Freitag, 13. August 2021

Mauerbau in Berlin - 13. August 1961




Knapp zwei Monate bevor Berlin
geteilt wurde, dementierte 
Walter Ulbricht
jegliche Absicht eine
Mauer zu errichten.

Der August 1961 wurde 
überschattet.




Zwischen 1949-61 verliessen etwa 
2,7 Mio. Menschen die DDR..
Wegen dieserer Abwanderung, im 
Sprachgebrauch der DDR 
Republikflucht genannt,
gingen der DDR gut ausgebildete
 Fachkräfte verloren, es drohte
 das so genannte "Ausbluten".

Ulbricht konnte die Sowjetunion 
von der Notwendigkeit
eines Mauerbaus überzeugen.
Mit dem  "antifaschistischen Schutzwall" 
wollte die SED-Führung  
die Massenflucht 
aus der DDR über 
West-Berlin beenden.

Am Sonntag, den 13. August 1961, 
riegelten  DDR Grenzpolizisten, 
Volkspolizisten,
 und Soldaten der Nationalen Volksarmee 
die Sektorengrenze nach West-Berlin ab. 




 In den folgenden Tagen begannen 
schwer bewachte Bautrupps unter
 eine zwei Meter hohe Mauer zu errichten, 
die Berlin  bis zm 9. November 1989,
in zwei Hälften zerschnitt.




Der "Kalte Krieg" erreichte
einen neuen Höhepunkt.


Donnerstag, 12. August 2021

The Pit and the Pendulum - Roger Corman




Nach dem unerwarteten Erfolg 
der Poe Adaption 
„ Der Untergang des Hauses Usher“ 
wagte sich 




Roger Corman
 1961 an „The Pit and the Pendulum“.




Wieder schrieb Richard Matheson das 
Drehbuch und ...




übernahm die Hauptrolle.
Daraus entstand dann,
ergänzt durch die Filme ...




... „Premature Burial“,
 „The Raven”, 




“The Mask of the Red Death” 
und “Ligeia” –
wie bei  Hammer Films 
ein eigener Horror-Kosmos,
der Filmgeschichte schrieb.


Dienstag, 10. August 2021

Samstag, 7. August 2021

Plan Wahlen - Die Anbauschlacht



 
Was sich heute “Urban Gardening” 
nennt, hiess  vor 80 Jahren 
“Anbauschlacht”und war keine 
modische Attitude verwöhnter
Hipster, sondern zwingende 
Notwendigkeit.




Die  Anbauschlacht setzte 
mit dem Plan Wahlen ,
ein und wurde zum Symbol 
für die Volksgemeinschaft, 
den Widerstandswillen und die 
Selbstbehauptung der Schweiz 




Der Plan Wahlen, genannt
 nach dem späteren Bundesrat  
Friedrich TraugottWahlen
10.4.1899  - 7.11.1985 
hatte eine möglichst weitgehende
 Selbstversorgung der Schweiz 
während der Zeit des Zweiten 
Weltkriegs zum Ziel.
 




In den Städten wurden 
Parkanlagen und Sportplätze
 zu Aeckern umfunktioniert,
Wald wurde gerodet.
Aus Brachland wurden Kleingärten. 
Haushalte die über Boden verfügten, 
versuchten die Familie möglichst 
selbst zu versorgen. 
Wer kein Land besass, dem wurde 
Pflanzgrund zugewiesen.






  Insgesamt wurde
die Anbaufläche von 183'000 ha bis 
1945 auf 352'000 ha ausgeweitet.
Das Ziel wurde trotz aller Anstrengungen nur 
teilweise erreicht.




Die Getreideproduktion verdoppelte 
sich, die Kartoffelernte wurde verdreifacht 
und die Gemüseernte vervierfacht. 
Die Schweiz war das  einzige Land
 in Europa, das  Kartoffeln, Gemüse
 und Obst nie rationieren musste..
Schmalhans war zwar 
oft Küchenmeister,
aber es gab keine Hungersnot.




Das rationierte Brot durfte erst nach 
einem oder zwei Tagen verkauft
werden.
Und auch wenn es steinhart 
war, galt immer noch:
“Man wirft kein altes Brot weg"
Fotzelschnitten und  Vogelheu 
waren zwei  beliebte Gerichte 
zur Resteverwertun




Was heute als "Recycling" 
daherkommt,
war überlebensnotwendig.




Meist wurde noch mit 
Energiesparen war
Gebot der Stunde.

Die Entbehrungen jener
Jahre wirkten noch lange nach.
Für meine beiden Grossmütter
war der Notvorrat bis an ihr
Lebensende sakrosankt.


Donnerstag, 5. August 2021

Die Pettigrew Sisters

 


Lily und Hetty Pettigrew 
( Edward Linley Sambourne)


Lillian”Lily” (1870 - 1920),
 Rose Amy (1872 - 1905) 
und Harriet Selina “  Hetty”, 
(1867 - 1953) Pettigrew
gehörten wegen ihrer Haarpracht und 
ihrer exotisch anmutenden
Schönheit zu den beliebtesten Modellen 
der Londoner Künstlerwelt des 
ausgehenden 19. Jahrhunderts.



