Samstag, 9. Juli 2011

Frank Buchser



Frank ( Franz) Buchser 15. August 1828 - 22. November 1890
Maler, Abenteurer und Weltenbummler An Frank Buchser faszinierten mich nicht nur die Bilder, die im Basler Kunstmuseum zu sehen waren, sondern auch seine schillernde Lebensgeschichte.




Er war Schweizer Gardist in der päpstlichen Garde, studierte an der Accademia di S. Luca in Rom Malerei. Kämpfte für kurze Zeit unter Garibaldi. Setzte dann seine Studien in Paris und Antwerpen fort. Früh fand er als Künstler Beachtung, beschäftigte sich nebst der Malerei aber auch mit dem neuen Medium Fotografie. 1852 bis 1853 bereiste er Spanien und mehrfach England, wurde 1862 Kommissär der Abteilung schweizerischer Kunst an der Weltausstellung in London.




Es folgten reisen nach Nordafrika...





...Algier und Marokko...


Von 1866 bis 1871 ein Aufenthalt in den USA, ...





...wo u.a. die bekannten Gemälde von Johann August Sutter, dem “Kaiser von Kalifornien”...



...oder von General William Tecumseh Sherman entstanden.



Er bereiste den Westen... Ausserdem entstanden zahlreiche Feldfotografen des amerikanischen Bürgerkriegs, als Vorlagen zu einem Monumentalgemälde zu diesem Thema im Bundeshaus in Bern gedacht. Das Bild wurde aber nie ausgeführt.




Er erregte mit sozialkritischen Gemälden von Schwarzen in Washington und New York einiges Aufsehen, wohl allein schon dadurch, dass er das Leben der "Neger" als künstlerisches "Sujet" thematisierte. Die letzten Jahre seines unsteten, abenteuerlichen Lebens verbrachte er vorwiegend im heimischen Feldbrunnen, wo er ab 1884 Cuno Amiet, einen der bekanntesten Schweizer Künstler des frühen 20. Jahrhunderts unterrichtete.




Sein Grab liegt wenige Schritte von dem von Charles Sealsfield entfernt auf dem Friedhof von St. Niklaus. Wie der abtrünnige Priester Karl Anton Postl, der mit Werken wie "Nathan, der Squatter-Regulator", Die Prärie am Jacinto", oder "Das Cajütenbuch"unter dem Namen" Charles Sealsfield, Bürger von Nord Amerika", als Mitbegründer des "Westernromans" gilt, im solothurnischen Feldbrunnen landete, ist wieder eine andere Geschichte.
Auszüge aus Sealsfields Werk waren unter dem Titel:
"Das blutige Blockhaus" noch lange Zeit als Jugendbuch
erhältlich.