Dienstag, 15. Oktober 2019

Blick Teil 2



Peter Uebersax und die legendäre
Sexberaterin Marta Emmenegger.

 Mit der erfolgreichen (zweiten)
Aera  Uebersax 1980 bis 1986),
mit Auflagenhöhen von 400’000,
( die aber auch dem Blick Bingo  
zu verdanken waren),  erreichte der
 Blick in den achziger Jahren
seine grösste Popularität.
 Peter Uebersax war alles andere, 
als unumstritten.
Seine Kampagnen gegen 
tamilische Asylbewerber, 
gegen die SRG 
und deren Soap “Motel” 
(mit Jörg Schneider)
 und Anderes brachten 
hochverdienten  Heiner Gautschy 
in einem Interview so in Rage, ...




... dass er sich völlig im Ton vergriff
und seinen Posten beim Schweizer
 Fernsehen räumen musste.

In den Jahren danach kam der
 Blick vom “rechten Weg” ab.

Nicht mehr die Sorgen des
 “kleinen Mannes” interessierten.
Der Blick war kein 
Sprachrohr mehr, das den
 Problemen und Nöten seiner Leser
eine Stimme gab.
Der Trashfaktor wurde
 heruntergefahren.




Der Blick schrieb sich 
 die Erziehung seiner Leser 
zu besseren Menschen auf die Fahnen.

Er positionierte sich einseitig 
gegen Blocher und die SVP, 
 missionierte EU- freundlich, der 
Tonfall ähnelte mehr und mehr
einem  “Wort zum Sonntag”.
Schlussendlich  führte man 
gar ein ein regelrechtes 
"Feuilleton" ein.

Die angeblich überalterte Leserschaft 
goutierte den Sinneswandel nicht,
neue Leser wurden damit aber wohl
auch nicht gewonnen.

Das Ziel, den Blick
offenbar zum Leibblatt
für vegane  Hipster  aus 
der Grossstadt zu machen,
wurde nicht erreicht.

Das Karussel der Chefredaktoren
drehte sich.

Zudem geriet der Blick immer wieder 
 wegen schlecht recherchierten,
oder frei erfundenen Angaben und gezielt
manipulierten Bildern in die Kritik. 



Angebliche Blutlache von Luxor.
( rot eingefärbt)




Der Fall Thomas Borer endete
mit einer Entschuldigung
Ringier und einem Vergleich.




Nicht überall kam die
Einmischung in den
türkischen Wahlkampf gut an.

Hin und wieder gelingt
es dem Blick heute wieder,
Aufsehen zu erregen.

Aber der Blick ist nicht 
mehr, was er einmal war.

Die Krise der Printmedien hat auch 
vor dem Blick nicht halt gemacht.
Der Spagat zwischen 
Political Correctness und
Boulevardjournalismus will
immer weniger gelingen.

Trotz allem, in den nunmehr 
sechzig Jahren seines Bestehens,
hat der Blick die
Schweiz massgeblich  mitgeprägt.
Im Guten, wie im Schlechten.


Montag, 14. Oktober 2019

Errol Flynn




Errol Leslie Thomson Flynn 
20. Juni 1909 -14. Oktober 1959 
stammte aus  Tasmanien, 
was ihm, zusammen mit
seinem ungezügelten und
 abenteuerlichen Lebenswandel,
 den Spitznamen
“Tasmanian Devil” eintrug.
In jungen Jahren versuchte er 
sich auf einer Tabakplantage,
 als Goldsucher, 
Kupferschürfer und Wilderer.
Flynn war begeisterter Segler. 
Sein unsteter Lebenswandel trug
 ihm angeblich mehrere Haftstrafen ein 
und er war in etliche 
Skandale verwickelt.




Ueber England kam
 er schliesslich nach Hollywood.




In den 1930er Jahren wurde er 
so etwas wie der Nachfolger von
 Douglas Fairbanks,und “König der.
 Swashbuckler”

In Rollen wie   Captain Blood (1935),
und anderen Abenteuerfilmen spielte
 er sich in die vorderste Reihe
der damaligen Hollywoodstars.
Seine ganz grosse Zeit erlebte Flynn 
in den dreissiger und vierziger Jahren.
Bedingt durch die Unterbrüche 
des Zweiten Weltkriegs
waren aber seine Filme in 
Europa bis in die fünfziger 
Jahre im Kino und dann noch
jahrelang im Fernsehen zu sehen.




