Montag, 26. Januar 2015

Daemon der Wüste 47



Sayyid Madschid bin Said al-Busaidi 
1834? -  7. Oktober 1870 
war der erste Sultan von Sansibar.
Während seiner Herrschaft 
dehnte sich der Sklavenhandel
entlang der gesamten Küsten Ostafrikas
 aus und Sansibar wurde 
zum grössten Sklavenmarkt in ganz Afrika.




Die britische Flotte zwang den 
nachfolgenden Sultan Bargash im Jahre 1873, 
den Sklavenhandel aufzugeben.
Der Sklavenhandel war nun offiziell 
verboten, lief aber inoffiziell weiter. 

Erst 1897 schaffte das britische Militär 
 den Sklavenhandel -Schwarzmarkt
auf Sansibar endgültig ab, was massive finanzielle
 Einbussen für die arabische Oberschicht
zur Folge hatte.


Sonntag, 25. Januar 2015

Deadlier Than The Male - Some Girls Do






“Deadlier Than the Male” - zu deutsch 
“Heisse Katzen ” oder “Tödliche Katzen”
war ein britischer Agentenfilm aus dem Jahre 1967.





Hauptdarsteller Richard Johnson war
 beim Casting zu “ Dr. No ”
in der engsten  Auswahl.
Vertragsstreitigkeiten machten dann  den 
Weg für Sean Connery frei.





 Bulldog Drummond, 1920 vom Krimiautor 
Cyril McNeile alias Sapper geschaffen, erfreute sich 
als Buch- und Filmreihe bis in die 1950er-Jahre 
in angelsächsischen Ländern   grosser Beliebtheit 
und gilt mit als ein  Vorbild für 
Ian Flemings Romanheld James Bond.
Man versuchte allerdings vergeblich,
dieser Figur  neues Leben
einzuhauchen.

 Ob es  von Anfang an geplant war, oder ob es
sich dann so ergab, die beiden Darstellerinnen
Elke Sommer und Silva Koscina stahlen
dem Agenten Bulldog Drummond,
dargestellt von Richard Johnson, total die Show.




Das weibliche Killerpaar 
Irma  (Elke Sommer ) und Penelope 
(Sylva Koscina) im Dienste des 
skrupellosen Ölbarons Carl Petersen 
(Nigel Green) gehörten zu der Gilde
schlagkräftiger Frauensleut,... 




... wie Tura Satana,...




... Honey West (Ann Francis)...




...Pussy Galore (Honor Blackman)...




Emma Peel (Dian Rigg)
und Anderen,
 die damals begannen, 
Leinwand und Bildschirm zu erobern...

... und damit die meist  hilflosen
"Damsels in Distress" abzulösen begannen.




Irma und Penelope dürften auch
 für spätere Produktionen,
wie "Charlies Engel" Modell gestanden haben.




Die Szene am Strand war der absolute Höhepunkt 
und hätte es verdient, ebenso in die Filmgeschichte
einzugehen, wie Ursula Andress' erster Auftritt
als Honeychile Rider.




Zwar hatte schon Claudine Auger
mit Harpunen herumgespielt,
aber die Damen Sommer und Koscina
brachten die Sache auf den Punkt.






Leider war der Rest des Films lediglich
Durchschnittskost und stach aus  der damaligen Flut
von Agentenfilmen zu wenig heraus.
Ein bisschen mehr Liebe zum Detail und vielleicht ein
etwas grösseres Budget und es hätte ein
Klassiker des Genres daraus werden können.

Trotzdem gab es noch eine Fortsetzung.




... allerdings mit 




Daliah Lavi als Helga 
und Beba Loncar als Pandora.
Quentin Tarantino soll von den Filmen immerhin
so angetan sein, dass er ein Remake plant.





Die Schachfiguren, hinter denen Nigel Green
sich versteckt hatte, tauchten später im 
James Bond Film
"The Man with the Golden Gun" wieder auf.

Samstag, 24. Januar 2015

Kai Fischer - Mädchen für die Mambo Bar






Kai Anne Inge Fischer ( 18. März 1934)
spielte ab Mitte   der 1950er Jahre
in mehr als einem halben hundert Filmen
meist zwielichtige Barbesitzerinnen,
Tänzerinnen, Gangsterbräute
 und „leichte Mädchen“. 





 

Die meisten ihrer frühen
 "Sittenfilme" sah ich nur noch 
als Reprisen, meist im Doppelprogramm
 in als “Revolverküchen” 
bezeichneten Kinos im Kleinbasel
 oder einem Vorstadtkino .






Sie spielten meist in verruchtem
 Milieu und versprachen 
vom Titel her mehr,
als man dann zu sehen bekam.

1957: Für zwei Groschen Zärtlichkeit (Call Girls)





 1957: Harte Männer, heisse Liebe (La ragazza della salina)
neben Marcello Mastroiani.

 1957: Ich war ihm hörig     
 1958: Madeleine Tel. 13 62 11
 1958: … denn keiner ist ohne Sünde ( Les filles de nuit)






 1958: Schwarze Nylons – Heisse Nächte
 1958: Skandal um Dodo 
 1959: Lockvogel der Nacht 
 1959: Mädchen für die Mambo-Bar





Nun, man war damals nicht verwöhnt
 und allein schon ein Blick
auf ein nylonbestrumpftes
 Frauenbein brachte das
 jugendliche Blut in Wallung...




... und
 die Phantasie zum Fiebern.






1959 war  Kai Fischer für eine Rolle in dem Film
"Die Nackte und der Satan" verpflichtet, wobei
es zu einem kleinen Skandälchen kam,
 wie im “Spiegel” zu lesen ist.

