Freitag, 7. September 2012

Der Widerspenstigen Zähmung






"Kiss me Kate" ist ein Musical von Cole Porter, das am
am 30. Dezember 1948 im Century Theatre
in New York uraufgeführt wurde.
Das Buch stammt von Samuel und Bella Spewack,
und lehnt sich an Shakespeare's "Der Widerspenstigen
Zähmung" an.
Also irgendwie klassisch!!!

„Kiss Me, Kate“
wurde 1953 von Regisseur George Sidney verfilmt
und auf dem Plakat versohlt Hauptdarsteller Howard Keel mit
Insbrunst Miss Grayson den Hintern.
Und alles in 3-D !




Den Franzosen war das noch nicht deutlich genug
und sie retuschierten fleissig am Originalbild.





1963 wagte sich ein Anderer an Shakespeares Stoff
und versetzte ihn in den Wilden Westen...





Ja, kein geringerer als der "Duke"
ist hier zu sehen,...





...der die widerspenstige Maureen O'Hara
nach alter Väter Sitte zur Räson bringt...





...und auch dieser nicht ganz unbekannte Mann,
widmete sich anno 61 noch ganz ungeniert
einer alten amerikanischen Tradition.
Dem "good, old american spanking"




"I got a feelin' this is gonna make the
both of us feel an awful lot better"
Der "King" himself, anno 1960
in "Blue Hawai".
Die "Glückliche" war Jenny Maxwell.


Donnerstag, 6. September 2012

Helmut Nickel "Winnetou"



DER “deutsche Western”- Karl May’s “Winnetou”,
 und wohl auch DER deutsche Westerncomic.
Um 1962, die Urheberrechte für Winnetou
waren gerade erloschen,
beauftragte der Verleger Walter Lehning
den jungen Helmut Nickel damit,
Winnetou in Comicform umzusetzen.
Es entstand ein Klassiker.




Nachdem Helmut Nickel schon 2011
am Comicfestival in München mit dem
 PENG!-Preis für sein Lebenswerk geehrt wurde,...



 
...und in der  »Edition 52« 
eine Hommage  an ihn erschien,
an der rund 50 Zeichner mitarbeiteten,
wird nun endlich
Nickels  “Winnetou” in würdiger Aufmachung
 wieder veröffentlicht.




 
Band 1 ist, wie mit Schrecken lese,
 beim Verlag bereits vergriffen!!!

Mittwoch, 5. September 2012

Hundert Jahre Tarzan



Ein runder Geburtstag wäre noch 
nachzutragen:
Am 24.August 1912 erschien die erste 
Tarzangeschichte und seither 
erlebte der Herr des Dschungels
ungezählte Abenteuer in Büchern, Filmen, 
Comics und sogar in einem Musical.
Tarzan heisst eigentlich John Clayton III., Lord Greystoke 
und wurde nach einer Meuterei zusammen mit seinen
Eltern an der afrikanischen Küste ausgesetzt.
Nach dem Tod seiner Eltern wird der kleine John 
von einer Gruppe Affen aufgezogen und 
reift zum Herrn des Dschungelsheran.
 Tar-zan bedeutet in der Mangani-Sprache,
der von Burroughs erschaffenen Affensprache, ”Weisse Haut”
In meinem Label “Tarzan” habe ich 
in diesem Blog schon die eine oder andere Info 
zusammengetragen. Wer also weiteres wissen will, siehe daselbst.

 Zum Geburtstag bringt der Mohlberg Verlag eine
“ Tarzan-Triologie” in der neben neben Tarzan bei den Affen (1912)
 zwei,  bisher nicht oder nur unvollständig ins Deutsche übertragene
geschichten veröffentlicht werden.
 Tarzan und die Schiffbrüchigen (1940) sowie die 1964 
postum veröffentlichte Geschichte Tarzan und der Verrückte.
 Illustriert werden die drei Bände von Patric Sandri. 

Dienstag, 4. September 2012

Montag, 3. September 2012

Karl May Filme-Sidekicks




Um einen humorigen Einsprengsel in den 
Karl May Filmen zu gewährleisten wurden
 hochkarätige Leute in grosse aber auch kleinere 
Nebenrollen eingebaut. Allen voran: „… 
wenn ich mich nicht irre, hihihi“ 
Ralf Wolter, sowohl als Sam Hawkens...





...wie als Hadschi Halef Omar und auch als
schwäbischer Kuckucksuhrenvertreter Andreas Hasenpfeffer.




