Freitag, 18. Oktober 2013

Ernest Haycox




Ernest James Haycox 
1. Oktober  1899 –13. Oktober 1950
bildete mit Zane Grey und Max Brand
 das Dreigestirn der Westernliteratur
in der ersten Hälfte des
20. Jahrhunderts
Er schrieb zwei Dutzend Romane und über 
300 Kurzgeschichten,...



...  viele davon wurden zuerst in 
Pulpmagazinen veröffentlicht. Haycox prägte das Bild
vom Westen und die Westerngeschichten
seiner Zeit entscheidend mit.
Er soll auch für den Begriff "Gunslinger"
verantwortlich zeichnen.

In den  1930er und 40er Jahren veröffentlichte er in 
 Collier's Weekly und der  The Saturday Evening Post 
Gertrude Stein und Ernest Hemingway gehörten zu seinen Fans.







Haycox wurde berühmt und Collier's zahlte  ihm
 in den späten 1930er Jahren 800Dollar
für eine Kurzgeschichte und bis zu  20,000 Dollar für
einen Fortsetzungsroman.




Seine Story "Stage to Lordsburg" (1937) 
wurde zwei Jahre später von John Ford verfilmt





Der Roman Trouble Shooter (1936), im Original 
als Fortsetzung in Collier's 
erschienen, wurde zur Vorlage
von Cecile B.DeMille’s 
 Union Pacific (1939),
mit Barbara Stanwyck und 
Joel McCrea. 








Weitere Verfilmungen folgten.




 Sundown Jim (1942), basierend 
auf  Sundown Jim (1937)




Abilene Town (1946), nach seiner
 Erzählung Trail Town (1941)





Canyon Passage (1947) von Jacques Tourneur, 
mit Dana Andrews und Susan Hayward
und
 Man in the Saddle (1951) von Andre de Toth).



Von Haycox stammte das Drehbuch zu Montana (1950), 
mit Alexis Smith and Errol Flynn.



Bugles in the Afternoon (1952), nach der
 gleichnamigen Story Bugles in the Afternoon (1943)





 The Far Country (1954), basierend auf 
seiner Geschichte Alder Gulch (1941)




Haycox' Romane erschienen auf Deutsch im AWA Verlag, ...




...im Heyne Verlag...




...und verschiedenen Buchclubausgaben.

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Stagecoach



Ernest Haycox' (1899-1950) Kurzgeschichte 
“Stagecoach to Lordsburg”erschien am 
10.April 1937 in Collier's Magazine. 





Die Geschichte handelt von der Fahrt
 einer Postkutsche durchs Indianergebiet und die
Konflikte unter den bunt zusammengewürfelten 
Passagieren, die durch die Bedrohung
 marodierender Apachen zu einer 
Schicksalsgemeinschaft werden.








John Ford sicherte sich für 
2’500 Dollar die Filmrechte.





Wunschbesetzung wären eigentlich 
Marlene Dietrich und Gary Cooper 
gewesen, die aber
zu teuer waren und so entschied sich 
Ford für Claire Trevor.und John Wayne.
Der Film wurde ein Klassiker, der das Westerngenre
salonfähig machte.Filmkritik und Filmwissenschaft
stimmen bis  bis heute überschwängliche
Lobeshymnen über diesen Film an.
Vielleicht sollte man seine
Erwartungen  nicht ganz so hoch
schrauben, wenn man heute
den Film zum ersten Mal sieht, denn
Vieles, was den Film damals
so herausragend gemacht haben mag, ist
durch stetige Wiederholung, in der Zwischenzeit eher
abgenutzt.




Die Insassen der Kutsche:
Das leichte Mädchen : Claire Trevor, 
Der Outlaw: John Wayne,
Der Kutscher: Andy Devine, 
Der Spieler, ein desillusionierter 
Südstaatengentleman: John Carradine,
 Die schwangere Offiziersfrau: Louise Platt,
 Der besoffene Doktor: Thomas Mitchell,
 Der betrügerische (schon damals!) Bankier 
Berton Churchill, 
Der schüchterne Schnapshändler: Donald Meek, 
 Der Marshal: George Bancroft

Die Charaktere mögen heute etwas stereotyp wirken, 
aber seit der Erstaufführung des
 Films ist ein Dreivierteljahrhundert vergangen und
es sind Dutzende von Western gedreht worden, die diese
"archetypischen" Figuren immer und immer wieder bemühten.

