Dienstag, 1. Juli 2014

Wiener Schule des phantastischen Realismus




Mitte  der 1960er Jahre wurde eine
 Kunstrichtung populär, die als
“Wiener Schule des phantastischen Realismus” 
bezeichnet wurde. 

Ein Bild von Rudolf Hausner tauchte als
 Illustration zu “Magical Mystery Tour”...



... im von Alan Aldridge herausgegebenen
“Beatles Songbook” auf.




Werke von Ernst Fuchs im Buch 




von Robert Masters und Jean Johnson.

Nach eigenen Aussagen in seinem
Buch „Architectura Caelestis“
beruhen viele seiner Motive auf
drogeninduzierten wie auf  visionären Erfahrungen.
 Unter dem Sammelbegriff 
“Wiener Schule des phantastischen Realismus” 
wurde eine lose Gruppe von Anfangs
 fünf österreichischen Künstlern 



Arik Brauer,




 Ernst Fuchs,




 Rudolf Hausner, 




Wolfgang Hutter...




...  und Anton Lehmden, verstanden, 
die im Wien der Nachkriegszeit zusammengefunden hatte.
Der Begriff geht auf den Kunstkritiker 
Johann Muschik zurück.
Ein wesentliches Motiv für die von Johann Muschik
 gefundene Bezeichnung als „Phantastischer Realismus“
 lag  darin, den Begriff des “Realismus” 
aus der stalinistischen Kulturdoktrin
für sich  in Anspruch zu nehmen,  und in einen 
neuen Kontext zu stellen und sich andererseits
gegen den von der westlichen Seite im Kalten Krieg
propagierten, abstrakten Expressionismus abzugrenzen.
Der Kunstrichtung gemeinsam ist  der Hang zu 
erzählenden Bildern, zu  figurativen, surrealen 
Motiven und zu  einer handwerklich  akribischen, 
an den alten Meistern geschulten  Technik.
Die Motive  umfassten Traumvisionen, mystische, 
okkulte oder apokalyptische 
Themen,.die sich ebenso auf die niederländischen
 Fantasten des 15. und 16. Jahrhunderts,
 wie Pieter Bruegel oder Hieronymus Bosch,
 wie auch auf den Surrealismus, beriefen.
Die Bilder passten jedenfalls perfekt ins
und blieb nicht ohne Einfluss auf die spätere Fantasy Art.





Ernst Fuchs zeichnet übrigens mit seinem später
 auch als Taschenbuch erschienen Prachtsband
"Architectura Caelestis"
 eine hochinteressante Geschichte
über die verschlungenen Wege der
phantastischen Kunst,
den "Bildern des verschollenen Stils" nach.