Samstag, 7. September 2013

Arnold Kohn



Auch er schuf, so um die Mitte
des vorigen Jahrhunderts, einige klassisch
gewordene SF Titelbilder.




Arnold Kohn
1920-1984






Durch seine offensichtlicheVorliebe für
 “Girls” geriet er dann ins Pin Up Metier,
wo er u.A. für den "Playboy" arbeitete.






Daneben war er auch für Mammoth Detective
 und Mammoth Adventure ...




Mammoth Western und Mammoth Mystery...





...und für den Taschenbuchmarkt tätig.




Am eindrücklichsten scheinen mit aber bis heute
seine Science Fiction Bilder.



Freitag, 6. September 2013

Celestino Piatti



Celestino Piatti  5. Januar 1922  17. Dezember 2007

Ab den 1950er Jahren bis weit in die siebziger Jahre
war Celestino Piatti an den Schweizer Plakatsäulen
omnipräsent.
In Zürich geboren, zog er 1948 nach Basel und eröffnete
ein eigenes Atelier.
Bereits sein erstes Plakat  mit dem 
"Märggli - Hamster"wurde preisgekrönt.





Seine Plakate mit dem Rabattmarkenhamster 
 für die Basler Rabattmarke 
BKG Liga prägten sich, leicht variiert, über
Jahre in das Bewusstsein der Bevölkerung.
Von da an, kam man kaum um den Namen Piatti herum.
An fast jeder Plakatwand hingen ein
oder gar mehrere seiner unverkennbaren Werke.






 Rund 500 Plakate entwarf 
er im Laufe seines Lebens.
Meist sofort erkennbar durch 
die starke,
schwarze Kontur.
30 davon wurden 
als" Bestes Schweizer Plakat des Jahres"
ausgezeichnet.Viele davon sind bis heute
im Gedächtnis haften geblieben.






Für den Deutschen Taschenbuch Verlag (dtv),
übernahm  er  seit Gründung
 des Verlages (1961) bis Mitte der 
1990er Jahre fast 
 die gesamte Gestaltung. 



Mit den  einheitlich weissen dtv-Bänden schuf
 er so ein einheitliche Erscheinungsbild,  lange
 bevor der .Begriff "Corporate Identity"
 erfunden wurde.


Insgesamt schuf Piatti über 6300 Buchumschläge.
Mehrere von ihm gestaltete Bücher bekamen
 das Prädikat "schönstes Buch des Jahres"
Ihm selbst wurde 1985 der Preis des
 Schweizer Buchhandels verliehen.





Daneben schuf er Briefmarken, eigene Bilderbücher,
beschäftgte sich mit freier Druckgrafik  wie
Lithografie, Holzschnitt und Linolschnitt,
schuf Glas- Wandbilder und Keramik
und experimentierte mit allen möglichen,
anderen künstlerischen
Techniken.





Seine Kinderbücher "Eulenglück" und
"ABC der Tiere" wurden Welterfolge.





In späteren Jahren zog Piatti
nach Duggingen im Laufental
und engagierte sich zunehmend  für karitative
 Organisationen, Tier- und Umweltschutz.

Donnerstag, 5. September 2013

Buch der Schatten 4/127



Dies ist nun schon das dritte Mal,
wo die geheimnisvolle Nonne
schützend in Mr. Scotts 
Geschicke eingreift.

Erstmals in Calais
und das zweite Mal in Paris.
Aber noch immer ist ungewiss, in
wessen Diensten sie steht und was 
ihre Ziele und Absichten sind...




Mittwoch, 4. September 2013

HD Läppli - Alfred Rasser



Alfred Rasser  29. Mai 1907  - 18. August 1977
Alfred Rassers Weg zum Volksschauspieler
und indirekt zur nationalen Symbolfigur,
führte über etliche Umwege.
Nach einer Lehre in einer Speditionsfirma und
 zwei weiteren Jahren als Angestellter daselbst,
arbeitete er 1928 für den Internationalen
 Hilfsdienst Liechtenstein.
Dann gründete er eine Hühnerfarm im Tessin. 
Schliesslich trat er in die 
die Schauspielschule von Oskar Wälterlinein,
 arbeitete nebenbei als Buchhalter.
Er gründete eine eigene 
Theatergruppe und eröffnete gleichzeit ein
 Malergeschäft um eine solide, finanzielle Basis
für seinen Traum zu haben. 





 Im Kabarett "Resslirytti" 
verkörperte er  zum ersten Mal seinen 
Theophil Läppli, eine Schweizer Variante
 von Hašeks bravem Soldaten Schwejk.

