Montag, 8. August 2011

9. National Jazz & Bluesfestival 1969




Es war etwa eine Woche vor dem legendären Woodstock Festival, das
am 15. bis 17. August 1969 stattfand...






Das 9. National Jazz & Bluesfestival. Nachdem es erst in
West Drayton stattfinden sollte, wurde es dann kurzfristig nach Plumpton verlegt.





In beiden Fällen war ein längeres Studium englischer Landkarten nötig, um
herauszufinden, wo das wohl sein könnte...
Ich wusste ja nicht einmal genau, wo East Sussex lag.





Irgenwann landete ich auf einer Wiese oder einem abgemähten Kornfeld,
eingenebelt von Haschischschwaden unter
wohl mehr als hunderttausend anderen Fans.
Ein Blick auf das Programmheft zeigt, dass die Crème de la Crème
der Rockmusik anwesend war...





Auch wenn viele Bands damals noch vor ihrem ganz grossen Durchbruch standen...





Pink Floyd hatten Mühe mit ihrer Anlage und brachen ihren Auftritt relativ rasch ab.





Die Who stellten ihre Rockoper Tommy vor...





The Nice.
Keith Emerson wurde seinem Ruf als Derwisch an der Orgel gerecht,
die er mit Messern attackierte...





Chicken Shack muss ich verpasst haben, entweder weil gleichzeitig auf zwei Bühnen gespielt wurde, oder weil man zwischendurch
stundenlang bei den Toiletten anstehen musste..
Ich weiss deshalb auch nicht, ob Christine Perfect noch mit dabei war, die
im August dieses Jahres zu Fleetwood Mac wechselte..






Von King Crimson hatte ich bis anhin nie gehört,
auch Bands wie Fat Matress vom ehemaligen Hendrixbassisten Noel Redding
oder Yes waren noch ganz neu.
Während einige der Gruppen danach eine steile Weltkarriere durchliefen,...





...verschwanden andere, wie etwa die Bonzo Dog Band...




...oder Spirit of John Morgan , zu Recht oder zu Unrecht, bald wieder in der Versenkung.

Zur selben Zeit, als die "Swinging Sixties" ihren Höhepunkt erreicht zu haben schienen,
ereignete sich in den USA in der Nacht vom 8. auf den 9. August 1969 der bestialische Mord durch die Charles Manson Family an Sharon Tate. Die Schattenseiten von Sex, Drugs & Rock'n Roll wurden einmal mehr und immer deutlicher sichtbar...
Was immer die sechziger Jahre an Hoffnungen aufgebaut hatten,
erwies sich als trügerisch...

Samstag, 6. August 2011

Neptun


I'd like to be under the sea
In an octopus' garden in the shade ...

The Beatles/ Octopus Garden

Ich wohne an der Neptunstrasse,

Grund genug den Meeresgott einmal zu konterfeien...

Freitag, 5. August 2011

Sea Hunt- Abenteuer unter Wasser






Da ist mir doch die ganze Zeit eine meiner
Lieblingsserien unter den Teppich gerutscht...

"Abenteuer unter Wasser" die etwa von 1959 -1964(?)
in den Vorabendprogrammen des ersten deutschen
Fernsehens gezeigt wurde. Mit dem unvergleichlichen
Mike Nelson ( Lloyd Bridges) ...


Hier soll es sich um den jungen Jeff Bridges handeln.

...dem Vater von Beau
und Jeff Bridges.
Wie der Titel andeutet, gings um Taucherabenteuer.




Mike Nelson war ein Froschmann, ein ehemaliger Kampfschwimmer
der Navy und blubberte meist unter
Wasser herum, manchmal nur
in Badehose, manchmal im Taucheranzug, mit Harpune
und Tauchermesser bewaffnet.





Er hatte es mit schurkischen Schatzsuchern,
versunkenen Schiffen, mit giftigen Muränen, Haien und
Kraken zu tun, und allerlei anderem gefährlichem Meeresgetier.
Er barg Atomsprengköpfe und kämpfte mit Anacondas.

