Freitag, 31. Dezember 2010

Restaurant Central, Allschwil





Auf das Jahresende hin hat das Restaurant Central an der
Baslerstrasse 200 in Allschwil seine Pforten geschlossen.



Nach über dreissig Jahren erfolgreichen Wirkens zieht sich das
Wirteehepaar Monika und Männi Molterer in den
wohlverdienten Ruhestand zurück...



...und hinterlassen eine schmerzhafte Lücke.

Wieder ein Stück Dorfleben, das verschwindet, wieder eine Beiz weniger...

Grund genug mich im Namen vieler Stammgäste beim ganzen Centralteam
noch einmal ganz herzlich zu bedanken.



Ein ganz besonderes Dankeschön den drei guten Feen...



Esthi...


Fränzi...


...und Sonja.



Fotos:Reto Keller

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Dienstag, 28. Dezember 2010

The Mummy



„Die Mumie“ von Karl Freund aus dem Jahre 1932 !!! gehört zu den Filmen, die mich auch heute noch bei jedem Wiedersehen überzeugen. Weil der altägyptische Priester Im-ho-tep verbotenerweise versucht hat, seine verstorbene Geliebte mittels Magie ins Leben zurückzuholen, wird er bei lebendigem Leibe vergraben. 1921 entdeckt man seinen mumifizierten Leichnam bei Ausgrabungen und erweckt ihn ungewollt wieder zum Leben.



Das Thema hatte damals eine gewisse Aktualität, 1922, zehn Jahre vor dem Film wurde das Grab Tut-Ench-Amuns entdeckt. Ausserdem rankten sich um Mumien , aegyptische Königsgräber und den Fluch der Pharaonen schon damals wilde Gerüchte.



Man denke auch da etwa an Bram Stokers 1903 erschienen Roman The Jewel of Seven Stars, (Die sieben Finger des Todes) der offenbar so einige spätere Mumienfilme mitbeinflusst haben soll.



Nachdem er bereits 1930 als Kameramann bei „Dracula“ tätig war, inszenierte der deutsche Regisseur Karl Freund 1932 seinen ersten eigenen Film, „Die Mumie“. Es sollte ein Meisterwerk werden. ein Meilenstein des Genres.




Zusammen mit James Whales Frankenstein das wichtigste und beste Werk der klassischen Universal Horror Filme. Hier wie dort spielt Boris Karloff die Hauptrolle, der sich ein weiteres Mal als genialer Darsteller, in der Rolle eines tragischen Halb- oder Zwischenwesens zeigt.



Karloffs Masken,die als Mumie wie auch die des wieder ins Leben zurückgekehrten Ardeth Bey stammen von Jack Pierce und sind bis heute prägend geblieben. Der Film ist kein eigentlicher Horrorfilm, er erzeugt seine Spannung nicht zuletzt daraus, dass die fremdartigen Vorstellungen über Tod und Wiedergeburt des alten Aegyptens, zu neuem Leben erwachen. Dass offenbar Uraltes, Unfassbares und Unbegreifliches in dunklen Gräbern lauert. Verbotenes Wssen, das besser nie entdeckt worden wäre. Beunruhigende, beängstigende Vorstellungen, die förmlich aus den finstern Ecken des nächtlichen Museums hervorzukriechen scheinen.




Es ist ein fast stiller, ruhiger Film, der weder auf wilde Action noch auf plumpe Schockeffekte setzt. Freund beschwört Stimmungen herauf. Mystisch, manchmal romantisch gar und doch unterschwellig von subtilem Grauen.



Was ihn bis heute unbestritten zu einem der ganz großen Filmklassiker macht.

PS. Der Brauch des Mumifizierens hängt eng mit den aegyptischen Jenseitsvorstellungen zusammen. Die Mumifizierung nahm 70 Tage in Anspruch. Dies entspricht genau der Zeit, in welcher der Sirius- oder Sothisstern (Hundesstern) nicht am Himmel zu sehen ist. So wurde die Verbindung zwischen Tod und Auferstehung des Verstorbenen mit Tod und Wiedergeburt des Sterns hergestellt. Anubis, der schakalköpfige Totengott war für die ordnungsgemäße Mumifizierung und Beisetzung des Toten verantwortlich.




