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Mittwoch, 22. März 2023

Das Geheimnis der 23

 
Wir schreiben das Jahr 2023 und
bekanntlich kreisen um die Zahl 23
seltsame Synchronizitäten und
dunkle Verschwörungstheorien.
 
 

 
Das Geheimnis der 23  geht auf
William Seward Burroughs
(5. Februar 1914 - 2. August 1997
zurück.
Ein Kapitän Clark erzählte Burroughs, dass
er seit 23 Jahren auf einer Fähre
von Tanger nach Spanien arbeite, ohne einen
einzigen Unfall gehabt zu haben.
Am selben Tag sinkt die Fähre.

Als Burroughs darauf
das Radio anstellt, hört er die
Nachricht von einem Flugzeugabsturz
in den USA unter einem Flugkapitän
Clark, Flugnummer 23.

Burroughs begann, seltsame Vorfäölle
um die Zahl 23 zu sammeln und
verfasste 1966 die Kurzgeschichten
 23 Skiddoo.
 
 


 
Die Autoren  Robert Shea
und Robert Anton Wilson
nahmen die seltsamen Synchronizitäten
um die  Zahl 23 in ihre eigentlich satirisch
gemeinte Romantrilogie
"Illuminatus" auf und lösten damit einen
weltweiten Hype aus, der
bis heute anhält.


Die Website "die23er"
 gilt als eine der umfangreichsten
Sammlungen von Ereignissen
und kuriosen Informationen
rund um die Zahl 23


In einem Interview von 1998 meint
Robert Anton Wilson
 "Die 23 ist ein Teil des kosmischen Codes.
Sie steht in Verbindung mit so vielen
Synchronizitäten und seltsamen Koinzidenzen,
dass das alles einfach etwas bedeuten muss -
 ich hab nur nicht herausgefunden, was!" 

Montag, 31. Dezember 2018

Das fliegende Kanu - La Chasse galerie




Man kennt  den fliegenden Hexenbesen
Faustens Mantel- und Leiterflug, den
 fliegenden Schlitten von Santa Claus,
fliegende Betten, Koffer  und 
manch anderes seltsames




Unbekannt war mir bislang das fliegende Kanu
„Chasse-galerie“, ...



... ein Fluggerät aus der Gegend 
von  Quebec, das Motive
der "Wilden Jagd" angeblich mit Legenden
der amerikanischen Ureinwohner 
verschmilzt.




Ein Pakt mit dem Teufel 
soll es einer Gruppe 
von Holzfällern erlauben,
ihre über 300 Meilen entfernten
Liebsten in der Silvesternacht zu 
besuchen und rechtzeitig zum
Arbeitsbeginn wieder zurück zu sein.




Der abenteuerliche Flug wird in 
verschiedenen Variationen erzählt.
Manchmal zeigt sich der Teufel grosszügig, 
ein andermal steuern die
Holzfäller das Kanu in einen Baum. 




Auch eine Variante, in der 
auf einem Schwein durch die
Lüfte geritten wird, ist bekannt.





 Die populärste Version stammt 
von Honoré Beaugrand
 (1848–1906) und wurde im August 1892 
im Century Magazine veröffentlicht. 



Sonntag, 23. Oktober 2016

Rübezahl


Moritz von Schwind 1859

 Rübezahl 
(tschechisch Krakonoš, 
polnisch Liczyrzepa)
 ist der Berggeist 
 des Riesengebirges. 
Einige vermuten, dass er 
aus dem Harz oder
dem Tirol "eingewandert" sei.



Die älteste Darstellung
von 1561 auf einer
Karte von Martin Hellwig
zeigt ihn als gehörnten Waldgeist
mit Hirschgeweih, der an 
den keltischen Cernunnos
gemahnt



Immer, wenn die Bewohner
 des Riesengebirges 
in Not waren, gingen sie
 in den Wald und riefen 
 Rübezahl zu Hilfe.



F. Elssner





Rübezahl belohnte die Guten 
und bestrafte die Schlechten.




Sein Erscheinungsbild 
erinnert in Vielem auch an 
den einäugige Wolkenwanderer 
mit Schlapphut.
Wodan,  der Rauhe (Riebe), 
der Nachtjäger, der im Sturmwind 
mächtig dahinbraust.




Im Laufe der Zeit 
wurde wohl um den
germanischen Windgott
 und Sturmdämon, ...




