Sonntag, 19. April 2015

Jubiläum - 2000 Blogs!






Dies ist der Blog Nummer 2000 !

Eigentlich habe ich
 ja im Mai 2009 mit 
der Bloggerei ja angefangen,
um Erinnerungen zu ordnen, 
um Dinge und Ereignisse
festzuhalten, 
die mich in den letzten
 sechs  Jahrzehnten aus irgendeinem
 Grund  interessiert
 haben, die mir wichtig waren und die zu
Unrecht der Vergessenheit anheim
 zu fallen drohen. 




So eine Art externer Festplatte,
bevor auch meine Erinnerung daran  schwindet.

Unterdessen steh ich, selber staunend, vor rund
2000 Blogeinträgen. -
einem Sammelsurium mehr oder minder
"nutzlosen" Wissens. 



Von der "Tiki" Brausetablette
über leckere Brotaufstriche,




wie "Cenovis" ...




... über all die Comic- TV
 und Westernhelden ...




...meiner jüngeren Jahre....





... über die Musik der 1950er und 60er Jahre...





... über Zeichner und Illustratoren,
die es wieder zu entdecken lohnt,
wie etwa Carl Lindeberg.


An dieser Stelle möchte ich
vor allem “Wikipedia” danken,
Die freie Enzyklopädie, ohne
die meine Bloggerei undenkbar
wäre.




Oft sind von dem, was einem
in der Kindheit oder Jugend tief
beeindruckte, nur Erinnerungsfetzen,
 Bilder, oder ein
Refrain geblieben. Kaum aber
 Fakten und Daten. “Wikipedia”
leistet mir da unschätzbare Hilfe,
die wenigen, noch in
meinem Gedächtnis vorhandenen
Puzzleteile, zu einem neuen
 Ganzen zusammen zu fügen.





Ausserdem zwinge
ich mich wöchentlich,
eine neue Seite meines
 Comics fertigzustellen...





...was mich davon abhält,  mich mit immer
neuen Ideen zu verzetteln.

Und darüber hinaus,
vieles, vieles Andere mehr.


Mit etlichen Blogs scheint es mir
 gelungen zu sein
das Interesse der Lesershaft zu wecken..

Andere Blogs sind, zu Unrecht wie 
mir scheint, kaum beachtet worden.




Oder kann es sein, dass 
Danger Man John Drake” und  die
Nachfolgeserie “The Prisoner / Nr. 6
 - absoluter Kult der
 1960er Jahre, in fünf Jahren nur 
gerade 95 Nasen interessieren?




Während dem die Zahl jener, die in
 ihrer Jugend  sich vergeblich 
nach einer “X Ray Brille” gesehnt
 haben, offenbar Legion ist?

Nun, wie auch immer.

Zu meinem eigenen Erstaunen, fallen mir
immer neue Sachen ein, die es Wert sind, der
Nachwelt erhalten werden.

“Macht er wenigstens nichts Dümmeres”
wie meine Frau dazu zu sagen pflegt.


Samstag, 18. April 2015

Alfredo Alcala







Das Titelbild des kleinen 
Heftchens, das mir 1977 in
die Hände fiel, liess wenig Spektakuläres erwarten.
Die üblichen Versatzstücke, die
nun mal  zur Heroic Fantasy gehören,
 eher laienhaft  aufs Cover drapiert.






Der Inhalt liess einem allerdings
 den Atem stocken.
Ein Fantasyabenteuer, gezeichnet in einer
 an Franklin Booth gemahnenden,
schier altmeisterlich wirkenden
Technik.



Alfredo Alcala 
23. August 1925 – 8. April 2000

Vom Künstler, Alfredo Alcala, hatte ich nie zuvor gehört.





Erst später fand ich heraus, dass der
Künstler von 
den Philippinen stammte ...



