Dienstag, 26. September 2017

Stanislaw Petrow - Der Mann, der die Welt rettete




Wie erst jetzt bekannt wurde, ist
Stanislaw Petrow, 
(7. September 1939 -19. Mai 2017)
der in der Nacht vom
25. zum 26. September 
1983 möglicherweise 
den Beginn eines neuen 
Weltkriegs verhinderte,
am 19. Mai  im Alter 
von 77 Jahren gestorben.

Sein Name blieb weitgehend
unbekannt, obwohl seine Leistung
eigentlich gar nicht genug
 gewürdigt werden kann.

Petrov rettete die Welt!

In jener Nacht geschah eigentlich
unvorstellbares.
Die Computer in einem
 russischen Luftüberwachungszentrum
 meldeten den Abschuss 
von fünf US-Raketen 
Richtung Sowjetunion.

Petrow war der diensthabende 
Verantwortliche  und stufte
den Alarm richtigerweise
 als Fehlalarm ein.

 Petrow stand während 
dieser Entscheidungsphase 
unter gewaltigem Druck:
Er musste allein entscheiden und 
es standen standen ihm
 keine weiteren  Daten zur Verfügung,
 um seine Einstufung 
überprüfen zu können. 

Erst im Nachinein stellte sich heraus, 
dass das satellitengestützte 
sowjetische Frühwarnsystem
  Sonnenreflexionen
 auf Wolken als Raketenstarts 
fehlinterpretiert
hatte.




Petrow, der damit  die Welt wohl vor
 einem Atomkrieg bewahrt hat,
blieb lange Zeit unbekannt.




Er wurde  weder belobigt noch  bestraft. 
Eine geplante Ordensverleihung blieb 
aus “Geheimhaltungsgründen” aus.
Seine  einsame Entscheidung 
wurde erst zehn Jahre süter,
nach dem Untergang 
der Sowjetunion  von der
 Wochenzeitschrift 
"Sowertschenno Sekretno"
 ("Höchste Geheimstufe") publik gemacht. 
Als die Zeitschrift "Kommersant Wlast"
 die Geschichte 1998 nochmals
 aufgriff, wurde man auch im Westen
 auf seine Leistung aufmerksam
und er wurde mit mehreren Preisen
und einem Film gewürdigt.

Montag, 25. September 2017

First Fender Stratocaster in UK





In den Jahren nach dem 
Zweiten Weltkrieg war es 
in Grossbritannien auf
Grund von Importbe-
schränkungen so gut wie 
unmöglich, US amerikanische
 E - Gitarren zu kaufen.
Der erste Mann mit einer Fender
"Stratocaster" ins ganzen
Vereinigten Königreich
soll Shadows - Leadgitarrist
Hank Marvin  (28. Oktober 1941)
gewesen sein.




Grössere Bekanntheit erreichte
die Fender "Stratocaster" erstmals durch
einen Auftritt der
"Crickets" in der 
 "Ed Sullivan Show "am 1. Dezember  1957
 und bald erschien die Gitarre 
auch auf dem Plattencover,
wo Hank Marvin sie erstmals sah.




Cliff Richard bestellte für Hank Marvin 
direkt von Fender Amerika,
 für 180 Guinees,
eine in Fiesta Red lackierte Stratocaster
 mit Gold-Hardware. 
Hank Marvin bekam diese 
Gitarre im April 1959.




Bald zierte die Gitarre auch das Cover
der Shadowsplatten ...





...und machte Marvin
zum Inbegriff des Gitarristen...




.. und die "Stratocaster" in Europa
so einer Art "Archetyp" der
E- Gitarre.



Heute soll die Gitarre, die
 kurzfristig weiss umgespritzt,
dann aber hier in den Originalzustand 
zurückversetzt wurde, im Besitz von 
Bruce Welch sein, der sie sich einmal auslieh
und bislang vergass, sie zurückzugeben.



Zu den frühen "Stratocaster" Gitarristen
gehörten etwa auch
Pee Wee Crayton, Richie Valens,
Gene Vincent and his Blue Caps,
und Carl Perkins.
Alle mit einer Fender "Stratocaster."

Sonntag, 24. September 2017

Western Sidekicks





Sancho Pansa ...




... oder Dr. Watson sind 
archetypische Sidekicks. Jene oft 
kauzige oder komische Figur,
dank deren Begriffsstutzigkeit  der Leser
 oder Zuschauer eines Films, in die Pläne
und Gedankengänge  der 
Hauptfigur eingeweiht wird und deren 
Ueberlegenheit noch deutlicher
 zum Ausdruck kommt.




 Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar, 
Phileas Fogg und Passepartout oder
Frodo Beutlin und Sam Gamdschie wären,
nebst vielen Anderen, ebenfalls zu nennen.
Im Westernfilm gab es eine ganze 
Reihe von Sidekicks, die zum Teil
so beliebt wurden, dass sie der Hauptfigur
 den Rang abzulaufen drohten.

Hier eine kleine Auswahl
berühmter Beispiele:




George "Gabby" Hayes 
7. Mai  1885 - 9. Februar  1969. 
Er spielte neben Roy Rogers
und dem frühen John Wayne
in insgesamt über 200 Filmen.




