmte
Menge Zeilen zur Verfügung
 gestanden, die es einzuhalten galt.

Möglicherweise war eine Fortsetzung geplant, 
denn Gordon macht sich am Schluss
mit der Frage "Haben sie Drachen zu töten ?"
auf den Weg zu neuen Abenteuern.
Wenn der Roman auch seine Schwächen hat,
so hat er auch seine Stärken.
Mir hat das (wieder) lesen jedenfalls mehrheitlich
Spass gemacht.





Das Buch wurde für den
Hugo Award 1964 vorgeschlagen ,
unterlag dann aber "Way Station"
 von Clifford D. Simak.







Mittwoch, 9. Januar 2013

HUGO Award 2



Leo und Diane Dillon  gewannen
 den HUGO 1971
mit ihren ornamental verspielten, 
psychedelisch
angehauchten Bildern.






Rick Sternbach  war in den Jahren 1977, 1978
HUGO Preisträger





 Die meisten HUGO's gewann
Michael Whelan 1980, 1981, 1982, 1983, 
1984, 1985, 1986,
 1988, 1989, 1991, 1992, 2000, and 2002.




Jim Burns war 1987, 1995 und 2005
Preisträger.




Don Maitz 1990 1993




Bob Eggleton 1994, 1996, 1997, 1998, 
1999, 2001, 2003, and 2004.





Donato Giancola 2006. 2007 2009






Stephan Martiniere 2008






Shaun Tan 2010 2011




John Picacio 2012