Dienstag, 29. September 2009

Zampano David Boller


Dass es auch Jahre nach meinen Versuchen
mit Shayawaya,
noch kein Zuckerschlecken war, in der Schweiz
Comiczeichner werden zu wollen, beschreibt David Boller
in seinem autobiographischen Webcomic“ Ewiger Himmel“.


David Boller, 1968 in Zürich geboren, wuchs mit
einer gesunden Mischung von Manga, französischen Bandes
Desineés und amerikanischen Superhelden auf.
Er gründete noch als Schüler sein eigenes
Comicmagazin" Schatten", das es erfolgreich
auf sechs Nummern brachte.

Anfangs der neunziger Jahre gelang es ihm, an die
Joe Kubert School of Graphics und Cartoon Art
in Dover, New Jersey,USA zu gehen.

Nach Amerika!!!


Und dann erst noch zu Altmeister Joe Kubert !!!!
Dem Mann der schon so gut wie alles gezeichnet hat,
was Rang und Namen hat im Reich der Superhelden!
Zu meiner Zeit noch kaum vorstellbar..unglaublich!!!

wikipedia Joe Kubert

Wie es dort zu und her gegangen ist, ist aktuell auf DavidsWebsite zu sehen. Interessant auch die Kommentare zu "Ewiger Himmel", die er in seinem Blog dazu schreibt.


Nach dem Abschluss der Schule arbeitete er für viele der grossen Verlage an Spiderman, Batman, Witchblade, Magic the Gathering und Elfquest. 1996 schuf er seine eigene Comic Serie Kaos Moon. Der erfolgreiche Fantasy Comic um ein Medium und ihr schönes, astrales Alter Ego wurde in Deutschland auch im Magazin Schwermetall publiziert und von Alpha Comics in zwei Büchern verlegt 2008 zog es ihn zurück in die Schweiz und er gründete Zampano, das erste professionelle Webcomic Magazin der Schweiz.

Zampano ist eine neue Webcomics Seite, die gratis professionelle Comics auf der Website
www.zampano-online.com
präsentiert. Er ist überzeugt, dass dieses Modell den Weg in die Zukunft weisen wird. Heute lebt David mit seiner Frau Mary und drei Hunden in St.Gallen und zeichnet weiterhin .... Comics ...


Sonntag, 27. September 2009

"The Map is not the Territory"


Auf alten Seefahrerkarten waren die Grenzen
der bekannten Welt mit dem lateinischen Satz

“hic sunt dracones” (hier gibt´s Drachen)

gekennzeichnet. Das mag manchem Seefahrer

als Ausflucht gedient haben, nicht weiter in
das
unerforschte Gebiet (Terra Incognita)
vorzudringen.

Man kann es nicht oft genug betonen...
”The map is not the territory”. Es ist besser
in der “Traumwelt” die Augen aufzumachen,
als sich zu fest an Theorien und vorgefasste
Meinungen zu klammern.
www.shayawaya.ch


Man soll sich aber auch nicht zu stark
darauf verlassen, dass die “Einheimischen”

sich besser auskennen....

... manche, besonders Feen und Hexen neigen
dazu, einem an der Nase herumzuführen,
oder auf Irrwege zu schicken.
So wie die “Cottingley Fairies” dem guten
Conan Doyle übel mit gespielt haben...
www.shayawaya.ch

Donnerstag, 24. September 2009

Assoziationen 2

Dabei entsteht die Gefahr, dass man sich in der
Vielfalt der Möglichkeiten verliert.
Man gerät auf Ab- und Irrwege, bewegt sich auf gewundenen Pfaden,
endet oft in Sackgassen oder auf einem Stumpengleise.
Bleibt im Sumpf stecken.
Manchmal verlaufen die Gleise über gewisse Strecken parallel
kreuzen oder überschneiden sich.
Es ergeben sich seltsamste Berührungspunkte und oft
sieht man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr.
Genau mit diesen Problemen sah ich mich dann in meinem
Shayawaya Comic konfrontiert.