The Charge of the Light Brigade (1936)




The Prince And The Pauper 1937








The Private Lives of Elizabeth 
and Essex (1939)



The Sea Hawk (1940)

Er drehte auch eine 
Reihe von Western




Virginia City 1940



 Dodge City (1939), 


Santa Fe Trail (1940), 


and San Antonio (1945). 
und
1942 den Boxerfilm ...


... Gentleman Jim. über den 
Werdegang des Boxers James J. Corbett 

Während des Zweiten Weltkriegs
 wurden Flynn Sympathien
für das Naziregime nachgesagt. Er soll
sogar ein Spion Hitlers gewesen sein.
Andere behaupten das völlige Gegenteil.
Der Schauspieler, der
wegen seines Herzfehlers
nicht zur Armee eingezogen wurde,
 bot demnach dem britischen  Geheimdienst
 seine Dienste als Spion an.

Flynn galt als kettenrauchender,
stark trinkender Frauenheld. 
Er war dreimal verheiratet und es 
wurde ihm eine Reihe von Affären 
und Verhältnissen nachgesagt.




The Adventures Of Don Juan (1948)




Kim (1950)




Flynns Lebenswandel zeichnete
 ihn früh. Tuberkulose,
 Malaria und ein Herzinfarkt,
 vor allem aber
seine Trunksucht  zehrten
 an seiner Gesundheit
und nach dem Krieg wirkte er in
 seinen Rollen als draufgängerischer
 Abenteurer zunehmend 
 unglaubwürdiger.




1952 konnte Flynn mit “Against All Flags
 seinen letzten bedeutenderen Abenteuerfilm
 drehen, mit Maureen O’Hara und 
Anthony Quinn als Partner.

Ein geplanter “Wilhelm Tell” Film
 scheiterte an Finanzierungsproblemen .
Steuerschulden zwangen Flynn schliesslich
zur Flucht aus den USA.
In den  letzten Lebensjahre
machte er fast nur noch durch
Skandale und Eskapaden
Schlagzeilen.




Bei Dreharbeiten zu seinem letzten Film
freundete er sich
mit Fidel Castro an.
  Errol Flynn  verstarb
kurze Zeit später,  fünfzigjährig,
am 14.10.1959
an einem Herzinfarkt. 







Samstag, 12. Oktober 2019

Blick war dabei




Am 14. Oktober 1959
erschien in einer
Auflage von gegen 50‘000 Stück. 
die erste Ausgabe des „Blick“,
der ersten, schweizerischen, 
Boulevardzeitung aus dem Hause Ringier.
Hauptgewicht lag auf Sex, Klatsch,
 Verbrechen, Sensationen und Sport
 Das Verdikt der hohen Politik 
und der  etablierten Presse war 
vernichtend: Man rümpfte die Nase
 und nörgelte, was das Zeug hielt. 
Der Blick sei nichts weiter
 als ein Unterhaltungsblatt
auf denkbar tiefstem Niveau,
 sicher aber  keine Zeitung


Die Zeitung kostete 20 Rappen
 und wurde schnell zur Zeitung
des „kleinen Mannes“. Er war eben 
Nahe am“ Puls des Volkes“,

Sonst las niemand den Blick, 
zumindest offizell nicht und
 Kioskverkäuferinnen mussten
 den Blick  oft in  der 
seriösen Zeitung verstecken, 
wenn sie ihn trotzdem an
„bessere Kundschaft“ verkauften.




Er wurde kritisiert,  der 
„Sensationsjournalismus“ 
abgrundtief verabscheut, 
es wurde dagegen protestiert,
er wurde als Schund verschrien.
der die niedrigen Instinkten  anspricht.




Dieses Bild aus dem Film "Mein Name sei Eugen"
trifft die Wirkung  des Blick meines Erachtens
recht überzeugend.




Aber der Blick wurde gelesen und war  bald die
auflagenstärkste Zeitung der Schweiz.

Blick leistete sich ab zu zu Patzer 
und war einer der ersten Verbreiter
 von Fake News  überhaupt
in der Schweiz.




Am Pfingstsamstag dem
 1. Juni 1963 leistete sich 
das Blatt seinen bislang grössten Fehler:
„Ein grosser Papst ist gestorben“ 
titelte der Blick in grossen Lettern.
Nur war Papst  
Johannes XXIII. noch am Leben.
Bis der Blick in der 
Dienstagsausgabe berichtigen
 konnte, war der Papst dann 
 tatsächlich verstorben.




Zumindest in den frühen Jahren 
nahm Blick Partei für die Schwachen
und Zukurzgekommenen.
Nicht zuletzt das Verdienst des ehemaligen
Verdingbubs  Turi Honegger.




