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Freitag, 30. September 2022

King Tut - Victor Buono

 

 
King Tut
auch
Nabob of the Nile
Pharaoh of Rogues
Master of Thieves
Ruler of Darkness
Defender of Egypt
King of the Nile
Almighty Monarch
The Sun King
Nemesis of the Nile
Pharaoh of Felon
 
 


King Tut, dargestellt vom
genialen Victor Buono,
trat zum ersten Mal in
"The Curse of Tut"
am 13. April 1966
in der TV Serie "Batman"
auf und gehört zu meinen
absoluten Lieblingsschurken. 


Der Aegyptologieprofessor
William Omaha McElroy erhält
während Studentenunruhen
einen Schlag auf den Kopf
und glaubt danach, eine
Reinkarnation von König Tut
zu sein und hält Gotham sein
Reich. 
 
 

 
Ein weiterer Schlag
auf den Kopf
kuriert ihn jeweils.
Um diese Persönlichkeits-
wechsel zu verhindern,
trägt er (erfolglos) einen
verstärkten Hut.
In insgesamt acht Episoden
über alle drei Staffeln verstreut,
mimte Victor Buono
(3. Februar 1938 -1. Januar1982)
den völlig überkandidelten
Tut, der mit haarsträubenden
Komplotten Batman und
Robin das Leben schwer macht. 


King Tut hat in der Figur des
in meinem Comic seine Spuren hinterlassen.

Freitag, 19. August 2022

Konrad Dippel - Frankensteins Vorbild?

 

 

Beim Sammeln alter Märchen stiessen
Jacob und Wilhelm Grimm auf Schauergeschichten,
um den Alchemisten, Theologen und Arzt 

 


 

Johann Konrad Dippel von Frankenstein.
(10. August 1673 auf Burg Frankenstein-25. April 1734)

 

 

Der Pfarrer von Nieder-Beerbach beschuldigte angeblich
Dippel  derLeichenräuberei und Grabschändung.
Dippel soll aus Leichenteilen und dem
Blut von Jungfrauen vermittels “geheimer Künste”
einen künstlichen  Menschen erschaffen haben.

 

Berni Wrightson

Das Geschöpf soll seinen Schöpfer erschlagen
und in die Wälder geflohen sein. Dort fristet der
Unhold noch immer sein einsames Dasein und
wird  für das Verschwinden von Kindern und 
Jungfrauen verantwortlich gemacht.
Dippel reiht sich damit in die lange Galerie



 

Jacob Grimm soll 1813 diese Schauergeschichte
der englischen Übersetzerin der Märchen,
 Mary Jane Clairmont, mitgeteilt haben.
Diese wiederum war die Stiefmutter von
Mary Wollestonecraft -Shelley, die wiederum
1814 bei einer Rheinfahrt angeblich
auch  die Burg Frankenstein besuchte.

 


 


 Zwei Jahre später schrieb Mary Shelley
ihr weltberühmtes Buch
“Frankenstein, der neue Prometheus”.

 


 

Spätestens weltberühmt
seit der Verfilmung


"Se non è vero, è ben trovato"
wie das italienische Sprichwort meint.
Eine schöne Geschichte, die von Radu Floresco in den
1970er Jahren in Umlauf gebracht wurde,
deren Wahrheitsgehalt allerdings dürftig ist.


Denn der Geschichtsverein Eberstadt/Frankenstein
zerpflückt die Legende in seinem Artikel
"Sechs Irrtümer zum Frankenstein" gnadenlos.


Doch die Legende lebt in etlichen
Büchern  frischfröhlich weiter:

 


 

Robert Anton Wilson griff 
die These dankbar auf.
 
 

 
In "The Frankenstein Murders" 
von Kathlyn Bradshawist Dippel 
Viktor Frankensteins Assistent.
 
 

 
Auch    Warren Ellis' Comic
"Frankenstein's Womb" schliesst 
sich der Hypothese an,
dass Shelley Burg Frankenstein besuchte.


Wie meinte doch John Ford :
"When the legend becomes fact,
print the legend".





Montag, 15. August 2022

The Amazing Spider Man

 



In Amazing Fantasy Nr. 15 
vom  15 August 1962
hatte der von Stan Lee und Steve Ditko ...




... geschaffene”Amazing Spider-Man”
sein Debut in der Comicwelt.




Peter Benjamin Parker, als Waisenkind von
 seinem Onkel Ben und seiner 
Tante May aufgenommen,
Der eher schüchterne  High School Student
schlägt sich im grauen Alltag
mit Schulproblemen, Liebeskummer und 
der Sorge um seine kranke Tante May herum.
Dann wird er bei einem Laborbesuch 
von einer radioaktiv verseuchten 
Spinne gebissen und erlangt Spinnenkräfte.




