Sonntag, 27. Juli 2014

Jean Gabriel Domergue







 Jean-Gabriel Domergue (1889-1962)
nahm für sich selbst den Titel
” Erfinder der Pin Up Kunst”
in Anspruch...





... und hatte ein Hauptmotiv:




Ein von ihm kreiirtes Idealbild der Pariserin
mit verführerisch- geheimnisvollen Augen 
und überlangem Schwanenhals 
das er in mehreren tausend Bildern virtuos variierte...





... manchmal in Begleitung
eines mehr oder weniger 
zwielichtigen Lebemannes, ...






... oft aber auch alleine und prägte damit
das Frauenbild in Frankreich über etliche
Jahre mit...





... nicht zuletzt auch er das Image
der Schweizer Cigarette
"Parisienne".

Er war angeblich Grandcousin und Schüler
von Toulouse- Lautrec, ...



... gewann schon als 17 jähriger Preise ...




... und hatte mit seinen halbnackten Schönheiten, ...




... wie auch als Porträtist der High Society
grossen Erfolg.





Daneben gestaltete er Plakate für mondäne
Urlaubsorte....



... fertigte erotische Illustrationen
für bibliophile "Privatdrucke"...



... und war als Bühnenmaler tätig.


Samstag, 26. Juli 2014

James Garner 1928 - 2014





Als Detektiv Rockford dürfte er wohl
den Meisten noch ein Begriff sein...




... in seiner ersten, grossen TV Rolle als
Brett Maverick dürften ihn wohl nur noch ergraute 
Häupter miterlebt haben.




In seiner Heimatstadt Norman/ Oklahoma
erinnert eine Statue Garners an diese
legendäre Fernsehrolle.

In der ziemlich läppischen
Maverick Neuverfilmung von
2004 gab er sich mit einer Nebenrolle zufrieden.

James Garner, geboren am 7. April 1928 
als James Scott Bumgarner ist am 
19. Juli 2014 verstorben.
Mit ihm ist ein grosser Darsteller
verstorben, der die Filmlandschaft
des letzten halben Jahrhunderts
in vielfältiger Weise mitgeprägt hat.




Anfang der 1960er Jahre war er plötzlich omnipräsent
im Kino.
Er spielte in "The great Escape"
(Gesprengte Ketten) 1963




Spielte an der Seite von Kim Novak
in "Boys' night out"




in zwei Filmen mit Doris Day

"Move over, Darling"
und
"The Thrill of it all"






Mit Lee Remick in "The Wheeler Dealers"
und sicherte sich so seinen Platz in
"Screwball Comedies".
Es folgte eine lange Reihe guter und auch wenige
guter Filme ...




... so etwa die Westernkomödie
"Support your Local Sheriff" 1968 ...




Die etwas missglückte Chandler Verfilmung...




Marlowe 1970, die ich vor allem wegen
des Aufsehen erregenden Auftritts...




... des damals noch weitgehend unbekannten
Bruce Lee erwähne...




... bis hin zu "Space Cowboys"2000.
Es fehlt hier der Platz um auf seine
über 50 Filmrollen einzugehen.





Einer meiner Lieblingsfilme war "Sunset".
Ein  m.E. zu wenig beachteter Film von Blake Edwards,
wo Garner den schon etwas
gereifteren Wyatt Earp spielte, der
 Tom Mix, gespielt von Bruce Willis...





... bei der Verfilmung der eigenen Biografie unterstützt
und dabei in kriminelle
Machenschaften verwickelt wird.
Ein vergnügliches Spiel um Mythos und
(filmische) Realität.






Garner hatte Wyatt Earp schon Jahre zuvor
in John Sturges' "Hour of the Gun"  verkörpert.
In "Sunset" gibt er einen alternden Earp, der
ironisch-augenzwinkernd, aber bereitwillig
an seinem eigenen Mythos mitbastelt,
und alle Fragen nach historischer
Authentizität  mit den Worten
„Aber sicher! - Naja, mehr oder
 weniger“beantwortet.



Freitag, 25. Juli 2014

Dietmar Schönherr - Raumschiff Orion



Dietmar Schönherr,
 (alias Commander Cliff Alister McLane)
 geboren am 
17. Mai 1926  ist am  18. Juli 2014 
verstorben. 
Er war lange Jahre omnipräsent als
Schauspieler in rund hundert Filmen, Hörspielsprecher, 
Moderator, Synchronsprecher,
(wenig erfolgreicher)  Schlagersänger, 
Schriftsteller, Übersetzer und Regisseur.