“Die Wissenschaft zieht mehr und mehr in Erwägung,
dass Träume gerade wegen ihrer Netz-
und Gewebestruktur wesentlich sind zur psychischen
Verarbeitung und Integration von Erfahrungen,
sowie zur vernetzten Ablage im Gedächtnis. Schon lange
aber ist diese Ordnungsstruktur der Träume bekannt.
Früher hatte man deshalb von
den Traumweberinnen gesprochen, welche den
Traumteppich weben, oder auch die
Spinne mit ihrem Netz wurde als Symbol für
diesen Sachverhalt verwendet.”
dreamunit.net



Anstatt als Traumweber versuche ich mich als Traumzeichner.
Es scheint mir tatsächlich, dass wir parallel oder
sogar multidimensional träumen, also gleichzeitig
auf verschiedenen Ebenen verschiedenste
Handlungsstränge verfolgen. Die obenstehende Illustration
aus dem
“Geheimnis der goldenen Blüte”
mag diese Problematik
verdeutlichen.
Allerdings erwies es sich als schier unmöglich,
die vielfältigen Handlungsstränge in Comicform
“auf die Reihe” zu bringen.
Um das zeichnerisch weiterverfolgen zu können,
müsste man auch die
entsprechende Anzahl zusätzlicher Hände haben.


Dienstag, 22. September 2009

Assoziationen

Assoziation (lat. associare; dt. vereinigen,
verbinden, verknüpfen, vernetzen)

So kreuzen sich in der “Twilight Zone” Zeitlinien,
purzeln die Jahrhunderte durcheinander , verweisen
auf ganz andere Zusammenhänge, die wir in unserem
linear gegliederten Zeitverständnis oft übersehen.
Ueberschneiden sich Dinge, die auf den ersten Blick
kaum etwas miteinander zu tun zu haben scheinen.

Eine schillernde Vielfalt von möglichen Zusammenhängen
tut sich auf, wie etwa bei einem aufgeklappten,
bemalten Fächer.
Oder wie beim gespreizten Rad des Pfauen.
Zusammengeklappt erscheinen sie recht unscheinbar
und lassen nichts von ihrer Pracht erahnen.
Die Alchemie meint wohl ähnliches, wenn sie
vom “cauda pavonis” (Pfauenschwanz) spricht.
Das Farbenspiel des Pfaus deutet darauf hin, dass das Ich
bei einer Bewusstwerdung durch viele Verwandlungen
hindurchzugehen hat und mit den verschiedenartigsten
Stimmungen konfrontiert wird.
Die Dinge erscheinen bald in diesem, bald in jenem Licht.
Auf jeder Pfauenfeder ist ein Auge!!!
(Hierzu vgl. C.G. Jung, Mysterium Coniunctionis: Untersuchung
über die Trennung und Zusammensetzung
der seelischen Gegensätze in der Alchemie, Bd. 2
(Zürich: Rascher, 1956 S. 61.)



Sonntag, 20. September 2009

Bahnhöfe...

Bahnhöfe haben immer eine grosse Faszination auf mich ausgeübt,
weshalb sie wohl in meinen Träumen auch immer wieder die
wichtige Funktion von Knotenpunkten innerhalb linearer,
kollektiver Fortbewegungsnetze einnehmen. Ob Züge, Trambahnen,
usw auch in Träumen anderer Leute diese Funktion haben, vermag
ich nicht zu beurteilen. Bei mir waren es vor allem der legendäre
„Siebner“ in Binningen, oder das ehemalige Birsigtalbähnli, die
beide auf verschiedenen Gleisen Binningen mit der Stadt verbinden.
Allerdings lösten sie sich im Traum oft von den festgefahrenen Schienen,
wagten sich auf unbekannte Gleise vor, oder flogen gar durch den dunklen
Nachthimmel. Hinein in die Terra inkognita der „Twilight Zone“


So stellen Bahnhöfe etwa in meinen Träumen
Schnittstellen dar, wo verschiedene "Welten"
zusammentreffen. Assoziative Knoten- oder
Verknüpfungspunkte verschiedener linearer Netze.
Wie an einem “wirklichen” Bahnhof, wo Intercity,
Regionalzüge und u.u. auch verschiedene
Trambahnlinien zusammenkommen. Allerdings
können solche assoziative Denkstrukturen oft
ziemlich verwirrend sein....

Man muss sich bewusst sein,
welche Bahnlinie man gerade benutzt...

Man muss aufpassen, dass man den Anschluss
nicht verpasst...

und der Zug einem vor der Nase davonfährt...

Freitag, 18. September 2009

The Return of the magnificent Nr.7

The Return of the magnificent Number Seven
Aufnahme aus den dreissiger Jahren...

