Donnerstag, 25. August 2016

Bass Reeves




Manche wollen in ihm das 
Vorbild für den „Lone Ranger“ sehen.




Obwohl er weder weiss, noch 
Ranger  und nur kurze Zeit in Texas  war.




Bass Reeves 
(Juli 1838 - 12. Januar 1910) 
wurde als Sklave geboren
und wurde  der erste
von Richter Parker und Marshall J.F. Fagan 
ernannte, schwarze Deputy US Marshal
 westlich des Mississippi River. 
Er arbeitete hauptsächlich 
in Arkansas und im  Indianerterritorium.


Während des Bürgerkrieges
floh er ins "Indian Territory," 
wo er von den dort lebenden
Indianern akzeptiert wurde.
Er lernte ihre Sitten und Sprache 
und wurde zum Kenner
des Landes.

Dieser Umstand kam ihm dann zu Gute.
Auf Grund seiner Kenntnisse
des "Territories"
wurde er einer von
Richter Parkers Männern.
Reeves war zu der Zeit 38 Jahre alt,
 6 Fuss 2 Zoll gross, wog 180 Pfund
und ritt auf einem grossen Pferd.
Manchmal soll ihn ein indianischer 
Hilfspolizist begleitet
haben, was vielleicht zum
 "Lone Ranger Mythos"
passen würde.

Er gewann schnell den Ruf eines zähen
 und furchtlosen „Lawmans“.
Seine Ausdauer, seine 
Unerschrockenheit, seine Fähigkeiten 
mit der Waffe,  wie seine Fähigkeit, 
Geächteten auszutricksen,
machten ihn zum Schrecken
 aller Gesetzlosen.




Reeves arbeitete 32 Jahre 
als  im Indian Territory
 und brachte in dieser Zeit an die
3000 Gesetzesbrecher zur Strecke, ...




... erschoss in Ausübung seines Dienstes
14 Männer, ohne selbst 
je verletzt zu werden.




Bass Reeves Statue
von Harold Holden
in Fort Smith.

Reeves war einer der grössten
Menschenjäger in der 
Geschichte des Westens und 
er hätte einen Platz in der Reihe
der grossen Legenden
 des Westens verdient.
Seine Lebensgeschichte schreit geradezu
 nach einer Verfilmung.
Aber der Beitrag der Afroamerikaner
zur Geschichte des
Westens wurde
lange Zeit, aus
rassistischen Gründen
ignoriert und totgeschwiegen.

Dass es nicht einmal in den 
1950er und 60er Jahren,
der goldenen Zeit der Western Serials
zu einer TV Serie über ihn kam,
lässt sich nur mit seiner Hautfarbe
erklären.
Ein Neger als Westernheld war 
damals weder denkbar
noch vorstellbar.

Nicht einmal die "Blaxploitation"
Western der frühen 1970 Jahre
griffen seine Geschichte auf.

Wie andere Afroamerikaner,
etwa die "Buffalo Soldiers"
oder Bill Pickett wurde
auch Bass Reeves erst in jüngerer Zeit
einem breiteren Publikum bekannt.



Eine Zeitlang hiess es, dass Morgan Freeman 
Reeves Leben verfilmen wolle.
Nun, es wäre an der Zeit.