Donnerstag, 11. Februar 2021

OAS - Organisation de l’armée secrète




Am 11. Februar 1961 begann mit
der Gründung der OAS.
Organisation de l’armée secrète 
ein neues, düsteres Kapitel
  für das damals noch
französische Algerien.




Mit allen Mitteln, auch 
mit Attentaten und 
Sprengstoffanschlägen 
 versuchte die OAS, 
die Verhandlungen  in Evian über die 
Unabhängigkeit Algeriens aufzuhalten.




„L’Algérie est française et le restera“ 


Am 21. April 1961 führte die 
OAS den Putsch von vier Generälen
in Algier an, um die Sezessionspolitik 
de Gaulles zu torpedieren. 
Der Putschversuch 
scheiterte am 26. April 1961.

Am 5. Juli 1962  erlangte Algerien 
seine Unabhängigkeit von Frankreich.
Der unselige Konflikt blieb aber weiterhin
bestehen.
Am selben Tag kam es in Oran  
zu einem Massaker
 an europäisch stämmigen  Pieds-noirs. 
Keiner der Täter wurde je bestraft.




Mit der Drohung „La valise ou le cercueil“ 
wurden  die im Land
 verbliebener Pieds-noirs, vor allem aber die 
Harkis, ( Frankreichtreue, 
muslimischer Algerier)  mit ihren
 Familien.zum Verlassen des 
neuen Staates gezwungen. 
Algerien verlor dadurch 
seine Bildungselite und den 
wirtschaftlichen Mittelstand,
Ohne Schutz durch das 
französische Militär 
fielen zehntausende 
der "Harkis" Racheakten
 ihrer Landsleute zum Opfer.

Auch der Terror der OAS ging über
 dieses Datum hinaus weiter.
Die OAS startete eine blutige 
Terrorwelle, mit der 
 das verlorene "Algérie française",
 durch eine Taktik der 
"Verbrannten Erde" zerstört 
werden sollte,





Einen Höhepunkt bildete am 22. August 1962
das gescheiterte Attentat von Petit-Clamart
französischen  französischen 
Staatspräsidenten Charles de Gaulle.




Das Attentat war  1971 Vorbild für den Roman
 Roman  “ Der Schakal”  
von Frederick Forsyth, der 1971 erschien.

   Im James Bond Roman
Marc-Ange Draco  Kontakte zur OAS, 
um Blofelds Unterschlupf anzugreifen.

Der Algerienkrieg und seine Greuel 
wurden in Frankreich  jahrzehntelang 
verdrängt und tabuisiert und erst
 im 21. Jahrhundert wurde die Debatte 
und der Aufarbeitungsprozess
um die immer noch nachwirkenden 
Probleme aus jener Zeit,  offener.

Mittwoch, 10. Februar 2021

Sonntag, 7. Februar 2021

Frauenstimmrecht in der Schweiz

 



 Im Februar 1971 geriet die
 Göttliche Ordnung
auch in der Schweiz ins wanken.



 gewährten die Schweizer Männer mit der
 Volksabstimmung am 7. Februar 1971
den Frauen aktives und passives Wahl- und 
Stimmrechtbei politischen Entscheidungen.
 
Die Vorlage wurde vom (männlichen)
Stimmvolk mit 621'109 gegen
 323'882 Stimmen angenommen.

Samstag, 6. Februar 2021

Max Schreck - Hans und Fritz in Argentinien

 


 Dem Techno-Pionier 
und Konzeptkünstler
 Dieter Meier  (Yello) und 
dem Historiker Roland
 Aegerter  ist es offenbar 
zu verdanken, 
dass ein Jugendbuchklassiker
wieder neu aufgelegt wird.

 “Hans und Fritz in Argentinien”, 
aus dem  Jahr 
1937 von Max Schreck 
(1892–1960)


Wie die etwas später
 erschienen Romane 
gehörte das Buch
 damals zu den “Bestsellern” 
unter den Jugendbüchern
und erlebte im 
“ Schweizer Spiegel Verlag” 
mehrere Auflagen.

Der 14jährige Hans und 
sein zehnjähriger
 Bruder Fritz Steger aus
 Witikon dürfen ein 
Jahr Ferien bei 
ihrenVerwandten in
Argentinien machen. 
Da ich selbst Verwandte in
Uebersee habe, hatte das Buch für
mich konkrete Bezugspunkte.
Leider bekam ich 
nie ein Jahr Ferien,
um eine solche Reise 
machen zu dürfen.

