Donnerstag, 31. Juli 2014

Schweizerreise






Auf den Nationalfeiertag hin,
wieder einmal eine kleine
Schweizerreise anhand von
Plakaten aus dem letzen Jahrhundert.





Diesmal nicht per Postauto, sondern
mit der Eisenbahn.





 Plakat für die Furka- Oberalpbahn




Die  herrlichen
Eisenbahnplakate...






... stammen zumeist aus der ersten Hälfte
des vorigen Jahrhunderts.






... und zeigen, nebst
idyllischen Landschaften...






... meist die Errungenschaften
kühner Ingenieurskunst...


.









... und feierten die Triumphe
der Elektrifizierung...





Daniele Buzzi 1890 - 1974

... wie hier bei der Simplonlinie...




... die 1956 das fünfzigjährige Jubiläum feiern konnte.



Adrian Holy 1898 - 1978
Hans Falk 1918 - 2002


Hans Jegerlehner


Die Plakate stammten allesamt von 
erstrangigen Künstlern ihrer Zeit...


Emil Cardinaux


... und bieten einen repräsentativen
Ueberblick über jene Blütezeit
schweizerischen Plakatschaffens.

Mittwoch, 30. Juli 2014

Adriano Celentano rocks...

  

Zu der Zeit, als die Menschen
nördlich der Alpen
den unstillbaren Drang nach der 
Sonne des Südens verspürten ...




... und  der Rock’n Roll die Welt zu
 erobern begann, hatte bald jedes Land
seinen eigenen Elvis.





Was  in
Deutschland Peter Kraus oder
Ted Herold  waren, war für Italien
Adriano Celentano  geboren am  6. Januar 1938 
und ähnlich wie Johnny Halliday in Frankreich,
wurde Celentano später zu einer 
Art “Säulenheiliger der Nation”.




Zu Anfang seiner Karriere  gab er
 allerdings den Rock’n Roller.
Er hatte den Hüftschwung drauf, wie sonst nur
der King. Insgesamt erinnert er mich aber an einen andern
Grossen... "The Wildest" Louis Prima.




Wers nicht glaubt, kann sich seinen Auftritt in 
La Dolce Vita (1960).von Federico Fellini
 ansehen-


Dienstag, 29. Juli 2014

Henri Rider Haggard

N.C. Wyeth

Er war vielleicht allzu britisch,
denn im deutschen Sprachgebiet erlangte er nie
dieselbe  Popularität wie in den angelsächsischen Ländern.
Trotzdem gehört er zu den ganz grossen 
Abenteuerschriftstellern des 19. Jahrhunderts.




Sir Henry Rider Haggard 
22. Juni 1856 - 14. Mai 1925

 Kolonialbeamter in Afrika, Rechtsanwalt, Grosswildjäger,
 "Knight Commander of the Order of the British Empire"
und eben, einer der ganz Grossen des Abenteuerromans.
Nachdem er durch die Aufnahmeprüfungen für die Armee rasselte,
kam er auf Empfehlung seines Vaters 1875 als
 Sekretär zum Gouverneur von Natal in Südafrika.
Er interessierte sich für Land und Leute,
bekam den Konflikt zwischen
Buren und Briten mit und setzte sich ...




... mit der Kultur der Zulus auseinander
was sich in der Gestalt des
Zulukriegers Umslopoogas ...



... und
 dem Roman "Nada die Lilie" niederschlug






Zu seinen bekanntesten Werken gehören
"She".
"Ayescha, - Sie der man gehorchen muss"
 die Herrin über alles Lebende und Tote.
Eine geheimnisvollen Königin,
eine grausame Göttin von ewiger
Jugend und tödlicher Schönheit.

Angeblich hat Rider Haggard die Geschichte
 in einem tranceartigen Zustand
 niedergeschrieben haben.


Der Roman hatte prominente Bewunderer ,
wie etwa C.G. Jung, Henry Miller oder auch J.R.R. Tolkien,
aber gleichzeitig auch erbitterte Kritiker
und gehört mit über 83 Millionen Exemplaren in über
44 Sprachen zu den meistverkauften Büchern aller Zeiten.
Insgesamt ein Dutzend Mal verfilmt,...







...  von Hammer  Films  mit Ursula Andress...




... und später Olinka Berova in der Hauptrolle.




Haggard verfasste daneben noch  an die 40 Bücher,
die oft im alten Aegypten spielten,...




...wilde Wikinger als Helden,
vor allem aber  Afrika als Schauplatz hatten.
Haggard würzte seine Romane oft mit okkulten
und fantastischen Zutaten.
Mehr als einmal entdecken seine Helden
Ueberbleibsel uralter Kulturen und vergessene Welten.





