Samstag, 17. Oktober 2009

Peter Ryhiner


„Peter Ryhiner no money
no home no adress no phone“

Ein «wilder Tierfänger». Das war Peter Ryhiner,
auch «Pief» genannt, der 1920 in Basel als
Sohn einer Arztfamilie geboren wurde.
Von ihm las man ab und zu in der Zeitung
oder sah ihn in Wochenschauberichten,
irgendwo in fernen Ländern.
Man stelle sich vor, ein realexistierender
Grosswildjäger und Tierfänger!!!


Der Basler Zolli verdankt ihm seine ersten Panzernashörner.
Schlagzeilen machte er mit seiner weissen
Pythonschlange „Serata“, die als «Miss Swissair»
zur Promotion einer neuen Fluglinie diente.
Und er erfand das Wild Life Spiel, das Generationen
von Kindern mit seltenen Tierarten in
der ganzen Welt bekannt machte.



Er war Held, Abenteurer, Romantiker und Trinker.
Eine Art moderner Allan Quatermain

wikipedia.org/wiki/Allan_Quatermain

Seine Reisen führten ihn um die ganze Welt,
quer durch Südamerika, Afrika und Asien.
Tausende von Tiere fing und verkaufte er in rund zwanzig Jahren.
Daneben veröffentlichte er
Reiseberichte, filmische Jagdreportagen und
veranstaltete Tourneen, auf denen er seine
Tiere zeigte und Filme vorführte.

Anfang der sechziger Jahre , als neue Wildtiergesetze
in Kraft treten und Zoos zunehmend die
Tiere untereinander austauschten, bekam Ryhiners
Karriere einen Knick. Nach mehreren gescheiterten
Versuchen, zuletzt als Safari Begleiter
in Kenia, kehrte er gänzlich verarmt in die Schweiz
zurück und schied 1975 in der psychiatrischen
Klinik von Préfargier aus dem Leben.

Mike Wildbolz widmete ihm 1998 ein filmisches Porträt.
www.mybasel.ch