Er moderierte  zusammen mit 
seiner Frau Vivi Bach 
die Samstagabend Fernsehshow




 „Wünsch Dir was“,  
von der mir, ich gestehe es ein, ...




... nur der nackige Busen
der 17-jährigen Kandidatin Leonie Stöhr
 unter einer skandalös transparenten 
Bluse in Erinnerung geblieben ist.
Ein Skandal rundum. In einer
 andern Sendung wurden Leute 
in einem Auto in einem Swimming Pool 
versenkt und kamen nicht mehr raus.
Es war nicht so mein Ding, aber
jedenfalls hatte die Sendung Erfolg.

Später 1973 erfand Schönherr die Talkshow mit
„Je später der Abend“ fürs deutsche Fernsehen.

Anfang der 1980er Jahre unterstützte Schönherr
 aktiv die deutsche Friedensbewegung
bekämpfte  den NATO-Doppelbeschluss auftrat, 
wurde Wahlhelfer für die deutschen Grünen.




1984 engagierte sich Schönherr in Nicaragua, 
gründete die Stiftung “Casa de los tres mundos”
und bezeichnete in diesem Zusammenhang
 den damaligen US-Präsidenten 
Reagan in der Schweizer Talkshow
 „Rendez-vous“,als „Arschloch“-

Die Rolle, mit der er aber seit bald einem halben 
Jahrhundert immer wieder  in Verbindung gebracht wird, 
ist die von Cliff Allister McLane, Kommandant
 des Schnellen Raumkreuzers Orion. der
“mit heute noch unvorstellbaren Geschwindigkeiten 
 unser Milchstrassensystem durcheilte..,”





Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer 
des Raumschiffes Orion 
 ist die erste und bekannteste deutsche 
Science-Fiction-Fernsehserie. 
Sie wurde in sieben Folgen ab dem 
17. September 1966 vierzehntäglich samstagabends
ausgestrahlt.




(Zur Erinnerung: Star Trek wurde in den
 USA am 8. September 1966
zum ersten Mal gesendet)


Eine im Rückblick also fast unglaubliche
Pionierleistung der ARD.





Die Hauptfiguren waren
 Dietmar Schönherr als Major Cliff Allister McLane, 
 Eva Pflug als Leutnant Tamara Jagellovsk, GSD-Sicherheitsoffizier
 Wolfgang Völz als Leutnant Mario de Monti, Armierungsoffizier
Claus Holm als Leutnant Hasso Sigbjörnson, Bordingenieur.




Die Schwarz-Weiss-Serie 
 erreichte bei der Erstausstrahlung in der ARD 
Einschaltquoten von bis zu 56 %
und  wurde  1968 und 1975
 sowie von verschiedenen
Regionalsendern der ARD wiederholt.
2003 gabs auch eine zusammengeschnipselte
Kinoversion, die man sich m.E hätte
sparen können.




Ein Grosserfolg eigentlich, sollte man meinen.
Aber die Produzenten verloren wohl den Mut um
weiter zu machen.


Science Fiction galt damals  eigentlich als Schund.

Der Goldmann Verlag und später auch 
Heyne, versuchten zwar seit einiger
Zeit das Genre via Taschenbuch salonfähig zu machen,
meist aber wurde SF mit Heftromanen
gleichgesetzt und gehörte damit ( unberechtigterweise)
in die unterste Schublade.




Ein Vorurteil, mit dem wohl auch
 die TV Serie zu kämpfen hatte.

Ein weiterer  Grund soll gewesen
sein, dass die Serie nicht in Farbe abgedreht wurde,
was sich negativ auf eine internationale
Vermarktung ausgewirkt haben soll.
Tatsächlich war „Orion“
 insofern technisch veraltet, als dass sie
 noch in Schwarz-Weiss gehalten war.
Aber das waren z.B. die ersten
Folgen von Doctor Who auch.