Anlässlich des 75. jährigen Jubiläums der Tramlinie nach Binningen,
am 15. August 2009 fuhr er wieder, der legendäre „Siebner“. Anfangs
hiess die Linie Nummer 7, dann für kurze Zeit wurde die 4 daraus,
dann ab 1951 wieder die Nummer 7.
Als solche rattert sie hin und wieder auch immer noch durch meine
Träume....während sie in dieser Welt zur Nummer 2 wurde.


Von unten gesehen sah der Hügel den er sich hinaufkämpft vor
rund 100 Jahren noch so aus, wie auf dieser Skizze meines
Uronkels Paul Rudin.

Bis Ende der sechziger Jahre stand da noch das Restaurant „Rebstock“,
mit einem grossen Kastaniengarten davor. Dann schlugen Presslufthammer
und Baggerzahn zu und ein Musterbeispiel zeitgenössischer Architektur
wurde hingeklotzt.

Wenn ich im Traum manchmal durch längst
verschwundene Hauserzeilen gehe, frage ich mich,
ob es nur Erinnerungsbilder sind.
Bilder, in meinem Langzeitgedächtnis gespeichert sind,
und die nun aus irgendeinem Grund abgerufen werden? Oder
eine Zeitreise?? Eine Reise in die Vergangenheit? Wenn ich
dann etwa noch Bauten entdecke, die gar nie vorhanden waren,
so frage ich mich, ob ich in irgendeine wie auch immer gearteteParallelwelt geraten bin??
Womit sich der Kreis schliesst





Dienstag, 15. September 2009

Alle Jahre wieder ..




Jörg Müller zählt zu den bedeutendsten
Schweizer Bilderbuchkünstlern.
Sein Klassiker
"Alle Jahre wieder saust der
 Presslufthammer nieder" (1973)
zeigt die Zersiedelung einer Landschaft
zwischen 1953 und 1972 und besticht
durch seine wunderbaren, eindrücklichen Bilder.




"Alle Jahre wieder saust der
Presslufthammer nieder"




In meiner Kindheit gab es in
Binningen noch viele Bauernhöfe,
kleine Ladengeschäfte, Handwerksbetriebe.
 Innert weniger
Jahre verschwand diese Welt.
Ganze Häuserzeilen fielen dem
Zeitgeist zum Opfer und machten
Scheusslichkeiten aus Beton
Platz, die mich an die vielgescholtenen
Plattenbauten in der DDR
erinnerten. Aber zu meinem
Erstaunen war man auf die
„Moderne Zeit“ die da Einzug
hielt, so stolz, dass man gar
Postkarten davon drucken liess.





Ebenso gab es damals noch
Dutzende von Beizen. Die Linde,
die Blume, das Rössli, den Hirschen,
 die Pilgerruh, die alte
Waage, den Bären, den Rebstock,
den Felsenkeller, den Salmen,
das Schiff, den Schlüssel,
das Schweizerstübli, das
Univers, das Tram- und das
Binningerstübli. Die Traube,
die Alte Post, das Jägerstübli.
 Schützen- und Augarten. Den
letzten Batzen, Spiesshöfli,
Bottminger Mühle. Waldeck und
die Bauernstube,.
..die Liste ist unvollständig.

Fast alle sind verschwunden,
dem Baggerzahn zum Opfer gefallen

Dafür haben wir heute, fast an
 denselben Stellen eine ähnliche
Dichte an psychiatrischen
und psychologischen Praxen.
Manchmal frage ich mich, ob
da ein Zusammenhang besteht?
Zwischen dem Zerfall der gewachsenen
dörflichen Strukturen und
der Zunahme an seelischen Erkrankungen?






1973 erschienen die Kinderbücher
 „Alle Jahre wieder..
” und "Hier fällt ein Haus, dort steht ein Kran
und ewig droht der
Baggerzahn" (1976) von Jörg Müller,
und ich war eigentlich der Meinung, dass nun
wirklich jedem Kind klar sein müsste,
dass die Zersiedelung der Landschaft
nicht von Gutem sein konnte.
Ich habe mich da leider
wohl getäuscht. Denn während man
einerseits von den „Sünden der Vergangenheit“
spricht, sündigt
man frischfröhlich weiter....