Er kann fortan in seiner geheimen 
Doppelidentität als “Spider Man”,
Wände hochklettern,  besitzt 
übermenschliche Körperkräfte, 
trägt Netzsprüher an seinen 
Handgelenken und verfügt 
über einen siebten 
„Spinnensinn“




Von Anfang an war der Figur ein grosser 
Erfolg beschieden, so dass im März 1963
 Amazing Spider-Man #1 in seiner 
eigenen Reihe debütierte.
Der Erfolg hielt 60 Jahre an.
Spider Man erscheint noch immer, 
hatte mehrere Gastauftritte
in andern Superhelden Comics,
hielt Einzug in TV Serien und  wurde 
mehrfach erfolgreich verfilmt.

Freitag, 12. November 2021

Freitag, 22. Januar 2021

Hermann Hesse Steppenwolf


Im Zusammenhang mit der „psychedelischen Revolution“
und der „Counterculture“ erlebte das Werk des
Dichters Hermann Hesse eine ungeahnte Renaissance, 
die sich der 1962 verstorbene Dichter so wohl nie
 erträumt hätte. Hesses Bücher hatten in der 
Zwischenkriegszeit ein grosses Echo unter der Jugend 
gefunden und trafen seltsamerweise in der völlig 
anderen Welt von 1967 offenbar wieder einen Nerv der Zeit.



Sein „Steppenwolf“ gab der Band den Namen, die
 den wohl ultimativen Bikersong „Born to be wild“
 fabriziert hatte. Ken Kesey und Timothy Leary
 priesen die Sequenzen des „Magischen Theaters“im 
"Steppenwolf" als„psychedelische“ Offenbarung und 
manch einer sah sich als „Morgenlandfahrer“
oder „Glasperlenspieler“.



Hesses „Siddharta“ passte zu dem damals 
aufkommenden Indienboom, den die Beatles mitinitiert 
hatten, als sie den Yogi Maharashi Mahesh besuchten 
und George Harrison fortan Sitarklänge in die 
Musik der Band einfliessen liess. Hesse galt als
 zuverlässiger Führer auf dem Weg nach Innen. Er 
kannte sich in fernöstlicher Mystik, mit dem
 Tao te King wie dem I Ging aus, ebenso wie er sich 
über den fast gleichaltrigen C.G. Jung auch 
mit Psychoanalyse und gnostischen Schriften 
auseinandergesetzt hatte, was in etlichen Passagen
 des „Demian“ seinen Niederschlag fand. Kurz,
 Hesse war „kult“ oder „in“ wie man damals zu sagen pflegte.



Irgendwann (1974) wurde der „Steppenwolf“ dann 
 auch verfilmt und etliche Sequenzen wurden in 
Basel gedreht, der Stadt in der Hesse zum Teil seine 
Jugend verbracht hatte und in der er gelebt 
hatte, als er seinen Roman 1927 schrieb.



Max von Sydow spielte den empfindsamen Dichter, 
nachdem eine Zeitlang der damals in der Schweiz
 im Exil lebende Drogenpabst Timothy 
Leary im Gespräch gewesen sein soll...


...der einer modernen Variante des Werwolfs gleich,...



...innerlich zerissen zwischen „Kulturmensch“ und
 „ wölfischer Bestie“ durch die 
mittelalterlichen Gässchen
 den Basler Altstadt geistert. Ein „Outsider“
 wie Colin Wilson ihn bezeichnete, 
ein Ausgestossener, ein einsamer Wolf.


Mit von der Partie waren Basler Schauspieler wie
Helmut Förnbacher und Silvia Reize. Beizen wie die 
„Hasenburg“ lieferten das Dekor und nachgestellte
 Sequenzen der Basler Fasnacht dienten als psychedelische 
Einsprengsel. Regie führte Fred Haines. Der tschechische
 Künstler Jaroslav Bradac war am animierten 
Artwork für das magische Theater beteiligt.



Die Latte der Erwartungshaltungen war hoch gesetzt
 und wurde dann prompt enttäuscht. Wobei betont 
werden muss, dass der Film nun bei weitem nicht
sooo schlecht ist, wie manche damals fanden.
Im Gegenteil !!! Etliche Hintergrundinformationen
zur Verfilmung finden sich in dem Referat von
 Hendrik Licht: Verfilmung der Erzählung
 "Der Steppenwolf" von Hermann Hesse das
 als pdf im Internet zu finden ist.