Höhepunkte waren meist finale Zweikämpfe, bei denen Mike seinen
Gegnern den Luftschlauch durchschnitt, sodass sie
zum Aufgeben gezwungen waren.





Man lernt etwas fürs Leben, etwa das Revolverkugeln unter
Wasser nach wenigen Metern ihre Durchschlagskraft verlieren,
hörte von dem gefährlichen "Tiefenkoller"( oder Rausch)
und von den Gefahren zu raschen Auftauchens.



Meine Erinnerung mag mich täuschen, aber
Wiederbelebungsversuche wurden ausschliesslich
an weiblichen Darstellerinnen gemacht.
Sea Hunt soll mit Kosten von 40'000 Dollar pro Episode
eine der teuersten Serien jener Zeit gewesen sein. Nicht zuletzt
wegen der Unterwasseraufnahmen, die zum grossen
Teil an Originallocations gemacht worden sein sollen.
Also nix mit Swimming Pool und ein paar
Plastikalgen.In den USA gabs im Gefolge der Serie einen
ganzen Freizeitsboom mit Taucherartikel.



Hier gabs etliche Jugendbücher und
die Comics die es in der Reihe "Fernsehabenteuer"
dazu im Tessloff Verlag (?) gab, waren meist
von Russ Manning gezeichnet.

Donnerstag, 4. August 2011

Mittwoch, 3. August 2011

Sitting Bull


Ich möchte, dass man sich daran erinnert,
dass ich als letzter Mann meines Stammes mein Gewehr abgab...
Sitting Bull, Häuptling der Hunkpapa-Lakota,1881.

In den 1870er Jahren rüsteten sich die letzten noch in Freiheit
lebenden Indianer der Plains mit Winchestergewehren aus.
Aufgrund ihrer Feuerkraft nannten die Indianer die Waffe "Geisterbüchse".






Knapp fünf Jahre nach dem Sieg am "Little Big Horn"

little-big-horn


zwang der

Hunger Sitting Bull, seine Familie und fast 200 andere
Sioux
in die Vereinigten Staaten zurückzugehen und sich zu
ergeben Am 19. Juli, 1881
liess Sitting Bull sein Gewehr durch
seinen jungen Sohn Krähenfuss dem befehlshabenden Offizier
von Fort Buford übergeben.




sitting_bull

Dienstag, 2. August 2011

Winchester-The gun that won the west




"The gun that won the west "





"Winchester 73" gilt als 
einziger Film, der je einer
Waffe gewidmet wurde

Im Film geht es um die wechselvolle
Geschichte eines Exemplars
der „One of One Thousand“ Serie,
einer Sonderanfertigung
 der Firma Winchester,
bei der aus tausend eingeschossenen Läufen
jeweils der am präzisesten 
schiessende ausgewählt wurde.





Anthony Mann machte
 daraus 1950 einen
klassischen Western
mit einer hochkarätigen Starbesetzung.
Allerdings wurde das erst
 in späteren Jahren klar, denn
Tony Curtis wie auch 
Rock Hudson (als Indianer)  standen
noch ganz am Anfang ihrer
 Karrieren und erlangten erst
Jahre später ihren Status als Weltstars.
Als Fiesling brillierte Dan Duryea...






Mit der historischen Genauigkeit
 punkto Waffen nahmen es die
Westernfilme lange Zeit nicht so genau...
so trägt John Wayne in
“Stagecoach”munter seine Winchester 1892 oder 94
obwohl die Apachenkriege

bereits um 1890 ihr Ende fanden.
Aber sei’s drum....

Jedenfalls wurde die Waffe mit
 dem übergrossen Repetierbügel
zu einem seiner Markenzeichen.
Weil angeblich seine Hände zu
gross für den normalen Repetierbügel 
waren,wurde diese
Uebergrösse eigens für ihn angefertigt.
So jedenfalls weiss es die Legende.






Da seine Revolverhand durch 
einen Steckschuss im Rücken
manchmal von Lähmungserscheinungen
 befallen wurde,
griff Cole Thornton (John Wayne)
 in "El Dorado" zum Karabiner...