Auch in Sachen Sexualaufklärung
 leistete der
Blick mit Marta Emmenegger
Pionierarbeit.




Tagtäglich gern gesehen
 war auch das 
sang- und klanglos 
verschwundene „Blick Girl“.

Mittwoch, 9. Oktober 2019

Clifford D.Simak - The Visitors



Vincente Di Fate


In der Oktoberausgabe 1979
 von “Analog” begann
 die Veröffentlichung
“The  Visitors”.




Die mysteriösen Besucher 
sind riesige, schwarze, 
längliche Kästen,
die entfernt an 
einen Sarg gemahnen.

Ein weiteres Beispiel
 für die vielfältige, 
rätselhafte Bedeutung 
in der Phantastik 

Montag, 7. Oktober 2019

DDR - Deutsche Demokratische Republik



1949 wurde Deutschland geteilt und 
zwei deutsche Staaten gegründet.
Offiziell gilt der 23. Mai 1949 als 
Gründungstag der Bundesrepublik
 Deutschland, die aus den ehemaligen 
britischen, französischen und 
amerikanischen Besatzungszonen 
gebildet wurde.
Die Deutsche Demokratische Republik
entstand aus der russischen 
Besatzungszone und
wurde am 7. Oktober 1949 
(Tag der Republik) gegründet. 
Die ehemalige Haupstadt 
Berlin blieb geteilt.

Ueber die DDR, oft
 nur “die Zone” genannt, 
bekam man hierzulande wenig mit.
 Beim  Aufstand vom Juni
 1953 war ich noch zu klein.




Wie ich mich dunkel erinnere,
( angeblich in der Sendung Quiz
 ohne Titel am 10. Oktober 1959)
 für einen Skandal, als er die Zuschauer 
“in der Bundesrepublik, in der DDR ”
begrüsste.
Im allgemeinen
 Sprachgebrauch war meist 
von “Ostdeutschland”,
 der  Sowjetzone“
 der „sogenannten DDR“ 
der "Ost-Zone" oder schlicht
 der “Zone” die Rede.
Aber das waren innerdeutsche
 Angelegenheiten,
die ich damals, nur schon
 aus Altersgründen,
 mit zehn Jahren kaum verstand.




Das änderte schlagartig
 mit dem Bau der
in der Nacht vom 12. auf den
 13. August 1961.




Die erste, ganz grosse
Krise des Kalten Krieges, die
 ich vollbewusst mitbekam.




Ansonsten blieb  die
 DDR ein Sowjetischer
Satellitenstaat hinter
 dem “Eisernen Vorhang”.
Kulisse für so manchen Spionagefilm




The Man Between (Carol Reed, 1953)




The Spy Who Came In From The Cold (1965)


Torn Curtain (1966 )



 und man hörte allenthalben 
von spektakulären Fluchten,
die z.T. auch in Filmen 
ihr Echo fanden.



Escape from East Berlin




Tunnel 28
 von Robert Siodmak 1962.




Night Crossing( 1980 /1982
über die spektakuläre Ballonflucht der
 Familien Strelzyk und Wetzel
über die innerdeutsche Grenze,
 am 16. September 1979 




 Ein seltsamer Bezug zur 
DDR entstand für mich,
 als meine Mutter irgendwann behauptete,
dass der Stasi-Generaloberst
19. Januar 1923 - 9. November 2006 
den sie im Fernsehen gesehen hatte,
mit ihr ins selbe Schulhaus gegangen wäre.
Tatsächlich soll Wolff während einiger Zeit
 die Schule in Binningen besucht haben.
Seltsam, aber so steht es geschrieben!




Dann erinnere ich mich 
noch an das  überraschend 
von der DDR gewonnene
 Fußballländerspiel 
 zwischen der DDR und der BRD 
 am 22. Juni 1974  mit 1:0 durch 
ein Tor von Jürgen Sparwasser.




1982 reiste der Präsident
 der schweizerischen SP,
Helmut Hubacher, in die DDR was
 zu viel Unmut und  grösseren
 Diskussionen führte..




1983 sorgte Udo  Lindenberg Single 
“Sonderzug nach Pankow ” für Furore.




Am 9. November 1989  wurde die 
Berliner Mauer  unter dem wachsenden 
Druck der Bevölkerung geöffnet.
Innerhalb eines Jahres brach 
die  SED-Diktatur zusammen.


3. Oktober 1990: Die Länder der 
Deutschen Demokratischen Republik 
treten der Bundesrepublik Deutschland  bei. 
Der Tag der Deutschen Einheit 
Die DDR hört um 0 Uhr auf zu existieren.