Donnerstag, 26. September 2019

The Beatles - Abbey Road




Abbey Road ist das elfte Studioalbum 
der  Beatles, das am 26. September 1969
veröffentlicht wurde. Die Gruppe war 
unter sich zerstritten und es war das
 letzte Album, das sie zusammen 
mit George Martin produzierte.
Trotzdem wurde ein gutes, wenn auch 
oft unerschätztes Album daraus.




Für das Cover  liessen sich die 
Beatles am  8. August 
beim Ueberqueren des 
Zebrastreifens vor den 
Abbey Road Studios
 fotografieren.
Der Fotograf, Iain McMillan,
ein  Freund von
John  und Yoko, 
brauchte zehn Minuten,
dann waren die Bilder im Kasten.




Das Plattencover machte den 
Zebrastreifen dermassen berühmt, 
dass der Verkehr heute noch täglich ins 
Stocken gerät, weil  Touristen
ein Erinnerungsfoto schiessen wollen.








Das Cover wurde x - fach kopiert, 
nachgestellt und variiert.

 Wilde Verschwörungstheorien
 haben dazu beigetragen, 
dass das Albumcover 
berühmter wurde, als die Platte selber.
 Verschiedene Details  gaben 
der  Spekulation auftrieb, 
dass Paul McCartney verstorben  
und durch einen
 Doppelgänger ersetzt worden sei.




Als  Indizien  galten etwa, dass  Paul
 als einziger nicht im Gleichschritt 
mit den anderen Bandmitgliedern 
ging, keine Schuhe trug, als 
Linkshänder die Zigarette rechts hielt.




Auch das Nummernschild “LMW 28 IF” 
des weissen VW Käfer im Hintergrund ,
gab zu kryptischen Spekulationen Anlass. 




Das Ganze nahm ungeahnte Ausmasse an und 
die Mc Cartney sah  sich gezwungen, die
Verschwörungstheorien mit 
einem Mark-Twain-Zitat zu kontern.




“Die Gerüchte über meinen 
 Tod sind stark übertrieben.”



Freitag, 8. März 2019

Body Switch - Körpertausch





Bewusstseinsübertragung 
oder Körpertausch?
Bewusstseinsübertragung gilt als
ein magischer Vorgang der
von alters her im Yoga
ausgeübt worden sein soll.

Phowa ist eine
 Meditations-Praxis 
des tibetischen Buddhismus
die sich mit verschiedenen Arten der 
 Bewusstseinsübertragung
 beschäftigt.


In unseren Breitengraden 
ist die Vorstellung 
 der Bewusstseinsübertragung
oft mit dem Motiv des
 Körpertausches  vermischt.




So lässt im Film 
„Selfless - Der Fremde in Mir*
 ein krebskranker Millionär 
(Ben Kingsley) sein Bewusstsein 
in einen anderen Körper übertragen.

Body Swap oder Body Switch, 
also das Motiv des Körpertausches,
ist von einer ganzen Reihe von 
Filmen in allen erdenklichen
Variationen aufgenommen worden,
Angefangen von einer 
anderen eigenen Altersversion, 
(was sich dann wiederum mit
dem Motiv der “Zeitreiser“
überschneiden kann.)





Bekannte Beispiele dafür
sind der mehrfach
verfilmte Roman
"Freaky Friday " 1972 von
Mary Rodgers




„Peggy Sue Got Married “von 
Francis Ford Coppola
aus dem Jahr 1986 ...




... oder auch "Big" mit Tom Hanks.




Im Hammerfilm
Dr Jekyll & Sister Hyde (1971)
 geht es um Geschlechtertausch
durch Drogen...




Um Körpertausch mit 
einem  Menschen des anderen
 Geschlechts geht es auch
in „All of me“  von Carl Reiner
 aus dem Jahr 1984...




... bis hin zum Tausch
mit  einem Tierkörper,
Der Hund, der „Herr Bozzi“ hiess
 von Ladislao Vajda  1957
(In diesem Fall wiederum vermengt sich
 das Körpertauschmotiv
mit der Vorstellung
der Tierverwandlung)




Je nach Perspektive steht dabei die 
Uebertragung des Bewusstseins oder
die Befindlichkeiten des neuen 
Körpers im Vordergrund.




Ob man Filme wie
 Invasion of the Body Snatchers




Altered States
oder auch ...



Being John Malkovich
noch in die Kategorie
Body Switch einreihen will, 
ist wohl Ansichtssache.