 Für den heutigen Leser ist das Buch 
auch eine Zeitreise 
zurück in die Schweiz
 der ersten Hälfte
des vorigen Jahrhunderts.

Bereits die Reise über die
 alte Gotthardbahnstrecke
mit dem legendären 
Kirchlein von Wassen
ist ein Abenteuer, ebenso der erste Teller
Spaghetti im fremden Italien.



Es folgt die ebenso abenteuerliche
Schiffspassage ...




...und allerlei Abenteuer in dem
fremdartigen Land. 




Die Buben lernen 
Gauchos mit ihren Bolas
überqueren die Anden und 
suchen dabei nach 
dem verschollenen Sohn
einer alten Frau aus Zürich.

Leider habe ich keine 
näheren Angaben über 
den Verfasser Max Schreck 
(1892–1960)
finden können.






Der Illustrator  
Marcel Vidoudez (1890–1968)
war damals Schweizweit bekannt.




Weniger bekannt war, 
dass er offenbar auch
ein grösseres Oeuvre
an erotischen Illustrationen schuf.


Freitag, 5. Februar 2021

Borgward - Teil 2

 

 Der älteste Borgward.

Zu meinem gestrigen Blog
über Borgward, hat mir Hans Kintzinger
eine Reihe von Bildern geschickt,
die ich meinen Lesern nicht vorenthalten möchte.



Der grösste Borgward.




Der schönste Borgward.



Der schnellste Borgward.




Der originellste Borgward.




Der praktischste Borgward.




Der Lloyd 400




Sogar in die Luft ging Borgward.




Das Ende von Borgward.

Donnerstag, 4. Februar 2021

Borgward




 Am 4. Februar 1961
willigte  der Autohersteller
Carl Borgward  
nach 13 stündigen Verhandlungen 
mit dem Senat ein,  seine Firma
( Hansa, Lloyd, Goliath und  Borgward)
 dem Land Bremen zu überschreiben, 
um damit die Insolvenz zu vermeiden.
Damit begann der .endgültige
Untergang  der bekannten 
und beliebten Automarke






Montag, 1. Februar 2021

Misfits – Nicht gesellschaftsfähig




"Misfits – Nicht gesellschaftsfähig ”
von John Huston, 
 entstand nach einem Drehbuch 
von Arthur Miller.
Miller war zu der Zeit mit 
der Hauptdarstellerin,
Marylin Monroe, verheiratet. 
Die Ehe ging während der 
Dreharbeiten in die Brüche.




Ausserdem war es war der letzte
Film von Clark Gable, 
( 1. Februar 1901  -  16. November 1960 ) 
 dem einstigen König
 von Hollywood.
 ( Vom Winde verweht, 
Meuterei auf der Bounty),
 der im November nach 
zwei Herzinfarkten  verstarb.
Es sollte auch der letzte, fertiggestellte
Film für die Monroe sein,
vor ihrem mysteriösen Tod 1962.




Eine zusammengewürfelte 
Truppe von Verlierern, 
ein alternder Cowboy, Clark Gable
eine geschiedene 
Nachtklubtänzerin, Marilyn Monroe
ein ehemaliger Bomberpilot, Eli Wallach
und ein abgetakelter Rodeoreiter,
Montgomery Clift beschliesst,
Wildpferde einzufangen, um sie zu 
verkaufen. 



Als die Monroe erfährt, 
 dass die Tiere zu Hundefutter 
verarbeitet werden sollen,
kommt es zur Konfrontation 
zwischen den drei Männern, 
die alle um ihre Gunst buhlen.




Die Dreharbeiten  waren chaotisch,  
Marylin  Monroe und Montgomery Clift
sorgten mit  mentalen Probleme
 und depressivenVerstimmungen 
für Verzögerungen und dauernden
 Drehbuchänderungen.
Regisseur Huston und 
die Hauptdarsteller 
waren allesamt Alkoholiker
Marilyn Monroe war bereits 
schwer tablettenabhängig und liess
sich während der Dreharbeiten
in eine Nervenheilanstalt einliefern. 




All diese Wirrnisse verschafften
 dem Film einige Publizität.
und verhalfen ihm zum Klassikerstatus, 
der im Gewand eines Neowestern
das Scheitern persönlicher Lebensentwürfe
 und des grossen, 
amerikanischen Traums thematisieren soll.