Donnerstag, 27. Mai 2010

Alpträume



Zwischen der Wirklichkeit der Alltagswelt und  
dem Reich des traumlosen Schlafes. befindet sich  
eine intermediäre Zwischenebene, eine „twilight zone“,
die meist etwas voreilig als „Traumwelt“ abgetan wird.
 Hier kommen Erlebnismöglichkeiten zum tragen,
 die dem Menschen auf der Ebene der alltäglichen
„Wirklichkeit“weitgehend verschlossen sind.




Der amerikanische Physiker Fred Alan Wolf,...




... alias "Dr.Quantum" hat für diese Erlebnisebene den 
Terminus „Imaginal Realm „ eingeführt, wobei 
er sich auf Henri Corbins Begriff "mundus imaginalis" beruft.





Eine Art "paralleles Universum", in welchem 
Erfahrungen gemacht werden können, die weder 
ganz der Alltagswelt zugehörig, aber auch nicht als 
pure „Phantasie“ oder „Halluzination“ abgetan 
werden können. Der Zustand der imaginalen 
Wahrnehmung ist ein paradoxer Zustand.
 Eine Art „Wachtraum,bei dem wir uns bei klarem  
Bewusstsein im „Traumzustand“ befinden. – also 
vergleichbar mit einem „luziden Traum“ oder gewissen
 Formen des Out of Body Zustands. Offenbar haben
 „Künstler“ die Gabe, einen leichteren Zugang zu
 dieser Zwischenebene zu finden und das dort 
Gesehene zu vermitteln. So basieren 
denn auch laut Christopher Frayling...




"Alpträume, die Ursprünge des Horrors "
vier Klassiker der Horrorliteratur basieren 
 ursprünglich auf sogenannten „Alpträumen“ 
ihrer Verfasser. Frankenstein Dracula  
Dr. Jekyll & Mr. Hyde Der Hund von Baskerville





Bram Stokers Aufzeichnungen zu „Dracula“ 
beginnen am 8. 3. 1890 mit der Erinnerung an einen 
offenbar sich immer wiederholenden Alptraum :
“ Junger Mann trifft Mädchen das ihn auf den Hals küssen 
will - alter Graf geht voller Wut und teuflischer Wildheit
 dazwischen .“ Dieser Mann gehört mir- ich will ihn...“





Wer für das wollüstige Weib Patin gestanden hat, 
blieb unerforscht. Stoker hat die Szene leicht erkennbar
 als Vorlage für Jonathan Harkers stark erotisch 
eingefärbte Begegnung mit den drei weiblichen 
Vampiren in Draculas Schloss verwendet.




Auch dort springt ein älterer Graf - Dracula- 
dazwischen und beansprucht Harker für sich. 
Eine Begegnung, deren Umsetzung
 sich allgemein grosser Beliebtheit erfreut.