... ein 
bunter Kranz von Sagen
 und Legenden geflochten,
der oft auch ins
 Schwankhafte  abgleitet.




Rübezahl war Herr der
 Berge, ...




Prof. P.Mohn

... des Waldes und
des Wetters.




Hüter gewaltiger Schätze,
mächtiger Zauberer, ...




... aber 
auch ein Neckebold,




...  Kinderschreck und 
irrlichternder Waldschrat






        Johann Karl August Museum
(1735-1787)
sammelte die Sagen
und Schwänke,
die sich daraufhin über mehr 
als zwei Jahrhunderte lang,
grosser Beliebtheit erfreuten ...




... und so manchen Illustratoren
inspiriert haben.



 So etwa auch Willy Planck,
dessen Illustrationen 
zu Rübezahl vollständig
Website zu finden sind.









1957 wurden die Geschichten
um Rübezahl gar


Montag, 20. Juni 2016

Attilas Grab?




Der Sage nach, zog Attila der Hunnenkönig,
nachdem er von den Römern und Westgoten
451 n.Chr. auf den Katalaunische Feldern
  geschlagen worden war,
sengend und brennend den Rhein hoch
und zerstörte auch Augusta Raurica.
Der Muttenzer Historienmaler 
Karl Jauslin stellt diese Schrecknisse
so lebensnah dar, 
als wäre er selbst dabei gewesen.





Dann ereilte den Hunnenkönig
 ein plötzlicher Tod ...




...und die Hunnen bestatten
 die „Geissel Gottes“
unter einem Erdhügel,
nahe Zunzgen.




Dieser ca. 30 Meter hohe
 Erdhügel, der „Büchel“
 gilt heute noch, wenn auch 
etwas verloren am Rande
der Autobahn, als Wahrzeichen
Zunzgens.




Eine andere Sage erzählt,
dass im Büchel eine goldene
Jungfrau lebt, die sich einen
 Ziegenbock hält. Jeden
Weihnachtsmorgen reitet sie auf ihm an den
 Diegterbach, um mit einem goldenen
Kamm ihre Haare zu bürsten.




Heute nimmt man an, dass 
es sich um die Ueberreste
 eines Turmhügels aus der Zeit um
 9oo n.Chr handelt,
 einer sogenannten Motte.




Auch das ehemalige
 Fischerdorf Kleinhüningen und
die benachbarte französische Gemeinde
Huningue berufen sich
 stolz auf die Hunnen.

Zwar lässt sich  nicht
bestreiten, dass während 
dieses Durchzugs im Frühjahr 451 
 Strassburg und Metz zerstört wurden.
Ansonsten finden sich
allerdings wenig historische
Belege für diese Behauptung.

Viel wahrscheinlicher ist, 
dass das Kleinhüninger Wappen 
an den Durchzug eines weiteren Reitervolks
 zu Beginn des 10. Jahrhunderts erinnert, 

 Im Jahre 917 suchten die Magyaren, ungarische
 Reiternomaden, plündernd und mordend 
Süddeutschland heim und kamen bis Basel.
 Binnen kürzester 
Zeit ging die nur wenig geschützte
Unterstadt in Flammen auf, 
und wenig später fiel auch die Oberstadt
 in ihre Hände. Keiner wurde verschont
und auch Bischof
 Rudolf Amit  wurde von
den Heiden erschlagen.



Sonntag, 1. Mai 2016

Albert Welti - Walpurgisnacht




Von Albert Welti
 (18. Februar 1862 - 7. Juni 1912)
einem zu Unrecht fast
 vergessenen Künstler,
stammt das diesjährige
 Bild zur Walpurgisnacht.




Für Freunde der 
phantastischen Kunst
eines seiner
bekanntesten Werke,...




... für das Welti
mehrere Skizzen und
 Entwürfe anfertigte.




Wobei der Hexenbesen
vor allem zur Abwehr
des ungebetenen
Augenzeugen
zum Einsatz kommt.







Albert Welti studierte an der 
Akademie der Bildenden 
Künste in München und 
wurde  stark von Arnold Böcklin 
beeinflusst.



 Phantastische Traum- 
und Albtraumszenarien...




... waren die eine Seite
seines Werkes.





Daneben tat er sich auch als
Landschafter hervor...




... und entwarf das Wandgemälde 
im Ständeratssaal
im Bundeshaus zu Bern,
das nach Welti's Tod von
Wilhelm Balmer vollendet wurde.