1935 war er  für fünf Jahre Mitglied bei dem 
Cabaret Cornichon. 1943 eröffnete er sein
 Kabarett Kaktus, das bis 1951 existierte.
Bis heute noch bekannt aus jener Zeit ist seine Figur
“s Finälä vo Häsige,” die Elsässer Gemüsefrau,
 die von den Kriegsleiden 
in ihrer Heimat erzählt. 
Ebenso der "Waggis", mit dem über Jahrzehnte
allüberall kolportierten Spruch:
"Gang schass mer der Giggel zum Jardin
 n'üs, er frisst mer alle Legümes"
1954 wurde er, mitten im  Kalten Krieg, 
mit anderen Künstlern und Politikern, so etwa dem 
Basler Kunstmaler Max Kämpf, zu einer 
Reise in die Volksrepublik China eingeladen.
Als Alfred Rasser  zurückkam, wurde er 
von allen Seiten angefeindet und boykottiert; 
als “Kommunistenfreund”erhielt er
keine Engagements mehr, abgeschlossene 
Verträge wurden annuliert.





Rasser ergriff die Flucht nach vorn,
er entschloss sich, seineerfolgreiche  Läppli-Figur unter
 dem Titel “Läppli am Zoll”. zu verfilmen.
Es folgten “HD-Soldat Läppli” (1959)
 und “Demokrat Läppli” (1961).
Theophil Läppli aus Buckten / Baselland
wurde eine Art Nationalfigur.
Rasser hatte in Buckten im Krieg Aktivdienst geleistet
und machte die Gemeinde im Homburgtal zum Heimatort
 seiner legendären Figur und zeitweilig somit
in der ganzen Schweiz bekannt.




"Vo Buckte, Baselland"

Vor allem “HD Läppli” wurde ein riesiger Erfolg.
"HD  Läppli" nahm  die  heilige Kuh Armee 
auf den Arm, machte sich über
Auswüchse des sturen Militärbetriebs lustig, 
und relativiert damit ein wenig die bereits 
schon in mythische Höhen abgehobene Zeit der
Grenzbesetzung und des Aktivdienstes





Der Film war aber erheblich milder, 
als es angeblich Rassers
Kabarettnummern gewesen sein sollen, weit 
entfernt von einer militärkritischen
 oder gar  armeefeindlichen Einstellung.
Trotzdem wurde allenthalben Subversion gewittert.
Allein schon die Tatsache, dass man sich über
das Militär lustig zu machen wagte, 
genügte zur Intervention von "Oben".
So musste eine Szene, in der Läppli
 die Fingernägel mit dem Bajonett reinigt, 
angeblich auf Geheiss der Armeeführung entfernt werden.
Der Film als Ganzes vermag nicht immer zu überzeugen. 
Einzelne Szenen, wie etwa Läppli beim Strafexerzieren,
 sind aber bis heute unerreicht.







Rasser  liess seinen Läppli 
auch in späteren Jahren
immer wieder kritisch zum Zeitgeschehen
Stellung nehmen.
Als "Demokrat Läppli"...




...als "Weltbürger Läppli"...




... und als "Zivilverteidiger Läppli",...





...wo er das vielgeschmähte
 Zivilverteidigungsbuch,
eine letzte und heissumstrittene
Blüte des Kalten Krieges
und der "geistigen Landesverteidigung",
naiv-listig hinterfragte.





Von 1967 bis 1975 sass Alfred Rasser
für den "Landesring der 
Unabhängigen" als Nationalrat schliesslich selber
im eidgenössischen Parlament. 
Nach Rassers Tod schlüpfte sein Sohn 
Roland für Jahre in die Haut
des Läppli und führte den Erfolg der 
Figur über Jahre weiter.




Eine weitere berühmte Figur Rassers
 war der versponnene
"Professor Cekadete"
Der Spruch"Der Mensch lebt nicht vom Brot allein,
 sondern auch vom Znüni"wurde von uns
Kindern immer
wieder gerne in der Schulpause zitiert.
Neben seiner kabarettistischen Arbeit spielte
Rasser in rund dreissig Spielfilmen mit.





Dienstag, 3. September 2013

Ip Man - The Grandmaster



Ip Man, bei uns auch Yip Man geschrieben
1. Oktober 1893 in Foshan, China 
- 2. Dezember 1972 in Hongkong
war in unseren Breitengraden
vor allem als  Lehrer von
Bruce Lee bekannt. In seiner Heimat
hat er einen legendären  Ruf und geniesst 
höchsten Respekt als Meister des Wing Chun.






Was im Western der "Gunfighter" ist,
ist im Eastern der Kung Fu Meister
und in beiden Fällen
verschmelzen Wirklichkeit und
Legende untrennbarer miteinander,
je öfter der Film sich  der Lebensgeschichte 
eines Heroen annimmt.




Erstmals sah ich Yip Man im Film in
einer kleinen Sequenz in
"Dragon: The Bruce Lee Story"1993
mit Jason Scott Lee,
 als Lehrer des noch jungen Bruce Lee.




Donnie Yen als Yip Man.

2008 wurde in Hongkong erstmals 
ein Spielfilm über seine Jahre in 
Foshan gedreht






Höhepunkt des Films ist ein Kampf,
 der zwischen dem japanischen 
Kommandeur General Miura und
 Yip Man zur Zeit des Zweiten 
Japanisch-Chinesischen Krieges auf 
dem Marktplatz von Foshan
 stattgefunden haben soll.