Im alten Aegypten unterschied man drei Aspekte des Seelischen, für welche die Begriffe Ka, Ba und Ach verwendet wurden.



Es sind Deutungen als Doppelgänger, als Schutzgeist als Personifikation der Lebenskraft etc .bekannt. Die Begriffe werden unterschiedlich verwendet und gedeutet. Die vorherrschenden Auffassungen variierten in den jeweiligen Epochen.. Es dürfte aber klar sein, dass es sich um verschiedene Aspekte der Exkursions- oder Freiseele handelt. Die Freiseele (Exkursionsseele) kann den Körper verlassen, was im Schlaf oder in Ekstase geschieht. Beim Tod gibt sie den Körper auf und wird dann zur Totenseele; durch ihre Unsterblichkeit ermöglicht sie die individuelle Fortexistenz der Person. Sie kann sich in ein Jenseits (Totenreich) begeben oder auch im Diesseits verbleiben bzw. dorthin zurückkehren oder manchen Traditionen zufolge als Reinkarnationsseele wiedergeboren werden.
Freiseele


Montag, 27. Dezember 2010

Sonntag, 26. Dezember 2010

Weihnachten für Kummersdorf


Ich war grad drei jahre alt, als meine Oma am Kiosk ein neues Heft für Kinder entdeckte, das mich vorerst die nächsten zehn Jahre regelmässig begleiten sollte und auf das ich in späteren Jahren immer wieder begeistert zurückgriff. Micky Maus.




Erst monatlich, dann vierzehntäglich und dann wöchentlich hatte man Gelegenheit, die Abenteuer im Parallelkosmos von Entenhausen zu verfolgen.



In allerbester Erinnerung sind mir die Weihnachtssonderhefte geblieben




In "Weihnachten für Kummersdorf" der mit 32 Seiten längsten
Weihnachtsgeschichte von Carl Barks

Carl_Barks

erreichte der Meister einmal mehr seine Höchstform.
Die Geschichte wurde wurde allein in Deutschland mindestens sechzehnmal nachgedruckt.

Die deutsche Erstveröffentlichung erschien im Dezember 1954 im „Micky Maus Sonderheft“ Nummer 21. Die deutsche Übersetzung der Geschichte stammt von Frau Dr.Erika Fuchs.

Erika_Fuchs




Ich hab sie mir über die Festtage wieder einmal zu Gemüte geführt
und kann nur jedem Barks/ Fuchs Fan raten, sich dieses Vergnügen
auch wieder einmal zu gönnen.



Samstag, 25. Dezember 2010

Weihnachten 2010


Fröhliche Weihnachten



Donnerstag, 23. Dezember 2010

Santa Claus


In der neuen Welt entwickelte sich aus den verschiedenen Nikolausbräuchen eine neue Figur, die des Weihnachtsmannes.



Santa Claus, der am Nordpol wohnt und mit einem von Rentieren gezogenen fliegenden Schlitten um die Welt reist, ...



...durch den Kamin in die Häuser steigt und dort Geschenke verteilt. Die Figur geht auf ein 1823 anonym veröffentlichtes Gedicht "The Night before Christmas" zurück. Darin werden auch die Namen der Renntiere aufgezählt: Dasher, Dancer, Prancer, Vixen, Comet, Cupid, Donner und Blitzen.

Das heute wohl bekannteste Renntier, Rudolph kam erst 1939 durch ein Gedicht
von Robert L. May dazu, das die Vorlage für das bekannte WeihnachtsliedRudolph, the Red-Nosed Reindeer
von Johnny Marks lieferte.







Einer der Ersten, der versuchte, der Figur des Santa Claus Gestalt zu
verleihen, war der deutschstämmige
Zeichner Thomas Nast.




Eine Reihe bekannter Künstler versuchten sich an Santa Claus...




so etwa Charles Leyendecker...



... Norman Rockwell...



Am prägendsten dürfte wohl die
ab 1931 von Haddon Hubbard Sundblom
für die Firma Coca-Cola ® geschaffene
Figur sein.




Mit dieser Kampagne wurde der Weihnachtsmann
ein für allemal visualisiert.



