Samstag, 22. September 2018

Friedrich Salathé - Binninger Landschaftsmaler




Ein weithin unbekannter Sohn
 Binningens. Jedenfalls fehlt er
bei Wikipedia auf 
der Liste bekannter
 Binninger Persönlichkeiten.




 Friedrich Salathé 
 (11.1. 1793 - 12.5. 1858)
Der Sohn eines  Landwirts wurde 
 durch Peter Birmann in Basel
zum Kunstmaler ausgebildet und zog
mit dessen Sohn Samuel 
 1815 nach Rom, wo er als 
 Maler und Zeichner in der 
römischen Campagna arbeitete.
 Zeitweise soll er als Söldner in  
päpstlichen Diensten 
gestanden haben.




In Olevano fiel er einer 
Räuberbande in die Hände,
 wurde  verschleppt und 
gefangen gehalten.




Eine Episode, die Washington Irving 
zu seiner Geschichte
“The Painters Adventure”
inspiriert haben soll und auch von Heinrich 
Zschokke literarisch  verabeitet wurde.




1819 kehrte Salathé  nach Basel 
zurück und war als Aquarellmaler 
und Reproduktionsstecher 
für den Kunsthandel  tätig.




 Ende der 1820er Jahre zog 
er nach Paris, wo er
 als Reproduktionsgraphiker 
und Aquarellist 
 für Verleger in Paris, Deutschland 
und in der Schweiz den
 Rest des Lebens verbrachte. 



Donnerstag, 20. September 2018

Dienstag, 18. September 2018

Hidalgo - Frank T. Hopkins





Se non è vero, è ben trovato lässt sich
 auch zu der Geschichte ”Hidalgo”  von




Frank T. Hopkins (1865- 1951) sagen.




Durch den gleichnamigen Disneyfilm 
von 2004 ( Based on a true story)
 berühmt geworden, 
wurde der Wahrheitsgehalt 
der Autobiografie
von der amerikanischen 
 „Long Riders’ Guild“ 
bald  angezweifelt.




 Hopkins, als Sohn einer
 Sioux-Häuptlingstochter,
 zeitweilig unter Indianern 
aufgewachsen, wurde mit 
 zwölf Jahren  Meldereiter
 für die Armee. Nach 
dem Massaker am Wounded 
Knee von der Armee angewidert,
 reitet und gewinnt er 
Distanzrennen und tritt 
in Folge bei Buffalo
 Bills  Wild-West-Show . 






Dadurch wird er 1889  in Paris 
zu einem 3000 Meilen  Pferderennen
 quer durch die arabische 
Wüste eingeladen, ...




... das er nach 
einem 68 Tage dauernden Kampf gegen 
 Sandstürme, Heuschreckenschwärme,---


...  niederträchtige Wüstensöhnen 
 und tödlichen Treibsand, gewinnt.




 Da seine Autobiografie die einzige
 Quelle für seinen glorreichen Sieg 
sein soll, bleibt unklar, ob Hopkins ein 
Held oder ein flunkernder
 Aufschneider war.
Nun, jedenfalls eine 
farbenprächtig schillernde
Abenteuergeschichte, aus der Zeit,
 als das Pferd noch unbetritten
das wichtigste Fortbewegungsmittel
des Menschen war.




Ein Jahr zuvor,
im August 1888 hatte Berta Benz
die erste Langstreckenfahrt
 mit einem Automobil ...




...  von Mannheim nach 
Pforzheim unternommen.
 Der  0,75 PS starke Motor
schafft gerade  bis zu 
15 Kilometer pro Stunde.



Eine Besonderheit
sind die prachtvollen Entwürfe
und das ausführliche Storyboard 
zu dem Film von


Sonntag, 16. September 2018

Bite the Bullet



Noch ein Film aus der Endzeit
des Westens und dem 
Ende des Pferdezeitalters.

Bite the Bullet
 von Richard Brooks (1975).




1906  wird von einem 
Zeitungsverleger ein 
Pferderennenüber die
 Strecke  von etwa 700 Meilen 
ausgerufen.
Eigentlich bereits ein Anachronismus.




Der Buggy der Brüder Duryea von 
1892 gilt als erstes amerikanisches Auto
 und schon 1901 beginnt 
Ransom E. Olds, Auto 
in Serie zu fertigen.
In den USA entsteht 1908 
 aus dem Zusammenschluss
 von Oldsmobile, Buick, Cadillac, 
Oakland (Pontiac) und 
später Chevrolet, 
General Motors .
 Henry Ford startet mit dem 
Ford Model T seinen Siegeszug.

Eigentlich kein Western mehr, aber 
 immer noch eine “horse opera”.


Der Film ist nicht zuletzt
ein Abgesang auf das Pferdezeitalter
und thematisiert die Beziehung
 zwischen Mensch und Tier
ebenso, wie das 
unterschiedliche Verhalten
von Menschen in 
Wettbewerbssituationen.