Eine Idylle von 1745 von John Evetett Millais (1884)


Nach dem Tod des Vaters zog 
die Familie 1884 nach London
wo die drei Schwestern
bald zu beliebten Modellen wurden.
 Man nimmt an, dass sie für 
eine Reihe bekannter englischer
Maler wie John William Godward, 
James McNeill Whistler, 
William Holman Hunt, 
John Everett Millais,
 Valentine Prinsep, 
Theodore Roussel 
 Frederic, Lord Leighton,
 Edward Poynter, 
 John Singer Sargent. 
 und andere Künstler 
arbeiteten
Es bleibt umstritten, 
auf welchen Werken  
 Hetty, Lily oder Rose
überall  zu finden  sind.


Hetty war siebzehn als sie nach London zogen.
 Sie lernte den französischen Maler Théodore 
Roussel kennen,  und wurde 
sein Modell und seine Geliebte.




In “The Reading Girl” (1886-87) zeigte
 Roussel sie in (damals) schockierend 
realistischer Nacktheit .
Sie hatten eine Tochter, aber Roussel
 heiratete sie nicht
Hetty wandte sich der  Bildhauerei zu 
 als ihre Modelkarriere nach 1906 verblasste,
 und verstarb 1953 im Alter von 86 Jahren.




Hetty und vor allem ihre 
Schwester Lily posierten 
ab 1887 für John William Godward 
Godwards Bilder wurden in der Folge immer
 gewagter und zeigen vor allem Lily  zwischen 
1890 und 1901 in einer langen Reihe
 von Gemälden.




Lily’s Spur verliert sich nach 1911.






Rose Amy,  die jüngste der drei Schwestern 
posierte ebenfalls, scheint
 aber der Modellkarriere
distanzierter gegenübergestanden 
zu haben.
 Sie arbeite für James McNeill Whistler
 und Philip Wilson Steer
heiratete dann den Komponisten
 und Musiker Harry Waldo Warner 
und stellte ihre Tätigkeit als Modell ein.




 Ihre Memoiren wurden 1947
 kurz nach ihrem Tod veröffentlicht.

Dienstag, 3. August 2021

Sonntag, 1. August 2021

1991 - 700 Jahre Schweiz



 
Am 1. August 1991 feierte 
die Schweiz ihren 700. Geburtstag.




1991 war nicht unbedingt das 
Jahr um in Festlaune zu kommen.



Die Fichenaffäre hatte das Land 
kurz zuvor erschüttert.
Die hohe Zustimmung zu  der Initiative 
”Für eine Schweiz ohne Armee”
hatte an  einer bislang als 
unantastbar geltenden,
“ heiligen Kuh” gerüttelt.
Die “Diamantfeier” für die Teilnehmer 
der Aktivdienstzeit 39/45
war heftig umstritten.




Der Frauenstreiktag vom 14. Juni 1991
rüttelte am Selbstverständnis.
Die bevorstehende Abstimmung über einen
 Beitritt zur EU spaltete das Land.

Der Plan, anlässlich des 700-Jahr-Jubiläums der 
Eidgenossenschaft eine Landesausstellung 
in der Innerschweiz durchzuführen scheiterte.





Dort, in der Innerschweiz,
  schworen unsere Altvorderen  
1291 auf der Rütliwiese 
eben jenen Rütlischwur,
 mit dem sie die Eidgenossenschaft
begründeten.

“Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern,
In keiner Not uns trennen und Gefahr.
Wir wollen frei sein, wie die Väter waren,
 eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
 und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.”
So wenigstens fasste Friedrich Schiller  das 
mythische Ereignis in seinem “Wilhelm Tell”,  in Worte.

Das Datum  war und ist  nicht unumstritten.
Der Rütlischwur wurde bis ins 
19. Jahrhundert irrtümlich auf den 
8. November 1307 datiert .




Seit der Wiederentdeckung des Bundesbriefs 
gilt der 1. August 1291 als 
 Gründungstag der Schweiz. 
Hundert Jahre zuvor
 feierte man den  1. August 
erstmals als Nationalfeiertag.
Arbeitsfrei wurde er aber erst 1994. 
Andere hätten lieber 
den Gründungstag des
modernen Bundesstaates,  
den  12. September 1848 
gesehen.
Aber, wie der Schriftsteller 
Peter Bichsel etwas bedauernd  
feststellt, machte  "das Kraftprotzentum 
unserer Vorfahren" mit ihren 
Schlachten  weit mehr Eindruck, als die 
politischen Leistungen der 
eigentlichen Staatsgründung.




Seit der 700 jährigen Geburtstagsfeier 
sind 30 Jahre vergangen
und die etwas erschöpft am
Rheinknie sinnierende
Helvetia von Bettina Eichin,
scheint mir immer mehr
den Zustand unseres 
Landes abzubilden.