Freitag, 13. September 2013

The Magnificent Seven - Die Glorreichen Sieben








1960 versetzte Regisseur John Sturgess die Geschichte von
Akira Kurosawas Film “Die sieben Samurai” in den Wilden 
Westen, nannte sie “The Magnificent Seven” 
und landete damit einen Welterfolg. Es sollte nicht der
letzte Western sein, der auf einer japanischen
Samuraigeschichte aufbaute.





Mexikanische Bauern, die regelmässig von
Banditen um ihren Ernteertrag gebracht
werden, bitten einen abgehalfterten
Revolvermann (Yul Brynner) um Hilfe...





...der daraufhin eine Mannschaft zusammenstellt,
wie sie der Western nie zuvor sah...






... weshalb der Film ja dann auch
"The Magnificent Seven" hiess.
Fast alle Darsteller machten in der Folge 
eine Weltkarriere im Film oder im Fernsehen.




Richtig bekannt war damals eigentlich nur
Yul Brynner, der erste glatzkopf Hollywoods.
 Aber Steve McQueen,
der schon einige
Erfahrungen als "Bounty Hunter"
in der TV Serie "Wanted - Dead or Alive"
 gesammelt hatte,
stand kurz davor,
Brynner zu überflügeln. Durch verschiedenste
kleine, im Drehbuch nicht vorgesehene
Handlungen, versuchte er die Aufmerksamkeit
auf sich zu lenken.
Brynner soll sich geärgert haben, dem Film tats gut.





James Coburn prägte sich als der schlaksige Messerwerfer Britt
in das Gedächtnis der Zuschauer...




... Charles Bronson beeindruckte mit
muskulösem Oberkörper als Bernardo O’Reilly




Robert Vaughn spielte den etwas klaustrophoben
Gunslinger  Lee, bevor er ein Mann von
U.N.C.L.E wurde...




... und aus Germany mit dabei war Horst Buchholz
 als mexikanischer Bauernsohn, der
unbedingt Revolvermann werden will.
Er stellte sich damit in die Reihe
  junger "halbstarker" Darsteller,
wie Ricky Nelson in "Rio Bravo"
mit denen sich offenbar jugendliche Zuschauer
identifizieren sollten.

Einzig Brad Dexter als  Harry Luck
verschwand weitgehend in der Versenkung.




Den Schurken mimte Eli Wallach, der im
 Italowestern noch so manchen Schurken mimen sollte.
Ueberhaupt kann Sturges' Film als ein Vorläufer
der Spaghettiwestern betrachtet werden.

Der Soundtrack des Films von Elmer Bernstein
wurde ebenfalls  zu einem Klassiker und leicht
variiert in diversen Werbespots zitiert.
u.a. für Marlboro


 Wegen des grossen Erfolges
folgte 1966 eine Fortsetzung.





Trotz Darstellern wie Claude Akins, Warren Oates, ...





...und meinem vielgeliebten Robert Fuller aus
"Laramie - Am Fuss der blauen Berge" nur
 noch ein Abklatsch des ersten Films





Yul Brynner parodierte sozusagen seine Rolle als
Chris  in dem  Science-Fiction-Film Westworld (1973) wo er einen
 schwarz gekleideten Revolverheld-Androiden
in einem Vergnügungspark spielt.




In der dritten Verfilmung (1969)
 übernahm George Kennedy die Rolle
des Chris.




Eine vierte Fortsetzung unter dem Titel
"Magnificent Seven ride" (1972)
kam hierzulande gar nicht erst
in die Kinos.
Später soll es noch eine TV Serie gegeben haben,
 die ich allerdings nie gesehen habe.




PS. 2016 wurde der Klassiker
mit Denzel Washington
in der Hauptrolle
neu verfilmt.

Donnerstag, 12. September 2013

Gus Backus





In den frühen 1960er Jahren war er einer 
der beliebtesten Sänger im deutschen Sprachraum. 
Dann war er plötzlich von der Bildfläche verschwunden
Eine Zeit lang galt er als verschollen, wurde gar 
totgesagt. Dann hiess es, dass er irgendwo auf 
texanischen Oelfeldern schuften würde.
Und dann war er plötzlich wieder da.
Donald “Gus” Backus.
geboren am 12. September 1937 






Backus war der Mitbegründer der Del Vikings,
 einer der ersten gemischtrassigen
Doo Wop Gruppen in den USA. die einige Hits
 landeten, wie „Come Go With Me“, 
der auch in die Rock 
and Roll Hall of Fame aufgenommen wurde. 
Songs, die so zeittypisch waren,
dass sie  in Filmen wie American Graffiti, 
American Hot Wax, The Hollywood Knights, 
Diner oderStand by Me 
verwendet wurden.
Die Beach Boys  nennen die Gruppe als einen
ihrer Haupteinflüsse und sangen bei ihrer 
Jubiläumstournee „50 Jahre Beach Boys“ im Jahr 2012 den 
Del-Vikings-Hit "Come Go with Me"
 zu Ehren dieser Gruppe.





