Freitag, 24. März 2017

Basel - Basilisken




In Basel taucht  der Basilisk  als Schildhalter
erstmals um 1448  auf  und wurde
so zu einem Wahrzeichen der Stadt.

Der Umgang der Stadt Basel mit
ihrem Wappentier kann leider nicht
immer als pfleglich bezeichnet werden.

Einst, um 1880 wachten die von
Ferdinand Schlöth entworfenen
über die Wettsteinbrücke.
Der Konstanzer Künstler Hans Baur
hatte die mächtigen,
mehrteiligen Gussmodelle
geschaffenen, die dann vor Ort
zusammengesetzt wurden.




Über 50 Jahre bewachten die Fabeltiere
 getreu  den Verkehr
über den Rhein.




Auf Grund der Brückenverbreiterung
mussten die mächtigen
Brückenwächter im Jahre 1936 weichen.
Der neue Zeitgeist hatte wenig Verständnis
für die imposanten Skulpturen und
so wurden sie verscherbelt und
in alle Winde zerstreut.





Einen verschlug es an die
Rippertschwand  nach Meggen am
Vierwaldstättersee, wo
er heute noch steht.




Ein Zweiter  fristet sein
etwas unwürdiges Dasein
 im Hof der   Liegenschaft
 «Haus zum Basilisk»an der
Schützenmattstrasse 35 in Basel.

Einst wollte die Migros Claraplatz
 den stark angerosteten
Vogel  restaurieren lassen
 und der Stadt schenken.
 Diese lehnte jedoch dankend ab.

Ein weiterer Basilisk bekam seinen neuen
Standort in Tierpark Lange Erlen.
1995 wollte die Basler Bauverwaltung
 wieder einen Brückenwächter für
 die umgebaute Wettsteinbrücke
und kaufte dem Erlen Verein die Statue für
100’000.- Franken ab um ihn
am Grossbasler Brückenkopf platzieren.





13 Jahre vergingen bis Mitte
2008 ein anderer Drache
nach langer Odyssee
den Weg in den Erlenpark fand.

Dieser hatte zuerst vier
Jahre in einem Bretterverschlag
im «Dalbenloch» gehaust,
Dreissig Jahre verweilte er
 danach in Engelberg
 im Garten des Direktors Marx
der Firma Gempp & Unold.
1967 kam er in den Besitz
eines Schrotthändlers.
Doch ein neuer Interessent
nahm ihn mit  nach Nyon,
wo er 21 Jahre verblieb, bis er
 1981 einen neuen  Standort
im Park des Ferienhauses von
 Peter Koechlin in
Rickenbach-Altenschwand
im Schwarzwald fand.
Peter Koechlin wollte den Basilisken
wieder der Basler Öffentlichkeit
zugänglich machen,
doch die Stadt Basel lehnte ab.
Auch der  Basler Zolli fand,
dass ein mythologisches
Fabelwesen nicht zu dem Zoo passte.



So erhielt 2008 der Erlen-Verein
diese Skulptur geschenkt und
die Lange Erlen kam wieder
 zu «ihrem» Basilisken.

Donnerstag, 23. März 2017

Berni Wrightson - RIP



Einen Tag nach
Chuck Berry ist 
(27. Oktober 1948 - 19. März 2017)
der Altmeister des 
Comic Horrors,
von uns gegangen.




Vor allem Ende der 1970er Jahre
leistete Wrightson bahnbrechendes
auf dem Gebiet der Horrorcomics.


Eine seiner ersten Arbeiten,,,,




... "Breathless" aus
dem Fanzine
"Web of Horror".



Nach Arbeiten
für die DC Hefte
"House of Mystery"
und "House of Secrets" ...




... wurde er mit seinen Zeichnungen
 zu Len Wein's
"Swamp Thing".(1971)
berühmt.




Uncle Creepie




Cousin Eerie




Seine Arbeiten für "Warren"
gehören bis zum heutigen Tag...




... zum Besten was es in Sachen
schwarz/weiss  Comics
je gab.








Legendär auch
seine rund 50 Illustrationen zu
"Frankenstein",...




... in einer an
Franklin Booth erinnernden
Schraffurtechnik, an denen er
 über sieben Jahre arbeitete.




Einen Überblick über
die frühen
Jahre seines Schaffens...




... bietet das Buch "A Look Back".




Unter seinen späteren Werken ist
etwa auf seine Zusammenarbeit mit
Stephen King , wie etwa bei
"Der "Werwolf von Tarker Mills"
oder "Freakshow"hinzuweisen.



Mittwoch, 22. März 2017

Buch der Schatten- 120 /121




Deutet sich hier ein Zusammenhang 
mit Kerim Bey's dusterer Vergangenheit,
seiner Beziehung zu der Contessa
und dem "Dämon der Wüste" an ?

Dienstag, 21. März 2017

Chuck Berry - RIP




Charles Edward Anderson Berry,
besser bekannt als 
„Chuck“ Berry , 
ist im Alter von neunzig 
Jahren  verstorben.




Chuck Berry 
( 18. Oktober 1926 - 18. März 2017 )
war sozusagen der Mann, der die 
“ Rock’n Roll  Music  “erfand”.




Er schrieb eine lange Reihe 
absoluter Song - Klassiker.

Er war es, der die Gitarre
 als DAS Instrument der
Rockmusik etablierte.




Er schuf einige der 
berühmtesten Riffs und Licks
 und auch seine Texte 
waren stilbildend.




Der "Duckwalk",
der ihm angeblich
vom Zeitreisenden...




