Dienstag, 31. Dezember 2019

Star Club Hamburg




Am 31. Dezember 1969 schloss
 ein Lokal seine Pforten, das 
sozusagen die Wiege 
der Beat Musik war.







Der am 13. April 1962 von
 Manfred Weissleder
 eröffnete „Star Club 
in Hamburg, St. Pauli.
Die Musiker, die das erste ,
siebenwöchige Gastspiel 
vom 13. April 1962 bis  am 
31. Mai 1962 absolvierten, 
stammten aus England und 
nannten sich “The Beatles“.
Die Beatles waren 
keine Unbekannten mehr.
Bereits am 17. August 1960 
hatten John Lennon, 
Paul McCartney, George 
Harrison, Stuart Sutcliffe 
und der damalige  
Schlagzeuger Pete Best im 
 "Indra",
später im Kaiserkeller" und
im "Top Ten Club". gastiert.
Mit Tony Sheridan hatten sie
erste Plattenaufnahmen gemacht.
Insgesamt traten 
sie drei Mal im "Star Club"auf,
wo sie auch Klaus Voormann,
den Gestalter des Covers
für ihr Album "Revolver" 
kennen lernten.





Danach gastierte im
 „Star Club“ fast alles, was
Rang und Namen 
in der Rock'n Roll Welt hatte.

The Searchers,
 Bill Haley, 
Chuck Berry, 
Jerry Lee Lewis,
 Little Richard,
 Jimi Hendrix,
The Liverbirds 
Gene Vincent, 
Black Sabbath,
 Cream, 
Ray Charles, 
Fats Domino, 
The Remo Four, 
The Everly Brothers 
u.v.a.


Einige Tondokumente 
zeugen noch von
jener Zeit.


Montag, 30. Dezember 2019

1969




Das Titelbild dieser
LIFE Doppelnummer
am Jahresende 1969
fasste collageartig
das turbulente
Jahrzehnt
der "Sixties" zusammen.
Es war ein Jahrzehnt des
Aufbruchs, des
Umbruchs, der
Veränderungen.




Die Puzzles der
Firma
 White Mountain Puzzles
greifen die Technik
der Collage erneut  auf,
wohl die passendste Form,
um all die Ereignisse, die
dieses Jahrzehnt prägten
unter einen Hut zu bringen.




Samstag, 28. Dezember 2019

Jack Parsons - Rockets, Sex & Demons





Die  Titelseite eines fiktiven 
Comicheftes von Howard  Wallis.
Das "Marvel" bezieht sich nicht 
auf den berühmten Comicverlag
sondern auf den Vornamen des Titelhelden.




 Marvel Whiteside “John /Jack“  Parsons 
( 2. Oktober 1914;  - 17. Juni 1952) 
Im bürgerlichen Leben war Parsons 
Wissenschaftler und 
führender Raketenforscher.Seine
geheime Liebe gehörte
aber dem Okkultismus.
Eine Kombination, die
ihm einen Sonderplatz in
der Popkultur einbrachte.




Nebst einer auffälligen, aber wohl 
zufälligen Aehnlichkeit mit Dr. Strange,
geht in der Comicwelt auch das Gerücht,
dass der eine oder andere
 Comic Mad Scientist ,
von Parsons Gestalt mit 
beeinflusst gewesen sein soll.




Auch sonst gibt es
da und dort Bezüge.
zur Pop Kultur. Jack Williamsons
Bücher  sollen Parson
tief beeinflusst haben. 
Philip K. Dick soll ihm ein
Buch gewidmet haben,...




...  ebenso
Anthony Boucher
und in “The Secret History
 of Twin Peaks”
hat er seine Spuren hinterlassen.




Alan Moore / Linda Gebbles
widmeten ihm eine Kurzgeschichte in 






“Brighter than you think”






Und CBS drehte eine TV Serie über ihn.

Parsons Arbeit  war ein wichtiger Teil des
 US-amerikanischen Raketenprogramms
 der 1930er und 1940er Jahre,
Er arbeitete
 in den USA nach dem 2. Weltkrieg sehr
 eng mit den deutschen 
Raketenforschern zusammen,
die unter dem Decknamen Operation 
Paperclip noch im Sommer 1945  
in die USA gebracht wurden.