Das ganze Personeninventar war schon damals nicht gerade neu,
aber die psychologische Differenzierung der Hauptfiguren lag
weit über dem damals üblichen Niveau.
und der Film wurde als erster 
"psychologischer" Western gerühmt. Auch 
die sozialen Rollenkonflikte, 
die anhand der Postkutscheninsassen 
dargestellt werden, wurden allenthalben hochgelobt.





Vor allem die französische Filmkritik wurde zudem 
nicht Müde, darauf hinzuweisen, 
dass es sich eigentlichum eine Adaption der 1880 
veröffentlichten Novelle “Boule de Suif”
von Guy de Maupassant handelte und allein 
schon deshalb irgendwie KUNST sein musste.
Ich denke, die Story war gut, die
 Rollen waren in jedem Fall
hervorragend besetzt, und Regie und Kamera
machten einen sauberen Job.
Stagecoach ist nach wie vor ein
exzellenter Western.
Auf deutsch hiess der Film, fernab jeglichen Bildungsdünkels,
 aus unerfindlichen Gründen
“Höllenfahrt nach Santa Fé” 
später dann "Ringo".






Ein Höhepunkt des Films ist sicherlich die Landschaft.
Das Monument Valley in Utah, eine der eindrücklichsten
 Landschaftskulissen des Films überhaupt,
 wurde durch  "Stagecoach" weltberühmt.
Weil Ford eine ganze Reihe seiner Western in
dieser imposanten Kulisse drehte, bekam die Gegend auch 
den Spitznamen „John-Ford-County“.Auch hier gilt,
das Monument Valley ist immer noch imposant, aber
man hat es in Aberdutzenden von Filmen schon gesehen.





Ein zweiter Höhepunkt waren die 
spektakulären Stunts von Yakima Canutt.
dem König der Stuntmen. Alles echt, ...nix
von Computeranimation. Immer noch beeindruckend!




Und der dritte Höhepunkt war wohl der Auftritt von John Wayne,
der damit den Sprung vom B-Picture Star in 
die erste Liga schaffte und zum Westernhelden überhaupt wurde.

I play John Wayne in every picture regardless
 of the character, and I have been doing all right, haven't I?





Mittwoch, 16. Oktober 2013

Hochhäuser in Basel



Lange Zeit waren, abgesehen 
von Kirchtürmen, 
wohl die Türme der Stadtore
die höchsten Gebäude Basels.
Das sollte sich im 20. Jahrhundert ändern...




Dieses beschauliche Türmchen am Aeschenplatz
1929 von den Architekten Ernst Benedikt Vischer und Paul Vischer
erbaut, gilt als das erste Hochhaus in Basel.




1950/51 entstanden die ersten Wohnhochhäuser an der
Flughafenstrasse 4, 6 und 8 mit Blick auf den Kannenfeldplatz.





Dort, wo einst das Steinentor stand,
erbaute Arnold Gfeller 1955  einen 
13 stöckigen babylonischen Turm,
der lange den Titel “das Hochhaus” 
für sich beanspruchen durfte. 




Die meisten anderen Hochhäuser waren Geschäftshäuser,
die eher ausserhalb der ehemaligen Stadtmauern  lagen,
aber doch so allmählich die 
Skyline zu dominieren begannen.




Es war ein langer Weg bis zu dem Messeturm...




... und dem noch im Bau befindlichen Roche Hochhaus.
Eine ausführliche, schön bebilderte Geschichte
der Basler Hochhäuser findet sich auf
skyscrapercity

Dienstag, 15. Oktober 2013

Rita Pavone - Wenn ich ein Junge wär...



Rita Pavone , geboren am 23. August 1945, 
stammte aus Turin, wo sie als Näherin schuftete,
bis sie an einem Nachwuchsfestival entdeckt  und
zu einem Star in Italien wurde.


1963 landete sie in Deutschland einen Grosserfolg.
"Wenn ich ein Junge wär..."

Wenn ich ein Junge wär',
das wäre wunderschön,
dann könnt' ich jeden Tag
in langen Hosen gehn. 

Ja, liebe Leserinnen und Leser, das tragen von Hosen war
damals bei Mädchen in der Schule oft
noch verboten und auch bei erwachsenen
 Frauen nicht selbstverständlich
und alles Andere als gerne gesehen.
Selbst in “Swinging London” wurde der
 Frau des hochdekorierten englischen 
Kampffliegers  Peter  Townsend im Ritz der Zutritt zur 
Filmpremiere „Die Luftschlacht um England“ verweigert,
weil sie Hosen trug.






