Dienstag, 15. September 2020
Montag, 14. September 2020
Die 1000 Augen des Dr. Mabuse
1960 kehrte, angeregt durch
die grossen Erfolge der
Edgar Wallace Filme, einer der
ganz grossen Filmbösewichte
auf die Kinoleinwand zurück: Dr. Mabuse.
Mit “Die 1000 Augen des Dr. Mabuse” der
am 14. September 1960 Premiere hatte,
nahm Fritz Lang nach 27 Jahren den Faden
zu seinen besten, im Vorkriegsdeutschland
gedrehten Kriminalfilmen, wieder auf.
Es war Fritz Langs letzter Film.
Das Drehbuch basierte auf
dem Esperanto Roman
“Mr. Tott kauft 1000 Augen”
von Jean Forge.
Der Journalist Barter wird
durch eine winzige
Stahlnadel im Kopf
umgebracht .
Das erinnert an den
mysteriösen Dr. Mabuse, der
angeblich 1933 in einem
Irrenhaus starb.
Doch Mabuses Akten sind
spurlos verschwunden.
Ist der genial-verrückte Verbrecher
noch am Leben?
Die Spur führt in das von den
Nazis erbaute Hotel Luxor,
das von Dr. Mabuse durch
eingebaute Fernsehkameras
und Mikrofone kontrolliert wird.
Mabuse ist zwar tot,
doch sein teuflischer Geist lebt weiter.
Wieder ist es ein wahnsinniger Psychiater, der
nach der Weltherrschaft greift.
Der Film erreichte nicht die dämonische Intensität
seiner Vorgänger. Dafür wirkte der Hintergrund
des Wirtschaftswunderlands
der beginnenden 60er Jahre, allzu bieder und
widerstand der von Lang
angestrebten Doppelbödigkeit
dieser Idylle, hartnäckig.
Die Orwellsche Big-Brother Thematik
der Gedankenmanipulation und der
totalen Ueberwachung,
wirkt heute fast schon putzig.
Trotzdem hatte der Film eine Reihe
eindrücklicher Szenen und zumindest
beim Publikum wurde
der Film ein Erfolg.
Eine Reihe von Dr. Mabuse Fortsetzungen
folgte.
folgte.
Samstag, 12. September 2020
Timothy Leary in der Schweiz
Am 12. September 1970 floh der LSD
Prophet Timothy Leary
mithilfe der «Weathermen»,
aus dem kalifornischen
Gefängnis, wo er wegen
Besitz von drei Gramm
Marihuana eine mehrjährige
Gefängnisstrafe absitzen sollte.
Die Hippiedroge LSD, die
wurde von abenteuerlichsten
Legenden und sensationellen
Gerüchten umrankt.
Der ehemalige Harvard-Professor
galt deshalb in den USA, als
“Staatsfeind Nummer 1”.
Präsident Richard Nixon bezeichnete
ihn als “gefährlichsten
Mann in Amerika”.
Leary’s Flucht führte ihn nach Algier,
wo er den Black-Panther-Führer
Eldrige Cleaver traf.
Im Mai 1971 reiste er
legal in die Schweiz ein und
wohnte im Skiort
Villars-sur-Ollon VD .
Er wurde bald erkannt und verhaftet.
Sergius Golowin gründete daraufhin mit
die “Gruppe Aktion Asyl für Leary”, die
erreichte, dass Leary nach
einem Monat gegen Kaution freikam.
Leary war zwar
aus politischer und
behördlicher Sicht unerwünscht,
erhielt kein Asyl, wurde aber auch
nicht an die US-Behörden ausgeliefert.
Danach unternahm er
unter Führung von Golowin
eine Art “Magical Mystery Tour” zu den
magischen Orten der Schweiz,
traf Hippies, Alternative und Musiker,
wie die Gruppe Rumpelstilzchen,
Künstler wie
Franz Gertsch, H. R. Giger
und Walter Wegmüller und lernte
den LSD-Entdecker
Albert Hofmann kennen.
Zur Fasnachtszeit wurde er auch in
Basel in der Hasenburg gesehen.
D.A. Hagenbach, Verleger des
Basler Sphinx Verlags veröffentlichte
später auch die Bücher Leary's.
Im Januar 1973 verliess Timothy Leary
die Schweiz und wurde einige
Wochen später auf dem Weg nach
Indien, vom FBI verhaftet und
in die USA zurückgeschafft
wo er bis 1976 inhaftiert blieb.
Freitag, 11. September 2020
Diana Rigg verstorben
Unvergessen geblieben ist sie
als “Emma Peel” in
wo sie von 1965 bis 1967 neben
zur Fernsehlegende wurde.