Al "Fuzzy" St. John  
10. September 1893  -21. Januar, 1963. 
genannt "The King of
Cowboy Sidekicks"
Er spielte u.A. neben Buster Crabbe
und Lash LaRue
und wurde als Filmnebenfigur
fast bekannter
als die jeweilige Hauptrolle.
Durch die ZDF Reihe
"Western von Gestern"
erlebten die Fuzzyfilme
 Anfangs der 1980er Jahre
in Deutschland eine Renaissance.





Walter Brennan
wurde mit ...




... "To Have and Have Not"
neben Humphrey Bogart und
neben John Wayne ...




... in "Red River"
und als "Stumpy" in "Rio Bravo"
zum Inbegriff des Sidekicks.




In "El Dorado" spielte
Arthur Hunnicutt
als "Bull Harris",
eine ähnliche Figur.




Slim Pickens
29, Juni - 1918. Dezember  1983
Später ein geachteter
 Charakterdarsteller ,...






...machte sich Slim Pickens
 in jüngeren Jahren
als Sidekick von Rex Allen
einen Namen.
Mit dem Aufkommen des
Fernsehens, verschwanden die
B Western aus dem Kino,....





Andy Devine
7.Oktober 1905 - 18. Februar 1977



... um im neuen Medium
neue Triumphe zu feiern.
feierte der Sidekick
seine Auferstehung...



... und erreichte ungeheure Popularität.




Eddie "Nugget Clark" Waller
4. Juni  1889 - 20, August1977
brillierte in unzähligen
Filmen und Serien, so 
als Zugschaffner "Red Rock" in
als Postkutschenfahrer "Mose Shell"
in"Laramie"




Jay "Tonto" Silverheels Harold J. Smith 
 26. Mai1912 - 5. März, 1980
war der getreue Helfer an der Seite des
"Lone Rangers".




X Brands hatte eine ähnliche Rolle
in "Yancy Derringer"




Jack Elam prägte neben James Garner
 die Westernkomödie
"Support Your Local Sheriff".
Daneben auch er, in vielen TV Serien
anzutreffen,



Und zu guter Letzt:
Ken Curtis
als Festus. Haggen.
Elf Jahre  in der Serie
"Gunsmoke", getreulich
an der Seite von
Marshall Dillon.
in Dodge City.

Samstag, 23. September 2017

Deutsche Underground Comixmagazine




Die Geschichten der grossen 
amerikanischen Vorbilder wie...




... Robert Crumb,...




...Gilbert Shelton...




... oder auch Richard Corben waren 
schon seit einigen Jahren auch auf 
dem deutschsprachigen Markt erhältlich.

Die Situation für deutsche Zeichner
umschreibt Tomas Bunk so:




1978 erschienen fast 
zeitgleich zwei Magazine




"Hinz & Kunz" in Frankfurt und




"Zomix" in"München, ...




... die für sich wohl
beanspruchen können,
die ersten deutschen 
Underground Comichefte 
gewesen zu sein.





"Hinz & Kunz"
wurde von Bernd Pfarr
und Winfried Secker gegründet,
mit dabei war auch 
Michael Gutmann und 
Volker Reiche, ...




... der kurz zuvor 
seinen Comicband "Liebe"
herausgebracht hatte.
Die ersten zwei
Nummern erschienen 
im Selbstverlag, ...




... später
übernahm der "Volksverlag" um
 Raymond Martin das Heft .
Mitarbeiter waren da
 noch Tomas Bunk,
Jörg Brühl und Rolf Boyke. 









„Zomix“ wurde von Rolf Boyke, 
Hansi Kiefersauer,
 Ewald Lang und Gabriel Nemeth  
1978, ...




...  ebenfalls  im Selbstverlag 
aus der Taufe gehoben. 
Die selbstfinanzierte Erstauflage
 hatte 1000 Exemplare,
die  rasch  auf 3000 verkaufte
 Exemplare anstieg.
Insgesamt erschienen
11 Nummern.




Viele der damaligen
 Zeichner blieben dem
Medium Comic treu.
Winfried Secker als Inhaber
 eines Comicladens.
Der leider früh
verstorbene Bernd Pfarr
 (11.11.1958 - 06.07.2004)
wurde mit ...



..."Sondermann" in der
"Titanic" bekannt und reüssierte
auch als Maler.




Volker Reiche zeichnete ...



"Donald Duck"...




... und "Mecki"
und "Strizz" für die "FAZ".
Auch er malt daneben,
wie auch Tomas Bunk, ...





der u.A. für "MAD" tätig war.

Michael Gutmann landete beim Film.




Auch die ehemaligen
 “Zomix” Macher
 sind alle noch am stricheln
 und pinseln.



Rolf Boyke, ...



Gabriel Nemeth
(u.A "Glöbeli" ) und
Johann Kiefersauer
 (Mecki, Käpt'n Blaubär)




sind
immer noch aktiv.




Ich selbst startete zu der Zeit
meine "Shayawaya" Reihe,
die zwar wenig mit der 
Undergroundthematik zu tun hatte,
aber mit der Idee 
sympathisierte, aus eigener
Kraft etwas Eigenständiges
 auf die Beine zu stellen,
was dieser kleine "Werbecomic"
zeigen soll.