Mit einem hochkaratigen  Aufgebot
an Darstellern wie  




Gene Hackman,




Candice Bergen,




James Coburn,




Ben Johnson:,
und




Jan-Michael Vincent
erzählt der Film vor prachtvollen 
Landschaftsaufnahmen, ...






...  die Geschichte der 
verschiedenen Teilnehmer, 
ihre unterschiedliche Motivation
und ihre Konflikte.
Die Charaktere sind
 konventionell,
wenn nicht stereotyp
gezeichnet und das Drehbuch 
überschlägt sich nicht 
vor überraschenden Einfällen.
Die zwischenmenschlichen Konflikte
bleiben leider oft etwas flach
dargestellt.
Aber der Film ist solide gemacht.



Freitag, 14. September 2018

Horse Opera




1886 erfand der Apotheker
 John Stith Pemberton in Atlanta 
das Brausegetränk Coca Cola.
In New York wurde die
Freiheitsstatue  aufgestellt
Im selben Jahr in dem 
sich der Apachenhäptling 
Geronimo den Soldaten
unter General Nelson Miles 
ergab, sah sich in 
New York eine Million 
Menschen die Show




Im fernen Deutschland 
machte Carl Benz
mit dem 
Benz Patent-Motorwagen
 Nummer 1  eine Erfindung,
 die als  Geburtsjahr 
des  Automobils gilt 
und somit auch als das Jahr,
das weltweit  das Ende  der 
jahrtausendealten 
Pferdekultur
einläutete.

 Rund 6000 Jahre währte 
die  Symbiose zwischen 
Mensch und Pferd ,
 war das Pferd  allgegenwärtig,
der vielleicht engste Partner
 des Menschen.


Dann, mit der Erfindung 
des Automobils zerfiel der
“zentaurische Pakt”, 
die Aera des Pferdes 
ging innert weniger 
Jahrzehnte abrupt zu Ende.
Der deutsche Kaiser 
Wilhelm II. zweifelte 
noch an Sinn und Zweck 
der neuen Erfindung: 
„Ich glaube an das Pferd. 
Das Automobil 
ist nur eine vorübergehende
 Erscheinung“
Aber die Entwicklung zugunsten
des Automobils war unaufhaltsam.

Der Westernfilm wird oft auch als 
“Horse Opera” bezeichnet. 



Damit wird die Bedeutung der 
Rolle des Pferdes 
bei der Besiedelung
der USA verdeutlicht.
Das Ende des alten Westens
war gleichzeitig auch
das Ende der letzten grossen
Aera des Pferdes.



Dabei ist das Pferd
 kein ursprünglich
 in Amerika beheimatetes Tier.





 Die Mustangs sind  verwilderte
Nachkommen verschiedener 
europäischer Pferderassen,
die durch  durch diespanischen 
Konquistadoren ...


...  Coronado und 
De Soto  auf  der Suche nach den 
sagenhaften Goldstädten von 
Cibola und Quivira.im 16. 
Jahrhundert in die Neue Welt
 eingeführt  wurden. 




 Die Ureinwohner
 lernten den Umgang 
mit Pferden und
 das Pferd wurde  vor
allem für die Prärieindianer
  existentiell wichtig.




Bis zum Jahre 1770 
hatte sich in den 
Plains eine indianische 
 Reiterkultur entwickelt, ...




... die mit der Unterwerfung 
der Prärieindianer
ihr Ende nahm.

Auch danach spielte das Pferd
bei der Erschliessung des
Westens eine kaum abschätzbare Rolle.






1852 gründeten  William 
Fargo und Henry Wells
in Kalifornien.




Rund ein halbes 
Jahrhundert waren 
die von Pferden gezogenen
 Postkutschen der Firma , ...





... eines der wichtigsten,
 Verkehrsmittel 
in den Vereinigten Staaten.





Weder die grossen 
Viehtrecks noch die
 Rinderimperien wären ohne 
Pferde vorstellbar gewesen.




Der Cowboy, eine späte Variante
 des Reiternomaden wurde als 
Ritter der Prärie zu 
einer mythischen Figur
für die neue Welt.
Im Film wurde
dieser wichtigen
Rolle des Pferdes
noch einige Zeit Tribut gezollt.




Roy Rogers
mit Trigger,
Kaum ein früher Westernheld
ohne sein "Zauberpferd".




Tom Mix mit Tony,




Der Lone Ranger mit Silver,




Zorro mit Tornado,




später Joey mit Fury.




Den Tiefpunkt im Umgang mit
Pferden war wohl 
mit den Mustangjägern
im Film  The Misfits erreicht.

Angesprochen wurde  der
 Zusammenhang zwischen dem
Ende des alten Westens und dem 
Ende des Pferdezeitalters
etwa in dem Film
"Bite the Bullet", und
 etlichen andern
Spätwestern, wenn
 auch nur indirekt
angesprochen.
Explizit  behandelt
wurde das Thema kaum.