Dann rief die Army und Backus landete in Wiesbaden.





Er versuchte es weiterhin mit englischsprachigen
Titeln, fand aber den Anschluss 
ans US Musikgeschäft nicht mehr.
Ueber Umwege konnte er Kontakte
 zu Polydor knüpfen...  




...  und 
landete in Deutschland  bald 
einen Hit nach dem Andern.




Der Durchbruch kam 1960 mit  Titeln 
die sich durch geradezu waghalsige 
Nonsens- Texte auszeichneten, 
die er mit schwerem amerikanischen Akzent vortrug,
"Brauner Bär und weisse Taube" 

"Brauner Bär war ein junger Indianer mit roter Haut
Und er träumte, weiße Taube wäre seine Indianerbraut
Aber leider ging für beide mit der Liebe alles schief
Denn das große, wilde Wasser, 
das sie trennte, war viel zu tief"




(im Original "Running Bear"von J.P. Richardson 
alias The Big Bopper ) und
 "Da sprach der alte Häuptling".

"Schön war sie,
die Prärie,
alles war
wunderbar,
da kam an
weisser Mann,
wollte bau'n
Eisenbahn.
Da sprach der alte Häuptling der Indianer:
Wild ist der Westen, schwer ist der Beruf."



Er coverte "Wooden Heart" von Elvis,
besang den Mann im Mond

"Der Mann im Mond
der hat es schwer
denn man verschont ihn heut' nicht mehr".







Als "Vertreter der jungen Generation" hatte er
unzählige Auftritte in Musiksendungen und -filmen...




 ... und bald war er auch lebensgross, als
Bravo Starschnitt zu haben.
1962 und 63 gewann er den
Silbernen Bravo OTTO als
beliebtester Sänger




Weitere Hits folgten so etwa
"Ich steh an der Bar und habe kein Geld"

"Es ist schrecklich, allein durch die Wüste zu gehn
Es muss fürchterlich sein, nie die Heimat zu sehn
Aber nichts ist so traurig für mich auf der Welt
Wenn ich steh an der Bar und ich habe kein Geld"


Aber der Charme des amerikanischen Akzents
schliff sich zusehends ab.
Mit der Beatwelle waren englische
Texte angesagt.
Backus liess sich in immer dümmlicheren
Filmchen verheizen...




... und rettete sich in Stimmungs-, 
Trink- und Faschingslieder ...




Er landete 1965 mit 
 Bohnen in die Ohr’n noch
 einen letzten Grosserfolg,
eine Reihe kleinerer Hits folgten,
dann verschwand er für Jahre von der
Bildfläche.





Seit Ende der 1980er Jahre lebt
Gus Backus in der Nähe von München.
2011 erschien seine Autobiografie
 Ich esse gar kein Sauerkraut 

Mittwoch, 11. September 2013

Die Luger Pistole - P 08 Parabellum






Die hier in unserem Comic angesprochene Pistole 
der DWM (Deutsche Waffen- und Munitionsfabriken AG)
wurde von dem Österreicher 
Georg J. Luger (1849–1923) konstruiert.



Sie war eine Weiterentwicklung der 
Borchardt C-93 einer  überaus
 langen  und schweren Waffe mit
ungünstiger Griffwinkel
zu schwachen Patronen.
Georg Luger stellte die C93 im Auftrag der 
DWM erfolglos dem Zeugamt der US Army vor,
. Auch die Schweizer Armee beanstandete die Waffe.
Am  22./23. Juni 1897 wurde bemängelt: 
 „Die Waffe hat schon mehr die Dimensionen 
eines Karabiners und ein entsprechendes Gewicht“. 








Daraufhin konstruierte Luger sein 
eigenes Modell, das in verschiedenen Ausführungen
weltweit ein Erfolg wurde.

Si vis pacem, para bellum („Wenn du 
Frieden willst, bereite den Krieg vor“) 

Als Pistole 08  wurde sie
1908 im Deutschen Reich als
 Ordonnanzwaffe eingeführt.
Als Parabellum oder Luger
rund um den Erdball zum Begriff.








Auch im Film machte die 
Waffe eine erstaunliche Karriere.




Als Standardpistole der deutschen Armee
 im Ersten und Zweiten Weltkrieg...


... fehlt sie selbstredend
 in keinem Kriegsfilm...





...wurde aber in den Nachkriegsjahren
gerne in französischen Gangsterfilmen benutzt...




...fand Eingang in Spätwestern...