2010 wurde Ip Man 2  fertiggestellt. Yip Man zieht nach 
Hongkong und eröffnet seine eigene Wing-Chun-Schule. Dabei muss 
er sich gegenüber vielen Kung-Fu-Meistern beweisen.





Der Endkampf des Films zeigt, wie Yip Man gegen 
den britischen Boxer Taylor „The 
Twister“ Milos um die Ehre  der chinesischen Kampfkunst
kämpft.
Dann häuften sich geplante und verwirklichte Filme
über Ip Man auf verwirrende Weise.
Von Ip Man 3 und gar Ip Man 4 war die Rede.





 2010 erschien "Ip Man Zero", offenbar
auch unter dem Titel  "The Legend Is Born: Ip Man" ein Film
 um die frühen Jahre des jungen Yip Mans.




 Herman Yau  führte bei diesem und auch bei
 Ip Man: The Final Fight 2013 Regie 
Ebenso soll es eine chinesische TV
Serie mit dem Titel Ip Man geben
 und gar von einem Musical über Ip Man ist zu hören




2013 wurde in China der Film The Grandmaster
 von Wong Kar-Wai uraufgeführt . 
Der Film zeigt Yip Mans Leben ab  1930 in 
Foshan über seine Reise nach
 Hongkong nach dem zweiten
 Chinesisch -Japanischen Krieg und die Zeit bis zu seinem Tod. 
Yip Man wird von Tony Leung gespielt.

Wie weit das alles den historischen Begebenheiten und dem
wahren Leben Ip Mans entspricht bleibt offen.
Aber  es gibt jede Menge Kämpfe,
zum Teil hervorragend choreografiert








Montag, 2. September 2013

Pitralon




Eine ehrliche Sache: Pitralon


Erfunden wurde es von Karl August Lingner in Dresden
 Anfang des 20. Jahrhundert .

Angeblich soll Pitralon in mehreren Ländern mit
ganz unterschiedliche Duftrichtungen
 und Zusammensetzungen vertrieben worden sein, 
 die kaum mehr als den Namen
 gemeinsam haben.
Heute kommt von allen vertriebenen Pitralons, 
das nur in der Schweiz erhältliche Piralon
 in Inhaltsstoffen und Aufmachung dem
 legendären alten Pitralon am nächsten.


In der Schweiz meiner Jugendzeit  war Pitralon 
 generationenübergreifend  so etwas 
wie ein Synonym für Rasierwasser.




Eines war klar:
"Männer nehmen Pitralon"
womit impliziert wurde, dass das 
Rasierwasser nichts für Weicheier war.




Dem Rasiernovizen aus den  1960er Jahren
war auch bald klar, was mit dem
 markigen Werbespruch gemeint war.  
"Me gschpüürt, wie's würkt."

Es konnte brennen, wie die Hölle!

Irgendwann verlor es seine Stellung 
als unbestrittener Marktführer,
möglicherweise nicht zuletzt deshalb,
 weil die holde Weiblichkeit
 erste Annäherungsversuche
schnippisch kommentierte:
"Du riechst wie mein Opa"
was auf die unverwechselbare
Pitralon Duftnote zurück zu führen war.


Trotzdem hält Pitralon, "mit der betont
männlichen Note",  aber immer
 noch eisern seine Stellung.



Sonntag, 1. September 2013

Crimson and Clover




Nun ja, über den Text wurde einiges gerätselt,...
Crimson and Clover???
Purpur und Klee???
Gab es da eine tiefere psychedelische Bedeutung,
eine geheimnisvolle, kryptische Botschaft, die
man nicht verstand?
Fragen über Fragen!


Tommy James and the Shondells
liefen eigentlich eher unter der
Kategorie "Bubblegum Rock"...




...wogegen ich nix einzuwenden habe.





"Hanky Panky", und "Mony, Mony"
waren zwei sauber gemachte kleine
Rocksongs, die beide in den oberen Ränge
der Hitparade kamen.





Billy Idols Version scheint mir aber die
Qualitäten von "Mony, Mony" besser rüberzubringen.

Aber "Crimson and Clover " fiel irgendwie total
aus diesem Rahmen.
Vor allem in der langen Version,
die es da und dort noch zu hören gibt.
Ich hatte sie nur auf Tonband und kann deshalb
keine genaueren Angaben mehr dazu machen.
Jedenfalls wild verzerrte elektrische
Gitarre, eine verzerrte Stimme und ein "Gater Effekt",
was immer genau das ist.

Alles zusammen eine ganz tolle Sache,
fand ich damals ( und eigentlich heute auch noch)
Geschrieben wurde das Stück von James zusammen
mit Drummer Peter Lucia.
"Crimson and Clover" klang einfach irgendwie gut,
meinte Tommy James später einmal,
hat aber keine tiefere Bedeutung.


Später (so um 1983) gabs noch
eine Coverversion von Joan Jett,
auch nicht zu verachten