Samstag, 12. September 2009

Karl Jauslin


Karl Jauslin 
* 21. Mai 1842 in Muttenz, BL † 12. Oktober 1904
war ein bekannter Schweizer Historienmaler
 dessen Bilder zur Schweizer
Geschichte sich weit über die vorletzte
 Jahrhundertwende hinaus grosser
Beliebtheit erfreuten.
Karl_Jauslin





Alles aus dem Kopfe“
Karl Jauslin – ein „Phantast“ aus 
dem basellandschaftlichen
Muttenz, dessen Imaginationskraft in hunderten
von historisch-phantastischen 
Zeichnungen zum Ausdruck kam.
Jauslins Bilder zur Schweizer Geschichte , 
angefangen



bei den Höhlenbewohnern ...



...und Pfahlbauern
waren „lebende Bilder“ voller
 dramatischer Bewegung.
Mit ausdrucksstarker Mimik und Gestik
machten seine Akteure theatralisch das Geschehen
verständlich, wobei sagenhafte Begebenheiten,
Legenden und historisch Verbürgtes oft ineinander
verschmolzen. Sie erfreuten sich lange über
seinen Tod hinaus grosser Beliebtheit,
schmückten Kalender und 
waren in jeder Schulstube und
manchem Wirtshaus in der
 ganzen Schweiz zu finden.




"Das Erdbeben zu Basel 1356"


„Sobald ich einen Bleistift, einen 
Griffel und ein Stück Papier erhaschen
konnte, musste gezeichnet werden...“
 schreibt Karl Jauslin
über seine Kindheit . Es war ein 
harter und entbehrungsreicher
Weg, bis der Sohn eines Muttenzer
Landjägers endlich
Ehre und Anerkennung für 
seine Leidenschaft ernten sollte.


Der 16 jährige Karl musste
 nach dem Tod des Vaters als
Maurerhandlanger und Fabrikarbeiter 
die Familie miternähren,
bevor eine Lehre als Dekorationsmaler machte.
Doch diese entsprach nicht seinen Träumen:

„Ich war nur Anstreicher und 
Farbenreiber und meine Ideale
gingen fast in Trümmer. 
Elf Jahre lang musste ich so
dahinvegetieren.“

Im Winter ging er von Muttenz 
zu Fuss nach Basel um
Zeichenunterricht zu nehmen, 
was sich auszahlte, als der Deutsch-
Französische Krieg von 1870/71 ausbrach.

Die Zeitschrift „Ueber Land und Meer“
 suchte einen „Zeichner und
selbständigen Compositeur 
von Schlachtenbildern“

Jauslin sandte eine schnell ersonnene 
Skizze der Schlacht von Wörth
ein und wurde kurz darauf nach Stuttgart berufen.

„Hier arbeitete ich nun Tag und Nacht,
 nach Zeitungsnachrichten
brühwarme Schlachtenbilder
 und musste sie sofort auf
Holz zum Schnitt zeichnen.
Es ging wie geschmiert und die Deutschen
kamen kaum nach mit Siegen, so schnell zeichnete
ich drauflos-und alles aus dem Kopfe.
Wer wusste das- der Leser? Ha, kaum einer!“




Endlich hatte er Erfolg, konnte
 Geld nach Hause überweisen
und sich an der königlichen 
Kunstschule in Stuttgart einschreiben.



Jauslin reiste als Portätmaler 
und Zeitungsillustrator
nach Ludwigshafen, München und Wien. 





Zeichnete ein Festalbum zur
400 Jahr Feier der Schlacht von Murten.
Er gestaltete Festumzüge für Bern 1882, 
das Kleinbasler Jugendfest 1883,
Rheinfelden und Schaffhausen 1885 und das
Festalbum zur Sempacher Schlachtfeier 1886







Diese damals beliebten historischen 
Umzüge wurden oft von
„Kostümkaiser“ in Basel ausstaffiert, 
dessen Kataloge von
Jauslin gezeichnet und aquarelliert wurden.
Nach seinen Vorlagen wurden die
 Kostüme dann geschneidert.




Am 25. September 1904 schritt 
auch er selber, malerisch gekleidet
als Bannerträger zu der Liestaler Einweihung des
Denkmals für die Opfer des Bauernkrieges.
Bevor sich der Festzug jedoch formierte, 
erlitt er einen Schlaganfall, an
dessen Folgen er am 12.Oktober 1904 verstarb.