Einen Ueberblick über Sundbloms Schaffen findet sich unter:

www.thecoca-colacompany.

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Don Camillo und Peppone



Auch diese Filme waren lange Jahre Bestandteil des Festtagsprogramms im Fernsehen über die Weihnachtsfeiertage.



In "Don Camillo und Peppone" (1951) von Julien Duvivier, spielt Gino Cervi Peppone, den kommunistischen Bürgermeister eines kleinen Dorfes im Norden Italiens. Fernandel ist als Pfarrer sein streitlustiger und schlitzohriger Gegenspieler.



Der nach Figuren und Geschichten von Giovanni Guareschi entstandene Film schildert witzig und liebevoll die ideologischen Streitereien und Auseinandersetzungen zwischen Kommunismus und Kirche im Italien der Nachkriegszeit. In Gino Cervi und dem Franzosen Fernandel wurden zwei hervorragende Schauspieler gefunden, die das gegensätzliche Paar so erfolgreich darstellten, dass noch etliche Fortsetzungen bis zu Fernandels Tod folgten.




Don Camillos Rückkehr" (1952 ) bringt den gleichen hintersinnigen Witz, auf die Leinwand wie der erste Teil.




Fernandel , 08. Mai 1903 - 26. Februar 1971 , der „Mann mit dem Pferdegesicht“, erlangte in der Rolle des schlitzohrigen Priesters Don Camillo , der immer, wenn er nicht weiter weiss, den gekreuzigten Christus in seiner Kirche konsultiert, Weltruhm.



Und das, obwohl er eigentlich nur zweite Wahl für die Rolle war, die ursprünglich Gino Cervi zugedacht war.




1959 folgt "Die große Schlacht des Don Camillo", Die ersten Filme, die im ländlichen Nachkriegsitalien spielten, waren meiner Ansicht nach die besten und die stimmigsten.




In "Hochwürden Don Camillo" 1961 , ebenso wie der vorherige, von Carmine Gallone inszeniert, ist Don Camillo inzwischen Monsignore, Peppone Senator. Beide bereits viel zu weit von ihren Wurzeln entfernt.




In "Genosse Don Camillo" (1965), dem fünften und letzten Don-Camillo-Film, den Luigi Comencini inszenierte, reisen Don Camillo und Peppone in die Sowjetunion. Wie bei so vielen Fortsetzungen reichten die späteren Filme nicht mehr an die Qualität der Ersten heran. Aus ihrer dörflichen Umweltund aus der ganz spezifischen Zeitsituation herausgerissen, wirken beide Protagonisten nur noch wie Schatten ihrer Selbst. Plumpe Scherze und aufgesetzte Gags treten anstelle von präziser Beobachtung und dem daraus gewonnenen feinen Witz. Allein wegen der beiden Hauptdarsteller Fernandel und Cervi sind die Filme noch sehenswert.



Das Dorf Brescello, das die Kulisse zu den Filmen bildete, ehrt die beiden kontrahenten heute in Bronze gegossen und mit einem Don Camillo Museum, wo auch Don Camillo's Moto Guzzi zu sehen ist.

Dienstag, 21. Dezember 2010

Anton Pieck


Anton Franciscus Pieck 19. 04. 1895 - 25. 11.1987



Ein märchenhafter Zeichner und Illustrator, bei uns lange Zeit kaum bekannt, in den Niederlanden aber äusserst populär, ist Anton Pieck.



Pieck arbeitete zwischen 1920 und 1960 als Kunstlehrer in Bloemendaal.




Daneben erschuf er ganze Zauberwelten. Seine stimmungsvollen Bilder
sind ungewöhnlich fantasievoll und voller liebevoll ausgearbeiteter
Details.



Als Karten und Kalender fanden sie ungeheure Verbreitung.






Nebst verwinkelten, traumverloren wirkenden, mittelalterlichen Gassen
entführte er einem auch in die Welt des Morgenlandes...





Zu Beginn der 50er Jahre wurde Pieck mit der Gestaltung des ursprünglichen Märchenparks im Efteling in Kaatsheuvel betraut, aus dem sich der größte Vergnügungspark der Niederlande entwickelte.




Ausführliche Informationen über Anton Pieck finden sich
auf

theworldofantonpieck