Sie schaffte mit dieser
Rolle den Spagat,
sowohl als Sexsymbol
wie auch als Inbegriff der
selbständigen, emanzipierten
Frau das Publikum zu begeistern.
Sie schaffte mit dieser
Rolle den Spagat,
sowohl als Sexsymbol
wie auch als Inbegriff der
selbständigen, emanzipierten
Frau das Publikum zu begeistern.
Auch im Deutschen Fernsehen
schlug sie mit dieser Rolle
ein, wie eine Bombe.
Die Presse verlieh ihr den
Titel”„Karate-Emma“.
Die Zeitschrift Bravo widmete
ihr 1967 ab Nr. 49
einen Starschnitt.
Zweimal wurde sie 1968 und
1969 Goldene Otto Siegerin,
obwohl sie ihre Rolle eigentlich nach 52 Folgen,
wegen "künstlerischer Unterforderung" und
schlechter Bezahlung die Rolle
bereits aufgegeben hatte.
obwohl sie ihre Rolle eigentlich nach 52 Folgen,
wegen "künstlerischer Unterforderung" und
schlechter Bezahlung die Rolle
bereits aufgegeben hatte.
1969 verkörperte sie, für mich
eher enttäuschend, die Ehefrau ”Tracy”
(Contessa Teresa di Vincenzo),
von James Bond in
In der Folge wandte sie sich erfolgreich
dem Theater zu, war aber nur noch selten
im Kino oder am Bildschirm präsent.
1982 war sie in der
Agatha Christie Verfilmung
“Evil Under the Sun” zu sehen
Mit 75 erreichte sie noch einmal
ein weltweites
Publikum als Dornenkönigin
Lady Olenna Tyrell,
in der dritten Staffel
von "Game of Thrones".
Donnerstag, 10. September 2020
Don Spaulding - Dell Cover Artist
Don Spaulding (*1926”
bildete sich
an der Art Student League
in New York aus
in New York aus
und wurde dann von
Norman Rockwell eingeladen,
Norman Rockwell eingeladen,
bei ihm in Vermont weiter zu studieren.
Erste Bekanntheit erlangte er mit
Er war bis 1970 als
vielseitiger Illustrator tätig,
vielseitiger Illustrator tätig,
Er erlangte grosse Bekanntheit mit
Bildern zur US Militärgeschichte und
Dienstag, 8. September 2020
Sonntag, 6. September 2020
Fernsehen 1960 - Television
Im Rückblick erstaunt es mich,
immer wieder, wie stark mir politische
Ereignisse der 6oer Jahre
in Erinnerung geblieben sind.
Das hat nicht zuletzt mit dem Beginn
des Fernsehzeitalters zu tun.
Anfang der 1960er Jahre
hatte das Fernsehen, auch
“Television” genannt, Einzug
in so manchen Haushalt
gehalten und wurde allmählich
zum Massenmedium.
Das neue Medium veränderte
die Lebensgewohnheiten.
Auch wenn man neben dem
Schweizer Fernsehen noch das
ARD Programm empfangen
konnte, war es doch
so, dass mehr oder weniger ALLE
ein und dasselbe schwarz/weiss
Programm sahen.
Die Tagesschau löste die
Kinowochenschau ab und brachte
das Weltgeschehen in
die Wohnstuben und auch hier sahen
alle dieselbe Berichterstattung
und bekamen dasselbe
Weltbild vermittelt.
Es gab weder
Aufzeichnungsmöglichkeiten
noch Video- oder
DVD-Abspielgeräte.
ALLE sahen sich zu
derselben Zeit
dieselbe Sendung an.
Es gab nur Echtzeit.
Alles war neu und spannend, und sogar
die Werbespots erreichten Kultstatus.
Wir Kinder diskutierten in den
Pausen ein- und die selbe
Fernsehserie.
So erreichten Fernsehserien und Darsteller
eine ungeheure, heute kaum
mehr vorstellbare, Popularität,
Fernsehansagerinnen gehörten
bald fast zu Familie.
Tagsüber ereignete sich
zwar am Bildschirm gar nichts.
Es gab das Testbild, kurz
vor Programmbeginn
(Kinderstunde)
wurde eine Uhr gezeigt,
dann eben erklärte
eine Ansagerin, was es
nun bald zu sehen geben
würde und zwischen
23:00 Uhr und Mitternacht
war wieder Sendeschluss.
Trotzdem, die bewegten Bilder
brannten sich in die Erinnerung
ein, das Fernsehen
wurde zum Leitmedium jener Zeit,
prägte das kollektive Gedächtnis
und die gemeinsame Erinnerung
einer ganzen Generation .
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