Werner von Braun, bezeichnet ihn  gar
 als Vater des US-amerikanischen 
Raumfahrtprogramms.

Ein Mondkrater wurde  
in Anerkennung seiner Verdienste 
nach ihm benannt




Daneben war Parsons 
 ( via Briefkontakt)
 ein Jünger des Okkultisten
Er war mit dem 
späteren Scientology 
Begründer Ron L. Hubbard
 befreundet bis
Hubbard, mit Parsons Geld 
und Frau verschwand.




Parsons okkulte Neigungen 
brachten ihn auch mit US -
Geheimprojekten wie dem
 „Philadelphia-Experiment“
und der UFO - Verschwörung um die 
Ereignisse in Roswell
 in Verbindung. 
Sein Tod wurde zum Thema
verschiedener
Verschwörungstheorien.





Freitag, 27. Dezember 2019

Donnerstag, 26. Dezember 2019

Ein Film aus dem Wilden Westen - Am Fuss der blauen Berge




Zu Weihnachten 1959 hatten sich
meine Grosseltern
ihren ersten Fernsehapparat
angeschafft und 
schon zwei Tage
später bekam ich die erste Folge
einer Serie zu sehen,
 die für mich, bis zum heutigen
Tag, zum besten gehört,
was das Pantoffelkino je geboten hat.

Die vom Fernehsender NBC 
produzierte  Westernserie, 
startete in den USA am 
 15. September 1959




Die deutsche Erstausstrahlung
 erfolgte ab dem 27. Dezember 1959
 im Deutschen Fernsehen,
soweit ich mich erinnere, nur  als 
“Ein Film aus dem Wilden Westen”
betitelt.
Am 19. März 1960 wurde 
eine weitere Folge
unter dem Serientitel 
 “Am Fuss der blauen Berge” 
ausgestrahlt.

Danach kamen,
 in loser Folge und
ohne festen Sendeplatz
 hin und wieder 
weitere Folgen .




Die Hauptrollen spielten 
zuerst John Smith 
als Slim Sherman,
6. März 1931 - 25. Januar 1995




*29. Juli 1933  als Jess Harper,
 22. November 1899 - 27. Dezember 1981,
der Mann, der Ian Fleming
als James Bond vorschwebte,
als Jonesy 
und Robert Crawford * 13. Mai 1944 
junior als Andy Sherman. 
Crawfords Bruder Johnny
spielte in einer andern Westernserie mit




Später wurden die 
beiden letztgenannten 
durch Spring Byington 
 17. Oktober 1886 - 7. September 1971
 als Miss Daisy Cooper...



... und Dennis Holmes 
* 3. Oktober 1950  als 
Mike Williams abgelöst.


Montag, 23. Dezember 2019

Sonntag, 22. Dezember 2019

Chuck Berry verhaftet




Am Dienstag, dem 22. Dezember1959  
 wurde Chuck Berry  wegen eines Verstosses
 gegen den sogenannten 
Mann Act  aus dem Jahre 
1910 festgenommen.
Dieses Gesetz verbietet es, “Minderjährige 
für unmoralische" Zwecke (immoral purposes.) 
von einem Bundesstaat in
 einen anderen zu bringen, ...”
Angeblich hatte er das 14 jährige Mädchen, 
das er in Juarez kennengelernt hatte,
 für seinen Nachtclub in St. Louis engagiert.
Nachdem sie dort rausgeworfen wurde,
 erzählte  Norine Escalanti  eine andere Version
und Berry wurde festgenommen und verurteilt. 
Er zog das Urteil weiter , wurde aber
wieder für schuldig befunden.
In zweiter Instanz wurde er im März 1961 
zu drei Jahren Gefängnis verurteilt.




Es war ein schwerer Knick für Berry's
Karriere, die ihren vorläufigen
 Höhepunkt erreicht hatte.
Mit  mehreren Chartsplatzierungen hatte er 
es zu  internationalen Berühmtheit geschafft.
Obwohl er vorzeitig
entlassen wurde, war es für ihn schwierig,
an seine früheren Erfolge in den USA
anzuknüpfen.






In England hielten ihm die Fans
allerdings die Treue ...



... und sein Einfluss
auf die "Beatwelle"
kann nicht hoch
 genug eingeschätzt
werden.