Aeusserlich machte Rita Pavone auf "Lausbub" mit
relativ kurzen Haaren, knapp 1,50 m gross und
eben in Hosen, schmetterte sie ihren Wunschtraum
lauthals dem Publikum entgegen,
um dann im Refrain zu realtivieren

"Nur wenn Tino, Tino, Tino mich küsst,
und wenn Tino, Tino, Tino lieb zu mir ist,
wird bei Tino, Tino, Tino mir klar,
eine piccopiccolina carina Bambina si si Signorina zu sein ?
ist wunderbar!"

1979 coverte Nina Hagen den Song,
mit etwas aktualisierterem Text und
es wurde wieder ein Riesenerfolg.




Mit Paul Anka, der damals auch gerade die 
"Mädchen aus Germany" besang, sang sie im Duett...




... und 1965 gelang ihr noch ein
 Ohrwurm mit "Arrivederci Hans"
Dann war der Ausflug nach Germany vorbei...

Montag, 14. Oktober 2013

Carl Lindeberg - Sand des Verderbens - Er Raml el Helahk


Bild: Adolf Wald 


Der Band 23 der Reihe Karl May's 
Gesammelte Reiseerzählungen, 
enthält neun kürzere, bereits vorab 
in Zeitschriften veröffentlichte
 Erzählungen mit ganz unterschiedlichen Handlungsorten. 






In “Auf fremden Pfaden” nimmt uns der 
 Erzähler mit auf eine Reise um 
durch die halbe Welt:






Von Lappland bis zu den Lagern der Kurden,
von den Beduinendörfern der Sahara bis in den Wilden Westen.


 Saiwa tjalem (1881)
  Der Boer van het Roer 
(Urfassung Der Africander von 1879; )
  Er Raml el Helahk (1895)
  Blutrache (1893)
  Der Kutb (1893)
  Der Kys-Kaptschiji (1895)
  Maria oder Fatima (1892/93)
  Gott läßt sich nicht spotten (1895)
  Ein Blizzard (1895) 






Auch die hier "Sand des Verderbens" genannte Erzählung  lief
ursprünglich unter dem Titel 
"Er Raml el Helahk" im Band "Auf fremden Pfaden".






Carl Lindeberg hat mehrere Erzählungen 
für seine Sammelbilderalben bearbeitet.




Nebst der bereits veröffentlichten Folge "Ein Blizzard"..




werde ich  die andern Erzählungen in loser Folge
hier abbilden...




Der Inhalt, nach Karl May Wiki:

Kara Ben Nemsi hat sich einer Handelskarawane
 angeschlossen, deren Ziel Murzuk ist.
 Ein Späher der Tuareg (Imoscharh), die die
 Karawane überfallen wollen, wird von ihm 
entlarvt und entwaffnet.
Trotzdem wird dieser von der Karawane 
als Führer ausgewählt. Später treffen sie 
mit einer Gruppe Tibbu zusammen, die
 Khaloba, den entführten Sohn des 
Tuareghäuptlings Rhagata, mit sich führt. 
Der Späher lockt die Tibbu samt
 der Handelskarawane in die Hände der 
Tuaregkrieger, die den entführten 
Knaben befreien und die Entführung rächen wollen.
 Da bricht ein Sandsturm 
herein, durch den der Knabe auf den tückischen 
Sandsee "Er Raml el Helahk" gerät. 
In seiner Verzweiflung ist der Häuptling der 
Tuareg bereit, zu Jesus zu beten 
("Isa Ben Marryam akbar!"), worauf
 Kara Ben Nemsi Khaloba rettet




Um 1910 erschien eine von Willy Planck reich illustrierte
Prachtsausgabe.


Sonntag, 13. Oktober 2013

Zdenek Burian - Abenteuer in aller Welt



Zu Recht vergleicht Pierangelo Boog den hierzulande
bekannten Teil von Zdenek Burians Werk
mit der Spitze des Eisbergs.




Vor allem Burians meisterhafte Illustrationen zu
Abenteuerromanen  von Jules Verne, Karl May, E.R. Burroughs
Jack London und vielen Anderen sind
hierzulande leider kaum bekannt.




Und noch immer wartet man vergeblich auf ein 
umfassendes Buch über diesen enorm produktiven
Künstler, ...



... das diesen Teil seines Werkes
einem weiteren Publikum wieder zugänglich machen würde.



Burians Können und seine
erstaunliche
Fantasie...



... entführen einem in die Welten
des Abenteuerromans...




... und lassen einem an den Erlebnissen der
Helden so hautnah teilhaben, als
wäre man mit dabei gewesen.