Daneben Eddi Arent als Lord Castlepool in
"Der Schatz im Silbersee" und "Winnetou 2"




Am meisten und in verschiedenen Rollen zu sehen:
Chris Howland als Lord Tuff-Tuff in "Winnetou 1" 1963,
"Der Schut" 1964 als Butler Archie, "Durchs wilde Kurdistan" 1965,
"Im Reiche des silbernen Löwen" 1965 und 
in "Das Vermächtnis des Inka" 1966, als Indio „Don Parmesan“.





Heinz Erhard war als Kantor Hampel in " Der Oelprinz" zu sehen...




Bill Ramsey als Timpe in "Old Shatterhand"... ...überhaupt ist die 
Besetzungsliste der Karl May Filme im 
Rückblick an Ueberraschungen reich

karl-may-filme.de/stars

Sonntag, 2. September 2012

Walter Alvares Keller - Peter Stäubli





Walter Alvares Keller 
28.2.1908 - 2.9.1965
Nachdem er bei einem Wettbewerb des
Kaufmännischen Vereins
 einen Preis gewonnen hatte, begann
Walter Alvares Keller zu schreiben.
Vor allem seine "Peter Stäubli" Trilogie
war in den 50ern und  frühen
1960er Jahren beim breiten
 Publikum weitherum beliebt.
Von der offiziellen Literaturkritik
geflissentlich ignoriert,
erreichten die Bücher Auflagenzahlen, von denen 
manch "richtiger" Literat nicht 
einmal zu träumen wagte.
In "Der weisse Mantelsaum" schilderte
 Keller seine Kindheit und Jugend um
das damals noch ländliche Wollishofen
und zeichnet ein anschauliches, scharf beobachtetes
und farbiges Bild
einer längst entschwundenen Lebenswelt.

In "Peter Stäubli in Brasilien"
erzählt er von seinen Abenteuer in
der Ferne,
 und in "Peter Stäubli,was nun?"
die schwierige Lebenssituation
 nach der krankheitsbedingten Rückkehr in die Heimat.

Sein Stil, als "exotisch-abenteuerlich und
 doch spezifisch schweizerisch" umschrieben,
wurde vom breiten Publikum begeistert aufgenommen.
ungeachtet aller literarischer Kriterien
sind alle Bücher für den
kulturhistorisch interessierten Leser
heute noch eine Fundgrube.

In den beiden letzten Bänden
der Trilogie, lassen sich
Bezüge zur Situation zu Emigration
und Immigration finden, die
durchaus auch heute noch aktuelle Paralellen 
haben.

Jersen Derwulf geht in seinem
Buch "Brasilien mit Brüchen"
darauf ein.





Will man  im Internet mehr darüber wissen,
muss man sich schon bei
der eScholarship der Universitiy of California umsehen, wo
unter dem Titel:
"Wenn die Schweizer Heimat exotisch geworden ist.
 Das Thema der Heimkehr aus Brasilien bei deutschschweizerischen Autoren"
ab Seite 10 zumindest auf Walter Alvares Keller eingegangen wird.

http://escholarship.org/uc/item/3pg5g2w8#page-1


Keller  war nach seiner Rückkehr
 Mitglied der SP und 
 des Kaufmännischen Vereins Zürich.
 1951-65 Zürcher Gemeinderat. 

Im sozialkritischen Roman "Anny" (1965)
ging er Missstände im eigenen Parteilager an
und verscherzte es sich mit seinen Genossen.

"Urwald, Liebe, Diamanten"
erschien erst nach seinem Tod.
 An der Heinrich- Federer-Strasse 6 in Wollishofen.
erinnert eine Gedenktafel an den heute
 fast vergessenenVater der Peter-Stäubli-Romane.

Samstag, 1. September 2012

Acht Millionen Einwohner!



So bot sich dem Betrachter  der Blick vom 
Dorfausgang Ettingen
Richtung Therwil noch Ende
der 1960er Jahre dar.



Heute sieht es so aus...
Als ich noch zur Schule ging, waren 
es gerade knapp 5 Millionen,
jetzt steuert die Schweiz auf die
 stolze Zahl von 8 Millionen
Einwohnern zu.
In der Zwischenzeit hat sich der 
Agglomerationskrebs von Dorf zu Dorf gefressen,
ganze Landschaften zum Verschwinden gebracht
und generationenlang
gewachsene Sozialstrukturen aufgelöst


In vielen Fällen wurde das
alte Dorfbild, wie hier in Oberwil,
bis zur Unkenntlichkeit 
verändert.
Eine umfangreiche Dokumentation
dieses Wandels findet sich auf
der ausgezeichneten Website
http://www.altoberwil.ch/Startseite/

Nicht dass es schon früh
warnende Stimmen gegeben hätte...

  oder Die Veränderung der Landschaft,
ist so aktuell,wie zu seiner Erscheinungszeit 1973