Und auch bei seiner Attacke in "True grit"...

true-grit


...kam seine spezielle Ladetechnik 
eindrucksvoll zum Einsatz.
Und da sich all das wahrscheinlich
 als verkaufsfördernd erwies,
brachte die Firma Winchester ein
 "Commemorative Model"
für Sammler auf den Markt.






Bekannt wurde die Waffe um die
 Jahrhundertwende, während des
Klondike-Goldrauschs in Alaska,
 da sie auch bei klirrender
Kälte zuverlässig funktionierte.
Als einzige klassische Winchester 
wurde die Winchester 94 nahezu
unverändert bis 2006 gebaut. Im Februar 2006
endete die Ära der Winchester, 
die Winchesterproduktion wurde
eingestellt.





Eine ähnliche Waffe hatte der "Rifleman"...

rifleman-westlich-von-santa-fe

...wobei die Meinungen 
auseinandergehen, ob es sich um
eine Winchester 92 oder 94 handelt.
Sooo genau weiss ichs nun auch 
nicht, zumal sich die Modelle
nur leicht voneinander unterscheiden...





Eine verkürzte Variante trug 
Steve McQueen als Bounty
Hunter Josh Randall in jungen Jahren 
in der Serie "Wanted Dead or alive".
Er hatte in dieser Rolle das
 "Mare Laig" genannte Schiessgerät,
eine abgesägte Winchester mit dem
 verändertem Repetierhebel, selber kreiert.




Er trug sie wie einen Revolver
 an der Hüfte und konnte
sie einhändig abfeuern.



Sergio Leone liess Woody Strode in der berühmten
Eingangssequenz zu "Once upon a time in the west"
eine ebensolche Waffe benutzen

Wie schon erwähnt,...

henrystutzen



...hat Karl May
1902 einen "Henrystutzen" erworben,
 bei dem es sich allerdings
um ein handelsübliches 
 Winchestergewehr Model 1866, handelt,
dasein gewisser Oscar Max Fuchs für
 ihn über die Schweiz importierte.

Der Henrystutzen der Karl May
 Filme, den emsige Fans
in mühevoller Kleinarbeit nachgebaut 
haben, ist ein reines , eigens
für die Filme geschaffenes Fantasieprodukt.

Filmgewehre

Montag, 1. August 2011

1.August 2011



Nationalfeiertag!!!



«Schart euch, Schweizer, um die Fahnen,
Stolz und tapfer wie die Ahnen!
Eilt zum Heer von Berg und Tal,
Denn es ruft der General!»
(J. K. Schiele (hrsg.), Globi wird Soldat, Zürich 1940)




Mit den tapferen Ahnen sind wohl etwa Wilhelm Tell gemeint,
über den ich vor einem Jahr geschrieben habe.

wilhelm-tell-und-der-rutlischwur




oder
Arnold Winkelried, der am 9. Juli anno 1386
bei der Schlacht bei Sempach mit den Worten
"Sorget für mein Weib und Kind" und "Der Freiheit eine Gasse!"
sich selbst in die Speere des habsburgischen Heeres gestürzt haben soll,
um den Eidgenossen so eine Bresche zu öffnen.





...oder Ueli Rotach, von dem es heisst, dass
seine Feinde ihn 1405 bei der Schlacht am Stoss
"an dem Gaden hand verbrent, sunst hand sy ihn nüd mögen umbringen;
yren zwölff sind ym gsin, us deren hatt er gutt Thaill erleitt"






Wie schon hie und da angedeutet, die fünfziger Jahre waren sehr patriotisch,
und angesichts der überwältigenden Zahl an sagenhaft "tapferen Ahnen"
war eine Figur wie
Alfred Rassers HD Läppli doch
irgendwie eine tröstliche Gestalt.
Die schweizerische Variante des "Braven Soldaten Schweik"
brachte die allmählich in mythische Höhen entrückte
Zeit des Aktivdienstes wieder auf den Boden der doch eher nüchternen
helvetischen Wirklichkeit...



... wo die Heroen halt eher aussahen, wie Papa Moll,
der im Januar 1953 im JUNIOR Heft
seinen ersten Auftritt hatte, und seither Generationen von Schweizer Kindern
zum lachen gebracht hat.

junior