Nach Hans A. Jenny / Baselbieter Originale 1995

Donnerstag, 10. September 2009

Claude Cueni "Cäsars Druide"


In den Ferien gelesen: „Cäsars Druide“ von Claude Cueni, der offenbar
auch in Binningen (und Hongkong) zu Hause ist.
www.cueni.ch

Die Geschichte spielt zumindest zu Beginn im Birsigtal und handelt
vom Auszug der Helvetier ins ferne Gallien.

Was mich veranlasste in meinen alten Schätzen zu wühlen, und siehe da,
vom Zahn der Zeit angenagt und vom vielen
Betrachten zerfleddert, aber immer noch vorhanden:

Die Bilder meines grossen Vorbilds aus Kindheitstagen Karl Jauslin zum Thema.


„Da entbrannte Divico und sagte stolz: Wir Helvetier sind es nicht

gewohnt Geiseln zu geben, sondern zu empfangen.”
Ja, das waren noch Mannen, unsere sagenhaften Altvordern....

Ich hab die Bilder als Kind noch und noch zu kopieren und zu variieren versucht.
Die Schlacht von Bibracte hab ich
zeichnerisch mindestens ein Dutzend mal mitdurchstritten.




Montag, 7. September 2009

Hubert Schweizer



“Einen Illustrator wie Hubert Schweizer gibt es kein zweites Mal. Wirklich!”
(Peter Altenburg/Fantastrips)

Hubert Schweizer, geboren am 11.03.1947 lernte ich Anfangs der 80 Jahre
bei einem Treffen kennen, das der damalige Fantastrips Herausgeber Peter
Altenburg mit dem löblichen Ziel organisierte, die deutschsprachige Zeichnergilde
ein wenig aus der Anonymität herauszuholen.


Huberts Zeichnungen waren mir schon früher da und dort aufgefallen.
Bilder, in die man hineinsteigen und sich in den unermesslichen Weiten
der dargestellten Welten verlieren kann.
1972, hatte er bei einem Zeichenwettbewerb der PERRY-RHODAN-Redaktion gleich
den ersten und dritten Preis gewonnen.


In den folgenden Jahren illustrierte Hubert Schweizer eine ganze Reihe
Science-Fiction- und Fantasy-Bücher; zunächst im Heyne-Verlag, später
RAUMSCHIFF PROMET und REN DHARK.
Hubert hat von Anfang an einen völlig eigenständigen, ja visionären Stil entwickelt,
seine Bilder berichten von seinen inneren Reisen in “ausserirdische Sphären.
Seine Marsianer und sonstigen Aliens sind immer weitab vom gängigen Klischee.


Vor einiger Zeit ist ein Bildband mit Illustrationen
zu Gedichten von Robert E. Howard
von Hubert Schweizer erschienen.
“Winds of Time”


Eine ganz andere Seite seines Schaffens zeigt sich
in seinen Neujahrsgrüssen.


Samstag, 5. September 2009

Von der Skizze...

Auch Miss Morgaine unterzieht sich
strengster Leibesertüchtigung- sehr
zum Erstaunen von Mr. MacIntosh

Ich male meine Bilder auf grundierte Sperrholzbrettchen.
Die mehr oder minder ausgearbeitete Skizze wird mittels
Transparentpapier in groben Zügen aufs Holz übertragen
Oft muss eine flüchtige Skizze genügen.

Donnerstag, 3. September 2009

"Bartitsu"

Sherlock Holmes erklärt sein mysteriöse Wiederauftauchen
nach seinem vermeintlich tödlichen Kampf mit Professor
Moriarty an den Reichenbachfällen damit, dass er den
Schurken mit Hilfe von “Baritsu” besiegen konnte.

Auch wenn von Dr. Watson offenbar falsch verstanden,
so hatte sich auch Mr. Holmes zweifellos einige
Kenntnisse in der Kunst des Bar(t)itsu angeeignet.

Einer von Edward W. Barton Wright 1860 –1951 geschaffenen
„New Art of Self Defense“.
www.youtube.com/watch

Bartitsu war eine Kombination aus
Jiu Jitsu, Boxen, Savate (französisches Boxen) Stockfechten und dem
schweizerischen Schwingen.

Kampfkünste haben mich von jeher fasziniert und so wollte ich mir die
Gelegenheit nicht entgehen lassen, ehrenwerte viktorianische Ladies
und Gentlemen bei ihrer Leibesertüchtigung zeichnerisch festzuhalten.




PS. Ungekrönter Meister in Savate
war übrigens Professor
Tryphon Tournesol (Balduin Bienlein)!!!