Dienstag, 16. Juni 2015

René Schweizer




«Sehr geehrte Herren, 
ich habe am letzten 
Freitag auf dem Barfüsserplatz 
meinen Verstand verloren.
 Er ist rot mit gelben Tupfen und 
hört auf den Namen Erwin.
 Sollte der erwähnte 
Gegenstand bei Ihnen
 abgegeben worden 
sein, wäre ich um eine 
baldige Benachrichtigung sehr froh. 
Mit bestem Dank für Ihre Mühe 
und mit vorzüglicher 
Hochachtung. René 
Schweizer.» 




 Durch diesen Brief und andere, ähnliche, 
die dann in Buchform veröffentlicht wurden, 
( 27. Juli 1943  - 12. Juni 2015) 
berühmt.




Ob die Antwort des Fundbüros
ebenfalls witzig oder
gar ernst gemeint war,
blieb offen:
«Sehr geehrter Herr Schweizer,
Wir möchten Sie bitten, 
uns die beigelegte Verlust-
anzeige mit allen Angaben
 zu retournieren. 
Sie können diese Verlustanzeige
 auch bei uns 
direkt abgeben. 

Mit freundlichen Grüssen. Polizei-
departement Basel, Fundbureau.»


Wikipedia nennt ihn einen
 “Schweizer Schriftsteller,
 Aktionskünstler und Selbstdarsteller.” 
war irgendwie stimmt, aber den
 Nagel nicht auf den Kopf trifft.
"Meister des taktischen Wahnsinns"
 kommt der Wahrheit vielleicht näher.
In den 1970er Jahren wohnte er neben
oder in der Hasenburg und gehörte
zum Inventar der "Gasse"
Dann wurde er eine Berühmtheit.




1979 , sieben Jahre vor Lady
 Gaga's Geburt, verfasste er
"Das GAGAistische Manifest."
 Die Neue Schrift zur 
Verblüffung des Erdballs.




Es folgte ein Roman...






... und weitere "Schweizerbücher" .

Die vier Bände der
von 1977 bis 1993 
erschienen Schweizerbücher
 sind lange vergriffen.




Das Beste daraus wurde  
im Verlag “Der gesunde
Menschenverstand”
 neu aufgelegt.





Ausserdem war Schweizer  ab 1997
Ideengeber und Mitinitiant des
 Int. Kongresse «Humor in der Therapie»,




René Schweizer verstarb 
 im Alter von 71 Jahren
nach 
einem Sturz.