Sonntag, 14. April 2013

The Culpepper Cattle Co.



Ein zu Unrecht fast in Vergessenheit 
geratener Western;” The Culpepper Cattle Co” . 






1971 oder 72  unter der Regie von Dick Richards entstanden.






Ben Mockridge (Gary Grimes) wird 
vom Herdenboss Frank Culpepper  
als „Little Mary“, als Küchenjunge auf einem
 Viehtrieb eingestellt und durchlebt 
mannigfaltige Abenteuer.






Der Film soll sich an Bildern 
Frederic Remingtons  und Charles Russells
orientiert haben und
wurde häufig wegen seiner historischen 
Detailgetreue gelobt, obwohl
die Mannen um Frank Culpepper im Jahre 
1866 bereits  Coltmodelle schwingen,
die erst  Jahre später entwickelt wurden.





Ansonsten aber dürfte der Film sich wirklich darum 
bemüht haben, das Leben auf dem Viehtrieb
authentisch zu schildern und die Aufnahmen sind
eine Augenweide ohne in geschmäcklerischen 
Aesthetizismus abzugleiten.





Dem politischen Zeitgeist gehorchend, 
wollte so mancher Kritiker
in dem Film einen “"entmythologisierenden Antiwestern”
 sehen, eine Ansicht, der
ich mich nur sehr bedingt anschliessen kann.




Samstag, 13. April 2013

Cattle Trails




”Come along boys and listen to my tale,
I'll tell you of my troubles on the old Chisholm Trail.
Come a ti yi yippee, come a ti, yi, yeah."


Nach dem Bürgerkrieg herrschte an der 
Ostküste der USA Mangel an Rindfleisch 
 Andererseits gab es in Texas riesige,
 mehr oder minder herrenlose
 Rinderherden. Allerdings Tausende von Meilen von den
 Absatzmärkten entfernt und ohne jegliche
 Transportmöglichkeit.





Das war der Beginn der grossen Viehtrecks 
zu den Verladebahnhöfen im Norden,
 den als “Cow Towns” oder “Cattle Towns” 
bezeichneten Städten die nicht zuletzt zum Ruf des
“Wilden Westens” beigetragen haben.

Abilene
Baxter Springs
Brookville
Caldwell
Coffeyville
Dodge City
Ellis
Ellsworth
Great Bend
Hays City
Hunnewell
Junction City
Newton
Wichita





Der Goodnight-Loving Trail wurde 
nach den Rinderzüchtern
 Charles Goodnight und Oliver Loving benannt,
 die ihre erste gemeinsame Herde
 im Jahre 1866 entlang dieser Route getrieben haben.
Der Chisholm Trail war ein weiterer der
 berühmten Viehtriebwege durch Texas.
 Hunderttausende von Longhorns wurden in den Jahren 
1867 bis 1884 auf dem Chisholm Trail
nach Abilene getrieben, von wo aus sie 
dann weiter per Bahn zu den Schlachthäusern 
von Kansas City und Chicago transportiert wurden. 





Die Zeit der Cattle Drives, war die grosse Zeit der Cowboys
und der Film nahm sich der Thematik mehr als einmal an.




Howard Hawks epischer Film "Red River" von 1948 
mit John Wayne und Montgomery Clift dürfte immer noch
eines der bekanntesten Beispiele sein.





In den 1960er Jahren gab es gar eine ganze TV Serie
die sich um Cattle Drive drehte.
In der Hauptrolle der damals junge Clint Eastwood.



Freitag, 12. April 2013

V. E. Pyles






Virgil Evans Pyles 
 1891 - 1965








Nach seiner Dienstzeit im 1. Weltkrieg
begann er sich einen Namen als
 Coverzeichner und “ interior story ” Illustrator für
 The American Legion Monthly, Country Home und
The Saturday Evening Post zu machen.










Während der grossen  Depression
der 1930er Jahre
knickten auch die Auflagezahlen
 der grossen Magazine ein
 und er begann, für die Pulps zu arbeiten.








Nebst Innenillustrationen schuf er eine ganze Reihe
von Titelbildern für Argosy,
 Detective Fiction Weekly,
 Masked Rider Western,
Short Stories und West.






Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeite er für
“Men's adventure magazines” und malte daneben
 Landschaften und Seeansichten.