Freitag, 20. Dezember 2019

Donnerstag, 19. Dezember 2019

Russ Meyer - The Immoral Mr. Teas



1959  gilt auch als Geburtsjahr
des Sexploitation-Genres.




Im Dezember 1959,
präsentierte Russ Meyer
(Russell Albion Meyer 
21. 03.1922 - 18. 09. 2004) 
sein heiteres
Machwerk


“The Immoral Mr. Teas / 
Der unmoralische Mr. Teas ”.




Der erste  Film,
der weibliche
Nacktheit ohne den 
Deckmantel des 
im Kino zeigte.




Nach einer Narkose
 beim Zahnarzt ...




... entwickelt 
Mr. Teas die unglaubliche Fähigkeit
des Röntgenblicks 
( es war die Zeit
der “Röntgenbrillen” und der
X Ray Glasses”) ...




... und kann fortan
bekleidete Frauen 
nackt sehen.





Als er seinen Voyeurismus  
bei einer Psychiaterin 
zu kurieren sucht,
erscheint ihm auch diese
 hüllenlos.




Aus heutiger Sicht ein
 eher spiessiges
Episodenfilmchen.
Knapp eine Stunde lang,
ohne Dialoge, nur mit
 einem (ironisierenden)
Erzählsprecher.
Aber offenbar traf Meyer damit
einen Nerv seiner Zeit.




Der Film kostete $ 24.000 und 
spielte $ 1,5 Millionen ein.
 und legte den Grundstein 
für Meyers Karriere als
König der Nudies.



Dienstag, 17. Dezember 2019

Willy Ley - Prophet des Weltraumzeitalters




Das Galaxy Magazine, 
Dezember 1959 
weist nebem der weihnächtlichen
Coverillustration 
von Ed Emshwiller [Emsh] 
auf einen Beitrag von Willy Ley hin.




Der deutschstämmige Willy Ley
 ( 2. Oktober 1906  - 24. Juni 1969 ) 
 war Wissenschaftspublizist und
 Raketenkonstrukteur. 



1926 veröffentlichte er
seinen ersten Roman
"Fahrt ins Weltall".


1928 folgte
die Anthologie
Die Möglichkeit der Weltraumfahrt:
Allgemeinverständliche Beiträge
 zum Raumschiffahrtsproblem.


1929 fungierte Ley neben 
Hermann Oberth und Rudolf Nebel
 als technischer
 Berater für den Fritz Lang Film 
“Frau im Mond”. 





Schon 1930 nahm  Kontakt mit der 


Science-Fiction-Szene  in den USA auf.
Er schrieb in amerikanischen 
Zeitschriften über 
die deutschen Raketenbauer, gleichzeitig 
 versuchte er, die Science-Fiction der USA
in Deutschland bekannt zu machen.. 
Das Reichsministerium für 
Volksaufklärung und Propaganda 
verbot 1934 jegliche  Berichterstattung 
 über „Raketentechnik.




 Ley wanderte  in der Folge 1935  
in die USA aus und
wurde dort wissenschaftlicher
 Redakteur und
 Ingenieur am Washington Institute
 of Technology. 




Er wurde zum unermüdlichen
Propheten
des Weltraumzeitalters.




Hier zusammen mit
Professor
Heinz Haber der die
damals populäre Serie
"Unser Freund das Atom"
in "Micky Maus" schrieb.





1955 trat er zusammen
 mit Werner von Braun
 in dem Walt-Disney-TV-Special ...




... “Man in Space”  auf. Ab 1958 an 
arbeitete er für die NASA  und fungierte
 als technischer Berater bei der 
SF Serie  “Tom Corbett, Space Cadet”.




Daneben wurde er einer der bekanntesten 
Wissenschaftspublizisten in 
Science-Fiction-Magazinen.
und erhielt  zweimal den Hugo Award.




Unter dem Pseudonym Robert Willey
 verfasste er zudem auch selbst SF Romane.




Ley wurde durch einen
 Artikel,  den er 1947 in dem
 amerikanischen Science-Fiction-Magazin 
Astounding Science Fiction 
veröffentlichte, wohl ungewollt,zu einem
 der Initiatoren der Verschwörungstheorien
 um die “Vrilkraft”.