Wieder einmal ist es dem Heyne Verlag 
zu verdanken, dass er
Anfangs der 1980er Jahre 
Rider Haggards Werk in Taschenbuchform 
dem deutschsprachigen Publikum
zugänglich machte.





 Rider Haggards zweiter ganz grosser Erfolg
war King Solomon’s Mines 
( König Salomos Schatzkammer)
mit dem berühmten Alan Quatermain als Helden.
Angeblich entstand das Buch auf Grund einer Wette
 mit seinem Bruder, er könne ein ebenso
 spannendes Buch wie Robert Louis Stevensons 1883 
erschienene "Schatzinsel" schreiben.





Auch Alan Quatermains Abenteuer wurden mehrfach verfilmt,
so mit Stewart Granger, Richard Chamberlain
 und Patrick Swayze in der Titelrolle.




Ausserdem wurde Quatermain eine der Hauptfiguren in
Alan Moore's Comic "League of the extraordinary Gentlemen"
Kein geringerer als Sean Connery
 stellte in der Verfilmung  den berühmten Jäger dar.




Nun ja, die Welt der Queen Victoria ist nicht die Unsrige, und
man runzelt hin und wieder etwas irritiert
die Stirn, ob der damals wohl gängigen Sicht der Dinge.
Andere Zeiten, andere Sitten!
Nimmt man das in Kauf und Rider Haggards manchmal dann doch
allzu weitschweifenden Stil, bleiben immer noch spannende Geschichten,
aus einer mittlerweile auch schon längst vergangenen Welt.




Montag, 28. Juli 2014

Gold Dollar 8





 Weitere lose Szenen die Carl Lindeberg
 für das Gold Dollar Album zum 
amerikanischen Sezessionskrieg
gezeichnet hat.
Man darf nicht vergessen, dass sich das Album
an Knaben richtete und eine erste Ahnung
von amerikanischer Geschichte vermitteln sollte,
keinesfalls aber ein Geschichtswerk war.

Der Bürgerkrieg wurde keinesweg zur Befreiung der
 schwarzen Sklaven geführt, wie das oft verkürzt
und etwas schwärmerisch dargestellt wird.

Es  gab in den Nordstaaten keine Mehrheit
 für die Abschaffung der Sklaverei.
 Die Abolitionisten blieben selbst
während des Krieges in der Minderheit.
Auch Abraham Lincoln, trat vorerst nicht
für die Abschaffung der Sklaverei
 ein, sondern nur für ihre Beschränkung auf die Staaten,
 in denen sie bereits existierte.
Aber es war die Sklavenfrage, an
 denen sich die Konflikte immer
aufs Neue entzündeten.



B71 Belagerung von Port-Royal: Die Union hat die Blockade
über die Konföderierten verhängt und damit den Lebensnerv
der auf Ein- und Ausfuhr angewiesenen Südstaaten getroffen.
 Gleichzeitig werden zu Land die Hochburgen der
Sezessionisten belagert. Vor Port Royal drohen die Kanonen
der Unionstruppen (Nov. 1861).




B72 Der Norden errichtete eine wirksame Seeblockade und
 eroberte am 1. Mai 1862 die strategisch und
 wirtschaftlich bedeutende Hafenstadt New Orleans.  Die Erstürmung von
New Orleans ist einer der blutigsten Kämpfe im Bürgerkrieg.
 Erbarmungslos wird niedergemacht, wer dem
Gegner in die Hände fällt. New Orleans ist der wichtigste Hafen
der Südstaaten; wer ihn genommen hat, wird Sieger sein.
Die Soldaten der Nordarmee stürmen durch die Strassen.
Längst nicht immer waren die Unionssoldaten dabei die
edelmütigen Befreier
der Negersklaven. Manche Yankeesoldaten
 liessen es im Umgang mit "Konterbande" nicht an Gerechtigkeit
und Wohlwollen fehlen, aber typische Reaktionen waren doch eher
Gleichgültigkeit, Verachtung oder Grausamkeit. Kurz nachdem die
Unionstruppen im November 1861 Port Royal in South Carolina
eingenommen hatten, berichtete ein Gefreiter von einem so
brutalen Vorfall, dass er sich für Amerika schämte.
Acht bis zehn Leute von den 47. New Yorkern jagten ein paar
Negerinnen, die aber wegliefen; da griffen sie sich ein sieben-
bis neunjähriges Negermädchen und vergewaltigten es.
Solche übergriffe waren alles andere als Einzelfälle.





B73 Seegefecht! Die Schiffe der Südstaaten sind schwer gepanzert,
 allerdings nur bis zur Wasserlinie.