Ein Hauptgrund dürfte aber gewesen sein
dass der Serie "Faschistoide" Tendenzen
 vorgeworfen wurden.
Die  Organisationen haben alle
martialisch klingendeBezeichnungen wie
 Galaktischer Sicherheitsdienst (GSD),
 Terrestrische Raumverbände (TRAV),
 Oberste Raumbehörde (ORB),
 Schnelle Kampfverbände,  etc.
Auch punkto Bewaffnung der Orion
 war man nicht zimperlich.
 Energiewerfer
 und Antimateriebomben zuhauf und eine
 im Verlauf der Serie eingebaute
Superwaffe hatte den  Namen Overkill,
was dazu führte, dass  die Sendung
als teutonisch-reaktionär  bis faschistoid
kritisiert wurde.
Wie dem auch sei.
Jedenfalls wurde sie nach sieben
 Folgen abgesetzt und eingestellt.
Schade, kann man dazu nur sagen.

Sicher, wenn man sie an heutigen 
Ansprüchen misst, ...




... war das Raumschiff etwas 
simpel und die Tricktechnik
etwas durchsichtig.
Aber das war  in "Star Trek" nicht 
anders und auch diese Serie
wurde nach drei Jahren
erst Mal unterbrochen, bevor dann der grosse
Hype einsetzte, der bis heute anhält.




Die Orionroboter können aber durchaus mit den 
Ausserirdischen in der etwa zur gleichen 
Zeit entstandenen Dr. Who Folge
mithalten.

Kurzum: Eine verpasste Chance !



Wie oben schon gesagt:
Dietmar Schönherr hat in seinem Leben
 viele Sachen gemacht,.
 Für mich ist er immer
Commander Cliff Allister McLane
geblieben.

Donnerstag, 24. Juli 2014

Mittwoch, 23. Juli 2014

Schlacht bei Dornach




Ruine Dorneck

Unweit der Eremitage und der Klause des Waldbruders,
liegt Dornach, wo vor 515 Jahren, am 22. Juli 1499,
 die Schlacht von Dornach stattfand. 
Es war die Letzte einer Reihe von 
Schlachten im sogenannten Schwabenkrieg und brachte 
die endgültige Entscheidung zu Gunsten 
den Eidgenossen, gegen die mit den Habsburgern 
verbündeten Schwaben.
Bereits am 22. März 1499 waren 
oesterreichische Reiter und Fussvolk ins Solothurnische
 eingefallen und hatten einen Teil des
 Dorfes Dornach niedergebrannt. 
Die Eidgenossen –  im Verhältnis 1:3 unterlegen – 
verfolgten die Plünderer,
überfielen sie beim Bruderholz
 und nahmen ihnen die Beute wieder ab. 






 Aus der Zeit 
der damaligen Feindseligkeiten haben 
sich die Bezeichnungen "Kuhschweizer"
 und "Sauschwabe"  bis heute erhalten. 





Im Sommer 1499 fielen die Schwaben unter 
 Graf Heinrich von Fürstenberg erneut ins Birstal ein 
und belagerten die Burg Dorneck.


Die zur Hilfe herbeigeeilten Eidgenossen
 überraschten das schwäbische 
Heer und schlugen es vernichtend.
 Zurück auf dem Schlachtfeld 
blieben mindestens 3500 Tote. 
Es wurden keine Gefangenen gemacht.
Nach Erkenntnissen der Anthropologin Christine Cooper
wurde ein  Grossteil der tödlichen Verletzungen den Opfern
 im Liegen zugefügt. 
"Abkeulen" nannten das die  Eidgenossen.






 Die Herausgabe 
der Leichen der gefallenen adligen  Anführer wurde 
von den Eidgenossen mit den Worten...


“Die Herren sollen bei den Bauern liegen”
verweigert.




So blieben die Leichen  der Gegner mehrere
 Monate auf dem Schlachtfeld liegen, 
bis sie skelettiert waren.





Noch heute zeugen Schädel im Dornacher Beinhaus
von dem Gemetzel, das am 22. Juli 1499 auf dem 
Dornacher «Bluethübel» (Bluthügel) stattgefunden hat.


Der ehemalige “Bluthügel” ist heute
Standort des Goetheanums ,
dem Sitz und Tagungsort der Allgemeinen
Anthroposophischen Gesellschaft.



Die 1949 anlässlich des 500 Jahrestages 
der Schlacht  von Jakob Probst 
an der Klostermauer geschaffene
 22 Meter lange Reliefwand 




Auch in Gempen, von wo die
Eidgenossen anrücken, 
erinnert ein Denkmal an die Schlacht