... Marty McFly vermittelt
worden war, wurde
sein Markenzeichen.




Er prägte den frühen "Surf Sound"
der "Beach Boys"...







... und sein Einfluss auf die folgende
Generation ...






...der




... kann gar nicht 
überschätzt werden.





Selbst Keith Richards erhielt von
ihm Gitarrenunterricht.

Kurzum, er prägte das
 20. Jahrhundert mit.


Marian Kaminsky

Montag, 20. März 2017

Jack Youngblood - Bitterer Zucker




Dass es solche 
abenteuerlichen Figuren,
wie im gestrigen Blog beschrieben, 
nicht nur im Roman, sondern
auch in Wirklichkeit 
gab, mag vielleicht
Jack Youngbloods Buch
"Bitterer Zucker"
illustrieren.

In den 1990er Jahren
 stolperte ich über 
ein Buch, das mir irgendwie
 bekannt vorkam.
Jack Youngbloods zusammen mit 
Robin Moore verfasstes Buch
“Bitterer Zucker” 
( (The devil to pay, 1961))
war Anfang der 1960er Jahre 
als Tatsachenbericht 
über Fidel Castro und die
 kubanische Revolution 
in einer deutschen Illustrierten 
( ich weiss nicht mehr welcher)
abgedruckt worden.




Soweit ich mich erinnern kann, der
erste ausführlichere Hintergrundsbericht
über die Barbudos. 




Damals wusste man 
wenig über die bärtigen Revolutionäre,
brachte ihnen aber eine gewisse
Sympathie entgegen.
Noch ahnte man nichts von
der Kubakrise, die die 
Welt ein paar Jahre später
an den Rand eines Dritten Weltkriegs
bringen sollte.




Cuba litt in den 1950er Jahren
unter der grausamen Herrschaft 
des durch und durch korrupten
Fulgencio Batista y Zaldívar 
( 16. Januar 1901 - 6. August 1973)




Die amerikanische Mafia 
und die Kosher Nostra um 
 Meyer Lansky ...




... bauten sich mit
Glücksspiel, Alkohol
 und Prostitution
ein Imperium in Kuba auf.




Youngblood, ehemaliger Flieger
 der sich nun als Söldner verdingt,
nimmt  auf der Ranch Santa Clara bei Chalco
 in Mexiko Kontakt mit Fidel Castro auf,
der Batista's Regime stürzen will. 
Youngblood besitzt  gute Kontakte zu 
Waffenhändlern in den USA und bekommt
von Fidel  den Auftrag Waffen 
 nach Kuba zu schmuggeln.
Youngblood ein “Soldier of Fortune”mag  
zwar keine Kommunisten, 
aber Geld stinkt nicht.




Einer der grössten Waffenhändler
 jener Zeit war
Sam Cummings, der, 
angeblich im Auftrag der CIA,
1957 Waffen an Castro lieferte.







Ueber Youngblood selbst habe ich keine 
weiteren Informationen finden können.

Aus heutiger Sicht ist der 
objektiv - historische Gehalt
 des Buches wohl zweifelhafter Natur.
Youngblood erzählt die
 Geschichte aus seiner
höchstpersönlichen Sicht.





Co-Autor Robin Moore,
 ebenfalls eine 
schillernde Figur,
schrieb später die 
Vorlage zum Kriegsfilm
 “Die grünen Teufel” 
von und mit John Wayne, für 
dessen Recherche er 
mit einer Sondererlaubnis
 in den Reihen der
 Special Forces, 
den  "Green Bereits",
 in Vietnam kämpfte. 

Ebenso aus seiner
 Feder stammt
”The French Connection “
der von Regisseur 
William Friedkin 1971 
verfilmt und  
mit fünf Oscars
ausgezeichnet wurde.




Das Kuba jener Jahre war, wie 
auch andere Karibikinseln,
Schauplatz mehrerer 
Agentengeschichten.
In der Dominikanischen
 Republik herrschte
der Trujillo Clan,
für dessen  Luftwaffe  Cummings
25 De-Havilland-D.H.100-Vampires
 aus Schweden  organisierte,
wohl Inspiration für
Gavin Lyalls "Shooting Script"
(Juli, pass auf)
und Victor Cannings
"A delivery of furies"
"Raub der Furien"




... auf Haiti der berüchtigte
 Papa Doc Duvalier.
Graham Greene
"Die Stunde der Komödianten" 1966



 Graham Greene
"Unser Mann in Havanna" 1958 ...




... verfilmt mit Alec Guiness.

 Auch Buonapart Ignace Gallio,
besser bekannt als  Bösewicht
Mr. Big aus Flemings
“Leben und sterben lassen”
ist zumindest in Haiti geboren.




 Scaramanga, der 
Bösewicht in Ian Flemings 
verbrachte einige Zeit  als 
Mafia -Vertreter in Kuba.
1959  begann er 
heimlich seine  Arbeit als
 ”Vollstrecker” für für Fidel Castro.


spielt zwar in Jamaika , 
der Bösewicht, von Hammerstein,
 ein ehemaliger Gestapo - Offizier,  
warder Chef der Spionageabwehr des 
kubanischen Geheimdienstes
unter Batista.



Kaliber 50 1961
von Robert Sheckley.

Leon Uris "Topas" 1967
von Hitchcock ein
Jahr später verfilmt.
oder ...




... Philip Kerr: Mission Walhalla 
mit dem deutschen Ex - Kommissar
 Bernie Gunther.


Sean Connery drehte 1979
 einen Film "Cuba"
über jene Jahre