... dort zu den ganz Grossen gehörte
und auf eine lange Liste von Auszeichnungen zurück-
blicken konnte:


1948 · Official Artist for the National council
of the Boy Scouts in the Philippines

1949· Fastest Artist in the Philippines

1962 · 1st Place Awards, Society of Philippine
Illustrators & Cartoonists

1963 · Top illustrators Asiaweek magazine

1963-1971 · 1st Place Awards, Society of Philippine
 Illustrators & Cartoonists


Dort lief die Serie “Voltar” 
anscheinend schon seit 1963


Eine weitere Serie von Alcala:
"Ukala"




 Tony DeZuniga war der erste philippinische 
Künstler, der sein Glück in den USA suchte.
1970 folgte Nestor Redondo. 1971 begann auch 
 Alcala für DC und Marvel Comics 
zu arbeiten und übersiedelte
Mitte der 1970er Jahre nach New York.


Alcala zeichnete zwischen 1977-1981 
 39 Stories für Warren.




 Voltar wurde in den Nummern 2-9 
von “The Rook ” fortgesetzt.





In den 1980er Jahren arbeitete er an “Star Wars”, 
und oft zusammen mit John Buscema
an “Conan the Barbarian ”



Für sein Schaffen wurde er auch
in den USA mehrfach ausgezeichnet.





1972 · Science Fiction and Fantasy Awards, USA

1977 · Inkpot Awards, San Diego, CA USA


Freitag, 17. April 2015

Franklin Booth



Franklin Booth, 8. Juli 1874 – 28. August 1948
war ein amerikanischer Illustrator, ...






... der sich vor Allem mit
seinen äusserst detaillierten, raffiniert
schraffierten Federzeichnungen einen 
Namen machte.





Franklin Booth




Booth wuchs auf einer abgelegen Farm
in Jndiana auf. Er entwickelte  seine aussergewöhnliche 
Technik autodidaktisch durch das Kopieren
von Magazinillustrationen, die damals 
meist Xylographien ( Holzstiche) waren.





Der Holzstich war ein vor der Erfindung 
der Rastertechnik übliches Hochdruckverfahren.
Die weissen Stellen 
der Vorlage, die meist auf Buchsbaumholz 
gezeichnet wurde, wurden mit einem Stichel  entfernt und
die zu druckende Flächen und Linien  stehen gelassen.
Booth übertrug diese Linienführung auf seine
 Federzeichnungen.

Booth beeinflusste eine ganze Reihe
späterer Zeichner,...





... Roy G.Krenkel …








... oder Berni Wrightson.





 Alfredo Alcala, der philippinische
Meister, der wiederum mit seinem
"Voltar" eine ganze Generation
in seinem Heimatland beeinflusste...






... wie hier etwa Gerry Alanguilan.

Donnerstag, 16. April 2015

Stahlnetz



Zu der Zeit, als man höchstens
zwischen zwei, drei 
Sendern des öffentlichen
Rundfunks die Wahl hatte,
kam dem Fernsehen noch
eine ganz andere 
Bedeutung zu. Eine gute Sendung
 war Pausengespräch 
auf dem Schulhof, im
Tram, am Arbeitsplatz.
Einer dieser "Strassenfeger" war
 “Stahlnetz”eine zwischen 
1958 und 1968 ausgestrahlte
"semidokumentarische" 
deutsche Kriminalfilmproduktion
des NDR, deren 22 Folgen
 angeblich auf
tatsächlichen Begebenheiten 
basierten. 




Dieser Fall ist wahr!
Er wurde aufgezeichnet
nach den Unterlagen
der Kriminalpolizei .

Nur Namen von Personen,
Plätzen und die Daten wurden
geändert um Unschuldige
und Zeugen zu schützen.

Sollte trotzdem Namens-
gleichheit mit lebenden oder
toten Personen auftreten,
so ist sie rein zufällig.