 “Im Drehbuch war jedoch von
 derart spärlicher Gewandung
 die Rede, daß die Darstellerin meinte,
 Bedenken anmelden zu sollen
- obgleich sie sich auch in anderen
 Filmen mit einer dürftigen
 Wäscheausstattung begnügte
("Für zwei Groschen Zärtlichkeit")
und ihr Filmruf weitgehend auf
den Freimut begründet ist,
mit dem sie vor der Kamera
wesentliche Teile ihrer Garderobe
ablegte. Erinnert sich Hartwig:
 "Es war wohl klar, dass sie
 nicht als Jungfrau von Orléans
 herumläuft. Wir hatten sie
nicht wegen ihrer schauspielerischen
Fähigkeiten engagiert."




   1960: Freddy und die Melodie der Nacht




    1960: Zu heiss zum anfassen (Too Hot to Handle)






     1960: The Hellfire Club;
wo es gar zu skandalösen Nacktaufnahmen
gekommen sein soll, die aber von der
Zensur fein säuberlich eliminiert wurden.




    1961: Denn das Weib ist schwach     





 1962: Tunnel 28





Edgar Wallace Verfilmungen wie
     1964: Zimmer 13






Die Rolle als
Privatdetektivin Kai Fröhlich  in der ersten Krimi Serie
des gerade mal zwei Tage alten Senders ZDF,
 "Die Karte mit dem Luchskopf" war
damals doch recht aussergewöhnlich (1963)





Es folgten weitere Filme im
Stil von Edgar Wallace.
     1964: Das Wirtshaus von Dartmoor
1964: Das Ungeheuer von London-City




1966: Der Würger vom Tower
mit Adi Berber




Sie spielte in
dem legendären TV - Mehrteiler ...





..."Die Gentlemen bitten zur Kasse" (1966)
und  dem dreiteiligen
Straßssenfegers "Babeck" (1967) mit.
Ebenso folgten Auftritte in
 "Der Kommissar" und"Derrick"

Bleibenden Eindruck hinterliess sie 
 als Dompteuse "Tiger-Lilly" in der 
Zirkusserie "Salto Mortale" (1969).

 1968: Die Nichten der Frau Oberst




 1970: Josefine Mutzenbacher


In den 1970er Jahren gelang es ihr,
dem Rollenklischee, auf das sie
festgelegt war, vorübergehend 
zu entkommen.



 1972: Die Angst des Tormanns beim Elfmeter




Aber nur vorübergehend. Bereits in Ingmar Bergmans
 Das Schlangenei (The Serpent's Egg) 1977
spielte sie wieder ein Hure.

 1977: Halbe-Halbe
 1979: Lena Rais
   1984: Kassensturz 
1988  " Tatort" "Salü Palu". 
1990: Liebesgeschichten

   1999 stand sie zum letzten Mal in 
" Der Einstein des Sex"
vor der Kamera.
Daneben spielte Kai Fischer Theater, 
schrieb Drehbücher 
und Kriminalromane
und eröffnete 1984 in München 
mehrere Fotoläden.




  

Freitag, 23. Januar 2015

Jaguar E-Type im Film






Aus der Abteilung
“Männer, Mädchen und Motoren”


Der Jaguar E - Type wurde am
15. März 1961 auf dem Genfer
Autosalon vorgestellt und
war gleich eine Sensation.
Enzo Ferrari soll ihn  "The most
beautiful car ever made" genannt haben.
Das Design von Malcolm Sayer
machte den Jaguar E zu einer
der grossen Stilikonen der 60er Jahre und
fand auch bald begeisterte Fans.




Roy Orbison






Der Jaguar E - Type war ein Meisterstück
britischer  Autobaukunst und
einige Jahre das schnellste
Serienfahrzeug der Welt.
Um die 75' 000 Stück wurden 
zwischen 1961 und 1974 gebaut.





Steve McQueen
in einer Drehpause von
Bunty Hunter,
mit dem berüchtigten Mare Laiggewehr




Charlton Heston





Dave Clark,




George Harrisson





 Tony Curtis,


Britt Ekland, Frank Sinatra,
Grace Kelly, George Best,
 Count Basie und viele
 viele weitere berühmte Persönlichkeiten
waren stolze Jaguarfahrer,
oder liessen sich zumindest
mit dem Traumauto ablichten.


 In den über fünfzig Jahren,
die seither vergangen sind, fand
sich der Januar E Type immer wieder
an prominenter Stelle im Kino.

An erster Stelle berühmter Jaguarfahrer 
im Film ...




... ist da natürlich
G-Man Jerry Cotton zu nennen.





In den klassischen Filmen mit George Nader...





... und auch in der Neuverfilmung
 mit Christian Tramitz.




... gefolgt vom italienischen Meisterdieb  "Diabolik"...




... und manch Möchtegern James Bond
fuhr in jenen Jahren einen Jaguar E.





Sylva Koscina in  "Made in Italy" (1965)





Louis de Funès "Le petit baigneur"
(Balduin, der Trockenschwimmer 1968).





Kultstatus erreichte auch
der zu einem Leichenwagen umgebaute
Jaguar in "Harold und Maude" 1971




Peter O'Toole fuhr einen Jaguar
in "How to steal a Million"





In "Brannigan" 1975 versucht sogar  ein Killer
John Wayne mit einem Jaguar ins
Jenseits zu befördern.


"The Italian Job" 1969



In "Vanishing Point" 1971 war ein Jaguar in ein Duell
verwickelt...




In der eher misslichen Neuverfilmung
der "Avengers" sah man Uma Thurman mit
einem Jaguar E Type und ...



... bei Austin Powers mutierte der
Wagen zum "Shaguar"

Die Legende lebt.