...und in den Agentenfilmen galt sie meistens
als Erkennungszeichen irgendwelcher
feindlicher Unterschurken und
entwickelte sich zur "Ultimate bad guy gun". 
Es gab aber, 
wie im Falle Modesty Blaise,...




... oder Napoleon Solo,
 auch Ausnahmen.




Bis zum heutigen Tag findet sie im Film
Verwendung, und kaum ein internationaler
 Star, der nicht einmal eine Luger
in Händen gehalten hätte.



Auch im Comic wurde sie zum Stereotyp
der Bösewichtspistole.

Dienstag, 10. September 2013

Montag, 9. September 2013

Ada Lovelace und Charles Babbage






Charles Babbage  
26. Dezember 1791 - 18. Oktober 1871 

Wenn man der folgenden Anekdote glauben schenken darf,
verdankt der Computer sein Dasein nicht zuletzt
einem Erlebnis "zwischen Traum und Wirklichkeit".

„Eines Abends sass ich in den Räumen 
der Analytischen Gesellschaft in 
Cambridge, den Kopf in einer Art 
Wachtraum auf den Tisch gestützt und 
eine Logarithmentafel aufgeschlagen 
vor mir. Ein anderes Mitglied kam 
in den Raum, sah mich im Halbschlaf, 
und rief: 'Babbage sag, wovon träumst du?',
 worauf ich erwiderte: 'Ich denke daran,
 dass all diese Tafeln (worauf ich auf 
die Logarithmen deutete) von einer 
Maschine berechnet werden könnten.'“







Die von Babbage entworfene mechanische
 Rechenmaschine Analytical Engine gilt 
als Vorläufer des modernen Computers.





 Untrennbar mit Babbage’s  “Analytischer Maschine” 
verbunden ist Ada Lovelace,
10. Dezember 1815  - 27. November 1852  
Die Tochter des berühmten Lord Byron.
beschrieb die Programmierung der 
Maschine in der Theorie  und gilt als 
erste Programmiererin der Computergeschichte.
"Die Analytische Maschine," so erkannte sie,
"webt algorythmische Muster, 
genauso wie der Jacquard-Webstuhl
Blumen und Blätter webt."
Ada Lovelaces war davon überzeugt, 
dass Maschinen eines Tages  in der
Lage sein würden, Musikstücke zu komponieren
 und komplexe Grafiken zu erstellen. 


 

Lange Zeit so gut wie
unbekannt,  wurden die beiden nicht
zuletzt durch den SF- Roman
von William Gibson und Bruce Sterling
"Die Differenzmaschine"
einer breiteren Oeffentlichkeit wieder ins
Bewusstsein gerufen.
Die Rolle von
Augusta Ada Byron King, Countess of Lovelace
wurde von der Frauenbewegung ins rechte Licht gerückt...





... und unterdessen erleben die beiden auch in dem Comic
"The Thrilling Adventures of Lovelace and Babbage"
von Sidney Padua unglaubliche Abenteuer. 


Sonntag, 8. September 2013

Sam Hawkens...wenn ich mich nicht irre,hihihi.



Das berühmte Kleeblatt
Sam Hawkens,
Dick Stone und
Will Parker in einer Darstellung 
von Oskar Herrfurth.



Federzeichnungen von D. Douglas


 

Der niederländische Künstler schuf unter
 diesem Pseudonym eine Reihe
von Karl May Illustrationen und 
Titelbilder für die Karl May Heftreihe
des Moewig Verlags.






Sam Hawkens, wie Zdenek Burian ihn sah,



 Sams Greenhornstreiche, eine eher rare Serie
von Carl Lindeberg aus dem 
Champignon-Käse Album.




Sam Hawkens ist  "Old Shatterhands"
Mentor, als dieser noch 
ein Greenhorn ist. 



Ein kleiner, kauziger Mannder zusammen mit
mit  Dick Stone und Will Parker das
 so genannte „Kleeblatt“ bildet. 






Einst von Indianern  skalpiert trägt er eine Perücke, 
 Sein Gewehr Liddy und sein 
Maultier Mary und seine ständige Redewendung „...wenn ich 
mich nicht irre, hihihihi“ sind seine Erkennungszeichen. 





Da und dort,wird angedeutet, dass
 Hawkens aus Deutschland stammt,
oder zumindest der deutschen Sprache mächtig ist.
In der Buchfassung von Der Oelprinz, 1897, wurde die
 deutsche Herkunft konkret.
Sam Hawkens stammt 
 aus Sachsen und heisst eigentlich Samuel Falke.






In den Karl May Verfilmungen der 1960er Jahre
war Sam Hawkens eine Paraderolle für den Schauspieler
Ralf Wolter,...





... wenn ich mich nicht irre, hihihi.






Auch als Elastolinfigur war
Sam Hawkens zu haben