Das Konzept wurde der
US- Fernsehserie "Dragnet" 
 entliehen. Die erste Folge lief
 noch unter dem Titel 
von Jürgen Rolands Reihe
" Der Polizeibericht meldet", gilt aber 
im Nachhinein als Beginn der  Stahlnetzserie.
Das berühmte  musikalische Signet
 „Taa-Ta-Tamm-Tamm“  wurde 
ursprünglich von Miklós Rózsa für den
 Film "The Killers", 1946 komponiert
und war damals fast so bekannt, wie 
später die Titelmelodie zu 



Die restliche Titelmusik wurde von
 Mort Shuman komponiert und direkt
 vom US-amerikanischen Vorbild
 "Dragnet" übernommen.



Die Serie wurde von Jürgen Roland
nach ausgefeilten  Drehbüchern von
 Wolfgang Menge in einem bis dahin
nie gesehenen, realistischen Stil, inszeniert.




Jürgen Roland 25. Dezember 1925 - 21.09.2007 
Wolfgang Menge 10. April 1924 - 17.10.2012


Im Nachhinein, so muss ich feststellen,
 beeindruckt mich die Serie heute
mehr als damals. Sie war mir als Jugendlicher
meist etwas zu langatmig, zu betulich.




Biedere, ältere Herren, (wie ich damals fand),
u. a.  Hellmut Lange,
Heinz Engelmann, Eddi Arent,
Wolfgang Völz oder Rudolf Platte
schlugen sich mit oft wenig spektakulären
Kriminalfällen herum.
Es wurde akribisch recherchiert,
(angeblich standen echte Kommissare
beratend zur Seite) aber
auf Action wartete man meist vergeblich.





Vom Duft der grossen,
weiten Welt, wie ihn etwa
amerikanische Krimi - Serien
 damals versprühten, war 
da wenig zu spüren.

Und mit den coolen Wagen der 
amerikanischen Fernsehdetektive,
konnte man schon gar nicht mithalten.




 Es herrschte viel eher
bundesrepublikanischer Alltagsmief.

Trotzdem; "Stahlnetz" erreichte
 Zuschauerquoten von 
über 90 Prozent.

Gerade diese getreuliche Schilderung
der alltäglichen Wirklichkeit
 der frühen 1960er Jahre,
die Suche nach grösstmöglicher
Authentizität und 
die akribische Detailgenauigkeit
 machen  einen grossen Teil des Reizes aus, 
den die Serie sich bis
Heute bewahren konnte.





Daneben gibt es ein Wiedersehen
 mit einer unglaublich 
grossen Zahl hervorragender
 Schauspieler jener Jahre...




... und nicht zuletzt mit Freddy Quinn.

Mittwoch, 15. April 2015

Horst Haitzinger








Auch wenn die tagespolitische 
Aktualität längst verflogen ist ...




... und sich wohl nur noch unter der Last der Jahre
gebeugte Häupter einen Reim auf diese 
Karikaturen machen können,...




... so bestechen sie doch immer noch durch
ihre herausragende, zeichnerische Brillanz.





Horst Haitzinger 19.06. 1939
geboren, veröffentlichte 1958
seine erste Karikatur und ist
seit 1963 als freischaffender 
Karkaturist für verschiedene
Zeitschriften und Zeitungen tätig.



Andere Karikaturen, obwohl auch schon 
älteren Datums, haben dagegen leider noch
kaum an Aktualität eingebüsst.







Manche könnten alle paar Jahre wieder
neu aufelegt werden...




Andere beweisen Horsts schon 
fast prophetischen Weitblick.












Besonders reizvoll ist die in 
dem Buch "Archetypen"
zusammengestellte 
Sammlung von Bildern, die
menschlich-allzumenschliches
aufs Korn nimmt...













... und die die ganze Palette



... von Horst's Können umreisst.






Beim Betrachten dieser Bilder
würde man sich wünschen, dass Horst
tatsächlich einmal ein
Märchenbuch illustriert hätte.







In jüngerer Zeit widmet sich Horst Haitzinger
nebst dem karikaturistischen
Tagesgeschäft auch der freien,
phantastischen Malerei.