Donnerstag, 11. April 2013

Mittwoch, 10. April 2013

Battle of Brighton




Die Rockers hielten die Mods für “weedy, effeminate snobs”,
 die Mods umgekehrt fanden
 die Rockers für “ out of touch, oafish and grubby”.





Die Rivalen schaukelten sich gegenseitig hoch...




... was im Jahr 1964 zu heftigen Auseinandersetzungen
in den Seebädern Margate,
Broadstairs  und Clacton führten...




Es begann an Ostern in Clacton...




...führte am Whitsun weekend (18/19. Mai 1964
zu der sogenannten Battle of Brighton 
und im August zu der Battle of Hastings.







Die Erwachsenenwelt war allenthalben empört
und ratlos zugleich...







Der vom gleichnamigen Rockalbum 
der britischen Gruppe ‚The Who‘ 
inspirierte Film “Quadrophenia”,..






... mit Sting in einer der Hauptrollen,
handelt  von diesen Auseinandersetzungen.



Dienstag, 9. April 2013

Teds, Mods und Rockers






Die frühe Version der englischen Halbstarken 
waren die Teddy Boys, kurz Teds genannt, die 
durch  monumentale Elvis-Tollen und  
knielange Sakkos, die so genannten drapes,
 mit breitem Samtkragen auffielen, 
die zur Zeit König Edward VII Mode gewesen waren.
 Edward wurde von seinen
 Freunden “Ted” genannt,
und so hiessen die 
Teddy Boys auch “Edwardians.






Enge Hosen (drainpipe trousers) und Schuhe 
mit dicken Krepp-Sohlen (Creepers) 
vervollständigten das Outfit, manchmal 
noch durch ein Rasiermesser ergänzt, 
das zum Aufschlitzen von Kinosesseln
oder zur Bedrohung von Passanten benutzt wurde.
 Massenschlägereien im Anschluss an 
Rock-’n’-Roll-Konzerte oder -Filmen
prägten ihr Image in der Oeffentlichkeit.





Ebenso aus der “Working class” wie die Teddys, 
kamen die Rockers,...




...  die mit ihren
Café Racers, nach allen Regeln der
 Kunst individuell frisierten und umgebauten 
 Motorrädern,die Strassen unsicher machten.





Die Szene der Rocker entwickelte sich
 etwa gleichzeitig mit den  Teddy Boys.



"You had to be one or the other"


Die Mods (Modernist)
entstammten eher der “middle-class”.





 Sie bevorzugten aufgemotzte Vespas
 oder Lambrettas, trugen Parkas,
anfangs um ihre teuren Markenkleider zu schützen, 
allmählich wurde aber der Parka Teil ihrer Uniform. 
Die Mods hörten Soul, R and B, Ska, Jazz und Bands wie
The Who, The Kinks, The Small Faces. 




Die Herren Steve Marriott, Roger Daltrey,
 Rod Stewart und Ronnie Lane (1965)



Sie standen auf Mode,Kleider, Tanzen, 
Pillen (Purple Hearts, Dexys oder Bomber) 
 und Prügeleien vor allem mit den Rockers .
Bevorzugtes Ziel ihrer Rollerausflüge waren die
Seebäder, vor allem  das 
Seebad Brighton mit dem Electric Ballroom,
 einem zentralen Treffpunkt. Dort  trafen sie 
an Wochenenden auf ihre 
Erzfeinde, die Rockers und  lieferten sich
 Strassenschlachten, bei denen die 
Innenstadt teilweise verwüstet wurde.




Montag, 8. April 2013

Letraset




Der Begriff ruft dunkle Erinnerungen
an meine Lehrzeit ins Gedächtnis zurück.
Letraset hiessen  die auf einer transparenten 
Folie befindlichen Buchstaben die dann
einzeln mit einem Stift von der Folie auf
das darunterliegende Papier durchgerubbelt wurden.





Eine Heidenmühe bis endlich
ein Textlein fertig war
 und eine Technik voller Tücken.

Damals aber die einzige Möglichkeit,
mit Schriften zu arbeiten,
wenn man sie nicht setzen lassen wollte.
Letraset war bis in die 1980er Jahre 
unverzichtbar für Grafiker, Architekten 
und Layouter. 
Eine, dank des Computers,
 obsolet gewordene Technik, 
der ich  beileibe nicht nachtrauere.