John Ericson 1803 - 1889


 Ein Schwede, John Ericson,
 kostruiert ein Kanonen boot ganz neuer Art: Den Monitor.
Diese flache, bewegliche Schiff kann mit Leichtigkeit die
 ungepanzerte Holzwand der feindlichen Kreuzer treffen.

Der „Cicil War“ gilt wegen seines totalen Charakters, und
wegen der zahlreichen eingeführten
waffentechnischen Neuerungen
als der erste moderne und nach
 industriellen Massstäben geführte  Krieg der Geschichte.



74 Friedensschluss: Nach sechs Jahre geht der Sezessionskrieg 1865
zu Ende. Die Nordstaaten haben gesiegt. Unermessliche Verluste
sind auf beiden Seiten zu beklagen.Man rechnet
mit ca. 620'000 Toten. Mancher deutscher Bauer,
 der unter der Fahne der Union kämpfte, kommt nicht wieder in
die Siedlung zurück. Der Friedensvertrag wird unterzeichnet.
Die Sklaverei ist endgültig beseitigt.



B75 Freie Männer: Festtag für die ehemaligen 
Negersklaven. Die Sklavenbefreiung hat
sie zu freien Männern gemacht. Jauchzend ziehen sie durch die
Strassen. Die neue Freiheit ist wie ein Rausch über sie gekommen.
Sie sind Gentlemen geworden. Warum soll man sich nicht
entsprechend kleiden? Stolz spazieren schwarze Gigerls durch
 die Stadt, die Zigarre im Mund und das Stöckchen unter dem Arm.





B76 Die Heimkehr der Sieger:  Der Krieg
 ist aus, die Siedler können
in die Heimat zurückkehren. Mögen
sich ihre Reihen gelichtet haben -
sie haben als Männer gekämpft, jetzt marschieren sie in
 geordnetem Zug nach Hause, müde, abgerissen, aber mit
glänzenden Augen. Jubel. Die Frauen winken, die Kinder
 versuchen mit ihren Vätern Schritt zu halten. Sträusse stecken
 auf allen Gewehrläufen.




 B77 Am Stammtisch: Der Sieg über
die Südstaaten muss gefeiert werden. In der Siedlung geht es
hoch her. Was wäre ein richtiger Bauer deutscher Bauer ohne
Bier?  Das edle Nass schäumt in den Masskrügen, die schnell
wieder leer sind. Jeder von ihnen hat hundert Kämpfe mitgemacht,
hundert Abenteuer bestanden.




 Patty Frank lässt seine Siedler in der Folge
 eine Entdeckungsreise unternehmen, wodurch er weitere
 Kenntnisse über den amerikanischen Kontinent
 in Wort und Bild anbringen kann.




B78 Auf Entdeckungsreisen:
Eines Tages macht einer der Siedler den Vorschlag, auf
Entdeckungsreisen zu gehen und die Nachbarländer etwas
näher zu untersuchen. Die Männer hängen das Schiesseisen
 über die Schulter und galoppieren davon.




B79 Bei den Nachkommen der Azteken: Fremdartige Rothäute
stehen vor ihnen. Es sind Puebloindianer. Sie sind kein kriegerisches
Volk. Sie betreiben Ackerbau. Ihre Handwerkskunst ist hochentwickelt.



B80 Pumajagd: Ein Puma, ein Silberlöwe!
 Das verfolgte Tier kann nicht
mehr entkommen. Er duckt sich zum Sprunge.
 Krach! Die Kugel hat gesessen!


Nun folgen wieder einige erläuternde Szenen aus
dem Leben der Pueblo Indianer,
der Hopi und der Navahos.




B81 Pueblo-Dorf: Knarrende Ochsenwagen
rattern vorbei. Indios in leuchtend bunten
 Gewändern, die von ihnen selbst gewebt
und gefärbt werden.





B82 Hopi-Trommler: Das grosse Schlangenfest
der Hopis steht bevor.  Zu diesem Zweck werden
 riesige Trommeln geschlagen.






B83 Am Webstuhl:  Besonders die Navaho-Indianer
sind wahre Künstler im Weben. Die Frauen stellen
 dauerhafte Gewebe her, die durch ein besonderes
Verfahren wasserdicht gemacht werden.






 B84 Beim Brotbacken:  Die Hopifrauen zerstampfen
zwischen harten Steinen die Maiskörner. Das so
gewonnene grobe Mehl wird nun zu einem Teig
 verarbeitet und in die halbkugelförmigen
Backöfen geschoben.





B85 Aufgang zur Behausung:  In einer Felswand
sind Höhlen gehauen, die durch Leitern mit dem
 Erdboden verbunden sind. Bei einem Überfall
 kann man die Leitern einfach einziehen, wodurch
die Wohnungen zu Festungen werden, die nur
 schwer einzunehmen sind.